kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

2 Urteile, unterschiedliche Bewertung 11. Februar 2017

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:26

Nach Feuer in Asylunterkunft im Kreis Biberach:

Versuchter Mord in 26 Fällen

 

 

 

Nach Feuer in Asylunterkunft im Kreis BiberachVersuchter Mord in 26 Fällen

 

Weil er Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in Eberhardzell im Kreis Biberach gelegt hat, ist ein Asylbewerber zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Ravensburg sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der zur Tatzeit im März 30 Jahre alte Mann den möglichen Tod etlicher im Gebäude schlafender Asylbewerber billigend in Kauf genommen hat. Verurteilt wurde er wegen versuchten Mordes in 26 Fällen, versuchter schwerer Brandstiftung und vorsätzlicher Körperverletzung. Als Motiv vermutete die Anklagebehörde zur Prozesseröffnung Mitte Oktober Verfolgungsängste.

MEHR: http://www.swr.de/swraktuell/bw/nach-feuer-in-asylunterkunft-im-kreis-biberach-versuchter-mord-in-26-faellen/-/id=1622/did=18418908/nid=1622/1ofmqpp/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flüchtlingsunterkunft in Nauen: NPD-Politiker muss nach Brandanschlag acht Jahre in Haft

 

Bei einem Brandanschlag brannte im August 2015 eine Sporthalle in Nauen komplett nieder, dort sollten Flüchtlinge untergebracht werden. Nun hat das Landgericht Potsdam den NPD-Politiker Maik Schneider zu acht Jahren Haft verurteilt. Schneider hatte die Tat gestanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

Hier: Unbewohntes  Flüchtlingsheim in Brand gesetzt. Keine Menschen in Gefahr aus rechtsextremistischen Gründen.

Dort: Bewohntes Flüchtlingsheim in Brand gesetzt aus Frust. 26 Menschen wurden gerettet.

Hier: 8 Jahre Freiheitstrafe

Dort: 7 3/4 Jahre Freiheitsstrafe.

 

Klar ist eines: Beide Taten verdienen Freiheitsstrafen ohne Bewährung, da sollte es kein Pardon geben.

Sind diese Urteile trotzdem gerecht?

Bei Herrn Schneider können wir von einem fremdenfeindlichen Hintergrund ausgehen. Jedoch hat er ein unbewohntes Asylbewerberheim angezündet, um, seiner Ideologie folgend, zu verhindern, dass dort Asylanten einziehen. Eine schändliche Tat, aber kein Mensch wurde gefährdet. Da er als „Politiker“ darüber hinaus auch noch eine Art „Vorbildfunktion“ hatte, geht diese Strafe völlig in Ordnung. Wer Fremdenfeindlichkeit als Grund für Straftaten irgendwelcher Art ansieht, hat nichts besseres verdient. Schön wäre es allerdings von der Justiz auch, wenn Linksradikale bei Brandstiftung von Autos ebenfalls so hart angefasst werden würden. Denn die Grundmotivation ist letztlich die Gleiche, feindbildhafte Ausgrenzung Andersdenkender. Es sollten hier keine Unterschiede gemacht werden. Hier ist lediglich Sachschaden, wenn auch megagroßer entstanden.

Der namentlich nicht genannte 30-jährige Mann hat für seine Tatausführung nach dem Bericht erhebliche kriminelle Energie aufgewandt, indem er alle Rauchmelder in ihrer Funktion zerstörte, dann zündelte er, und zwar, als 26 Menschen, davon sogar noch 10 Kinder,  nachts in dem Gebäude schliefen.  Aus diesem Grunde konnte das Gericht ihm wohl Mordversuche im Urteil bescheinigen, weil er diese Tat offensichtlich bewusst geplant hatte. Aber auch hier scheint großer Sachschaden entstanden zu sein. Die Angst und die Not von Menschen, insbesondere von Kindern und ihren Eltern muss hier aber überwiegen und hätte sich in einem höheren Strafmaß  deutlicher zum Ausdruck bringen lassen.

