kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Nach dem Tsunami kam die Scharia 8. August 2016

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 00:24

Schariastrafen, ISIS-Zelle | Der Tsunami schuf die übelste Provinz Indonesiens

Indonesien: PRÜGEL-STRAFEN, CHRISTENVERFOLGUNG und ISIS-ZELLE

Eine junge Frau wird vor der al-Furqon Moschee in Banda Aceh ausgepeitscht, weil sie Kontakt zu einem Mann hatte.

 

 

 

Die Bilder ihrer Auspeitschungen gingen um die Welt: Drei junge Paare wurden in Aceh (Indonesien) mit Stockschlägen bestraft, vor den Augen hunderter Schaulustiger – weil sie sich heimlich getroffen hatten. 

Die Männer und Frauen zwischen 18 und 25 Jahren hatten damit gegen ein Gesetz verstoßen, das erst wenige Monate alt ist: Ende 2015 wurden in Aceh neue islamische Gesetze eingeführt, die Prügelstrafe für den Austausch von Intimitäten zwischen Unverheirateten erlauben. 

 

 

 

 

Protest gegen den Valentinstag in Banda Aceh 2016

 

 

Was ist das für eine Provinz im bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt, die solche Strafen verhängt? 

Die Provinz Aceh liegt auf der Insel Sumatra und gerät zunehmend wegen der akut sich verschlechternden Menschenrechtssituation in die Kritik. Mit der Autonomie der Provinz von der Zentralregierung in Jakarta wurden in den vergangenen Jahren immer härtere Gesetze verabschiedet.  Hintergrund: In den 1970er Jahren war ein Konflikt entflammt zwischen Separatisten der „Bewegung Freies Aceh“ (Gerakan Aceh Merdeka, Gam, finanziell u.a. aus dem Iran unterstützt) und den Truppen der Zentralregierung. Insgesamt 13 000 Menschen wurden in dem 29 Jahre dauernden Konflikt getötet.  2001 wurden Aceh erweiterte Befugnisse zugestanden und „Qanun Jinayat“, ein auf der Scharia beruhendes Regelwerk, verabschiedet. Eine Behörde mit eigener Sittenpolizei überwacht die Implementierung auf den Straßen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Frau wird von der Scharia-Polizei wegen ihrer engen Hosen angehalten

Eine Frau wird von der Scharia-Polizei wegen ihrer engen Hosen angehalten

 

 

 

Islamisierung nach dem Tsunami 

 

 

Der Tsunami 2004 änderte alles: Aceh war die mit Abstand am heftigsten betroffene Provinz, 170 000 Menschen starben, eine halbe Million Menschen wurden obdachlos. Eine unfassbare Tragödie, die selbst den Konflikt zwischen Separatisten und Regierung in den Hintergrund geraten ließ.  Ein Jahr später, am 15. August 2005, wurde in Helsinki ein Friedensvertrag geschlossen, nach 29 Jahren bewaffneten Konflikte.  Religion wurde nach dem Tsunami immer wichtiger: Der Glaube ging um, dass der schreckliche Tsunami eine Strafe Gottes gewesen sei.

 

 

 

Moritz Kleine-Brockhoff, Leiter des Indonesien-Büros der Friedrich-Naumann Stiftung für die Freiheit in Jakarta, sagt zu BILD, dass die systematische Islamisierung Acehs kurz nach dem Tsunami 2004 begann. „Die internationalen Geber, die mit Hunderten von Millionen den Wiederaufbau finanzierten, schauten zu und sagten nichts“, beklagt der Experte. 

„Autonomie hin oder her: Dass in Aceh, einer Provinz des ansonsten moderat-islamischen Staates Indonesien, seit vielen Jahren Menschen öffentlich ausgepeitscht werden, ist unerträglich“, so Kleine-Brockhoff weiter. „Spätestens als Aceh 2015 die Scharia-Gesetzgebung sogar für Nicht-Muslime einführte, hatte man damit gerechnet, dass die Zentralregierung in Jakarta endlich einschreitet. Heute ist leider ganz klar, dass man Aceh gewähren lässt„.

 

 

 

 

 

 

 

 

Junge Punks mussten 2011 eine öffentliche „Umerziehung“ über sich ergehen lassen

 

 

 

 

 

Die 64 Punker wurden rasiert, die Piercings entfernt, gewaschen und in Gewahrsam genommen

Die 64 Punker wurden rasiert, die Piercings entfernt, gewaschen und in Gewahrsam genommen!

