kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kardinal Schönborn trift koptische Anghörige von IS-Opfern 27. Oktober 2016

Filed under: Koptenverfolgung,Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 01:02

Dieser Bericht enthält Einzelheiten, die wir so noch nicht kannten.

 

 

Der eine Märtyrer von den 21 war kein Kopte. Er war ein Mann aus Ghana und vielleicht noch nicht einmal gläubig.

Als er als Gefangener der IS jedoch sah, wie standhaft die 20 Kopten ihren Glauben gegenüber den Henkersknechten der IS bekundet haben, sagte dieser Mann: „Ihr Gott ist mein Gott“.  Das erinnert uns an die Worte des Schächers am Kreuz neben JESUS. Dieser Mann aus Ghana war natürlich kein Krimineller, aber die Situation war schon so großartig ähnlich.  Ja, das treibt einem schon die Tränen in die Augen.

Alle koptischen Märtyrer und dieser von der koptischen Kirche gern aufgenommene Märtyrer, die sie zu den ihren zählt, waren einfache Menschen. Die Theologie, die sie mit ihrem „Ja“ zu JESUS CHRISTUS im DREIEINEN GOTT durch ihr Märtyrertum gezeigt haben, ist beredter als alle theologische Schrift. Sie waren JESUS im Tod so nah wie niemand nah sein kann im normalen irdischen Leben, auch nicht Mutter Theresa oder andere Heilige. Das Märtyrertum bringt Menschen dazu, sich selbst bewusst und freiwillig mit JESUS zusammen ans Kreuz zu hängen, IHN in seiner tragischsten Stunde so nahe zu sein wie irgend möglich.

 

 

Auch die Reaktionen der Familien dieser Märtyrer ist vorbildhaft. Keine Rachegedanken, keine Hassgedanken ist in ihnen und so machen sie sich auch nach dem Tod ihrer geliebten Angehörigen zu echten Christen, die ebenso nah sind bei JESUS, der zur Feindesliebe aufrief. Sie nehmen die Worte JESU: „Liebet Eure Feinde, tut Gutes denen die Euch hassen, betet für die, die Euch verfolgen“ mehr als ernst. 

Kardinal Schönborn  wird Vieles und Intensives auf der Kanzel in Österreich zu berichten haben, wenn er dorthin zurückkehrt. Dieser Funke der absoluten Liebe zu JESUS, die unabdingbare Liebe zu JESUS wird ihn tief bewegt und beeindruckt haben und er wird dieses Erlebnis in seinem Herzen bewahren und auf der Kanzel verkünden. Wir hoffen, dass diese Begegnung nicht nur seine Begeisterung, sondern auch die Sattheit der  Christen in Europa und in Österreich aufbrechen lässt und sie in echte Begeisterung für JESUS verwandelt. Der Segen, den er ihnen spendete, wurde gleichwertig erwidert durch die intensive Begegnung mit diesen Familien. Diese Begegnung wird ein Segen für den Kardinal gewesen sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schönborn trifft Angehörige von IS-Opfern

 

Bewegende Begegnung mit Familien jener 21 ägyptischen Christen, die im Februar 2015 in Libyen von IS-Terroristen geköpft wurden, nachdem sie die Aufforderung zur Konversion zum Islam zurückgewiesen hatten.

 

 

 

 

Kairo (kath.net/KAP): 20 junge ägyptische Kopten und ein Afrikaner aus Ghana waren wegen ihres christlichen Glaubens im Februar 2015 in Libyen von IS-Terroristen bestialisch ermordet worden. Kardinal Christoph Schönborn besuchte am Samstag im Rahmen seiner Ägyptenreise die Angehörigen der Opfer in der oberägyptischen Stadt Samalut im Gouvernorat Minya. Er zeigte sich tief erschüttert über die Bluttat, zugleich aber auch tief bewegt über die Standhaftigkeit der Ermordeten und mit welcher Glaubensstärke die Familienangehörigen ihr Schicksal ertragen. Diese hätten vor allem auch der Versuchung des Hasses und der Rache widerstanden, so Schönborn.

