kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kardinal Schönborn besucht die Müllsammler von Kairo 30. Oktober 2016

Filed under: Kirche Zu Hause,Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 16:57

Wer sich ein umfassenderes Bild von den Zabbaleen machen möchte

 

 

 

 

,kann dies tun unter dem Link

http://www.geo.de/reisen/community/reisebericht/35586/1/Die-Zabbalin-Die-Muellsammler-von-Kairo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ende dieses Berichts, der bereits 2008 verfasst wurde, heißt es:

Voller Eindrücke kehren wir zurück nach Deutschland, ich schalte den Fernseher ein, sehe alarmierende Balkendiagramme von der stetig steigenden Arbeitslosigkeit in Deutschland, höre, dass „alles immer schlechter“ wird und denke mulmig an meine eigene, ungewisse Zukunft. Doch dann tauchen vor meinem geistigen Auge Erinnerungen an die Zabbalin auf: Ich sehe den ungebrochenen Stolz in ihrem Blick, das übermütige Lachen in ihren Augen.

Kein Jammern und keine Klagen kommen jemals über ihre Lippen. Ich spüre wieder ihre unbändige Lebensfreude, die mich angesichts all ihres Elends nur fassungslos staunen lässt. Beschämt begreife ich, dass ich mir von diesem bedingungslosen Optimismus und dem starken Willen, sich niemals unterkriegen zu lassen, eine gehörige Scheibe abschneiden kann. Und plötzlich erfüllt mich tiefe Dankbarkeit, dass ich diesen Menschen begegnen durfte.

 

 

 

 

 

Ende des Berichts der Lebenswelt der Zabbaleen, die jedoch einen wichtigen Punkt, nämlich den Glauben außer Acht lässt.

Dennoch: Ein schönes Fazit für die Gedanken- und Erlebenswelt der Autorin.

Die Müllsucher, auch „Müllmenschen“ genannt,  die leider im Müll und vom Müll leben müssen,  gibt es nicht nur in Kairo, sondern in allen Teilen der Welt:  https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCllsucher

 

 

 

Sie werden als letzte Glieder der Gesellschaften eingeordnet, obwohl ihre Arbeit – zumindest in Kairo – offensichtlich so wichtig ist, weil sonst die Umweltlage dieser Riesenmetropole kippen würde. Jede Arbeit, sei sie von den Menschen der Wohlstandsgesellschaft als noch so gering angesehen,  wäre ihres Lohnes wert. Diese Menschen erhalten keinerlei Unterstützung von den jeweiligen Staaten, sondern es haben sich Wirtschaftsverbindungen im Kleinen gebildet, die diese Menschen überleben lassen.

Diese Menschen sind stolz darauf, dass sie ihr Leben auf diese Weise meistern können. Wir in unserem wohlstandsverwöhnten Europa können uns diese Zustände wohl kaum vorstellen. Ohne ihren Glauben würden die Zabbaleen wohl ihren Mut verlieren. Auch die Fröhlichkeit, die tiefe Menschlichkeit dieser Menschen trotz dieser Lebensumstände lässt aufhorchen.

 

 

 

 

Kardinal Schönborn hat sie besucht und war von ihrem Glauben tief beeindruckt. Auch diese Eindrücke werden sich in sein Herz tief eingebrannt haben und werden ihn und seine priesterliche Aufgabe stärken. Wer in dieser Begegnung mit den Zabbaleen der am meisten Beschenkte ist, können wir bereits jetzt ahnen. Diese tiefen Eindrücke werden sogar die Schönheit der kulturellen koptischen Kirchenbauten und Klöster übertreffen.

 

Diese intensiven Begegnungseindrücke mit den Menschen in Ägypten werden die großartigen Eindrücke der Ansicht der wunderbaren kulturellen Stätten der koptischen Kirche überlagern, weil Kardinal Schönborn Vorsteher einer Kirchengemeinschaft ist, die zwar materiell reich ist, aber leider arm an spiritueller Lebendigkeit. Schöne Kirchenbauten gibt es überall. Ein wirklich tiefer christlicher begeisternder Glaube in JESUS CHRISTUS jedoch ist in Europa immer seltener anzutreffen.

 

 

 

 

Uns brennt sich der Gedanke ein, warum die größte Frömmigkeit nur bei den Armen und Verfolgten Einkehr hält? Schon JESUS liebte die Armen (im Geiste), denn ihrer ist das Himmelreich, pflegte er in seiner Bergpredigt zu sagen. Das Gleichnis vom reichen Prasser und dem armen Lazarus zeigt deutlich, wie JESUS zu den Armen stand. Die Begebenheit der armen Witwe, die ihre geringe Habe in den Opferstock des Tempels warf, beeindruckte JESUS so tief, dass diese Begebenheit es bis in das Evangelium geschafft hat.

