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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Italiens Regierung widerspricht Bischöfen in Flüchtlingsfrage 3. Juni 2016

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 16:14
 

Innenminister: «Wir haben ein großes Herz, aber wir können nicht alle aufnehmen».

 

 

 

 

Rom (kath.net/KNA): Italiens Innenminister Angelino Alfano hat die Forderung der italienischen Bischöfe nach einer großzügigeren Aufnahme von Flüchtlingen zurückgewiesen. «Wir haben ein großes Herz, aber wir können nicht alle aufnehmen», sagte Alfano laut Medienberichten am Mittwoch in Ostia bei Rom. Italiener seien «die Weltmeister der Humanität», aber als Innenminister müsse er auf die Einhaltung von Gesetzen drängen, so der Minister der christdemokratischen Mitte-rechts-Partei NCD.

 

Der Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz, Bischof Nunzio Galantino, hatte in einem Interview der Tageszeitung «La Repubblica» (Mittwoch) mit Blick auf Hunderte Ertrunkene bei versuchten Überfahrten im Mittelmeer in den vergangenen Tagen von einer «Ohrfeige für die europäische Demokratie» gesprochen. Europa sei «unfähig, Menschen zu retten und zu schützen, die vor Situationen fliehen, die auch von ausländischer Politik und europäischen Wirtschaftsentscheidungen geschaffen wurden».

 

 

 

 

Koranverteilung an der Sächsischen Landesbibliothek, der Staats- und Universitätsbibliothek der Exzellenzuniversität TU Dresden, das 7. Jahrhundert trifft die Aufklärung und die Wissenschaft, das #KannsteDirNichtAusdenken.

 

 

 

 

Auch fehle bislang der Mut, humanitäre Korridore einzurichten, wie sie das internationale Recht fordere, so Galantino weiter. Diese könnten Flüchtlinge vor Gewalt und Menschenhandel retten. Hotspots auf Schiffen erteilte der Bischof eine Absage. Es handle sich um eine «schlechte Kopie» der Aufnahmezentren an Land. Registrierungsstellen auf See könnten weder die hohe Zahl von Flüchtlingen bewältigen, noch seien die Rechte der Betreffenden dort zureichend geschützt.

 

 

Die rechtspopulistische Partei Lega Nord nannte die Forderungen der Bischöfe laut italienischen Medien «irrwitzig, absurd und verantwortungslos». Die katholische Kirche solle ihre Einnahmen aus der italienischen Religionsabgabe für die Flüchtlingsaufnahme bereitstellen sowie das Vermögen der Vatikanbank und ihren «unschätzbaren Immobilienbesitz». Roberto Calderoli, Koordinator der Lega Nord und Vizepräsident des italienischen Senats, sagte, man solle die Flüchtlinge noch auf See zu den Abfahrtshäfen zurückschicken. Dies sei «die einzige rationale und konkrete Antwort, um eine Invasion unseres Landes und die Toten im Mittelmeer zu verhindern», so der Politiker.

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

 

Was ist menschliche Flüchtlingspolitik?

Menschliche Flüchtlingspolitik ist es, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit einander die Waage halten zu lassen.

 

 

 

Ja, es ist menschlich, Flüchtlinge aus dem Meer zu fischen und sie zu retten.  Und hier tun die Bischöfe nur allzu recht.  Völlig richtig. Das ist menschlich und sollte selbstverständlich sein. Da brauchen wir noch nicht einmal die christliche Barmherzigkeit und Nächstenliebe zu bemühen.

Das aber ist nicht nur Aufgabe Europas, sondern auch der Nationen aus Nordafrika, die am Mittelmeer liegen und sich als Schleuserländer betätigen und den Flüchtlingen auf den Booten keine Träne nachweinen und sie auf See ihrem Schicksal zu überlassen. Solche Forderungen hören wir von den Bischöfen und Merkel und Co. nicht. Diese Ohrfeigen sind nicht nur Europa zu geben, sondern auch den mitverantwortlichen unverantwortlich handelnden Ländern Nordafrikas. In dieser Beurteilung wird das Statement der Bischöfe ungerecht.

