kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Was bewegt muslimische Flüchtlinge, Christen zu werden: Glaube? 24. Juli 2016

Filed under: Konvertiten — Knecht Christi @ 13:23

Dass der Liedtext zweisprachig an der Wand erscheint ist in Varel bereits normal.

Schutz vor Abschiebung?

Die Zahl der Muslime, die konvertieren, steigt. In mancher Gemeinde löst das Irritation aus.

 

 

 

Vor einigen Monaten bekam Pfarrer Weber ungewohnten Besuch. Fünf junge Afghanen drängten sich in seinem Sprechzimmer und hatten nur einen Wusch: Sie wollten getauft werden und das bitte so schnell wie möglich. Die Männer leben als minderjährige Flüchtlinge im Wohnheim einer saarländischen Stadt. Die katholische Pfarrkirche hatten sie sich ausgesucht, weil es die nächste war. Doch Weber musste sie enttäuschen: Christ wird man in der katholischen Kirche nicht von heute auf morgen.

 

 

 

Gesicherte Zahlen darüber, wie viele Muslime in den vergangenen Monaten zum Christentum konvertiert sind und ob ihre Zahl angesichts der gestiegenen Flüchtlingszahlen zugenommen hat, gibt es nicht. Doch auch wenn spektakuläre Fälle wie etwa die Massentaufe in einem Hamburger Schwimmbad eher die Ausnahme sein dürften, lässt sich punktuell in einigen Gemeinden durchaus ein deutlicher Anstieg von Neuchristen feststellen.

 

Im Haus Gotteshilfe in Berlin Neukölln, einer landeskirchlichen Gemeinschaft innerhalb der evangelischen Kirche zum Beispiel, sind allein zwischen Januar und April dieses Jahres 85 Muslime getauft worden, an den kommenden Sonntagen werden 65 weitere dazukommen. Sie alle sind Flüchtlinge aus dem Iran, Afghanistan oder Aserbaidschan. Auch die Gemeinde von Pastor Gottfried Martens in Berlin-Steglitz erfreut sich seit Längerem großer Beliebtheit vor allem bei Iranern. In den vergangenen fünf Jahren ist sie um 850 Perser angewachsen, 350 weitere befinden sich in der Taufvorbereitung. „Früher waren wir eine Seniorengemeinde“, sagt Diakonisse Rosemarie Götz aus Neukölln. Das hat sich gründlich geändert.

 

Nach Angaben des Bundes der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in Deutschland (BEFD) wurden in den vergangenen eineinhalb Jahren etwa 700 Iraner und Afghanen getauft. Auch wenn diese Zahl angesichts von 800 Mitgliedsgemeinden nicht riesig sei, sei doch eine „deutliche Zunahme vor allem bei Iranern“ zu beobachten, sagt Thomas Klammt, Referent für Integration und Migration.

 

 

 

 

 

 

 

Pastor Gottfried Martens von der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeitskirche in Berlin-Steglitz bei der Taufe eines iranischen Kindes

 

 

 

 

 

Einfach ist das Christwerden nicht

 

Eine „gewisse Zunahme von Anfragen“ verzeichnet man auch in den katholischen Bistümern Speyer und Köln. Statt wie sonst zwei bis drei Muslime im Jahr gäbe es derzeit 13 Anwärter für den Katechumenat genannten Vorbereitungskurs auf die Taufe, sagt Felix Goldinger, Mitarbeiter des bischöflichen Ordinariats in Speyer. Aus den Gemeinden wisse man zudem von vielen weiteren Interessenten. Das Bistum Speyer hat deswegen sogar eine Handreichung herausgegeben, die den Gemeinden dabei helfen soll, mit dem Taufwunsch von Geflüchteten angemessen umzugehen. Ähnliche Schriften gibt es auch von der Evangelischen Kirche und der Deutschen Bischofskonferenz.

MEHR: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-07/muslime-christen-konvertiten

 

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