 

 

 

Lange Röcke und Punkrock-Verbot 

 

 

Unter den Vergehen, für die mittlerweile in Aceh harte Strafen verhängt werden, sind auch der Kontakt zwischen unverheirateten Männern und Frauen, der Genuss von Alkohol und Glücksspiel.

Auch das Tragen enger Hosen ist Frauen seit 2010 untersagt. Läden dürfen diese nicht mehr verkaufen, 20 000 lange Röcke wurden von der Scharia-Behörde verteilt. 

Vor einigen Jahren machte ein Vorfall Schlagzeilen, als die Polizei in Aceh ein Punkrock–Konzert auflöste und 65 Jugendliche „Umerziehungsmaßnahmen“ unterzog. Ihnen wurden die Haare rasiert, die Piercings entfernt und die Punk-Klamotten abgenommen. 

Im April dieses Jahres wurde erstmals eine 60 Jahre alte nicht-muslimische Frau mit 30 Stockschlägen bestraft, weil sie angeblich Alkohol verkauft hatte. Gemeinsam mit ihr wurde ein Paar mit 100 Schlägen bestraft, wegen unehelichem Kontakt. 

„Ein deutsches Touristen-Paar wurde zum Glück nur zurechtgewiesen, weil die Frau am Strand einen Bikini trug“, berichtet Kleine-Brockhoff von der Naumann-Stiftung. 

Seit einigen Monaten dürfen Frauen auch nach elf Uhr nicht mehr ohne familiäre Begleitung an Vergnügungsorten sein und das gemeinsame Fahren von Männern und Frauen auf Motorrollern ist ebenfalls untersagt. 

„Die Durchsetzung der Scharia-Gesetze in Aceh führt immer wieder zu Diskriminierung und schweren Menschenrechtsverletzungen“, sagt Wolfgang Büttner, Sprecher von Human Rights Watch in Deutschland, zu BILD.

„Besonders davon betroffen sind arme Menschen, Frauen, Jugendliche und die LGBT community. Ihnen wird das Recht verweigert, frei über ihr Leben, ihren Glauben und ihre Identität selbst zu bestimmen“. Zudem verstoße Indonesien gegen internationales Recht, indem es die drei Paare öffentlich auspeitschen lässt: „Auch wenn Religionsgesetze angewendet werden, so darf dies niemals mit Körperstrafen verbunden sein„.

 

 

 

 

 

 

 

Sicherheitskräfte inspizieren den Tatort, nachdem Islamisten eine Kirche niedergebrannt haben. Ein Mann wurde dabei getötet (Oktober 2015)

Sicherheitskräfte inspizieren den Tatort, nachdem Islamisten eine Kirche niedergebrannt haben. Ein Mann wurde dabei getötet (Oktober 2015)

Christenverfolgung und zerstörte Kirchen 

 

 

Vergangenes Jahr wurden hunderte Kirchen von islamistischen Mobs zerstört und niedergebrannt. Die Behörden waren überfordert und reagierten schließlich, indem sie selbst dazu übergingen, Kirchen abzureißen. Angeblich weil die nötige Baugenehmigung gefehlt hatte. Tausende Christen sind mittlerweile in andere Provinzen Indonesiens geflohen. 

Präsident Joko Widodo rief damals zu mehr Toleranz auf und verurteilte die Gewalt, die die Pluralität Indonesiens gefährde.

 

 

 

ISIS-Ableger in Indonesien 

 

 

Seit 2014 gibt es auch einen Ableger der Terrormiliz ISIS in Aceh. Einer der bekanntesten radikalen Prediger Indonesiens hatte nach der Ausrufung des ISIS-„Kalifats“ seine Unterstützung verkündet, schwor dem „Kalifen“ Al Baghdadi im August 2014 seine Treue.

Der Prediger, Abu Bakar Bashir, war einer der Gründer der radikalen Jemaah Islamiyah (Islamische Versammlung), die unter anderem für das Bali-Attentat 2002 (202 Tote) verantwortlich war. 

 

 

Seit 2014 haben sich mindestens 700 Indonesier ISIS im Irak und Syrien angeschlossen.

In Syrien formten diese Kämpfer eine eigene Kampfgruppe, immer wieder treten die indonesischen ISIS-Kämpfer in der Propaganda der Dschihadisten auf, darunter auch in Hinrichtungsvideos.

Hinzu kommt eine Unterstützer-Szene von vielen Tausenden, die in sozialen Netzwerken in indonesischer Sprache die Propaganda weiterverbreitet.

http://www.bild.de/politik/ausland/indonesien/die-schlimmste-provinz-47095956.bild.html

 

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