kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ostern – Das Auferstehungsfest 15. April 2017

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 18:25

Am ersten Tag der Woche kommt Maria von Magdala früh, als es noch finster war, zum Grab Jesu und sieht, daß der Stein vom Grab weg war.

 

 

Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Da ging Petrus und der andere Jünger hinaus, und sie kamen zum Grab. Es liefen aber die zwei miteinander, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst zum Grab, schaut hinein und sieht die Leinentücher liegen; er ging aber nicht hinein.

Da kam Simon Petrus ihm nach und ging in das Grab hinein und sieht die Leinentücher liegen, aber das Schweißtuch, das Jesus um das Haupt gebunden war, nicht bei den Leinentüchern liegen, sondern daneben, zusammengewickelt an einem besonderen Ort. Da ging auch der andere Jünger hinein, der zuerst zum Grab gekommen war, und sah und glaubte. Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, daß er von den Toten auferstehen müßte. Da gingen die Jünger wieder heim.

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du?

Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt.

 
Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlaßt, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

 

 

 
Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich’s nicht glauben. Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt, und Thomas war bei ihnen.

Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

 

 

 

 
Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See Tiberias. Er offenbarte sich aber so: Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger. Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will fischen gehen. Sie sprechen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts.

Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wußten nicht, daß es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten’s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische. Da spricht der Jünger, den Jesus liebhatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, daß es der Herr war, gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich ins Wasser. Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen. Als sie nun ans Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer und Fische darauf und Brot.

 

 

Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriß doch das Netz nicht. Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wußten, daß es der Herr war. Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt’s ihnen, desgleichen auch die Fische. Das ist nun das dritte Mal, daß Jesus den Jüngern offenbart wurde, nachdem er von den Toten auferstanden war.

 
Als sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er zum dritten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?

Petrus wurde traurig, weil er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb?, und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wo du hin wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hin willst. Das sagte er aber, um anzuzeigen, mit welchem Tod er Gott preisen würde. Und als er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach!

Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus liebhatte, der auch beim Abendessen an seiner Brust gelegen und gesagt hatte: Herr, wer ist’s, der dich verrät? Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem? Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, daß er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! Da kam unter den Brüdern die Rede auf: Dieser Jünger stirbt nicht. Aber Jesus hatte nicht zu ihm gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, daß er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?

 

 

 

 

 

 

Die Lehre Jesu ist zeitlos und wahrhaftig

 

Voller Hoffnung hätten die Jünger erlebt, wie Jesus Christus statt des weit verbreiteten Betrugs, der Korruption und Intoleranz ein Leben voller Liebe, Güte und Ehrlichkeit praktizierte. Die radikale Lebensänderung des Zöllners Zachäus war ein Beleg dafür.

Weiterhin hatte das damals aus gesellschaftlicher Sicht inakzeptable Gespräch mit der Samariterin gezeigt, dass Heilszuwendung ohne Vorbehalte und Schranken möglich ist. Mit dem Tod Jesu schien diese Entwicklung beendet und die Angst vor einem Rückfall in alte Verhältnisse breitete sich aus. Die Auferstehung des Herrn bewies den Jüngern aber die zeitlose Wahrhaftigkeit der Lehre Jesu.

 

 

 

Verkündigung der Auferstehung heute

In unserer Zeit wird es immer wichtiger, die Auferstehung Jesu auch heute noch zu verkündigen – wie die Apostel es damals taten. Dazu sind drei Voraussetzungen notwendig: Als Erstes muss der Glaube durch Lesen in der Bibel und Beschäftigung mit dem Evangelium gefördert werden. Als Zweites gilt es, sich die Inhalte des Tauf- oder Konfirmationsgelübdes immer wieder in das Bewusstsein zu rufen. Letztlich wird die Osterbotschaft durch den Glauben an die Wiederkunft Christi verkündet.

 

 

 

 

 

Christi Auferstehung – Grundbestandteil christlichen Glaubens

Die Auferstehung Jesu geschah, ohne dass ein Mensch Augenzeuge dieses Vorgangs geworden wäre. Sie ist ein Wunder und ein Geheimnis. Die Heilige Schrift berichtet jedoch von vielen, die den Auferstandenen gesehen haben: Er zeigte sich unmittelbar nach seiner Auferstehung Maria von Magdala und anderen Frauen, den Aposteln Petrus und Johannes sowie den beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Am Abend des Auferstehungstags trat er in die Mitte seiner Apostel. Apostel Paulus spricht außerdem von mehr als fünfhundert Brüdern, die den auferstandenen Herrn gesehen hatten (1Kor 15,3-7).

