kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Antijudaismus – Die „dunklen Flecken“ in Bachs Lebenswerk 29. August 2016

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 23:51

Bach bezog sich in seinen Passionen auf Luther, der die Vertreibung und Vernichtung der Juden forderte.

 

 

 

 

Johann Sebastian Bach war bekennender Anhänger Luthers und dessen haarsträubendem Antijudaismus. Im Nationalsozialismus dienten einige seiner Werke als Hymnen für die „Entjudung der deutschen Kultur“. Eine Ausstellung setzt sich nun damit auseinander.

Das Lutherjahr 2017 wirft seine Schatten voraus. Und natürlich sind die Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags in Wittenberg, der als Geburtsstunde der Reformation und des Protestantismus gilt, nicht ohne eine Betrachtung des Schaffens von Johann Sebastian Bach (1685-1750) denkbar. Denn der wohl bedeutendste Komponist des Barockzeitalters hat sozusagen den Soundtrack zum Protestantismus geschrieben, wenn auch erst rund 200 Jahre später.

MEHR: http://www.cicero.de/salon/antijudaismus-die-dunklen-flecken-in-bachs-lebenswerk-

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

Alles scheint jetzt auf den Seziertisch des Anitjudaismus zu kommen, selbst die Musik und die Libretti der Passionen von Johann Sebastian Bach. Der Autor schlägt eine Brücke vom Antisemiten Luther über Bach bis Hitler. Es scheint eine masochistische Lust der Deutschen zu sein, die eigene Kultur in den Dreck zu ziehen. Anitjudaismus gab es zu allen Zeiten in ganz Europa und die Kunst reflektierte dies.

 

 

 

 

Aber beginnen wir doch bei den Evangelien. Denn die – und insbesondere das Johannes-Evangelium – setzte sich eben mit dem Verhalten der Juden gegenüber der neuen Gemeinde, der Christen, auseinander. Können wir uns noch an Saulus erinnern, der Stefanus, den ersten christlichen Märtyrer hat steinigen lassen? Er tat dies nach jüdischen Gesetzen. Damals waren die Juden eben die Muslime von heute. Sie erlaubten es damals nicht, sich gegen ihre Gesetze zu stellen. Das alles war Blasphemie und war todesstrafenbewehrt.

 

 

Es ist eben  das absolutierte Auserwähltseinsdenken, was die Juden zur Zeit JESU an den Tag gelegt haben und die ultraorthodoxen Juden sehen sich noch heute als die einzig Auserwählten an. Niemand anderer als die Gruppe der Juden war von Gott auserwählt, die Kinder JEHOVAS zu sein, so der damalige Zeitgeist. Dass sich nun in JESUS die Vollendung des jüdischen Glaubens anbahnte, tat weh und Vieles stand nun damals eben auf Sturm. JESUS CHRISTUS selbst wusste, dass die jüdischen Gesetze SEINES VATERS selbst IHN ans Kreuz bringen würden.

JESUS sagt nicht nur  einmal, dass ER im Vater sei und der VATER in IHM. Er setzte sich mit vielen Äußerungen und Taten (Sündenvergebung) gottgleich. Das stieß den Pharisäern nach den damaligen Regeln der Juden völlig zu Recht auf. Niemand durfte es wagen, sich zu GOTT zu erheben. Letztlich hat JESUS dies mit vielen „ICH-BIN-Äußerungen“ getan. Nach jüdischem Recht wurde er zu Recht getötet. Da die Juden unter Besatzung der Römer zu leben hatten, durften sie ihre eigene Gerichtsbarkeit nicht ausleben.

Nach den jüdischen Gesetzen wäre JESUS wohl gesteinigt worden. Das waren eben die damaligen jüdischen Gesetze, zu denen auch die Steinigung bei Gotteslästerung und die bei Ehebruch gehörten. Der Islam hat genau diese Gesetze der Juden in seine Religion aufgenommen, während die Juden diese Körperstrafen wie wir nicht mehr juristisch ausleben.

 

 

 

Dass da eine Gruppe entstand, die die jüdische als absolut empfundene Auserwählung Gottes erweiterte auf Christen, stieß nun auf erbitterten Widerstand der Juden. Juden ihrerseits wollten und wollen bis heute JESUS CHRISTUS als den SOHN GOTTES nicht anerkennen, so dass dieser Streit viel zu lange, schon fast  mit Ewigkeitscharakter, hassvoll geführt wurde. Soweit die Evangelien.