Das öffentliche Wirken JESU war mit der Begegnung von Kranken, Aussätzigen und Armen engstens verwoben und zeigte den Christen ihre Betätigungsfelder intensiv auf in der Weisung JESU, IHM nachzufolgen. In jedem  echten Armen das Antlitz JESU erkennen. Die Müllsammler aus Kairo sind fleißige Menschen. Armut und Fleiß schließen sich nicht aus wie wir an diesen Menschen sehen und feststellen dürfen, obwohl Fleiß keine Garantie ist, reich zu werden.

 

 

 

 

Ja, auch wenn wir so manches Mal die katholische Kirche geschwisterlich  kritisieren müssen, so danken wir Kardinal Schönborn sehr, dass er die Ökumene vorlebt und zu den Christen im Nahen Osten und Nordafrika offenbar noch ein intaktes, weil mitfühlendes und empathisches  Verhältnis hat und sie nicht wie die Kirchenoberen in Deutschland marginalisiert. Einen tieferen Glauben als bei Christen in Benachteiligungs-, Diskriminierungs- und Verfolgungssituation findet er nirgends. Offenbar blüht das Christentum dort auf, wo Christen unterdrückt werden.

 

Das liegt offenbar daran, dass CHRISTUS freiwillige Nachfolger wünschte. Christen hier in Europa  sind mit sich selbst und der Erhaltung der Sattheit ihrer eigenen Gemeinschaften beschäftigt und in diesem Maße nimmt die Glaubensintensität ab, weil auch kein Nachwuchs mehr vorhanden ist. Diese Pauschalurteile werden selbstverständlich dem Einzelnen auch hier nicht gerecht. Es gibt auch hier wirklich engagierte und tief gläubige Christen. Aber diese Pauschalurteile beschreiben lediglich eine Tendenz, die in den alten aussterbenden Kirchen des Westens immer deutlicher zutage tritt.

 

 

 

 

Dieser Besuch von Kardinal Schönborn bei der Koptischen Kirche möge in vielen Mitbrüdern in CHRISTO zumindest eine Änderung der Denkweisen hin zum Elementarem und Wichtigem, hin zu echter Seelsorge aus dem festen Glauben heraus für die Belange der unterdrückten und verfolgten Christen in vielen islamischen und kommunistischen Teilen dieser Erde auslösen. Die Frage, wie der heutigen satten Jugend in Europa eine Begeisterungsfähigkeit für JESUS ins Herz gelegt werden kann, muss dringend beantwortet werden. Die Begegnung mit echter  Armut, Unterdrückung und Not ist mit Sicherheit eine Möglichkeit, das eigene Herz für JESUS und SEINE Lehre zu öffnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kardinal Schönborn besucht ‚Müllmenschen‘ von Kairo

 

 

Wiener Erzbischof bei Treffen mit den christlichen Müllmenschen vom Mukattam von deren Glauben tief beeindruckt

 

 

 

 

Kairo (kath.net/KAP): Kardinal Christoph Schönborn hat bei seinem Besuch in Ägypten am Dienstag die „Zabbaleen“, die christlichen Müllsammler, von Kairo besucht. Am Fuße des Mukattam, einem Steinplateau im Südosten Kairos, leben rund 30.000 dieser Menschen. Sie tragen die Hauptlast der Müllentsorgung in der mit knapp acht Millionen Einwohnern größten Stadt der arabischen Welt. Der gesammelte Müll wird von den Menschen in und vor ihren Wohnhäusern meist mit bloßen Händen sortiert und danach einer Wiederverwertung zugeführt. Die hygienischen Bedingungen in der Stadt der Müllmenschen ist denkbar schlecht, Krankheiten sind entsprechend häufig.

 

 


Insgesamt gibt es in Kairo sieben solcher christlicher Siedlungen wie am Mukattam. Die Besonderheit der von Kardinal Schönborn besuchten Ansiedlung der „Zabbaleen“: Sie haben in das umliegende Kalksteinmassiv beeindruckende Kirchen und Grotten gegraben. Am größten ist die Grottenkirche der Jungfrau Maria und des Heiligen Sama’an. Sie bietet Platz für mehr als 10.000 Gläubige. Insgesamt gibt es in dem Komplex fünf Kirchen und mehrere weitere unterirdische Versammlungsräume. 25 koptische Priester mit einem eigenen Bischof an der Spitze sorgen für die Seelsorge. Alle Kirchen und Grotten entstanden zwischen 1974 und 1992.

 

 

 

 

Kardinal Schönborn zeigte sich von den Kirchen und Grotten beeindruckt, noch mehr aber von der tiefen Frömmigkeit der Menschen. „Sie alle leben davon, was andere wegwerfen“, so der Wiener Erzbischof bei der Begegnung mit mehreren hundert Müllsammlern. Dass diese Menschen trotz ihrer so schwierigen Lebensbedingungen nicht verzweifeln, sondern so tief im Glauben verwurzelt sind, sei ein wertvolles Zeugnis für alle Christen, sagte Schönborn.