 

 

 

 

Dennoch haben viele Menschen die Tatsache der Auferstehung des Herrn in Zweifel gezogen. Es gibt auch heute in christlichen Kreisen manche, die an der Auferstehung als realem Geschehen zweifeln. Schon in der Gemeinde zu Korinth hatte es solche Tendenzen gegeben. Diese von Irrlehrern aufgebrachten Zweifel nahm Apostel Paulus zum Anlass, der Gemeinde ausführlich über das Thema „Auferstehung“ zu schreiben. Wir finden seine Gedanken im 15. Kapitel des 1. Korintherbriefes. Darin bekannte Paulus sich zum Glauben an die tatsächlich geschehene Auferstehung Christi und zeigte, dass ohne diese Auferstehung der ganze christliche Glaube sinnlos wäre (Verse 12-19). Weil aber, so führt er weiter aus, Christus als der Erstling, der Erste, auferstanden ist, dürfen auch diejenigen, die ihm angehören, zuversichtlich in die Zukunft blicken in der Gewissheit, dass der Tag kommen wird, an dem die Toten in Christo auferstehen werden und mit den Verwandelten zum Herrn entrückt werden (Verse 20-23; 51. 52; vgl. auch 1. Thessalonicher 4, 16 und Offenbarung 20,6).

 

 Wie es damals war, so ist es auch heute: Der Glaube an Jesus Christus als Erstling in der Auferstehung bildet die sichere Grundlage für den Glauben an die Erste Auferstehung bei der Wiederkunft Christi. Das ist das Herzstück des Evangeliums und des Glaubens aller treuen Gotteskinder.

 

Christus hat die Möglichkeit geschaffen, den Tod und die Trennung des Menschen von Gott aufzuheben. Der Glaube an die Auferstehung des Erstlings Christus von den Toten ist die Grundlage des Glaubens an die Auferstehung der Toten in Christus und die Verwandlung der Lebenden bei seiner Wiederkunft.

Durch seinen Opfertod und die Auferstehung von den Toten haben Christen eine begründete Hoffnung auf das ewige Leben.

 

 

 

 

Die Auferstehung Jesu ist Grund unserer Freude, denn wir wissen: Auch wir können auferstehen. Wir haben einen Gott der Liebe, der Nähe und der Gnade.

1. Der Herr ist auferstanden, der Tod hat keine Macht.
Christus hat neues Leben für uns ans Licht gebracht.
Wir loben und wir preisen mit hellem Osterklang
den einzigen Erlöser, der Sünd’ und Tod bezwang.

2. Der Herr ist auferstanden, verkündet es der Welt!
Der Tod ist nun besieget und seine Macht gefällt.
Christus hat uns erlöset, nun singet, jubiliert,
weil jetzt der Herr des Lebens für immer triumphiert.

3. Der Herr ist auferstanden, vorbei die Todesnacht.
Nun über allen Gräbern die Ostersonne lacht.
Christus wird wiederkommen, die Toten auferstehn.
Wir werden ewig leben und keinen Tod mehr sehn.

 

 

 

KoG wünscht allen LeserInnen ein gesegnetes Osterfest!

 

4 Responses to “Ostern – Das Auferstehungsfest”

  1. Andreas Says:

    Wünsche dem Blogbetreiber u. allen Christen hier im Forum frohe Ostern!! Diesmal feiern ja alle Konfessionen zur gleichen Zeit – d.h. über zwei Milliarden Christen. Universale Gottesvolk-Power pur!

    PS: hat absolut nichts mit Glaubenszweifeln zu tun, aber mich trieb gestern die Frage um, wo Jesus zwischen der Kreuzigung u. Auferstehung war? Darüber hatte ich noch nie vorher nachgedacht.
    Konnte seine Seele solange im Körper verbleiben? – bei „Normalsterblichen“ würde man das ja selbstverständlich ausschliessen wollen (zumal wenn sie eingeäschert werden).
    Lediglich zwei Bibelstellen deuten etwas von einem Abstieg in die „Unterwelt“ an, ins Geisterreich der Toten, um auch sie zu erlösen.
    Das zu glauben fällt mir nicht weiter schwer – aber ist er danach wieder in seinen Körper zurückgekehrt u. mit/in ihm in der Osternacht/Ostermorgen gen Himmel, zum Herrn aufgefahren? Oder hat sich der sterbliche Körper dank göttlicher Wirkweise sozusagen seperat aufgelöst? Ich hoffe, es nimmt niemand Anstoss an meiner „allzu-menschlich“-wissbegierigen Frage.
    Vielleicht wissen die Orthodoxen bzw. Kopten speziell hierüber mehr, weil diese Thematik in ihrer Oster-Liturgie „bewusster“ einbezogen wird als bei uns?

