kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Ich fühle mich berufen, in Aleppo zu bleiben“! 16. November 2016

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 17:40

Nachdem die Migrationsbeauftragte bereits Kinderehen verteidigte, kritisierte sie nun die Razzien gegen das gefährlich Salafistennetzwerk „Die wahre Religion“.

 

 

 

 

Rund 30.000 der ehemals 200.000 Christen harren in der umkämpften Stadt aus!

 

 

Der Alltag in der syrischen Großstadt Aleppo ist von anhaltender Gewalt geprägt. Während der östliche Teil fast täglich von syrischen und russischen Streitkräften bombardiert wird, steht der westliche Teil beinahe durchgängig unter Beschuss durch die Rebellen.

Von den vor dem Krieg in Aleppo wohnenden Christen leben heute nur noch etwa 15% in der Stadt.

 

 

 

 

 

 

 

Hilfe für Christen und Muslime

 

„Die Situation in Aleppo ist nun schon so lange instabil. Waffenruhen sind immer nur von kurzer Dauer; wenn die Leute gerade neuen Atem schöpfen, beginnen die Kämpfe erneut“, erzählt Pastor Alim*. Er lebt in dem Teil der Stadt, der von der Regierung kontrolliert wird. Mit einem engagierten Team aus seiner Gemeinde hilft er jeden Monat bis zu 2.000 bedürftigen Familien, die aus dem Ostteil der Stadt geflohen sind – sowohl Christen als auch Muslimen. Die Kirche versorgt sie mit Nahrungsmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs. „Wir helfen einigen von ihnen, ihre Miete zu bezahlen, und bieten medizinische Hilfe an. Außerdem hat unsere Gemeinde einen Brunnen gegraben, um sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen“.

 

 

 

 

 

 

 

„Wir sind umgeben vom Tod“

 

Dabei ist der Krieg auch in ihrem Viertel stets gegenwärtig: „Kürzlich explodierte neben der Kirche eine Bombe, die ein junges Mädchen und ihren Bruder tötete. Als wir uns am darauffolgenden Sonntag für den Gottesdienst fertig machten, gab es Detonationen rund um unser Haus“, berichtet Pastor Alim. Im September hatten sich die Kämpfe etwas beruhigt und die Familien bereiteten sich darauf vor, ihre Kinder wieder zur Schule zu schicken, doch dann ging die Bombardierung weiter. „Die Leute sind wirklich entmutigt, sie haben das Gefühl, dass es keine Hoffnung mehr gibt“.

 

Pastor Alim und seine Familie lebten sehr nahe an der Frontlinie, bevor sie aus Sicherheitsgründen zu seinen Eltern zogen. Nur kurze Zeit später wurde das Haus, in dem sie kurz zuvor noch gewohnt hatten, von Granaten getroffen. Alim kann sich nicht vorstellen, was es bedeutet hätte, wenn seine Kinder in diesem Moment dort gespielt hätten. „Jeden Tag hören wir von jemandem, der getötet wurde; wir sind umgeben vom Tod. Wir spüren den Schmerz, aber für die, die gestorben sind, können wir nichts mehr tun. Für die Lebenden können wir einen Unterschied machen, indem wir ihnen helfen. Durch die Krise können wir Brücken bauen zu Menschen, mit denen wir niemals zuvor Kontakt hatten“.

 

 

 

 

 

 

 

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Frieden und Hoffnung mitten im Krieg

 

 

Es ist nicht einfach, trotz der schrecklichen Situation in der Stadt zu bleiben. Doch Pastor Alim sagt: „Ich fühle mich von Gott berufen, in Aleppo zu bleiben, solange es hier etwas für mich zu tun gibt. Meine Frau hat die gleiche Berufung. Ich habe versucht, sie zu überzeugen, in ein sichereres Gebiet zu ziehen, aber sie wollte hier bei mir bleiben. Wir sind durch sehr schwierige Zeiten gegangen und wissen nicht, warum wir solch einen Frieden und solch eine Hoffnung verspüren. Ich glaube, dass Gott uns doppelte Gnade gibt. Darum bin ich nicht versucht, Aleppo zu verlassen, auch wenn mir diese Möglichkeit offensteht“.

 

 

 

Syrien steht auf dem Weltverfolgungsindex 2016 an fünfter Stelle unter den Ländern, in denen Christen weltweit am meisten Verfolgung erleben.