Bekannt wurden die Müllsammler von Kairo durch die belgisch-französische katholische Ordensfrau Sr. Emmanuelle Cinquin (1908-2008). Sie hat für die „Zabbaleen“ ein großes Sozialwerk ins Leben gerufen, das heute von der koptisch-orthodoxen Ordensfrau Sr. Sarah geleitet wird. Sr. Emmanuelle wurde als „Mutter der Müllmenschen“ bekannt, mehr als zwei Jahrzehnte lang lebte sie zwischen 1971 und 1993 in einer Müllsiedlung mit den Menschen.

 

 

 

 

 

 

Ägyptische Wüstenklöster



Kardinal Schönborn hält sich derzeit zu einem mehrtägigen Besuch in Ägypten auf. Begleitet wird er u.a. vom koptischen Bischof von Österreich Anba Gabriel. Die Reise dient vor allem der Vertiefung der Beziehungen zwischen der katholischen und koptischen Kirche.

Auf dem Besuchsprogramm standen auch mehrere der bis ins 4. Jahrhundert zurückreichenden Wüstenklöster, darunter das Kloster Mar Mina westlich von Alexandrien. Das heutige Kloster wurde ab 1959 nahe den Ruinen der einstigen „Stadt des Heiligen Minas“ errichtet, die in der Spätantike eine der wichtigsten christlichen Pilgerstätten des Mittelmeerraums war. Im 13. Jahrhundert wurde der umfangreiche Klosterkomplex zerstört. Die Ausgrabungen der historischen Stätte begannen Anfang des 20. Jahrhunderts.

 

 

 

Das neu errichtete Kloster dürfte seinem antiken Vorgänger aber kaum nachstehen. Der Klosterkomplex umfasst zahlreiche Kirchen, Beherbergungsgebäude und Wirtschaftsbetriebe. 120 Mönche leben in Mar Minas, das jedes Jahr von hunderttausenden Gläubigen verschiedener Konfessionen besucht wird. An hohen Feiertagen werden in den zahlreichen Kirchen bis zu 50 Gottesdienste gefeiert.

Der Wiener Erzbischof war auch im Makarius-Kloster im Wadi Natrun zu Gast. Dieses Mitte des 4. Jahrhunderts gegründete Kloster zählt ebenfalls zu den ältesten und bedeutendsten Klöstern Ägyptens. Vor rund 50 Jahren lebten nur mehr sechs alte Mönche in der umfangreichen Klosteranlage, bevor es ab Ende der 1960er-Jahre wiederbelebt wurde. Heute gehören dem Kloster rund 150 Mönche an, es besitzt Betriebe sowie große landwirtschaftliche Flächen und beschäftigt hunderte Arbeitnehmer.

 

 



Kardinal Schönborn besuchte außerdem die Bibliothek von Alexandria sowie die koptische Markuskathedrale in der zweitgrößten Stadt Ägyptens. Der erste Vorgängerbau der Kathedrale geht auf das Jahr 311 zurück. Im Verlauf der Zeit wurde das Gotteshaus immer wieder zerstört und wiederaufgebaut. Alexandria ist der historische Sitz des Papst-Patriarchen der koptischen Kirche. Das jeweilige Oberhaupt – derzeit ist es Papst-Patriarch Tawadros II. – trägt deshalb auch offiziell den Titel „Patriarch von Alexandria“.

 

 


Die koptisch-orthodoxe Kirche ist eine der ältesten Kirchen der Welt. Ihre Wurzeln liegen in Ägypten, weltweit gehören ihr laut Schätzungen bis zu 14 Millionen Gläubige, von denen 12 Millionen in Ägypten leben. Der Sitz des Patriarchats ist Kairo. In Österreich, wo die koptisch-orthodoxe Kirche staatlich seit April 2003 anerkannt ist, gibt es aktuell etwas mehr als 10.000 koptisch-orthodoxe Christen – die meisten davon in Wien – mit mittlerweile rund 15 Priestern, elf Kirchen sowie einem Kloster im niederösterreichischen Obersiebenbrunn.

 

 



Mukattam/Kairo: Kirchenkomplex mit Höhlenkirchen und Grottenkirchen






Begrüßung in der Patriarchalresidenz der koptisch-orthodoxen Kirche in Kairo (Kardinal Christoph Schönborn und Papst-Patriarch Tawadros II.)






Kardinal Schönborn trifft in Ägypten Familienangehörige der 21 koptischen Christen, die von der IS ermordet wurden






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One Response to “Kardinal Schönborn besucht die Müllsammler von Kairo”

  1. thomas Says:

    Die neue Erde gehört Ihnen !!!!!!!!!!!!!!


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