kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Dem Übel nicht widerstehen? 13. Juli 2016

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 00:34

„Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dann biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit der rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel“.
(Matthäus 5:39,40)

 

 

 

Es gibt einen Ausspruch wonach der Kluge solange nachgibt, bis er der Dumme ist. Sollte das mit den heutigen Versen gemeint sein? Manche Christen, die es richtig machen wollen, sehen das so.

 

Ich würde die heutigen Verse aber eher mit der Spruchweisheit: „Der Klügere gibt nach“, verbinden, denn unter dieser Prämisse sind die Worte Jesu versteh- und nachvollziehbar.

 

 

 

Allerdings kann das immer nur für den Christen und sein Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen gelten. Wobei es allerdings dann nicht gelten kann, wenn es um die Erziehung oder um Führung- und Leitungsaufgaben geht, wo auf Gerechtigkeit im irdisch-menschlichen Sinne geachtet werden muss.

 

 

Ebenso kann es nicht für den Staat, einschließlich der Justiz, gelten. Hier hat Martin Luther mit seiner Zwei-Reiche-Lehre klare und einsichtige Grenzen gezogen.

 

Im Christenleben gilt aber etwas anderes. Hier gilt es, sich als großzügig, nachgiebig und nicht nachtragend zu erweisen. Es wirkt zeugnishaft und überzeugend, wenn sich ein Christ anders verhält, als man es von einem Weltmenschen üblicherweise erwarten würde.

 

 

 

Nicht gut wäre es allerdings, wenn christliches Verhalten als Schwäche und Rückgratlosigkeit empfunden würde. Es sollte vielmehr spürbar werden, dass sich der Christ aus einer inneren Stärke heraus anders verhält. Das aber nicht in Form einer „über den Dingen stehenden Erhabenheit“, sondern aus Liebe, die dem Nächsten verständnisvoll gern etwas gönnt.

 

Und da muss man nicht gleich an Ohrfeigen oder Rechtsstreitigkeiten denken, bei denen mir etwas genommen werden und ich mich als großzügig erweisen soll. Tatsächlich fängt das schon bei der Höflichkeit und Zuvorkommenheit im

 

 

 

 

Alltag an, wobei auch an das Verhalten im Straßenverkehr zu denken ist.

 

Es geht weiter mit der Rechthaberei und Besserwisserei wenn in kleinlicher Weise Prinzipienreitere betrieben wird: „Es geht mir nicht um die 10 Cent, sondern ums Prinzip.“ Auch Überempfindlichkeiten liegen auf dieser Ebene. Das Wort „Diskriminierung“ hat derzeit Konjunktur. Auch nachbarschaftliche Verhältnisse, wo es vielerorts zu Kleinkriegen kommt, sind ein Thema. Wie wäre es einfach mal nachzugeben und einen nachbarschaftlichen Wunsch zu erfüllen? Man kann da die erstaunliche Erfahrung machen, dass sich der Gegner ebenfalls als großzügig erweisen möchte.

 

 

Gleiches gilt auch für Entschuldigungen, bei dem man eigenes Unrecht einsieht.

Es gibt also viele Möglichkeiten, dem Wort Jesu zu entsprechen.

JÖRGEN BAUER

 

2 Responses to “Dem Übel nicht widerstehen?”

  1. Gottlos Glücklich Says:

    Merkt ihr eigentlich nicht, wie „Gott“ euch verarscht? Je mehr ihr betet geht ihr drauf! Gebe es diesen „Gott“ würde er nicht all diese Greueltaten zulassen! Was wäre eine Welt ohne Religionen…

    • thomas Says:

      Behalt mal deine einfälltige, undurchdachte Äußerung für dich.

      „Was wäre eine Welt ohne Religionen…“ propagiert der Atheist um seinen unlogischen Glauben
      an den Gott Zufall und das große Nichts, anderen missionarisch aufzuzwingen.
      Ein Blick in den sommerlichen Nachthimmel reicht um zu erkennen das diese
      Ordnung im Himmel und auf der Erde niemals von selbst entstehen kann, somit ist der Atheist
      entweder dumm, oder es macht ihm Spaß andersdenkende zu provozieren, was sicherlich eine
      Form von Geisteskrankheit ist.


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