 

 

 

Zu Recht wurde hier 26-facher versuchter Mord, usw. angeklagt. Dafür noch auf eine wenn auch nur wenige Monate geringere Freiheitsstrafe von 7 3/4 Jahren zu erkennen bei dieser Anklage ist im Grunde erheblich zu wenig. 26 Menschen wären, wenn sie nicht gerettet worden wären oder sich selbst gerettet hätten, elendig verbrannt. Dem Täter ist es nicht zu verdanken, dass die Rettung der Menschen durchgeführt werden konnte. 10 bis 12 Jahre wären hier durchaus angemessen gewesen, nicht jedoch eine geringere Strafe als  eine Brandstiftung aus fremdenfeindlichen Motiven, die, wenn sie denn aus diesen verwerflichen Motiven heraus geschehen ist, immerhin darauf geachtet hat, dass keine Menschen zu Schaden kamen. Diese Tat war auch “ eine tiefe Missachtung unserer Rechtsordnung.“

Urteile sind immer bedenklich, wenn sie als „Zeichensetzung“ oder als „Exempelstatuierung“ verkündet werden. Da warten wir noch auf Urteile, die  eine Vergewaltigung von nichtmuslimischen Frauen durch einen ausgrenzend denkenden Muslim angemessen als Symbolwirkung verkündet werden.

Hier ist offensichtlich Migrantenbonus gewährt worden. Auch diese Form der 2-Klassen-Justiz scheint nicht mehr zeitgemäß. Der Gerechtigkeit tut sie ohnehin keinen Gefallen.

 

2 Responses to “2 Urteile, unterschiedliche Bewertung”

  1. thomas Says:

    Weil Jemand eine leere Turnhalle ansteckt, bekommt Jemand 8jahre, obwohl keine Mensch
    gefährdet wurde.

    Strafgesetzbuch
    Besonderer Teil (§§ 80 – 358)
    28. Abschnitt – Gemeingefährliche Straftaten (§§ 306 – 323c)
    § 306a
    Schwere Brandstiftung

    (1) Mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr wird bestraft, wer
    1. ein Gebäude, ein Schiff, eine Hütte oder eine andere Räumlichkeit, die der Wohnung von Menschen dient,
    2. eine Kirche oder ein anderes der Religionsausübung dienendes Gebäude oder
    3. eine Räumlichkeit, die zeitweise dem Aufenthalt von Menschen dient, zu einer Zeit, in der Menschen sich dort aufzuhalten pflegen,

    in Brand setzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer eine in § 306 Abs. 1 Nr. 1 bis 6 bezeichnete Sache in Brand setzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört und dadurch einen anderen Menschen in die Gefahr einer Gesundheitsschädigung bringt.

    (3) In minder schweren Fällen der Absätze 1 und 2 ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

    § 306
    Brandstiftung

    (1) Wer fremde
    1. Gebäude oder Hütten,
    2. Betriebsstätten oder technische Einrichtungen, namentlich Maschinen,
    3. Warenlager oder -vorräte,
    4. Kraftfahrzeuge, Schienen-, Luft- oder Wasserfahrzeuge,
    5. Wälder, Heiden oder Moore oder
    6. land-, ernährungs- oder forstwirtschaftliche Anlagen oder Erzeugnisse

    in Brand setzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.

    (2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

    Die Turnhalle wurde zu diesem Zeitpunkt nicht genutzt, was bekannt war, somit konnte zum
    Tatzeitpunkt damit gerechnet werden, das kein Mensch in der Halle war, weitere gefährtete
    Gebäude waren nicht in der Nähe, somit handelte es sich noch nicht einmal um schwere Brandstiftung.
    Dann noch 1,5 Jahre drauf zupacken, ist schon dreist. Der ungerechte Richter, möchte ein Exempel
    für den deutschen Bürger statuieren, zur Abschreckung. Während in Deutschland Vergewaltiger,
    Einbrecher und Diebe, gleich mehrere duzend Straftaten begehen müssen, um überhaupt jahrelang
    ins Gefängnis zu kommen, wenn sie aus dem richtigen Kulturkreis kommen. Es ist lediglich eine
    alte Turnhalle abgebrannt, ohne irgend eine andere Person zu gefährden.


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