  2. Johannes Says:

    GEDANKEN ZUM AUFERSTEHUNGSFEST
    Das von GOTT gegebene Gebot lautet: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines GOTTES. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn“ (2.Mose 20). Die Kirche wollte es in Abgrenzung zur ihrer jüdischen Wurzel anders, so dass unter Kaiser Konstantin der Sonntag zum Ruhetag wurde. Die Begründung war, dass der HERR JESUS an diesem Tage auferstanden sei – gemäß der SCHRIFT nach drei (!) Tagen.
    Tatsächlich dürfte ER mit Blick auf den jährlichen „Großen Sabbat“, dem Fest des Gedenkens an die Verschonung der Erstgeborenen und an den Auszug aus Ägypten, in jenem Jahr bereits am Mittwoch, dem 14. des sechsten Monats Abib nach dem alten kanaanäischen Kalender – heute der erste Monat Nisan entsprechend dem nachexilischen religiösen Kalender, dem „Rüsttag“ gekreuzigt worden sein. Der 15. Abib/Nisan war und ist ein Großer Sabbat, ein „hoher Festtag“ (Joh 19,31), der auf jeden Tag der Woche fallen konnte. Gemäß 5. Mose 21, 23 handelte Joseph von Arimathäa und beeilte sich am späten Mittwochnachmittag, um den Leichnam JESU zu beerdigen. In jener Woche gab es also zwei verschiedene Sabbate.
    In 4. Mose 28, 16 + 17 heißt es: „Aber am vierzehnten Tag des ersten Monats ist das PASSAH des HERRN. Und am fünfzehnten Tage desselben Monats ist Festfeier.“
    Das Passahlamm, das in jedem Jahr am 14. Tag des damals ersten Monats Nisan geschlachtet wurde, ist ein Sinnbild für JESUS CHRISTUS, das LAMM GOTTES, das die Sünden der Welt hinwegnimmt. JESUS CHRISTUS ist unser Passah, für uns geopfert an unserer statt (1. Kor 5,7).
    JESUS wurde am gleichen Tag getötet, an dem in jedem Jahr das Passah geschlachtet worden wurde. Dieser Tag des Pessach war der „Rüsttag“ vor dem Festtag, vor dem jährlichen Großen Sabbat, der am 15. Nisan begangen wird.
    An welchem Tag war also die Auferstehung?
    Als die zweifelnden Pharisäer von JESUS ein Zeichen, eine übernatürliche Bestätigung, einen Beweis dafür forderten, dass ER der MESSIAS sei, antwortete ER ihnen: „Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein“ (Mt 12, 39 + 40).
    Diese Aussage ist deshalb von großer Bedeutung, weil der HERR ausdrücklich auf diesen einzigen Beweis hinweist, dass ER wirklich der MESSIAS ist – nämlich drei Tage und drei Nächte im Grab zu sein. Die übrigen Zeichen und Wunder während seiner Wanderschaft durch Galiläa, Samaria und Judäa bewiesen IHN zwar auch als den MESSIAS, aber einige zweifelten, selbst im Kreis der Jünger, so der „ungläubige“ Thomas.
    Drei Tage und drei Nächte machten damals wie heute 72 Stunden aus. Damit scheiden alle Argumente der Kritiker damals wie heute aus, die auf „Vorstellung“ und „Überlieferung“ verweisen. Sie wurden schon damals vom HERRN zurechtgewiesen: „… (Ihr) hebt so GOTTES WORT auf durch eure Satzungen, die ihr überliefert habt …“( Mk 7,13).
    JESUS starb um die neunte Stunde, d.h. gegen 15 Uhr (u.a. Mk 15, 34ff). Bevor der Tag zu Ende ging, noch vor Sonnenuntergang, musste der Leichnam nach jüdischer Sitte beerdigt sein. So wurde ER in das Grab des angesehenen Ratsherrn Josef von Arimathäa, der Pilatus um die Abnahme vom Kreuz gebeten hatte, gelegt.
    Da die Auferstehung gemäß dem WORT drei Tage später geschehen musste, fand sie also am späten Nachmittag des wöchentlichen Sabbats kurz vor Sonnenuntergang statt.
    Wäre der HERR JESUS zu irgendeiner anderen Tageszeit auferstanden, hätte Er nicht den Beweis erbracht, der MESSIAS, der SOHN des lebendigen GOTTES zu sein. Damit sind auch alle Berechnungen kluger Theologen hinfällig, die den Karfreitag als Kreuzigungs- und Sterbetag des HERRN festlegten. Die Auferstehung erfolgte an einem Sabbat!
    Am ersten Tag der Woche Yom Rishon (also am frühen Sonntagmorgen), als es dämmerte, kamen Maria Magdalena und die anderen früh zum Grab. Als sie dort eintrafen, war es offen und JESUS war bereits auferstanden! Er wurde schon am späten Nachmittag des vorhergehenden wöchentlichen Sabbattages, vor Sonnenuntergang zur gleichen Tageszeit Seines Todes und folgenden Grablegung auferweckt. Damit entfällt auch alles Nachrechnen hinsichtlich der drei Tage: es sind gemäß der SCHRIFT drei volle 24-Stunden-Tage zwischen Seinem Tod und Seiner Auferstehung! Der Sabbat endete bei Sonnenuntergang. Die Auferstehung erfolgte also spät am selben Tage, kurz bevor der erste Tag der Woche (Yom Rishon) am Samstagabend nach Sonnenuntergang begann. Es kann sich also nicht um eine Sonntagsauferstehung handeln, da die Auferstehung bereits am Sabbat erfolgt war.
    H.N. (4/2017)