Dieser gegenseitige Hass ist schuld daran, dass der Antisemitismus so aufblühen konnte. Während sich die Juden nicht als Missionsreligion verstanden haben und verstehen, ist das Christentum auf Geheiß JESU eine ebendiese. Somit verbreitete sich das Christentum schneller aus als das Judentum. Und damit war dann auch der Einflussbreich des Christentums erheblich stärker auf die Menschen als das Judentum, welches sich nur in und unter sich ausbreitete.

Jetzt einen Komponisten wie Bach des Anitijudaismus zu bezichtigen, ist an Lächerlichkeit nicht mehr überbietbar. Die deutsche Eigenhassmentalität hat den Autor wohl veranlasst, diesen Artikel zu schreiben. Die Texte, die antijudaistisch sind, sind eher am Johannes-Evangelium zu verorten als bei Luther. Es ist die Schuld von Religionsführern, jeglichen Hass gegenüber einer anderen Religion zu pflegen, nicht die der Komponisten. Komponisten waren in der Zeit Bachs letztlich Befehlsempfänger und vom Lohn ihrer Dienstherren abhängig. Bach stand vorwiegend in Diensten der Kirche. Ihm das jetzt als Antijudaismus auszulegen, ist im Grunde eine Unredlichkeit ersten Ranges.

 

 

 

Genau wie wir am Sessel vor dem TV irgendwelche Gräueltaten selbst der jüngeren der historischen Vergangenheit (die Verbrechen der Alliierten und der Stalins werden immer so nett klein geredet) leicht mit einem Bier in der Hand verurteilen können, würden wir als lebende Personen in dieser Zeit völlig anders gedacht haben. Jetzt von der heutigen politkorrekten Sichtweise einen Komponisten vom Range Bachs zu verurteilen ist mehr als leicht. Wir sollten uns hüten, solche Urteil über die Menschen aus der Vergangenheit zu fällen. Denn hier fällt uns auch eine Aussage JESU ein und sie trifft auch heute noch zu: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“.

Die PC-Ideologie macht wohl vor niemandem halt. Dann müsste der Autor auch JESUS angreifen. Denn der hat die damals Rechtgläubigen mehr als hart verbal angegriffen und hat selbst die Gesetze VATERS teilweise in die LIEBE und BARMHERZIGKEIT GOTTES gestellt und damit ungültig werden lassen, wie z. B. die Ehebruchsteinigung. Wir würden das neudeutsch „Reform“ nennen.

 

 

 

Ein Komponist, der wie kaum ein anderer eine Fülle von christlichen Texten auf so wunderbare Weise vertont hat, wie gerade Johann-Sebastian Bach hat es nicht verdient, so behandelt zu werden. Wenn aber Bachs Passionsvertonung so aufstößt, warum stößt nicht in gleicher Weise das Antisemitismusdenken der Muslime, die hier jetzt massenweise Einzug halten, auf. Damit sollte sich der Autor endlich einmal beschäftigen. Es gibt in heutiger Zeit in Sachen Antijudaismus mehr als genug zu tun. Da brauchen wir nicht auf Koryphäen wie J. S. Bach zurückzugreifen.

 

 

 

Niemand, aber auch wirklich niemand, würde beim Anhören der Passionsmusiken Bachs an Antijudaismus denken.

Wer mag, kann sich die Passionen einmal anhören. Sie sind lang, dafür aber qualitativ das Beste, was die Tonkunst zu bieten hat. Das sollten wir uns hier in Deutschland nicht nehmen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bach, Johannespassion. Karl Richter

 

http://opera.stanford.edu/iu/bachlib/BWV245.HTM

 

 

Wer diesen Passions-Text überfliegt, (dauert nicht lange!“)erkennt sehr schnell, dass dieser Artikel unseres Erachtens schon fast eine Boshaftigkeit darstellt. Uns ist bis auf die knallharten berichtartigen Passagen des Johannes-Evangeliums selbst, die die Juden nun nicht gerade als Engel darstellen lassen, aufgefallen, dass  nicht ein erdichteter Text, der den Evangelien-Bericht begleitet, die Juden explizit auch nur negativ erwähnt.  Diese Texte begleiten nur kritisierend Petri Verhalten und  JESUS verherrlichend in fast süßlicher Form.

 

Nur ein Choralstext deutet auf die Mitschuld der Juden hin, ohne diese aber explizit zu nennen:

 

Christus, der uns selig macht,

kein Bös‘ hat begangen,

der ward für uns in der Nacht

als ein Dieb gefangen,

geführt für gottlose Leut

und fälschlich verklaget,

verlacht, verhöhnt und verspeit,

wie denn die Schrift saget.