 

 

 

Ist es menschlich, nur Europa die Verantwortung zu übertragen, Flüchtlinge aus Seenot zu retten und nach Europa zu bringen? Nein, das ist nicht menschlich. Dadurch werden nur weitere Begehrlichkeiten und damit Hoffnungen in Menschen, die sich zur Flucht oder zur Auswanderung veranlasst sehen,  geweckt, die ihr Geld kriminellen und religiös-politischen Schleusern in den Rachen werfen. Warum sollen die Geretteten unbedingt nach Europa verbracht werden und nicht in die Länder der Aussendehäfen? Dies würde eine Bewusstseinsänderung herbeiführen und die Anzahl der Ertrunkenen im Mittelmeer erheblich reduzieren, wenn nicht gar auf Null senken.

Ist es menschlich, die Aussendeländer aus jeglicher politischer und humanitärer Verantwortung zu entlassen? Nein, es ist sogar höchst notwendig, genau den Regierungen dieser Länder die verantwortungslosen Korruptionspolitik und Familienpolitik vorzuhalten und auf Abhilfe dieser Missstände zu drängen.

 

 

 

Ist es menschlich, ALLE Flüchtlinge aufnehmen zu wollen? 

Nein! Hier wird der Fehler gemacht, die Welt ausschließlich  aus der Sicht der Flüchtlinge  zu betrachten und nicht die Menschen der Aufnahmeländer mitzunehmen.  Nein, nicht nur die Flüchtlinge, sondern auch die Menschen der Aufnahmeländer werden bei den Zahlen, die sich hier auftun, überfordert, zumal bei den Flüchtlingen nicht differenziert wird und völlig fremde Kulturen aufeinandertreffen. Und genau dieses undifferenzierte Einlassen führt dazu, dass die Willkommenskultur ins Gegenteil verkehrt wird.

 

 

 

Ist es menschlich, dass islamische Flüchtlinge in säkularen und ehemals christlichen Ländern Aufnahme finden? Nein, es ist im Grunde unmenschlich, den religiösen-muslimischen Flüchtlingen  gegenüber, denn diese wären in anderen islamischen Ländern besser aufgehoben und würden sich homogener in diese Gesellschaften einfügen. Somit hätten ALLE islamischen Länder, nicht nur Jordanien, Libanon und die Türkei die Hauptverantwortung zu tragen, ihre Glaubensgeschwister aus der Ummah verstärkt aufzunehmen.

 

 

Europa sollte sich um säkulare, christliche, jesidische und anderen verfolgten Gruppen kümmern. Das wäre menschlich und kulturell besser verkraftbar.

Menschlich und christlich ist es, Flüchtlingen aus echten Kriegsgebieten aufzunehmen,  zu helfen und diese zu integrieren und wenn sie integrationswillig sind, wenn sie aus fremden Kulturkreisen stammen, umso besser.

Unmenschlich ist es, wenn islamische Flüchtlinge, christliche oder andersreligiöse Flüchtlinge über Bord werfen und ertrinken zu lassen. Unmenschlich ist es, wenn islamische Flüchtlinge, Christen, Jesiden und Atheisten in den Aufnahmelagern diskriminieren und das vorwiegend islamische Wachpersonal diese Diskriminierungen nicht nur zulässt, sondern auch noch aktiv unterstützt.

Unmenschlich und ungerecht ist es, dass dieses Verhalten nicht sofort sanktioniert wird mit Ausweisung. 

Unmenschlich und ungerecht ist es aber, kriminelle Flüchtlinge nicht abzuschieben, weil sie das Asylgesetz schützt.  Unmenschlich und ungerecht ist es rechtskräftig abgelehnte Asylbewerber nicht in die Heimatländer zurückzusenden.  Unmenschlich ist es, dass genau diese Heimatländer nicht bereit sind, diese Menschen wieder aufzunehmen.

 

 

 

Unmenschlich und ungerecht ist es,  Menschen, die diese undifferenzierte Flüchtlingspolitik zu Recht kritisieren, als Unmenschen darzustellen.

Unmenschlich ist es, Griechenland, Italien und Spanien, die  ans Mittelmeer grenzen, so im Stich zu lassen, wie die EU es tut.

 

 

Unmenschlich ist es, dass die Länder Europas und den USA, die diese Flüchtlingsursachen gesetzt haben durch militärische Zerstörung der bis dahin funktionierenden Strukturen von Irak und Libyen, sich den Folgen ihres eigenen Handelns nicht stellen wollen.

 

 

Unmenschlich ist es, dass die EU nicht einmal Quoten in Sachen Flüchtlingskrise zustande bringt.