 

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

Quellen: World Watch Monitor, Open Doors

UPDATE SUDAN: Die beiden Pastoren Hassan Abduraheem Kodi Taour und Kuwa Shamal sowie die zwei mit ihnen angeklagten Männer [Open Doors berichtete] erschienen am 7. November erneut vor Gericht. Die Anwälte haben mit der Verteidigung begonnen und Beobachter äußerten sich verhalten optimistisch, obwohl die Unsicherheit über den Ausgang des Prozesses nach wie vor groß ist. Die nächste Anhörung findet voraussichtlich am Montag, dem 14. November, statt.

 

 

Bitte beten Sie für die Christen in Syrien!

  • Danken Sie Jesus für Pastor Alim und seine Gemeinde, die sich inmitten der schwierigen Umstände hingebungsvoll für andere einsetzen.

  • Bitten Sie Gott für die in Aleppo ausharrenden Christen, dass er sie vor den täglichen Bombenangriffen bewahrt und mit dem Lebensnotwendigen versorgt.

  • Beten Sie um Frieden für Syrien, damit die erschöpften Menschen in diesem Land endlich wieder zur Ruhe kommen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

Auch wenn in Aleppo apokalyptische Verhältnisse herrschen, bleibt eine Pastorenfamilie direkt vor Ort. Sie sagen, dass sie GOTTES Berufung gefühlt haben. Mit vollem Risiko, selbst mit dem, dass sie ihr eigenes und das Leben ihrer Kinder aufs Spiel setzen, bleiben sie unter grauenhaften Verhältnissen ihrer Gemeinde treu. Sie machen bei der Hilfe, die sie leisten können, keinen Unterschiede zwischen hungernden und bedürftigen Christen und Muslimen. Eine christliche von JESUS geprägte Insel in all dem Leid, der Gewalt und des Krieges. Und GOTT macht für sie keine Ausnahme. Der Krieg geht unbarmherzig weiter.

 

 

 

Wer kann unter solchen Bedingungen leben?

Der DREIEINE GOTT gibt ihnen trotz aller widrigsten Umstände die Kraft und die Gnade, durchzuhalten. Ja, heiligmäßig lebende Menschen gibt es immer wieder. Sie sind die Zeichen GOTTES an einem Ort, der mit der Hölle wohl bestens beschrieben werden kann.

Wie können Menschen inmitten von Krieg, zerstörten Gebäuden, täglich getöteten Menschen, ja sogar Kindern,  inneren Frieden und Hoffnung verspüren und sich das Weitermachen auf die Fahnen schreiben?

 

 

 

Es kann nur das verinnerlichte Evangelium unseres  HERRN JESUS CHRISTUS sein, welches sie nicht nur inspiriert, sondern auch tatsächlich animiert, zu bleiben. Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Söhne GOTTES genannt werden“,  fällt sofort ein, wenn wir solche grausamen Kriegsszenarien beschrieben bekommen. Wir dürfen erweitern: Söhne und Töchter GOTTES.

 

 

 

Wie hoch müssen wir diese Menschen schätzen lernen, denn ohne solche Menschen wäre die Menschheit verloren. Keine Menschlichkeit, kein GOTTvertrauen, keine Nächsten- und GOTTESLIEBE. Satan würde die Oberhand gewinnen, wenn es solche Menschen nicht gäbe. Denn sie zeigen uns, wie aus dem christlichen Glauben Kraft geschöpft werden kann, die es Menschen wie diesen ermöglicht, JESU Nachfolge glaubhaft und überzeugend anzutreten.

Diese Menschen haben wohl keine Angst vor dem Tod. Sie fühlen sich von GOTT berufen, für andere einfach nur da zu sein und zu helfen. Diese Menschen sind bewundernswert.

Welches Vertrauen sie in JESUS haben!?

 

 

 

 

Schließen wir uns den Gebetsanliegen von Open Doors Deutschland vollends an. Der DREIEINE GOTT zeigt uns u. a. durch genau solche Menschen, dass ER die Menschheit noch nicht aufgegeben hat.

 

Wir dürfen IHN um die völlig unverdiente Gnade des Weltfriedens bitten, dem Weltfrieden auf Erden, der nur durch eine solche JESUANISCHE Geisteshaltung wie die der Familie Alim erreicht werden kann.

 

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