kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Kein Rosenkranz an Rosenmontag“ 21. Januar 2016

Filed under: Islamischer Terror,Stopp Islamisierung — Knecht Christi @ 13:29

Domschließung zu Karneval

 

Der Kölner Stadt- und Domdechant Monsignore Robert Kleine kümmert sich um den Schutz des Kölner Domes und seine Besucher. Gerade an Karneval ist das eine Herausforderung, erst recht seit den Ereignissen der Silvesternacht.

{Mehr: https://www.domradio.de/themen/koelner-dom/2016-01-19/domdechant-kleine-erklaert-domschliessung-zu-Karneval}

 

 

 

 

 

Die fünfte Jahreszeit sei schon immer eine besondere Herausforderung gewesen, sagt Polizeisprecher Karl-Heinz Stehrenberg, ganz unabhängig von den jüngsten Ereignissen. Für Ordnung sorgen in jedem Jahr die Ordnungshüterinnen der Altweiber – wenn auch mit einem Augenzwinkern. Wer sich als Mann nicht benimmt, wird ohne Prozess und im Handumdrehen eingekerkert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr Polizei denn je beim Karneval

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flüchtlinge reagieren aggressiv auf Fahrschein-Kontrollen

 

Die Verkehrs AG klagt über einen ruppigen Umgangston von Flüchtlingen gegenüber ihren Kontrolleuren. Eine Mitarbeiterin wurde kürzlich als „Hure“ bezeichnet, als sie sich den Fahrschein zeigen lassen wollte. Die VAG-Beschäftigte – selbst mit Migrationshintergrund – war verblüfft.

 

 

 

 

 

 

Weibliche Kontrolleure werden ignoriert, männliche Kollegen teilweise beschimpft: Es handle sich um keine Einzelfälle, sondern um vermehrt auftretende Probleme mit Flüchtlingen, erklärt die VAG-Pressestelle auf Anfrage. Die Kollegen im Öffentlichen Nahverkehr seien zwar einiges gewohnt und werden für entsprechende Situationen auch geschult. Doch das aggressive Auftreten von Asylbewerbern sei auffällig. Allerdings wolle man keine Vorurteile schüren. Schließlich gebe es in diesem Personenkreis auch viele Menschen, die sich korrekt verhalten.

 

Bis Ende Februar sammelt die Verkehrs AG auftretende Konfliktfälle mit Flüchtlingen und sucht nach einer Lösung. Ein Problem ist nämlich auch, dass das „erhöhte Beförderungsentgelt“ oft gar nicht eingefordert werden kann, weil sich die Personalien nicht feststellen lassen. Meist führen die Flüchtlinge keine amtlichen Ausweise mit sich. Die Polizei, die in derartigen Fällen gerufen wird, steht vor den gleichen Schwierigkeiten: Auch sie können die Identität vor Ort nicht feststellen.

{Quelle: http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/fluchtlinge-reagieren-aggressiv-auf-fahrschein-kontrollen-1.4925505}

 

2 Responses to “„Kein Rosenkranz an Rosenmontag“”

  1. Andre Says:

    ich frag mich, wie sich die moslemischen Migranten in Südamerika, speziell zum Karneval benehmen würden – die müssten ja bei soviel frivoler Samba-„Sexiness“ glatt durchdrehen?! Allerdings würde man sie bei organisierten (nicht nur sexuellen) Übergriffen halbtot-schlagen, und da hätten sie noch Glück!
    Die erz-katholischen Südamerikaner (da wo der Papst herkommt) hätten sich niemals Millionen Muslime aufschwatzen lassen, schon gar nicht Allah als angeblich auch ihren „gemeinsamen“ Gott akzeptiert.
    Sowenig wie afrikanische o. asiatische Christen auch, da kann die Kirchenführung Chrislam predigen so viel sie will. Nur europäische u. amerikanische Christen-„Deppen“ gehen diesem Irrglauben auf dem Leim – in den christlichen Armutsländern, speziell auch seiner argent. Heimat hätte der Papst nicht so leichtes Spiel. Und ich vermute, dass er dort auch niemals auf solche absurden „Ideen“ gekommen wäre?…

  2. Andre Says:

    Die Wahrheit als „Hypostase“ oder Jesus Christus, der verloren gegangene „Logos“.

    >> >> Man kann Jesus von Nazareth in seiner Funktion als Christus und Erlöser religionsgeschichtlich und religionsphilosophisch nicht verstehen, ohne dem Aspekt des „Logos“ Beachtung zu schenken, der, aus der griechischen Philosophie stammend, nach und nach zu einer Logos-Theologie umgeformt und auf Jesus Christus angewandt wurde. Doch auch die Logos-Theologie verlor nach Augustinus mehr und mehr an Bedeutung und wird, obwohl in den Kirchen jährlich im Prolog des Johannesevangeliums zitiert, heutzutage kaum noch in der ursprünglichen Bedeutung verstanden. Anders als bei der Entstehung der Vorstellung vom „Sohn“ als „Logos“ und später vom „Geist“, beide einst als handelnde Boten Gottes im Schöpfungsprozess und der Heilsgeschichte verstanden, werden Sohn und Geist heute zum innergöttlichen Mysterium, weil niemand mehr sagen kann, wozu sie, neben dem allmächigen Gott, tatsächlich noch nötig sind.