 

 

Menschliche internationale Flüchtlingspolitik wäre es, Flüchtlinge in den Aussendeländern zu überprüfen, ob sie die Kriterien von Flüchtlingen überhaupt erfüllen. In Europa kann dies nicht wahrheitsgemäß bewerkstelligt werden. Das kann nur in den Heimatländern überprüft werden von den jeweiligen Konsulaten.

Europas Flüchtlingspolitik kann sich nur auf Menschen konzentrieren und an Menschen orientieren, die wirklich aus Kriegs- und Verfolgungsgebieten  stammen. Das wäre barmherzig und gerecht.

Flüchtlinge, die ihren Ausweise wegwerfen, die mehrere Identitäten annehmen, um mehrfach abzukassieren oder durch sonstige Lüge sich Einlass verschafft haben, sind zu sanktionieren.

Diese Differenzierungen fehlen  bei den Statements der Kirchen. Wer Flüchtlinge allgemein zu unantastbaren Heiligen erklärt und die Verantwortung dieser Missstände nur Europa und nicht auch den Aussendeländern und auch nicht dem Islam als Mitflüchtlingsverursacher benennt, sollte schweigen.

 

 

Barmherzigkeit ist in dieser Zeit der größten, unseres Erachten künstlich von den USA und dem Westen, aber auch vom Islam erzeugten  Flüchtlingsströme auf Erden zunächst eine moralische, christliche und humane Größe, um die zu werben, völlig richtig ist.

Ungerecht ist es aber, wenn Differenzierungen sowohl bei den Flüchtlingen selbst als auch bei den aufnehmenden Gesellschaften unterbleiben und den Aufnahmeländern und dem Aufnahmekontinent einfach so Unbarmherzigkeit bescheinigt wird, wenn diese berechtigt auf Differenzierungen drängen. Das kratzt das Image der Kirchen als moralische Instanz an und wirft die Kirchen letztlich zurück.

 

 

Diese Moral ist nicht christlich, sondern zu einem Gutteil auch heuchlerisch, ja, sogar elitär-ungerecht. Kein Kontinent kann alle Armen aufnehmen. Das wissen auch Bischöfe.  Die Weltverteilungspolitik der Ressourcen klappt nicht. Dieser Missstand und der Missstand der gesteuerten Überbevölkerung in islamischen Ländern sollte thematisiert und bekämpft werden, um der Barmherzigkeit auch ein gerechtes Gesicht zu geben. Das wäre die Aufgabe von Bischöfen und der Weltpolitik.

JESUS CHRISTUS selbst war mit Familie auf der Flucht, als Herodes sie verfolgte. In Ägypten fanden sie Aufnahme. Daraus ist die Koptische Kirche entstanden. Aber nicht jeder Flüchtling ist ein Flüchtling aus Kriegsgebeten, sondern einige kommen direkt vom IS, um Europa zu schaden und Schrecken in die Herzen der Menschen zu tragen, wie es der Koran befiehlt, viele andere kommen als bloßer Wirtschaftsflüchtling, für die Europa zurzeit keine Verwendung hat, weil die Jugendarbeitslosigkeit auch in vielen EU-Ländern exorbitant hoch ist. 

 

 

 

Diese Unterscheidung unterbleibt bei den Bischöfen völlig.

Darum machen sie sich unglaubwürdig.

 

 

Dabei ist die objektive Darstellung zumindest in Österreich und Deutschland, dass die kirchlichen Hilfsorganisationen sich ihre Hilfe vom Staat ZU RECHT auch bezahlen lassen wie andere nichtkirchliche Hilfsorganisationen auch, durchaus auch in diese Beurteilung von Bischöfen einzubeziehen. Das sollte wertfrei dargestellt werden dürfen. Echte Christlichkeit tut sich da auf, wo Ehrenamtliche den Flüchtlingen unter die Arme greifen. Es sollte nicht übersehen werden, dass gerade Kirchen auch noch heute über Potential verfügen, Ehrenamtliche zu rekrutieren. Erst die Ehrenamtlichen machen das christliche Handeln aus.

