kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Aramäische Christen in der Türkei in Gefahr 30. März 2017

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 16:13

Aramäische Christen sind in der Türkei eine kleine Minderheit. Unter der Regierung Erdogans scheinen sie verstärkt Repressionen ausgesetzt zu sein.

Das zu äußern, traut sich aber – wohl aus Angst – niemand.

Es schneit heftig an diesem Sonntag im Tur Abdin.

In 1000 Metern Höhe an einem Hang des mächtigen Kalkstein-Gebirges liegt Mardin.

 

Unser türkischer Kameramann macht sich Sorgen:

Ob am Abend die Straße noch befahrbar sein wird?

Wir sind hier, um eine der ältesten christlichen Gemeinden der Welt zu besuchen.

 

 

 

 

 

„Tur Abdin“ bedeutet „Berg der Knechte“. Gemeint sind die „Knechte Gottes“, die hier über viele Jahrhunderte lebten: aramäische Christen. Die Wurzeln ihrer Sprache reichen zurück bis in biblische Zeiten – Jesus selbst soll Aramäisch gesprochen haben. In der Türkei war die Sprache lange verboten. Heute gilt Aramäisch als vom Aussterben bedroht. Schlimmer noch: Das Christentum selbst droht im Tur Abdin einzugehen. Kritiker sagen, daran trage die Regierung Erdogan eine Mitschuld.

 

„Hier in Mardin leben noch etwa 100 christliche Familien“, erklärt eine ältere Dame aus der Gemeinde. „80 Familien direkt aus Mardin und 20, die aus Syrien stammen.“ Die syrische Grenze liegt nur wenige Kilometer entfernt. Vor Jahren sollen in diesem Gebiet noch Tausende Aramäer-Familien gelebt haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Wir beschäftigen uns nur mit geistlichen Themen“

 

Geblieben sind vor allem die Alten. Die Kirchenglocke läutet, durch den Schnee quälen sie sich über die rutschigen Steinstufen den Berg hinauf. Die Luft in der kleinen, alten Kirche ist von Weihrauch erfüllt. Im rechten Kirchenschiff beten die Männer, links die Frauen. Getrennt nach Geschlechtern ist auch das Teetrinken nach dem Gottesdienst.

 

Frage in die Männer-Runde: „Hat sich ihr Leben unter der Regierung Erdogan verändert?“ Erst Schweigen, dann antwortet Gabriyel Akyüz, der Pfarrer der Gemeinde: „Das ist ein politisches Thema. Wir beschäftigen uns nicht mit politischen Themen, sondern mit geistlichen. Diese Welt ist vergänglich. Auch ein Sultanat geht vorüber.“ Jeder weitere Versuch ist zwecklos. Deutlicher über Politik will sich niemand äußern – nicht hinter vorgehaltener Hand und erst recht nicht vor einer Kamera.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewohner der türkischen Stadt Mardin: Die Jungen gehen, die Alten bleiben

Bewohner der türkischen Stadt Mardin: Die Jungen gehen, die Alten bleiben

An der Kirche steht ein türkischer Polizist. Er mustert uns kritisch. Kurze Zeit später kommen mehrere Herren in Zivil, die sich ebenfalls als Polizisten ausweisen. Was wir hier machen? Wir erklären, dass wir einen Film über die verschiedenen Kulturen hier im Südosten der Türkei drehen, das ist zumindest nicht gelogen. Der türkische Kameramann zeigt seine „allgemeine Dreherlaubnis“, wir unsere übrigen Papiere.

Die Polizisten schütteln die Köpfe: Drehverbot ab jetzt in ganz Mardin und Umgebung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Verschwunden, nicht mehr erreichbar!

 

Bis vor Kurzem gab es in Mardin noch eine christliche Co-Bürgermeisterin – die einzige in der Türkei. Sie wurde nach dem gescheiterten Militärputsch von der Regierung Erdogan abgesetzt. Die offizielle Begründung: Sie stehe unter dem Verdacht, eine Terror-Organisation unterstützt zu haben. Gemeint sein kann damit nur die kurdische Untergrundorganisation PKK oder eine ihrer Splittergruppen. Die Co-Bürgermeisterin war Mitglied in der pro-kurdischen, aber nicht linken HDP. Jetzt ist sie verschwunden, nicht mehr erreichbar – offiziell auch nicht für ihre Parteifreunde. Mit einem von ihnen sind wir trotz Drehverbot verabredet. Ali Aslan begreift sehr schnell am Telefon. Er nennt einen Treffpunkt, alles Weitere dort. Er erzählt, dass sein Telefon abgehört werde. Ein relativ sicherer Ort für ein kurzes Interview sei aber die HDP-Parteizentrale.

 

 

 

„Wir sind erst vor Kurzem in diese Räume gezogen“, erklärt der zweite Vorsitzende der HDP Mardin sein kahles Büro. „Es sieht zwar noch ungemütlich aus, hat aber den Vorteil, dass wir wahrscheinlich jetzt nicht abgehört werden. Zum Verwanzen hatten sie noch keine Zeit.“ Aslan glaubt zu wissen, dass sich die ehemalige Co-Bürgermeisterin zur Zeit in Istanbul befinde und krank sei. Verhaftet worden sei sie nie, nur abgesetzt. Ganz im Gegensatz zu ihrem Amtskollegen in der Doppelspitze des Bürgermeisteramts, auch ein Parteifreund. Er kam ins Gefängnis mit derselben Begründung wie die Christin: „Unterstützung einer Terror-Organisation“.