„Ihr alle und eure ermordeten Männer, Väter, Söhne und Brüder legt Zeugnis dafür ab, dass Liebe und Glaube stärker sind als der Hass“, sagte der Kardinal in Richtung der mehr als 100 Frauen, Kinder und Männer, die sich im Haus des koptischen Bischofs von Samalut eingefunden hatten. Das sei ein Geschenk der koptischen Christen an die ganze Welt. Schönborn nahm sich Zeit für die Geschichte jeder einzelnen Familie und segnete alle Anwesenden.

 

 


Die 21 Opfer waren als Gastarbeiter in Libyen beschäftigt und auf dem Heimweg nach Ägypten. Sie wurden bei zwei Angriffen der Gruppe Ansar al-Scharia, die sich im Oktober 2014 dem IS angeschlossen hatte, im Dezember 2014 und Jänner 2015 entführt. Die Terroristen versuchten die Männer durch Folter zum Übertritt zum Islam zu bewegen. Doch alle blieben standhaft. Innerhalb der christlichen Gemeinde in Samalut kursieren Tonaufzeichnungen der Folter, die diese Tortur und die Standhaftigkeit der Gefangenen dokumentieren.

 

 


Die Tat wurde über ein Internetvideo bekannt. Der fünfminütige Film wurde am 15. Februar 2015 unter dem Titel „Eine in Blut geschriebene Nachricht an die Nation des Kreuzes“ verbreitet. In dem Video ist zu sehen, wie schwarz gekleidete Männer die einheitlich in orangefarbene Overalls gekleideten Opfer an einen Strand schleppen. Ein Sprecher der Gruppe sagt, man stünde „heute im Süden Roms, in Libyen“. An den Westen adressiert erklärt er: „Wir werden das Meer mit eurem Blut tränken.“ Im Anschluss ist zu sehen, wie die Extremisten die Opfer enthaupten; einen nach dem anderen, wohl auch in der Berechnung, dass der eine oder andere angesichts des Todes seiner Kameraden noch klein beigeben und zum Islam übertreten werde. Experten hielten das Video sofort für authentisch.

 


Wie der örtliche koptisch-orthodoxe Bischof Pavnotius sagte, waren die Opfer einfache Männer aus armen Verhältnissen ohne besondere geistliche Ausbildung, umso stärker sei aber ihr Glaube gewesen. Die koptisch-orthodoxe Kirche erklärte die Ermordeten zu Märtyrern, ihr Gedenktag wird jeweils am 15. Februar begangen, Heiligsprechungsverfahren sind im Laufen. Ihr Martyrium und Glaubenszeugnis stärke alle Christen in Ägypten, betonte der Bischof. Die meisten der Männer waren nicht älter als 25.

 

 

 

 

 


„Ihr Gott ist mein Gott“



Bei den Recherchen über die Märtyrer stellte sich heraus, dass es ursprünglich um 20 koptische Gefangene der IS-Terroristen ging. Der 21. Märtyrer sei ein Bürger aus Ghana gewesen, wie Bischof Pavnotius berichtete, eigentlich ein Nichtchrist. Angesichts der Bekenntnistreue der Kopten habe er auf die Frage der IS-Terroristen, ob er Jesus als „wahren Gott und wahren Menschen“ bekenne, geantwortet, „ihr Gott ist mein Gott“, obwohl ihm bewusst gewesen sei, dass er damit sein Leben verwirkt hatte.

Die koptische Kirche hat im Gedenken an die 21 Opfer ein Buch herausgegeben. Über den Mann aus Ghana, der Matthew hieß, steht geschrieben: „Wir wissen nicht, wann oder wo Matthew geboren wurde, aber wir wissen eines: Er wurde geboren, um Zeugnis für Christus zu geben und hinzuzukommen zu unseren Märtyrern im Himmel.“

Die Stadt Samalut, aus der die Opfer stammen, liegt rund 250 Kilometer südlich von Kairo und zählt 600.000 Einwohner. Während in ganz Ägypten der Anteil der christlichen Minderheit bei etwa 20% liegt, sind in Samalut ein Drittel der Bevölkerung Christen.

