kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Apostel Paulus brachte das Christentum auf Malta 6. Juli 2016

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 20:50

Malta und Religion

In seinem Sinne finden hier heute auch Flüchtlinge Zuflucht!

 

 

 

 

Soll es lieber Kultur sein oder doch mehr eine Zeit der Entspannung?

 

 

Ein Ziel lieber auf eigene Faust erkunden oder mit einer Führung?

Kulturreisen erfreuen sich auch deshalb so großer Beliebtheit, weil sie mit viel Flexibilität verbunden sind. Man kann ein verlängertes Wochenende oder eine ganze Woche einplanen, die Familie mitnehmen oder auch allein unterwegs sein. Für all diese Aktivitäten gibt es ein perfektes Ziel: Malta, die Perle im Mittelmeer, unterhalb Siziliens und oberhalb Nordafrikas.

 

 

Es ist angenehm warm. Der Sommer zeigt sich an allen Ecken und Enden des Archipels. Der Bummel durch die mittelalterlichen Gassen der Hauptstadt Valletta ist wie eine kleine Reise in die Vergangenheit. Hier im Open-Air-Museum atmen selbst die historischen Häuser und Paläste Geschichte. Alter Zauber und moderne Genüsse liegen nah beieinander. Eintauchen in die Geschichte der Malteserritter, die die große Belagerung der Osmanen 1565 zurückschlugen und hier eine sichere Festung errichteten!

 

 

 

 

 

 

http://www.sprachreisen-malta.de/Reisefuehrer-Malta/21-Religion-auf-Malta.html

Sprachreisen Malta

 

 

 

 

 

Vielleicht bei einem Cappuccino in Vallettas traditionellem Kaffeehaus Cordina?

Die meisten Besucher betreten die Stadt durch das von Renzo Piano entworfene zentrale Stadttor. Gleich daneben hat der italienische Stararchitekt das Neue Parlamentsgebäude entworfen. Doch an dem scheiden sich die Geister. Dem einen ist es zu modern, der andere findet die Harmonie zwischen modern und alt perfekt umgesetzt.

 

 

 

 

Einer der religiösen Höhepunkte der Insel liegt zweifellos in unmittelbarer Nähe: Die St. John’s Co-Cathedral. Ihre recht schmucklose Fassade lässt kaum erahnen, dass sich dahinter eine der herrlichsten Kathedralen des Hochbarock verbirgt. Weitere Besuchsmagneten sind die zwei Caravaggios, die im Oratorium hängen. Stadtführerin Mariella Bose deutet auf das Bild „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ und erklärt nicht nur viel Wissenswertes über den Maler Caravaggio selbst, sondern weist auch darauf hin, dass im nahen Rabat der Apostel Paulus das Christentum nach Malta gebracht haben soll.

Denn in der alten Grotte unter der Pauluskirche soll der Völkerapostel, wie die letzten Seiten der „Apostelgeschichte“ erzählen, drei Monate lang nach einem Schiffbruch gelebt und gelehrt haben, als Gefangener des Römischen Reiches. Noch heute wird der Apostel Paulus als Symbol der Insel betrachtet, als Begründer von Maltas ureigenster Identität.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz in der Nähe liegen die „Paulus-Katakomben“ als erster christlicher Friedhof aus dem vierten Jahrhundert. Die Toten wurden zur Zeit der Römer in unterirdischen Kalksteingräbern beerdigt. Nach dem Vorbild von Jesus Christi wurden sie in Leinentücher gehüllt. Am neunten Tag nach dem Tod feierten die Angehörigen an sogenannten Agape-Tischen aus Stein ein Fest zu Ehren der Verstorbenen. An drei Seiten waren die Steinplatten von Liegebänken umgeben.

 

 

 

Monsignore John Azzopardi, einer der bekanntesten Paulusforscher der Gegenwart, erzählt, dass die Agape-Tische ab 380 nach Christus vielerorts zerstört wurden. „Die Feiern uferten dermaßen aus, dass der wahre Sinn, nämlich den Armen von den Speisen abzugeben, nicht mehr eingehalten wurde.“ Daraufhin ordnete Rom die Zerstörung und ein Verbot dieses Brauches an. „Nachdem auf Malta die Uhren schon immer langsamer gingen, blieben uns einige der Agape-Tische erhalten“, schmunzelt der Priester, der sein Büro an der Pauluskirche in Rabat hat.

Dann vergleicht er den Schiffbruch von Paulus mit der heutigen Situation: „Der Papst lehrt uns unser Verhalten gegenüber Flüchtlingen und dass wir sie willkommen heißen. Denn wir sind alle nur Menschen“, sagt der 79-Jährige. Er sei stolz auf die Religionsfreiheit, die auf der Insel herrsche. „Wir unterstützen sehr stark Christen, die hier Zuflucht suchen und haben zudem eine große Gemeinde von koptischen Christen aus Eritrea und Äthiopien.“ Von den 440 000 Menschen, die auf der Insel leben, ist die Mehrheit katholisch. Priester Azzopardi hält täglich noch die Messe, betont aber gleichzeitig, dass früher der katholische Glauben viel mehr gelebt wurde.

„Es gab kaum Fernsehen, kein Internet, die von der Konzentration auf den Glauben abgelenkt hätten“, bekräftigt er. Dass die Insel noch viele dieser Geschichten erzählen kann, liegt auf der Hand. Deshalb ist eine Wiederkehr auch dringend nötig. Um sich dann der reizvollen Nachbarinsel Gozo zu widmen. Denn die gehört auch zu den Perlen des Mittelmeeres. Und um die Spuren der Ritter und der Tempel zu erforschen. Die gibt es auf Malta nämlich auch noch.

http://www.die-tagespost.de/aus-aller-welt/reise/Malta-Inselperle-im-Mittelmeer;art311,170631

 

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