
„Anschlag hätte jederzeit passieren können“
Nach der Festnahme von zwei Gefährdern in Göttingen werden beunruhigende Details bekannt. Den Ermittlern zufolge gab es bereits konkrete Pläne für einen Terroranschlag.
Die beiden Salafisten hätten den Anschlag jederzeit ausführen können, sagte der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig. Bei den Durchsuchungen in der Nacht zum Donnerstag seien umgebaute Waffen mit scharfer Munition gefunden worden: „Die Gefahrenlage war eindeutig“, betonte Lührig. Laut Ermittlungen waren die Pläne der Männer aus der radikal-islamistischen Szene nicht ausschließlich auf die Region Göttingen bezogen. Bei der Razzia stießen die Beamten auch auf Flaggen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).
Die Polizei hat in der heutigen Nacht im Rahmen eines Großeinsatzes insgesamt zwölf Objekte durchsucht und in diesem Zusammenhang zwei Gefährder in Gewahrsam genommen.


Gefährliche Freundschaften:
Islamisten im Rhein-Main-Gebiet kooperieren
WIESBADEN: Es sei der „größte und erfolgreichste Schlag gegen die salafistische Szene in Deutschland“ gewesen: So bewerten Sicherheitskreise die Terror-Razzia der vorigen Woche, als 1100 Polizisten 54 Wohnungen, Geschäftsräume und Moscheen durchsuchten. Seither hat sich das öffentliche Interesse fokussiert auf den Hauptbeschuldigten Haikel S., einen mutmaßlichen tunesischen IS-Kämpfer, sowie auf die Frankfurter Bilal-Moschee. Vielfach unbeachtet blieb indessen, dass bei der Razzia auch die Masjid Al-Imani Moschee in Offenbach ins Visier geraten ist, hinter der der Somalische Kulturverein steht.
Zwischen diesem Verein und Haikel S. gebe es zwar keine unmittelbare Verbindung, heißt es bei den Ermittlern. Doch dass neben dem Tunesier offenkundig auch hier lebende Somalier an dem salafistischen Netzwerk mitgeknüpft haben, wird als durchaus neuer Akzent bewertet.
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