kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mann in Meckenheim gezielt angefahren 15. Januar 2017

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 23:00

Bild könnte enthalten: 1 Person, Bart

Haft auf Bewährung

 

 

 

 

Ein 27-jähriger Autofahrer hat bewusst einen Menschen angefahren, so die Überzeugung des Richters am Bonner Amtsgericht.

Der Mann wurde heute wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

 

 

 

Der Mann wurde am Mittwoch (11.01.2017) wegen gefährlicher Körperverletzung zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Darüber hinaus wurde ihm der Führerschein für ein Jahr entzogen. Der Angeklagte war demnach im Auto mit zwei Freunden in Meckenheim unterwegs gewesen, als er den Sohn einer verfeindeten Familie auf dem Bürgersteig entdeckte.

Als der 26-Jährige die Straße überqueren wollte, war der Angeklagte gezielt und mit hoher Geschwindigkeit auf den Gegenspieler losgefahren und hatte ihn dabei auf die Motorhaube genommen. Er wurde am Kopf verletzt und leidet heute noch an den Folgen des Unfalls. Als Bewährungsauflage muss der Angeklagte 200 Sozialstunden in der Spülküche der Landesklinik arbeiten, auch muss er dem Opfer 1000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Stand: 11.01.2017, 13:39

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

Das sind genau die Urteile, die in der Bevölkerung auf völliges Unverständnis stoßen. Messerattacken und vorsätzliche Autoattacken auf Fußgänger, meistens unbekannt, in diesem Fall auch noch auf den Sohn einer befeindeten Familien eine Freiheitsstrafe zur Bewährung auszusprechen ist u. E. das völlig falsche Signal.

 

 

Wenn die Juristen einen Messerangriff in die Brust- oder Rückengegend oder eine vorsätzliche Autoattacke noch als gefährliche Körperverletzung werten, nur weil der Angeklagte im HVT sagt, dass er nicht die Absicht hatte, den Verletzten zu töten, so ist immer davon auszugehen, dass der Angeklagte auch nur ein Messerstich geführt oder eine solche Autoattacke durchgeführt hat den Tod des Verletzten billigend in Kauf genommen zu haben. Wenn dann solche Taten rein rechtlich als gefährliche Körperverletzungen gewertet werden, weil es nach deutschem Recht nicht anders möglich erscheint, warum wird das Strafmaß in solchen, welche für gefährliche Körperletzung steht, nicht ausgeschöpft. In solchen Fällen kann es keine Milderungsgründe geben. Feindschaft oder Messerattacken sind immer, auch wenn keine Vorstrafen vorliegen mit Freiheitsstrafen ohne Bewährung zu verhängen.

 

 

 

 

In § 224 StGB heißt es:
„I. Wer die Körperverletzung
1. durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen,
2. mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs,
3. mittels eines hinterlistigen Überfalls,
4. mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
5. mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung
begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
II. Der Versuch ist strafbar.“

 

 

 

Der § 56 StGB, der die Möglichkeit bietet, ausnahmsweise die verhängte Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren zur Bewährung auszusetzen ist wie folgt gefasst .

(1) Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr setzt das Gericht die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung aus, wenn zu erwarten ist, daß der Verurteilte sich schon die Verurteilung zur Warnung dienen lassen und künftig auch ohne die Einwirkung des Strafvollzugs keine Straftaten mehr begehen wird. Dabei sind namentlich die Persönlichkeit des Verurteilten, sein Vorleben, die Umstände seiner Tat, sein Verhalten nach der Tat, seine Lebensverhältnisse und die Wirkungen zu berücksichtigen, die von der Aussetzung für ihn zu erwarten sind.

 

 

(2) Das Gericht kann unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 auch die Vollstreckung einer höheren Freiheitsstrafe, die zwei Jahre nicht übersteigt, zur Bewährung aussetzen, wenn nach der Gesamtwürdigung von Tat und Persönlichkeit des Verurteilten besondere Umstände vorliegen. Bei der Entscheidung ist namentlich auch das Bemühen des Verurteilten, den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen, zu berücksichtigen.

(3) Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten wird die Vollstreckung nicht ausgesetzt, wenn die Verteidigung der Rechtsordnung sie gebietet.
(4) Die Strafaussetzung kann nicht auf einen Teil der Strafe beschränkt werden. Sie wird durch eine Anrechnung von Untersuchungshaft oder einer anderen Freiheitsentziehung nicht ausgeschlossen.

 

 

Nach der Begründung des § 56 StGB könnten auch die Freiheitsstrafen von Mördern und Totschlägern zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn der Gesetzgeber zur Recht nicht die 2-jährige Freiheitstrafengrenze eingeführt hätte.

 

 

 

 

 

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

 

 

 

 

 

Es geht also in diesen Fällen letztlich um eine Ermessenssache des Gerichts. Wenn jemand mit einem Messer oder mit einem Auto als gefährlichem Werkzeug den Tod eines Verletzten billigend in Kauf nimmt, so wird offensichtlich dann bei den Gerichten die Schwere der Verletzung mit über das Strafmaß entscheiden. Wenn der Verletzte noch heute unter den Folgen der bewusst und gewollt herbeigeführten Verletzung leidet, warum wird nicht wenigstens in solchen Fällen die Freiheitsstrafe ohne Bewährung ausgesetzt? Er wurde am Kopf verletzt und leidet heute noch an den Folgen des Unfalls.

 

 

 

Es ist einfach kaum nachvollziehbar, warum bei solchen Tätern, die möglicherweise bleibende Schäden bei ihren Opfern hinterlassen haben, irgendwelche Strafminderungsgründe zum Tragen kommen können. Warum bekommen ein solche potenziellen Messerstecher oder ein Automörder überhaupt Strafen bis zu 2 Jahren, in der man über Bewährung überhaupt nachdenken kann und nicht Freiheitsstrafen von über 2 Jahren, die eine Bewährungsstrafe nicht mehr zulassen würden? Der § 224 StGB gibt das her.

 

 

 

Wir finden, wer mit einem Messer mit tödlich wirkender langer Klinge zusticht, hat einfach keine Bewährung mehr verdient, denn es müsste zumindest wegen eines versuchten Tötungsdelikt ermittelt werden. Und falls keine Tötungsabsicht nachweisbar sein sollte, warum wird dann der Strafrahmen des § 224 StGB nicht besser ausgeschöpft.

 

 

 

Es muss den Messerstechern und den LKW- und Autofahrern, die ihr Auto als gefährliches Werkzeug bewusst einsetzen, hier im Lande gezeigt werden, dass solche Taten harte Freiheitsstrafen auch im Erstfall ohne Bewährung nach sich ziehen.

 

 

 

 

 

Bild könnte enthalten: Text

 

 

Bei normaler Trunkenheit im Straßenverkehr bekommt ein Täter bereits fast 1 Jahr Führerscheinentzug, zu Recht. Ein nüchterner Autofahrer, der nüchtern und insbesondere vorsätzlich einen Menschen umfährt, bekommt im Grunde die gleiche Maßregelzeit zugesprochen. Das ist ja eine Aufforderung zur Wiederholung. Dieser Typ hätte mindestens 3 Jahre nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, da er charakterlich eklatant nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug in der Öffentlichkeit zu führen.

 

 

Dieses Urteil ist ein Urteil, welches die deutsche Justiz als Kuscheljustiz entlarvt. Wer ist hier im Lande zu beschützen? Die Opfer oder die Täter. Bei solchen Urteilen hat es den Anschein, dass die Täter geschützt werden, die Opfer aber im Regen stehen gelassen werden.

 

2 Responses to “Mann in Meckenheim gezielt angefahren”


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s