kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bericht über Recherchereise in Kurden-Enklaven veröffentlicht 17. Juni 2016

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 23:22

Die irakische Stadt #Fallujah wurde komplett vom IS befreit.

Wir hoffen auf so ein baldiges Ereignis in#Raqqa. Bravo, Irak!

 

 

 

Hoffnungsvolle Anfänge eines friedlichen Zusammenlebens aller Volksgruppen in Nord-Syrien unterstützen!

 

 

 

Damit ihre „Oase des Friedens“ in Nordsyrien nicht zerbricht, warten die Menschen in diesen von islamistischen Terrormilizen immer wieder angegriffenen kurdisch verwalte­ten Regionen dringend auf humanitäre Unterstützung aus Westeuropa. Der Nahost-Experte der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen, Kamal Sido, der vor kurzem von einer Recherchereise aus Nordsyrien zurückgekehrt ist, warnt: „Wenn die hoffnungsvollen Anfänge eines pluralistischen multiethnischen und multireligiösen Zusammenlebens in diesen von der Außenwelt fast gänzlich abgeschnittenen Enklaven keine humanitäre Hilfe bekommen, werden noch Hunderttausende Menschen aus die­sem Teil Syriens nach Europa flüchten müssen“.

 
 
Sido hat in Nordsyrien mit Repräsentanten fast aller dort vertretenen politischen Par­teien, Religionsgemeinschaften, mit Vertretern der Minderheiten, der Sicherheitskräfte und Behörden sowie mit Journalisten gesprochen, um sich ein unabhängiges Bild der Lage zu machen. Die Interviews veröffentlichte die GfbV am Freitag in dem 80-seitigen Bericht „Rojava – „Schutzzone“ für religiöse und ethnische Minderheiten in Nordsyrien“?

 

 

 

 

 

Die Beziehung der Türkei und des IS mit einem einfachen Bild erklärt

 
„Unser Wunsch und unsere Bitte an die internationale Gemeinschaft ist, uns beim Wie­deraufbau so zu helfen, wie sie uns bei der Befreiung im Kampf gegen den IS geholfen haben“, sagte der Präsident des Kantons Kobani, der Kurde Anwar Muslim, im Gespräch mit Sido. In Rojava-Nordsyrien gibt es zu wenig Trinkwasseraufbereitung, nicht genug Strom und keine ausreichende medizinische Versorgung. Außerdem treten Engpässe bei Nahrungsmitteln auf. All diese Missstände müssen nach Ansicht der Repräsentanten kur­discher, christlicher, yezidischer und arabischer Verbände in den Enklaven schnell besei­tigt werden, um die Menschen in der Region zu halten.

So erklärte ein Angehöriger der christlichen Sutoro-Miliz in Al-Hasakeh: „Wir wollen nicht nach Europa und in den über­füllten Asylunterkünften leben. Wenn die Fluchtursachen bekämpft werden, dann kommt keiner von uns zu euch.“ Dazu gehöre auch die schnellstmögliche Beilegung von aufkeimenden Konflikten zwischen kurdischen Parteien und die Unterbindung von Men­schenrechtsverletzungen wie die willkürliche Inhaftierung von Kritikern, forderte der Repräsentant einer NGO in Rojava-Nordsyrien.

 

Syrian Army captures several sites near the Turkish border – Map update

https://www.almasdarnews.com/article/syrian-army-captures-several-sites-near-turkish-border/ | Al-Masdar News

 

 

 

 

 

 

Die kurdisch gehaltenen Regionen zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris sowie in Afrin im äußersten Nordwesten Syriens haben mindestens drei Millionen Einwohner. Hinzu kommen hunderttausende Flüchtlinge vielfältiger Volksgruppen- und Religionszugehörig­keit aus den umkämpften Regionen des Landes. Sie alle werden massiv von radikal-islamistischen Gruppen, aber auch der türkischen Regierung bedroht.

 
2012 haben einige kurdische Organisationen die Region Rojava-Nordsyrien für autonom erklärt und seitdem gemeinsam mit assyro-aramäischen, turkmenischen und arabischen Verbündeten erfolgreich gegen Angriffe des Islamischen Staates (IS) verteidigt. Die Men­schen in dieser „Schutzzone“ wollen ihr Leben organisieren und erwarten Hilfe von der internationalen Gemeinschaft. Nach Assads Diktatur wollen sie einen auf islamischem Recht basierenden Staat in Syrien auf jeden Fall verhindern.

 

One Response to “Bericht über Recherchereise in Kurden-Enklaven veröffentlicht”

  1. Herr, erbarme dich über diese Situation. Du kannst es tun.


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