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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vor allem diese Flüchtlinge werden Christen 28. Juli 2016

Filed under: Konvertiten — Knecht Christi @ 23:41

Pfarrer Gottfried Martens in Berlin-Steglitz vor einem Taufgottesdienst mit Täuflingen aus dem Iran

Evangelische Landeskirchen und Evangelikale haben seit 2014 etwa 2000 Beitritte muslimischer Flüchtlinge erfasst – fast immer per Taufe.

 

Die Konvertiten entstammen vor allem einem Kulturkreis.

 

Der junge Mann mit dem schwarzen Haar und dem schneeweißen Hemd steigt die Stufen ins Schwimmbecken hinab. Hüfttief steht er im Wasser, neben einem Pfarrer mit fliederfarbenem Hemd. Der drückt ihn sanft unter die Wasseroberfläche. Als der junge Mann klitschnass wieder auftaucht, applaudieren ungefähr 70 weitere weiß gekleidete Personen am Beckenrand. Es sind frühere Muslime. Auch sie wollen sich gleich auf den Tod und die Auferstehung Jesu taufen lassen.

Zeremonien wie diese ereignen sich seit Monaten in Deutschland. Im konkreten Fall hatte eine Hamburger Pfingstgemeinde zur Gemeinschaftstaufe ins Hallenbad geladen.

 

 

Die ARD übertrug die Taufe der 70 Ex-Muslime, die zum christlichen Glauben übergetreten waren, sogar live. Was umgehend Schlagzeilen hervorrief wie „Massentaufen: Muslime werden Christen“ oder „Flüchtlinge fallen vom Islam ab“. Doch solche Schlagzeilen führen leicht in die Irre.

Es sind keine Massen von Flüchtlingen, sondern, soweit dokumentiert, einige Tausend Ex-Muslime, die in den vergangenen Jahren hierzulande – fast immer per Taufe – einer Kirche beitraten. Und die Konvertiten sind auch nicht einfach „Muslime“. Vorrangig entstammen sie dem schiitisch-persischen Kulturkreis. Dabei stellen nicht Schiiten, sondern Sunniten aus Syrien oder Nordafrika die mit Abstand größte Gruppe unter den als Flüchtlingen eingewanderten Muslimen.

 

 

 

 

 

 

Die Dunkelziffer ist laut Kirchen beträchtlich

 

 

Dies sind zentrale Ergebnisse eines Versuchs, zumindest für den evangelischen Bereich Genaueres über Zahl und Herkunft vormals muslimischer Konvertiten zu erfahren. Auf Anfrage der „Welt“ gaben dazu 18 von 20 evangelischen Landeskirchen (vertreten rund 22 Millionen Protestanten) sowie die Evangelische Allianz (EA, vertritt rund 1,8 Millionen Evangelikale) Schätzungen ab.

Laut Landeskirchen und EA sind seit 2014 mindestens 2000 Beitritte früherer Muslime gezählt worden: 1200 in Landeskirchen, 800 in Freikirchen. Wobei viele Kirchenvertreter, etwa der pfälzischen Kirche, betonen, es gebe eine beträchtliche Dunkelziffer, weil viele Pfarrer „in Eigeninitiative auf die Taufe“ vorbereiteten.

Mehr als eine solche Annäherung ist derzeit nicht möglich, weil die Kirchen die frühere Konfession nicht systematisch registrieren. Für die katholischen Bistümer sei selbst eine solche Schätzung nicht zu leisten, erklärte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz auf Anfrage – obgleich es auch in ihren Reihen Ex-Muslime gebe.

Auch Annette Kurschus, Präses der westfälischen Kirche, bilanziert, es gebe zwar „keine Massenbewegung, doch in diesem Ausmaß“ seien die Übertritte neu. Und für den evangelikalen Bereich kommt EA-Generalsekretär Hartmut Steeb zu dem Ergebnis, seit 2015 seien „mehr Muslime zum Christentum konvertiert als je zuvor“.

 

 

 

 

 

 

Auf Abwendung vom Islam steht im Iran die Todesstrafe

 

 

Übereinstimmend konstatierten die Kirchenvertreter: Die Konvertiten seien überwiegend Ex-Schiiten aus dem Iran, zumindest entstammten sie dem schiitisch-persischen Kulturkreis. Weswegen in mehreren Landeskirchen auch Beauftragte sowie Taufkurse speziell für Menschen aus dem persischsprachigen Raum eingesetzt wurden.

Das deckt sich mit Einschätzungen des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (IIR). Dessen Vorsitzender Thomas Schirrmacher ist überzeugt, „bis zu 95 Prozent der hiesigen Konvertiten“ seien Iraner.

Bei der Frage nach den Motiven mag kaum ein Kirchenvertreter ausschließen, dass einzelne Täuflinge damit auch ihre Chance auf Asyl steigern wollten. Immerhin steht auf die Abwendung vom Islam im Iran die Todesstrafe, was umgekehrt heißt: Wer als iranischer Flüchtling in Deutschland einer Kirche beitritt, wird in der Regel als Asylbewerber anerkannt.

MEHR: http://www.welt.de/politik/deutschland/article157354811/Vor-allem-diese-Fluechtlinge-werden-Christen.html

 

4 Responses to “Vor allem diese Flüchtlinge werden Christen”

  1. Legion Mariens Diözese Rottenburg Stuttgart Says:

    An sich schön. Aber die Priester sollten auch bedenken, dass manche dieser Leute sich auch taufen lassen könnten, um einen guten Eindruck zu machen, ggf. schnell eine christliche Heirat und Partnerschaft zu erlangen und ihre Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Das hatten wir vor über 100 Jahren auch schon, in Gestalt der Spartakus- Terroristin Rosa Luxemburg!

    Sie wurde in Zamosc (Russisch- Polen) geboren und erschlich sich durch eine Scheinheirat mit einem Deutschen die deutsche Staatsbürgerschaft, obwohl sie den Staat klar hasste und später zusammen mit Liebknecht einen Sowjetstaat ausrufen wollte. So etwas, nur in zeitgemäßem und/ oder muslimischem Gewand, könnte auch heute kommen und Geschichte sich wiederholen! Denn so kreativ und allmächtig sind wir Menschen nicht, dass wir immer etwas neu erfinden können!

    Prüft die Geister, ob sie aus Gott sind!

    • Maria Says:

      Ihr genannter Fall wird öfters in Deutschland auftreten, weil er durch eine Heirat mit einer hiesigen Frau die Aufenthaltserlaubnis bekommt.

      MfG
      Maria

    • Was hat denn das damit zu tun?

      • Legion Mariens Diözese Rottenburg- Stuttgart Says:

        Ganz einfach; Geschichte kann sich wiederholen. Gestern war es Luxemburg, heute so genannte muslimische „Flüchtlinge“, welche heute Taufe einfach als Reputation benutzen, um schneller an deutsche Partner und Aufenthaltserlaubnis bzw. Staatsbürgerschaft kommen.


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