    Anmerkung:
    Abib (auch Aviv), der „Ährenmonat“ ist gemäß dem Pentateuch der sechste Monat des alten kanaanitischen Kalenders. Ihm entspricht der Nisan, der erste Monat nach dem „religiösen“ Kalender. Er dauert immer 30 Tage. Nach dem gregorianischen Kalender beginnt der Abib Mitte März, wenn die erste Ernte eingefahren wird und der erste Frühlingsneumond bezeugt wird.
    Im Alten Testament ist die Bezeichnung „Abib“ in Exodus 34, 18 entscheidend als der Monat des Auszugs aus Ägypten und damit Beginn einer neuen Zeitrechnung aufgeführt:
    „Du sollst das Fest der Ungesäuerten Brote halten. Im Monat Abib sollst du zur festgesetzten Zeit sieben Tage lang ungesäuertes Brot essen, wie ich es dir geboten habe. Denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen.“
    – Ex 34,18 EU
    Am 10. Abib werden die Lämmer für Pessach besorgt, am 14., also am Vollmond, werden sie geschlachtet. In den Abib fällt immer das Pessach- oder Pascha-Fest und damit das christliche Ostern. In der nachexilischen Literatur (vgl. Neh 2,1 EU) wird der Monat bei seinem hebräischen Namen Nisan genannt.

    • Andreas Says:

      Hochinteressant bzw. informativ – also ist die Osternacht von Samstag bis Mitternacht bzw. frühe Morgenstunden der Höhepunkt des Osterfestes?! Aus Kranheitsgründen musste ich z.H. bleiben u. ver“wunderlicherweise“ war ich den ganzen Ostersamstag intensiv auf Jesus Auferstehung hin „programmiert“, hab die TV-Übertragungen quasi mitzelebriert. Zu Ostersonntag fühlte ich mich wie „geläutert“, satt, die päpstliche Ostermesse kam mir wie ein verspäteter matter Nachklang des Ostergeschehens vor, ich wollte es nicht (nocheinmal) passiv mitfeiern.
      Tja, manchmal hat man seltsam-eindeutige „Feelings“, die erst im Nachhinein eine Erklärung finden. Wir sollten wirklich konsequent den Sabbath heiligen, u. sei es nur im Angedenken/in der „Betstube“ des Herzens. Auch wenn es z.Zt. nicht christliche Tradition ist, kann man den Sabath irgendwie „mitfeiern“ bzw. samstags in die Kirche gehen (bei den Katholiken geht das in der Regel, die haben immer offen).
      Die allermeisten israelitischen Ver-u. Gebote gelten ja nicht für uns, es müsste also kein gar so „strenger“ Sabbath revitalisiert werden?…


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