kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Flüchtlinge vergrößern die Kirchengemeinde 21. Mai 2016

Filed under: Konvertiten — Knecht Christi @ 09:54

Einmal im Monat bietet Helmut Kramer, Pastor der evangelischen St. Michaelis-Gemeinde in Ehra, einen internationalen Gottesdienst an.

 

 

Und die Messe ist gut besucht. „Sonntag hatten wir 120 Gäste“, erzählt der Geistliche.

 

 

Die wieder volleren Kirchenbänke hat die Gemeinde auch den Flüchtlingen zu verdanken. Gut die Hälfte der Gottesdienstbesucher wären Asylbewerber, meint Kramer.

 

 

 

 

 

 

 

Der Zustrom in die christliche Kirche, der mit der Unterbringung der Flüchtlinge im benachbarten Camp Lessien begann, hat – obwohl viele Zugewanderte nun dezentral im gesamten Landkreis untergebracht sind – nicht nachgelassen. „Die Menschen kommen nun aus Wittingen, Hankensbüttel, Rühen, Parsau oder Gifhorn und lassen sich von Bekannten zum Gottesdienst fahren“, berichtet Kramer.

Die Erfahrung, dass die Flüchtlinge nun – wie in den Medien gemeldet – vermehrt zum Christentum übertreten würden, hat der Ehraner Pastor nicht gemacht. „Das sind schon Christen“, sagt Kramer über die internationalen Kirchgänger, die vor allem aus dem Iran, Syrien und der Elfenbeinküste stammen. Anfragen, sich taufen zu lassen, habe es nur anfangs gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dass Flüchtlinge muslimischen Glaubens im Landkreis zum Christentum konvertieren, hat Sylvia Pfannschmidt, Superintendentin des Kirchenkreises Gifhorn, auch noch nicht bemerkt. Allerdings räumt sie ein, dass es Gemeinden – wie in Hannover oder Hamburg – gibt, in der schon Muslime getauft wurden. „Wenn es von Flüchtlingen eine Anfrage zur Taufe gäbe, würde ich das machen. Das wäre schön“, so Pfannschmidt.

Allerdings, schränkt die Gifhorner Superintendentin ein, müsse das Motiv für die Taufe geklärt sein. Einen Übertritt, nur um die Chancen auf Asyl zu erhöhen, lehnt Pfannschmidt ab. „Das wäre wie eine Ehe einzugehen, nur um eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Das wäre nicht das Richtige“, so die Geistliche. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte bereits gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) darauf hingewiesen, dass „der bloße Wechsel der Religion auf dem Papier“ die Chancen, als Asylbewerber anerkannt zu werden, nicht erhöhen würde.

 

 

 

 

Auch Kramer hält nichts vom schnellen Übertritt der muslimischen Flüchtlinge. „Das geht nicht von heute auf morgen.“ Wichtig sei erst einmal, dass die Zugewanderten in Deutschland richtig ankommen würden und die Sprache beherrschen. Dann, so Kramer, könnten die Grundzüge des Glaubens vermittelt werden. In den Gottesdiensten sind die Flüchtlinge dennoch „herzlich gern gesehen“, sagte der Ehraner. Die Kernaussagen im internationalen Gottesdienst werden durch Lesung oder Projektion – in Englisch oder Französisch – wiedergegeben. Schließlich sei es für die Menschen mit traumatischen Erlebnissen wichtig, „Gemeinschaft zu erleben“.

http://www.az-online.de/isenhagener-land/gifhorn/fluechtlinge-vergroessern-kirchengemeinde-6417340.html

 

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