Und wenn wir selbst diesen Text durchgehen,  finden wir den „wie ein Dieb gefangenen JESUS“, den die Römer mit ihrem Diener „Malchus“ eher ein römischer Name, arrestiert haben. Auch die Vorführung vor „gottlos Leut“  sind nicht die Juden gemeint, die ja  an Gott glauben, sondern die Römer, die ihren Kaiser als Gott verehren. Das „Verlachen, Verhöhnen und Anspucken“ haben auch die Römer in persona Soldaten und Henker besorgt, nicht die Juden. Mit „Fälschlich verklaget“  könnte die Judenschaft gemeint sein, da diese JESUS den Römern ausgeliefert haben. Aber nichts anderes sagt das Evangelium aus. Es wird durch diesen Ausspruch weder verschärft noch verniedlicht, sondern einfach nur wiederholt, und das darüberhinaus noch in einem religiösen Kontext aus dem AT als Prophezeiung heraus. 

 

 

 

 

Das Wort „fälschlich“ ist an dieser Stelle allerdings deplatziert, denn JESUS hat nach jüdischem Gesetz gegen das Blasphemiegesetz aus der Sicht der Juden verstoßen auf das die Todesstrafe stand. Und das soll der Grund sein, Bach an den Pranger zu stellen?

 

 

Nur der Text des Evangeliums gibt die Tatsachen des Verhältnisses der jüdischen Obrigkeit und der Juden auf dem Richtplatz zu JESUS wieder.

Also was soll dieser Vorwurf?

Dann muss der Autor den heiligen Johannes, den Autor des Evangeliums wegen Antijudaismus anklagen. Wenn aber die Geschehnisse so stattgefunden haben wie berichtet, was soll dann der Artikel? Andere Kulturen und Religionen haben halt auch vor 2000 Jahren Fehler gemacht, nicht nur das Christentum und die Kirche.

Die Selbstgeißelung der Deutschen nimmt geradezu bald nicht nur  nestbeschmutzende, sondern auch noch  krankhaft-masochistische  Züge an.

 

7 Responses to “Antijudaismus – Die „dunklen Flecken“ in Bachs Lebenswerk”

  1. Brigitte Says:

    Im Grunde fällt ja alles wieder auf Gott, den Schöpfer, zurück:
    Hätte er nicht Adam und Eva … dann wäre Jesus nicht …. dann hätte Johannes nicht, oder Matthäus … dann hätte Bach nicht …. und Luther erst recht nicht ….
    Also:Hätte Gott nicht die Menschheit erschaffen, wären IHM viel Kummer, Leid, Sorgen mit seinen Menschen erspart geblieben.
    Kurz und Gut: Gott hat uns Menschen geschaffen mit vielen Fähigkeiten und Möglichkeiten, mit Begabungen und Talenten – und dazu gehört auch das geniale Schaffen von J.S. Bach, das für mich ein riesiges Geschenk Gottes an uns ist. Lassen wir uns dieses Geschenk Gottes niemals madig machen, schon gar nicht von linken Ideologen und Demagogen.
    Ein noch viel größeres Geschenk Gottes an seine Menschen ist sein Sohn Jesus Christus, der den Weg zum Vaterherzen Gottes frei gemacht hat. Davon sollen wir den Menschen berichten und sie davon überzeugen, auch mit Hilfe der Musik des 5. Evangelisten J.S. Bach. Ich selbst habe schon chorisch bei beiden Passionen, und das mehrfach, mitwirken dürfen. Und jedes Mal wurde ich auch dadurch in meinem Glaubensleben bereichert und beschenkt.

    • Bazillus Says:

      Werte Brigitte,
      volle Zustimmung. Auf Bach lassen wir nichts kommen. Auch ich sehe das kirchenmusikalische Werkerbe Bachs als großes Geschenk Gottes an die Menschheit an. Toll, dass Sie Teil von Chören bei der Passionenaufführung sein durften. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Tun eine Bereicherung des Glaubens darstellt. Das kann nicht teilnahmslos heruntergesungen werden. Da muss die Seele aktiviert werden. Sie dürfen sich echt glücklich schätzen, dabei gewesen zu sein oder noch immer dabei zu sein!?