 

 

Den Bischöfen und auch dem Papst würde es gut anstehen, die Barmherzigkeit für die Flüchtlinge und Menschen zu reservieren, die ohne Lug und Trug, sondern mit echtem Kriegsleid um Aufnahme ersuchen. Die Armut kann nicht im Wege von Flüchtlings- und Asylpolitik beseitigt werden. Dazu bedarf es weltpolitisch umfassenderer Maßnahmen, die auch mit Bedingungen zur Beseitigung der gesteuerten Überbevölkerung besonders in islamischen Ländern einhergehen sollten. Wer das aus falscher Rücksichtnahme ignoriert, ist an der Beseitigung dieser Misstände wohl kaum ehrlich interessiert.

JESUS war gegenüber denen barmherzig, die in echter Not waren. Viele Menschen kommen aber aus Ländern, in denen sie eben keine echte Not leiden. Gegenüber den Pharisäern war JESUS mehr als unbarmherzig. Barmherzigkeit mit gutbegründeter Differenzierung einzufordern, ist nicht nur legitim, sondern sollte auch christlich sein.

Wir reden hier nicht über 10 Flüchtlinge, sondern über Millionen von Flüchtlingen, die sich auf den Weg machen.

Das sollte nicht vergessen werden.

 

3 Responses to “Italiens Regierung widerspricht Bischöfen in Flüchtlingsfrage”

  1. Andrew Says:

    Alleinstehende, etwas ältere u. gutverdienende männliche Kleriker seelsorgen sich um überwiegend bettelarme, jüngere männliche Moslems.
    Ist es wirklich tiefempfundene christliche Nächstenliebe oder ….?

  2. In großen Teilen gebe ich dem Artikelschreiber recht. Er hat nur eines vergessen, nicht nur die Aussendeländer haben Verantwortung, auch die Flüchtlinge selbst. Sie sind verpflichtet, bei sich zuhause ein gutes Land, eine gute Wirtschaft, eine gute Infrastruktur, ein gutes Recht aufzubauen. Und nicht einfach zu fliehen. Niemand hat das Recht, auf die Nächstenliebe, auf die Arbeitskraft des anderen. Genau das wäre Sklaverei, niemand hat das Recht auf einen Sklaven. Die Nächstenliebe muss immer freiwillig sein. Insofern darf kein europäisches Land seine Bürger zwingen, für die Flüchtlinge zu arbeiten und Steuern zu zahlen. Insofern muss aus dem Asylrecht eine freiwillige Nächstenliebe für Asylanten gemacht werden und alle, die Flüchtlingen helfen wollen, müssen sie auch komplett finanzieren. Nur so ist es dann auch keine Heuchelei, die nur dazu dient, sich einen guten Ruf auf Kosten anderer zu schaffen. Menschenrechte müssen grundsätzlich für alle gleichermaßen gelten, nicht nur für die Flüchtlinge, es kann nicht sein, dass im Namen der Menschenrechte, die einen für die anderen versklavt werden, die einen für die anderen Steuer zahlen müssen, die einen für die anderen arbeiten müssen.

    • Andrew Says:

      leider ist es aber so, das die EU-bzw. deutsche Regierung in all den Jahren des internat. Terror-Kriegs gegen Syrien/Assads Regierung, massiv unterstützt durch die USA, Türkei u. Saudi-Arabien/Katar etc. absolut NICHTS gegen diese völkerechtswidrigen, genozidären Destabilisierungsmaßnahmen unternommen hat, und es bis heute so hält!! Von nichts kommt nichts – wir haben uns (d.h. die Regierung u. Medien) mitschuldig gemacht, nun bekommen wir die Quittung für die von uns gebilligten Massaker an der orientalischen Christenheit, an unschuldigen Minderheiten u. unbeteiligten Muslimen. Der Syrienkonflikt ist noch verbrecherischer geführt worden als der Bush-Krieg in Irak
      (vier Wochen, und der Krieg war vorbei! Danach kam der sunnitisch-schiietische Bruderkrieg – war nicht unser Bier!). Man hätte in Syrien also gewarnt sein können, wohin die westliche Einmischung zugunsten Kopf-abschneidender „Rebellen“ führen würde.. Letztere kommen nun in Massen als getarnte „Flüchtlinge“ zu uns – und Obama/Erdogan/Muslimbrüder/IS/al Nusra u. Co lachen sich eins…
      Nie war die deutsche Aussenpolitik so unterwürfig-dumm-blind-kriegstreiberisch wie unter der Merkelregierung – inklusive der SPD u. Grünen!!
      Ein einziges Desaster…


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