 

 

 

 

 

 

„An den Vorwürfen ist gar nichts dran“, beteuert Aslan. „Sie wurden beide ihrer Ämter enthoben, weil sie in der Opposition sind, das ist alles.“ Über die Christen und ihre Verschwiegenheit in Sachen Politik wundert sich Aslan nicht: „Sie trauen sich nicht, das ist doch klar. Seit dem Putsch steht jeder, der Kritik äußert, mit einem Bein im Gefängnis.“

https://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-christen-101.html

 

6 Responses to “Aramäische Christen in der Türkei in Gefahr”

  1. Thomas Says:

    Telefon wird abgehört – Drehverbot – Verhaftung von politischen Gegnern- Verfolgung anderer Religionen,
    ja, das klingt irgendwie nach rechts und Nazi. Ist das etwas Islamfaschimus in reinform gekoppelt mit
    Welteroberungsambitionen und anlehnend an ein religiöses Buch aus dem Abgrund.
    Mein Taxifahrer fand den Erdowahn richtig toll – wollen die hier etwa das Gleiche machen ?
    Ich merke schon, meine Migräne kommt zurück.

  2. Thomas Says:

    Nicht nur in der Türkei !

    Aus: Journalistenwatch, 28. März 2017

    Islam in Deutschland – Die Karte des Schreckens

    Der Islam ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Überall entstehen neue Moscheen, nimmt die islamische Landnahme immer größere Ausmaße an. Das ist von der Politik so gewollt, das wird ausdrücklich begrüßt und entsprechend gefördert.

    Doch mit der steigenden Zahl der Moscheen nehmen auch die damit verbundenen Probleme zu. Immer mehr „Gotteshäuser“ stehen im Fokus der Sicherheitsbehörden, eben weil sie mehr sind als „Gotteshäuser“.

    Diese Karte zeigt uns das ganze Ausmaß des Schreckens, sie belegt, wie der Islam seinen Expansionskurs in Deutschland ungebremst fortführen kann und sie zeigt, welche Gefahren für die Allgemeinheit damit verbunden sind.

    Der Presse können Sie entnehmen, dass in vielen deutschen Moscheen politische Agitation gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung betrieben wird. Hassprediger rufen zu Hass und Gewalt auf, es wird gegen Juden gehetzt und Salafisten verbreiten ihr extremistisches Gedankengut. Zum Teil stehen Moscheen in Verbindung zu türkischen Nationalisten, der Hisbollah oder der Muslimbruderschaft. Schlimmstenfalls dienen Moscheen sogar Terroristen als Treffpunkt oder es wird dort für den IS rekrutiert.

    Scrollen Sie die Karte einfach groß und klicken Sie auf die Symbole. Dann erhalten Sie die entsprechenden Infos.

    Die Icons haben folgende Bedeutung

    Halbmond-Stern-Icon in rot für DITIB
    Gleiches Icon in grau für ATIB (graue Wölfe)
    Gleiches Icon in grün für IGMG
    Für die Hassprediger gilt das Megaphon
    Für Terror die Knarre in IS-Schwarz
    Für Islamismus allgemein der „knieende Mann“

    In dieser Karte sind Nachrichten über Islamismus in Moscheen in Deutschland zusammengetragen. Alle Informationen sind sorgfältig aus öffentlich zugänglichen Quellen recherchiert und miteinander in Verbindung gebracht. Informationen zu Anschriften und Trägern der Moscheen stammen u.a. aus moscheesuche.de, Google Maps, Webseiten und Facebook-Seiten von Moscheevereinen. Trotz sorgfältiger Recherche sind Irrtümer vorbehalten.

    Bitte verbreiten Sie diese Karte. Sie dient der Aufklärung!

    Hier geht es zur Karte:

    https://www.google.com/maps/d/edit?hl=de&hl=de&authuser=0&authuser=0&mid=1S_30K3peeKArKwwvPedXSXfzZEY&ll=51.64229702834505%2C7.591833083398342&z=10

    Es handelt sich hierbei nur um die „auffälligen“ Moscheen. Sämtliche Moscheen sind hier gelistet:

    https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1XNFs-5yE_4h71IB7y4Xtd-GojpM&ll=51.15036023094387%2C11.23952220000001&z=6

    Gefunden in:
    http://www.journalistenwatch.com/2017/03/28/islam-in-deutschland-die-karte-des-schreckens/

  3. Thomas Says:

    In Wirklichkeit ist die Türkei unter Präsident Erdogan ein Vorbote einer militärischen islamischen Allianz, die unter Führung der Türkei eine sunnitische Weltmacht installieren will.

  4. Johannes Says:

    Lieber Thomas, vermeiden Sie bitte das Wort „Islamismus“! Unwissende denken, „Islamismus“ sei etwas Schlimmeres als „Islam“. Aber „Islamismus“ kommt von „Islam“.Ohne Islam kein Islamimus! Beides ist einund dasselbe! Das bestätigt auch der Kalif vom Bosporus: „Es gibt keinen Islamismus! Der Islam ist der Islam!“ Eine Ideologie mit dem Anspruch auf Weltherrschaft – wie auch Kommunismus und Nationalsozialismus!

  5. Johannes Says:

    Korrektur:
    Lieber Thomas, vermeiden Sie bitte das Wort „Islamismus“! Unwissende denken, „Islamismus“ sei etwas Schlimmeres als „Islam“. Aber „Islamismus“ kommt von „Islam“. Ohne Islam kein Islamismus! Beides ist ein und dasselbe! Das bestätigt auch der Kalif vom Bosporus: „Es gibt keinen Islamismus! Der Islam ist der Islam!“ Eine Ideologie mit dem Anspruch auf Weltherrschaft – wie auch Kommunismus und Nationalsozialismus!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s