      • Brigitte Says:

        Werter Bazillus, danke schön für Ihre Rückmeldung😉
        Eine Aufführung eines Bachwerkes generell ist „Knochenarbeit“, d.h. der ganze Mensch wird gefordert. Und gefördert. Im Moment arbeiten wir an der Kantate BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“, ein sehr reifes Werk Bachs, das er Anfang 20 komponiert hat, seine erste Kantate. Auch hier wird gesungen, gearbeitet, geschliffen, und das seit Mai d.J. Aufführung ist am 11.9.2016. Zu den Passionen: Sie sind wirklich um ein Vielfaches anspruchsvoller, auch vom zeitlichen Anspruch her. Da genügen nicht nur die wöchentlichen Chorproben, dazu kommt dann auch mal ein ganzes Wochenende. Der Grund, warum im normalen Bereich, also abseits der großen Chöre mit ihren prominenten Leitern, Passionen nicht mehr so oft aufgeführt werden, liegt ganz schlicht und ergreifend daran, dass kein Geld mehr ist. So haben wir ja immer noch die kleineren Werke. Ansonsten bin ich der Meinung, man hätte mal bei Richard Wagner dessen öffentlichen Antisemitismus abklopfen sollen. Und auch seine Wegbereitung für das damals nicht mehr ferne 3. Reich.
        Wagner selbst schreibt in seiner Rhapsodischen Schrift „Die Revolution von 1849“:
        „Ich will zerbrechen die Gewalt der Mächtigen, des Gesetzes und des Eigentums. Der eigene Wille sei Herr des Menschen, die eigene Lust sein einzig Gesetz, die eigene Kraft sein ganzes Eigentum, denn das Heilige ist allein der freie Mensch, und nichts Höheres ist denn er.“ – Da weiß der stille Betrachter doch gleich, was Sache ist.
        Werter Bazillus, lassen Sie sich Ihre Freude an Bachscher Musik nicht rauben!
        Einen gesegneten Tag wünscht Ihnen
        Brigitte

  2. Waffenstudent Says:

    SEIN BLUT KOMME ÜBER UNS UND UNSERE KINDER!

    „Die Oberammergauer Passionsspiele waren von ihren Anfängen bis in die zweite Hälfte des 20. Jh. extrem judenfeindlich – und entsprachen damit der bis dahin selbstverständlichen Ideologie:

    – Die Juden sahen orientalisch aus und wurden als böse Menschen dargestellt.

    – Die Pharisäer waren machtgierig, heuchlerisch und gottlos.

    – Jesus und seine Jünger, mit Ausnahme von Judas Iskariot, dem Verräter Jesu, wurden nicht als Juden dargestellt.

    – Das Spiel gab den Juden die Schuld am Tod Jesu: ‚Israel hat den Messias gekreuzigt‘ und dadurch ‚seine Erwählung und Bestimmung verworfen‘.

    – Dramatisch inszeniert wurde der Jerusalemer Blutruf: ‚Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!‘ “

    Quelle: http://www.hagalil.com/2010/07/oberammergau-3/

    • Bazillus Says:

      Werte Brigitte,
      möge Ihnen die „Knochenarbeit“ am Werke Bachs immer wieder gelingen. Und wenn es Ihnen gelingt: Begeistern Sie die Jugend ebenfalls für diese Musik. Ja, er fordert die Musikschaffenden, insbesondere die Sänger, schon sehr heraus. Und Laien erst recht. Zwar ist das Bachwerk in etablierten Musikkreisen als Standard gesetzt und dem Komponisten wird Hochachtung entgegengebracht. Leider jedoch – und das trifft auf die gesamte „klassische Musik“ zu, ist sie bei einem Großteil der jugendlichen Kreise verpönt, zumindest steht ein Großteil der Jugend ihr völlig gleichgültig, ja bewusst desinteressiert gegenüber. Diese Musik wird in den Schulen mehr als stiefmütterlich behandelt. Sie erkennen nicht mehr die große Kulturinhalte dieser Musikart. Der Bass-Dampfhammer hat offensichtlich eine größere Anziehungskraft als die feingliedrig strukturierte „Klassische Musik“. Auch hier: Sie wissen nicht, was sie tun, wenn diese Musik in der Seele der Menschen nicht mehr nur nicht ankommt, sondern sogar gefühlsmäßig abgelehnt wird. Das Empfinden für gute Musik schwindet. Man gibt sich mittlerweile mit dem Untermaß zufrieden. Viele jüdische Musiker haben dem Komponisten Bach ein Denkmal gesetzt, von Menuhin bis Barenboim. Natürlich haben sie die Passionen nicht dirigiert, was verständlich erscheint.

