kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Um Flüchtlinge fernzuhalten, stärkt die EU Afrikas Diktatoren! 17. August 2016

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 21:57

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Mit Knüppeln und scharfer Munition gingen Äthiopiens Sicherheitskräfte Anfang August 2016 gegen friedlich protestierende Oromo und Amhara vor.

 

 

Mehr als 100 Demonstranten starben im Feuer der Polizisten, tausende wurden in Massenrazzien verhaftet. Viele von ihnen werden seitdem in illegalen Gefängnissen der äthiopischen Armee festgehalten. Willkür und Staatsterror sind Alltag im autoritär regierten Äthiopien.

Auch im benachbarten Sudan ist die Lage katastrophal: Seit fünf Jahren herrscht wieder Krieg in den Nuba-Bergen, im angrenzenden Darfur bestimmen Krieg, Flucht und schwerste Menschenrechtsverletzungen das Leben sogar schon seit 13 Jahren. Dort wurden mehr als 5.000 Dörfer zerstört. 2,7 der mehr als drei Millionen Flüchtlinge führen in 60 riesigen Lagern ein elendes Leben voll Angst vor Milizen und Armee.

 

 

Doch diese Schreckensnachrichten scheinen der EU egal zu sein: Um Flüchtlinge fernzuhalten, kooperiert sie mit den Machthabern der ostafrikanischen Staaten! Im April hat die EU dem Sudan 140 Millionen Euro für die Grenzsicherung zugesagt, denn die vielen Flüchtlinge aus Eritrea, Äthiopien und Somalia, die durch den Sudan kommen, sollen nicht nach Europa weiterziehen. Obwohl Sudans Staatspräsident Omar Hassan al-Bashir der einzige Präsident eines Landes ist, der vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit steckbrieflich gesucht wird!

 

Parallel unterzeichnete die EU im Juni mit dem autoritären Regime in Äthiopien eine strategische Partnerschaft. Dabei haben Äthiopiens Behörden in den letzten Jahren systematisch viele kritische Nichtregierungsorganisationen mundtot gemacht und Menschenrechtler aus dem Land getrieben. Wer die Verfolgung der diskriminierten Bevölkerungsgruppe der Oromo anprangert, dem drohen in Äthiopien als angeblicher „Terrorist“ langjährige Haftstrafen.

Willkürliche Verhaftungen, Folter, Erschießungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Vertreibung, Völkermord und Kriegsverbrechen.

Mit solchen Regimes wollen Deutschland und Europa ohne ein Wort der Kritik zusammenarbeiten?

Das ist beschämende Stillhaltediplomatie!

 

 

Wer wirksam die Zahl der Flüchtlinge aus Ostafrika verringern will, muss die Ursachen ihrer Flucht bekämpfen und schwere Menschenrechtsverletzungen an Eritreern, Oromo in Äthiopien sowie Darfuris und Nuba im Sudan öffentlich anprangern. Eine Kooperation mit dem Sudan und Äthiopien in Flüchtlingsfragen schürt nur neue Menschenrechtsverletzungen.

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition an die EU-Außenministerin Federica Mogherini und fordern Sie gemeinsam mit uns ein Ende dieser mörderischen EU-Kooperationen!

Die überlebenden Opfer brauchen unsere Hilfe und Solidarität!

Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung!

Ihr Ulrich Delius

GfbV-Afrikareferent

 

 

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