kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wie soll man in so einem Land leben können? 8. Mai 2016

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 23:47

Auch davon will Präsident Erdogan nichts wissen!

 

 

 

Die Historikerin Talin Suciyan beschreibt in einem Buch

neue Details der leidvollen Geschichte der Armenier in der Türkei, die den Völkermord von 1915 bis heute leugnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Genozid des Jahres 1915 war das schwärzeste Kapitel in der Geschichte des armenischen Volkes. Nur wenige mehr als hunderttausend Armenier haben auf dem Boden der heutigen Türkei, ihrer Heimat, überlebt. Die meisten Überlebenden begannen in der Diaspora ein neues Leben. Doch auch die ersten Jahrzehnte in der 1923 gegründeten Republik Türkei sollten für die Armenier Istanbuls und Anatoliens ein dunkles Kapitel werden.

Die Historikerin Talin Suciyan, die in Istanbul geboren wurde, zeichnet in ihrer Monographie nach, wie der neue türkische Nationalstaat mit seiner Politik der Leugnung des Genozids und parallel die türkische Gesellschaft in einem Alltag von Diskriminierungen die Armenier dazu zwangen, sich diesem Diskurs der Leugnung zu fügen. Wertvoll macht die Studie über die Armenier in der Türkei, dass Suciyan armenische Zeitungen ausgewertet hat, die in Istanbul erschienen sind und bislang kaum beachtet wurden, und weil sie zahlreiche armenische Zeitzeugen interviewte.

 

 

 

 

 

 

Wer wirklich glaubt, dass Schulen in den „Rebellengebieten“ weiterhin als Schulen für Kinder genutzt werden, der dürfte auch an den Weihnachtsmann glauben. Wenn man in den Nachrichten davon berichtet, dass die syrische Luftwaffe Schulen attackiert, dann weil diese als Hauptquartiere von den Terroristen genutzt werden; nicht mehr und nicht weniger. #Syrien

 

 

 

 

 

 

 

Was die türkische Geschichtsschreibung ausblendet

 

Die an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätige Suciyan legt damit einen Blick auf die Geschichte der Türkei in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts frei, der sich von der traditionellen türkischen Geschichtsschreibung unterscheidet. Denn diese blendet die Geschichte von Minderheiten wie der Kurden, Armenier, Griechen und assyrischen Christen aus, obwohl sie wesentlich zum kulturellen Erbe Anatoliens beigetragen haben.

 

Erst in jüngerer Zeit haben auch türkische Historiker begonnen, Exzesse des türkischen Staats gegen die Minderheiten aufzuarbeiten – wie die Vertreibung der Juden 1934 aus Thrakien, die Niederschlagung des kurdischen Aufstands 1938 in Dersim, die prohibitive Vermögensabgabe von Nichtmuslimen 1942, der Pogrom gegen die Griechen 1955 und deren Vertreibung aus Istanbul 1964. Kein moderner Staat habe die physische und kulturelle Existenz von Minderheiten derart systematisch ausgelöscht wie die Türkei, zitiert die Autorin den Historiker Hans-Lukas Kieser.

 

 

 

 

Wer in Anatolien als Armenier überlebte – und nicht wie viele Kinder zwangsislamisiert wurde, oder, um zu überleben, zum Islam konvertierte – ließ sich in Istanbul nieder. Damit ging nahezu die gesamte reiche armenische Kultur Anatoliens verloren. Und in Istanbul, wo heute fast alle der achtzigtausend türkischen Armenier leben, wurden die Überlebenden damit konfrontiert, dass sie nicht willkommen waren, da sie bei dem Prozess der Schaffung eines homogenen türkischen Nationalstaats nur störten. Riza Nur sprach es 1923 offen aus: Die Türkei könne für die Armenier keine Heimat sein.

 

 

 

 

Was gerade in #Aleppo passiert

 

 

 

Mit vielen Beispielen aus dem Alltag zeichnet Suciyan nach, was das bedeutet hat: Razzien, die Enteignung von Immobilien der Gemeinde, die Entführung schulpflichtiger Mädchen, die willkürlich praktizierte Wehrpflicht für Mitglieder der Minderheiten, das Verbot von armenischen Publikationen. Die willkürlich ausgelegte „Herabsetzung des Türkentums“ wurde ein Straftatbestand, andere durften aber herabgewürdigt und beleidigt werden. Das Ziel war: Die Armenier sollten assimiliert werden oder das Land verlassen.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/die-historikerin-talin-suciyan-beschreibt-neue-details-der-leidvollen-geschichte-der-armenier-in-der-tuerkei-14166013.html

 

One Response to “Wie soll man in so einem Land leben können?”

  1. Das, was da passiert, ist ganz schlimm. Aber Gott lacht über Erdogan, falls letzterer sich nicht zu Jesus bekehrt. Er kennt schon sein Ende, das so sicher ist wie das Amen in der Kirche.


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