      Da lob ich mir den Eifer, den fremde Kulturen, z. B. die Japaner an den Tag legen: https://www.youtube.com/watch?v=X6s6YKlTpfw
      Die vorwiegend jungen Mädels und vorwiegend älteren Jungs interessieren sich wenigstens für die klassische Musik und geben ihr die Ehre. Diese Massen sind für mich schon ein prägender Eindruck, auch wenn dieses Werk schon zur populären klassischen Musik gehört. Aber für völlige Laien ist dies schon eine große Leistung, denn sie müssen ja nicht nur die Musik, sondern auch die deutsche Sprache bewältigen.

      Ja, es ist ein Dilemma. Der Antijudaismus wurde mit dem Tod Jesu geboren. Aber niemand hat die Worte Jesu am Kreuz offensichtlich ernst genommen, als er seinen Feinden am Kreuz verzieh, bevor er starb. Dieses Verzeihen Jesu am Kreuz wurde einfach ignoriert. Leider hat die Kirche dieses „Verzeihen“ Jesu nicht zu ihrem Leitbild im Umgang mit Juden gemacht, so dass im Christentum sich ein latenter Antisemitismus breit machen konnte. Sie hat einfach nur den Spieß umgedreht. „Die Juden“ hassten Jesus und seine Jünger, also auch uns, also hassen wir sie auch. Welch eine menschliche Dauertragödie. Jesu hat diese Hassspirale durch seine Vergebung am Kreuz eindeutig zer- und unterbrochen, aber leider hat das Christentum dieses so intensive Signal Jesu nicht den Stellenwert eingeräumt, welches ihm gebührt hätte. Die Feindesliebe Jesu zu jedermann wurde herausgestellt, aber offensichtlich nicht auf das Judentum angewandt. Ferner wurde wohl vergessen, dass Jesus sich letztlich „Sohn Gottes“ bei dem Verhör nennen ließ, was bei den jüdischen Gesetzen der damaligen Zeit, die laut AT vom Vater gegeben wurden, die Todesstrafe nach sich zog. (Was brauchen wir noch Zeugen?) Das vergessen viele. Das Blasphemiegesetz des Vaters hat letztlich den Sohn umgebracht. Somit kann den Juden nicht einmal die Schuld zugesprochen werden. Sie haben Jesus halt nicht als den Messias erkannt. Sie erwarteten einen Messias, der sie aus der Besatzung Roms befreite. Bis heute erkennen viele Menschen Jesu Größe nicht. Können wir es den Juden damals verübeln? Im übrigen waren es nie „die Juden“, denn sie wurden von den damaligen Hohenpriestern dazu verführt, „Kreuzige ihn“ zu schreien, nichts anderes also als in späterer Zeit in jeder Kultur, nämlich Volksverführung. Jesus wurde beim Einzug in Jerusalem auf einen Eselfüllen vom jüdischen Volk noch heiß und innig geliebt. Jesus wusste aber, auf was er sich einlassen würde. Es musste so kommen, weil er es so wollte. Ohne Kreuzestod, der öffentlichsten Todesart der damaligen Zeit keine Auferstehung. Aber diese Gesamtsicht hatte das Christentum damals wohl nicht. Gerade der Kreuzestod Jesu ist eine Mahnung an alle, keine Blasphemiegesetze einzuführen. Denn Gott kann nicht beleidigt werden. Er steht über den Dingen. Die Beleidigungen, die ein Mensch Gott gegenüber ausspricht, kommen so oder so auf ihn selbst zurück.

      Setzen Sie sich bitte weiter für die Bachmusik ein, denn jede Kantate ist in sich bereits Gebet und Gottesdienst. Von mir aus ein herzliches Dankeschön für Ihren Musikeinsatz und ein wohl gelingendes „Weiter so“!

    • Brigitte Says:

      Vielleicht wird der O’gau-Text in den nächsten noch mehr judenfeindlich sein?
      Ich befürchte da Arges.

  3. Waffenstudent Says:

    ALLE STELLEN FEST:

    „Das Internet ist die letzte Großmacht der Endzeit gegen den Satan!“

    Dabei steht irgendwo in der Bibel etwas ganz anderes, nämlich:

    Das Fernsehen ist die letzte Großmacht des Satans in der Endzeit“

    Leider wissen die Deutschen das nicht mehr! Aber das Prekariat hat diesen göttlichen Hinweis aus der Bibel garantiert nicht vergessen!


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