 

 

 

 

 

 


Kirchenbau in Samalut



Der ägyptische Präsident Abdelfattah al-Sisi hatte sofort nach dem Bekanntwerden des Massenmordes militärische Aktionen gegen die Terroristen in die Wege geleitet, dem koptischen Patriarchen Tawadros II. kondoliert und seinen Ministerpräsidenten zu den Familien der Ermordeten geschickt. Er kündigte auch an, zum Gedenken an die Märtyrer eine Kirche zu bauen. Das Gotteshaus wird derzeit am Stadtrand von Samalut errichtet. Kardinal Schönborn besichtigte die Baustelle.

Der Wiener Erzbischof hält sich seit Freitag zu einem mehrtägigen Besuch in Ägypten auf. Begleitet wird er u.a. vom koptischen Bischof von Österreich, Anba Gabriel, und dem Wiener Bischofsvikar Dariusz Schutzki. Die Reise dient vor allem der Vertiefung der Beziehungen zwischen der katholischen und koptischen Kirche. Kardinal Schönborn trifft aber auch mit Vertretern des Islam zusammen.

 

 

 



Kardinal Schönborn trifft in Ägypten Familienangehörige der 21 koptischen Christen, die von der IS ermordet wurden






Zur Dokumentation: Brutale Hinrichtung von koptischen Christen. Ihnen wurden mit dem Messer die Köpfe abgeschnitten




VIDEO: Wer wagt es, die IS zu lieben?

Ein Brief vom Volk des Kreuzes – A Letter from the People of the Cross




Foto: Kardinal Schönborn und Patriarch Tawadros II.


 

 

Gedenken wir auch der vielen Märtyrer, die der IS und seinesgleichen unter Christen hervorgerufen hat durch sein verbrecherisches Verhalten, für die Märtyrer, die in keiner Zeitung stehen und von denen und deren Leid wir nichts wissen, nur der DREIEINE GOTT allein.

Wenn Muslime als Märtyrer, getötet vom IS, mit Liebe und ohne Rache und Hass im Herzen sterben, werden sie ebenfalls vom wahren GOTT aufgenommen werden. Denn sie wussten nichts von JESUS und SEINER Frohen Botschaft.

 

4 Responses to “Kardinal Schönborn trift koptische Anghörige von IS-Opfern”

  1. Der HERR segne sie überreich.

  2. Andreas Says:

    Man ist zutiefst berührt u. beeindruckt von solcher Glaubensüberzeugung und fragt sich bange, ob man in solch einer Situation ebenso standhaft wäre. Aber wenn es kein Entkommen mehr gäbe u. die Wahl hiesse, zum Islam überzutreten – was schreckt einen dann mehr, der schnelle Tod o. die Aussicht, mit dem leibhaftigen Satan einen „ewigen“ Bund mit Satan eingehen zu müssen? Schlimmer als das Leben zu verlieren ist den Tod nie zu überleben…

  3. Andreas Says:

    „Sensationeller“ Zufallsfund – leider acht Jahre zu spät??
    Dieser Politologe hatte kurz vor Obamas Wahl zum Präsidenten eine scharfsichtige Warnung der wahren US-Politagenda veröffentlicht u. Europa eindringlich gewarnt. Einige seiner Befürchtungen sind nicht o. nicht in dem Ausmaß eingetreten (bzw. noch nicht, z.B. Pakistan, Sudan etc.), aber die grundlegende Stossrichtung der US-Aussenpolitik wurde von ihm präzise skizziert u. dürfte immer noch in den Köpfen vieler US-Strategen/Militärs/NWO-Eliten „herumgeistern“. Eine eindrückliche Warnung kurz vor den US-Wahlen, wiewohl schon vor vielen Jahren formuliert ist sie nach wie vor hochaktuell (leider nur auf Englisch, aber man bekommt schon mit, worum es geht): -2teilig-

    Ins selbe Horn bläst Trump in diesem Video, ein dramatischer Appell: https://www.youtube.com/watch?v=vV0Jn8IF8_E


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