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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

VON ISIS GEKÖPFTER ARCHÄOLOGE 6. April 2016

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 22:22

Khaled al Asaad war Chef-Archäologe von Palmyra. Seit Mai 2015 kontrollierte die Terrormiliz das Unesco-Weltkulturerbe und nutzte es für ihre Hinrichtungs-Inszenierungen

Vater von Palmyra soll ein Grab bekommen

Er wollte die Ruinen trotz des Terrors nicht verlassen

 

 

 

 

Khaled al Assaad war Chef-Archäologe von Palmyra. Seit Mai 2015 kontrollierte die Terrormiliz das Unesco-Weltkulturerbe und nutzte es für ihre Hinrichtungs-Inszenierungen.

 

 

 

 

Nach der Rückeroberung von Palmyra will Tarek Assaad nur eines: die sterblichen Überreste seines Vaters finden, um sie in der Grabstätte der Familie in Palmyra würdevoll beizusetzen.

Sein Vater Khaled al-Assaad war am 18. August 2015 von Kämpfern der Dschihadistenmiliz ISIS enthauptet worden. Die Leiche warfen die Terroristen auf eine Müllhalde.

Khaled al-Assaad wurde als „Vater Palmyras“ bezeichnet, weil er über Jahrzehnte die Restaurierung der Ausgrabungsstätten leitete und mehrere antike Friedhöfe in der griechisch-römischen Stadt entdeckt hat.

„Die Dschihadisten haben ihn enthauptet und seinen Kopf auf den Boden unter seinen Körper gelegt, den sie an einem Strommast auf dem Hauptplatz von Palmyra aufgehängt haben”, erzählt sein 35-jähriger Sohn Tarek in der Caféteria des Museums von Damaskus, das er leitet.

Wie sein Vater, der von 1963 bis 2003 der Chefarchäologe Palmyras war, arbeitet er als Archäologe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Archäologe rettete wertvolle Kulturgüter

 

Als sich im Mai 2015 die Dschihadisten Palmyra näherten, brachte Assaad mit seinen Söhnen und Mitarbeitern des Museums 400 Büsten und andere Kunstschätze in Sicherheit.

Der letzte Transporter verließ am 20. Mai das Museum – zehn Minuten vor dem Eintreffen der ISIS-Terroristen. Tareks Bruder Walid, der seinem Vater als Chef-Archäologe nachgefolgt war, geriet in ihre Hände.

 

 

 

 

 

 

 

 

ISIS suchte verzweifelt nach Gold

 

Die Dschihadisten haben „zwei Tonnen Gold gesucht, doch mein Bruder sagte ihnen, dass sie nicht existierten“, sagt Tarek Assaad. „Um ihn zum Sprechern zu bringen, verstümmelten sie Statuen, darunter jene der Göttin Alat, die sich im Museum befanden. Mein Bruder wiederholte nur immer wieder: ‚Aber dies ist das Gold, das ihr sucht.‘” Die Terroristen glaubten Walid nicht und folterten ihn, so dass er bis heute an Krücken gehen muss.

Im Juli 2015 wurde Khaled al-Assaad, der sich nach der Eroberung Palmyras in die hundert Kilometer entfernte Ausgrabungsstätte Kasr Hair Scharki zurückgezogen hatte, von maskierten Männern verschleppt – angeblich um „ihn islamisch umzuerziehen“, wie sein Sohn Tarek sagt. Die Extremisten legten ihm dann jedoch zur Last, der Direktor der „Götzenbilder“ gewesen zu sein und Syrien bei Konferenzen „mit Ungläubigen“ vertreten zu haben.

In Palmyra wurde der betagte Archäologe zum Tode verurteilt und nach einem letzten Besuch seines Museum auf den Hauptplatz der Stadt geführt. „Er hat sich geweigert, für die Enthauptung niederzuknien“, sagt Tarek. „Er sagte ihnen, dass er aufrecht bleiben wolle, wie die Säulen und die Palmen Palmyras“.

 

 

 

 

 

 

Sohn macht sich schwere Vorwürfe

 

Nach Ansicht seines Sohnes wurde der alte Mann hingerichtet, weil er sich weigerte, den Dschihadisten die Treue zu schwören.

 

 

Der Leichnam wurde nach drei Tagen auf eine Müllhalde geworfen, später jedoch von zwei Freunden geborgen und begraben. Auch der Kopf wurde in Verwahrung genommen. „Nun, da Palmyra befreit wurde, will ich als Erstes die Leute treffen, die den Kopf meines Vaters aufbewahrt haben, und seinen Körper finden, um ihn würdevoll im Familiengrab auf dem Friedhof der Stadt beizusetzen”, sagt Tarek, der nach eigenen Angaben schon „bald” nach Palmyra reisen will.

„Ich fühle mich schuldig”, sagt der 35-Jährige. „Ich sehe meinen Vater im Gefängnis sitzen und sich fragen, warum die Kinder, die er aufgezogen hat, ihn allein gelassen haben. Hätte ich gewusst, dass sie ihn hinrichten, wäre ich dorthin gefahren und hätte mich in die Luft gesprengt, um ihn zu retten“.

 

 

 

 

 

 

 

Hintergrund: So nutzt Assad den Sieg in Palmyra

 

Der Sieg über die symbolisch wichtige Stadt wird nun von Syriens Diktator Assad und seinem Verbündeten Wladimir Putin für Propagandazwecke genutzt.

Ihr Ziel: Das Regime des Diktators als vermeintlich bessere Alternative zu ISIS zu präsentieren – ungeachtet dessen, wie viele Menschenleben die syrische Armee und ihre Verbündeten Truppen bereits auf dem Gewissen haben.

Die Einnahme Palmyras dürfte den Regierungstruppen die Kontrolle über die gesamte syrische Wüste bis zur irakischen Grenze geben. Hochburg der Dschihadisten in Syrien ist aber nach wie vor Rakka im Norden. Als zweite große Stadt hält die ISIS-Miliz noch Teile von Deir Essor im Osten.

http://www.bild.de/politik/ausland/headlines/chef-archaeologe-soll-grab-bekommen-45146298.bild.html

 

One Response to “VON ISIS GEKÖPFTER ARCHÄOLOGE”

  1. wolfsattacke Says:

    Ein Assad ist allemal besser als der Daesh (IS). Man darf nicht vergessen, unter Assad lebten auch Andersgläubige in frieden und wurden nicht wegen ihres anderen Glaubens verfolgt.
    Viele der sogenannten Rebellen gehören radikalislamistischen Gruppen an, z.B. Al Nusra Front, einem Al Kaida Ableger und solche zieht der Westen dem Assad-Regime vor? Noch blöder geht es nicht!


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