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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptische Christen in Ägypten in großer Angst 20. März 2017

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 20:38

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Immer häufiger werden koptische Christen in Ägypten zum Ziel von Terrorgruppen wie dem „Islamischen Staat“.

 

 

 

 

Hunderte Christen sind inzwischen vom Nordsinai geflohen. Sie leben jetzt in Ismailiyya und haben kaum Hoffnung, jemals in ihre Heimat zurückkehren zu können. Ein Beitrag aus dem NDR Info Auslandsmagazin „Echo der Welt“.

 

 

 

Auf dem Hof der evangelischen Kirche in Ismailiyya sitzen Schulkinder in der Frühlingssonne, sie lachen, trinken Cola und machen ihre Hausaufgaben. Die Kinder gehören zu Familien, die in Todesangst aus ihrer Heimatstadt geflohen sind, aus dem 200 Kilometer entfernten Al-Arish.

Zu den Geflüchteten gehört auch die Witwe Magda Boutrus, die mit ihrer Familie fast 40 Jahre lang in Al-Arish lebte, bis ihr Sohn Wael am 30. Januar ermordet wurde. Damals stürmten Männer in seinen Krämerladen und töteten Wael kaltblütig. Die Flucht war für Magda Boutrus ein Abschied für immer: „Zu wem soll ich zurückkehren? Ich hatte dort einen Sohn, der sich um mich kümmerte, der mir Medizin holte, wenn ich krank war, und der mich tröstete. Das ist vorbei. Nie wieder werde ich Al-Arish betreten. Die Stadt hat mir meinen Sohn genommen. Es gibt kein Zurück mehr.“

 

 

 

 

 

 

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Die Geflüchteten plagen die Erinnerungen

 

Die Attentäter gehören zu einer Terrorgruppe, die im Norden der Halbinsel operiert, in und um Al-Arish, in der Nähe zum Gazastreifen. Die Gruppe hat sich 2014 der Terrororganisation „Islamischen Staat“ angeschlossen.

Als Wael ermordet wurde, war seine Mutter im Obergeschoss des Hauses, in dem sich auch der Krämerladen befindet: „Abends um halb neun kamen vier vermummte Männer in den Laden. Einer postierte sich draußen auf der Straße, ein zweiter am Eingang. Die beiden anderen zerrten meine Schwiegertochter auf die Straße, und dann schossen sie mit einer Kalashnikov auf meinen Sohn, sechs Kugeln, sie haben ein Sieb aus ihm gemacht. Danach nahmen sie sich Getränke aus dem Kühlschrank und Kartoffelchips. Sie haben gegessen und getrunken, als ob nichts gewesen wäre.“ Stunden später flohen Magda Boutrus und die Familie in Panik aus der Stadt, nur mit den Sachen, die sie auf dem Leib hatten.

 

 

 

 

 

 

 

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die sitzen und Innenbereich

 

 

 

Christen werden regelrecht hingerichtet

 

Im Januar und Februar ermordeten die Terroristen mindestens sieben ägyptische Christen in dem Ort. Es waren keine Morde, sondern Hinrichtungen. Magda Boutrus beschreibt den Moment, als ihr Sohn Wael hingerichtet wurde. „Die Nachbarn hörten die Schüsse. Sie kamen angerannt und riefen ‚Wael Wael‘. Sie hatten Angst um ihn. Er war beliebt bei allen. Er hat sich immer um alle gekümmert. Die Muslime weinten fast mehr um ihn als die Christen.“

Alle befragten christlichen Flüchtlinge schwärmen vom Verhältnis zu ihren muslimischen Nachbarn. Es hat offenbar auch in Al-Arish einen Alltag gegeben, der noch nicht von Politik, radikalen Ideologien und von den Extremisten vergiftet worden war.

MEHR: https://www.ndr.de/info/sendungen/echo_der_welt/Koptische-Christen-in-Aegypten-in-grosser-Angst,sinai104.html

 

2 Responses to “Koptische Christen in Ägypten in großer Angst”


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