    Der „Logos“ als Grundbegriff der griechischen Philosophie bedeutet zunächst Wort, Satz, Sprache oder Rede. Oft ist jedoch eine sich im Bewusstsein vollziehende Begebenheit gemeint, auf welche die Sprache verweist, wie Gedanke, Sinn, Bedeutung. Logos (griech. Λόγος) bezieht sich auf alle durch die Sprache dargestellten Äußerungen der Vernunft. Logos hat ein weites Bedeutungsspektrum, das bis hin zu Beweis oder Lehrsatz und Lehre reicht (vgl. …logie, z.B. Theologie = Lehre von Gott, Psychologie = Lehre von der Seele). Die Wissenschaft der Logik leitet sich davon ab.

    Heraklit (550-480 v. Chr.) wie die Stoiker (ca. 300 v. – 70 n. Chr.) führen alle Vielfalt des Kosmos auf eine letzte, innere, unveränderliche Ursache, das Urprinzip, das immanente Prinzip kosmischen Werdens und die alles Weltgeschehen durchwirkende Gesetzmäßigkeit und Norm zurück. Durch das Handeln (aktiv werden, z.B. bei der Weltschöpfung) ging die Unveränderlichkeit des Urprinzips verloren, deswegen wurde ein zweites Prinzip postuliert, selbst göttlich, aber niedrigeren Ranges, das aus dem ersten Prinzip für die Aufgabe der Weltschöpfung hervorging: der Logos [siehe oben] und noch später als drittes Prinzip der „Noûs“ [Geist] als die das Weltall durchwaltende göttliche Vernunft. Hier deutet sich bereits die spätere christliche Weiterentwicklung über den Neuplatonismus zur Dreifaltigkeit an.
    (Logos = zweites Prinzip kosmischen Werdens, Prinzip der Weltschöpfung, christlich = Sohn)

    Bei Sokrates (470 – 395 v. Chr.) und Platon (427 – 347 v. Chr.) ist Logos an das Sein gebunden, Logos ist das Vermögen, das die Wahrheit zutage fördert, als „Licht des Logos“ erhellt es die Erleuchteten, für Platon die höchste Stufe der Erkenntnis. Doch auch die Wahrheit selbst sowie die Form ihrer Äußerung wird Logos genannt, die als „Idee“ in den Gesetzen des Kosmos verankert ist.

    Das heißt für Platon: das Wahrhaft-Wirkliche, die Ur-Realität, die Transzendenz der Ideen und Formen existieren als „Universalien“ unabhängig und vor den irdischen Gegenständen und Ideen in den Gesetzen des Universums. (Universalia sunt realia ergo ante rem). Diese philosophische Hypothese war die Voraussetzung für die Entwicklung des christlichen Gottes.
    (Logos = Wahrheit und 2. Prinzip (Sohn): Christlich: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich! Joh. 14:6

    Für Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) sind die platonischen „Ideen“ unnötige Verdopplungen der Gegenstände, die behauptete Transzendenz eine überflüssige Hypothese (Universalia sunt in re, die Universalien sind in den Gegenständen). Für ihn entspringt aus dem Logos die Tugend und damit die Glückseligkeit des Menschen. In der klassischen Rhetorik nach Aristoteles bezeichnet Logos eine der drei Arten der Überzeugung, nämlich die Folgerichtigkeit der Beweisführung (Logik). (Die anderen beiden sind Ethos (Autorität und Glaubwürdigkeit des Sprechers) und Pathos (rednerische Gewalt und emotionaler Appell).
    (Logos = Wort: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott (göttlich). Im Anfang war es bei Gott.“)

    Das Frühjudentum kannte zwei unterschiedliche religionsphilosophische Ausformungen. In Palästina selbst waren (trotz der Zugehörigkeit zum hellenistischen Großraum) die eigenen, vor allem apokalyptischen Traditionen bestimmend und Gott wird aufgefasst als Anfang und Ende der Geschichte und stets präsenter Herr und König, der willentlich in die menschlichen Handlungsabläufe eingreift. Jahwe ist „Geschichtsgott“.
    Das Diasporajudentum war stärker hellenisiert und der hellenistische Gottesbegriff war, wie wir oben sahen, ein völlig anderer: hier ist Gott innerster, letzter Grund des Kosmos und allen kosmischen Seins, selbst aber handlungsunfähig.

    (Die Anfänge der jüdischen Diaspora reichen in Ägypten bis zum Beginn des 6. Jh. v. Chr. zurück; vor allem in Unterägypten, aber auch am Oberlauf des Nil und darüber hinaus in weiten Teilen des östlichen Mittelmeerraumes entstanden jüdische Gemeinden, die nach den Eroberungszügen Alexander des Großen im hellenistischen Einflussbereich lagen. Hier war Griechisch die Umgangssprache der Juden, sie schufen die griechische Übersetzung der Heiligen Schrift (Septuaginta) und eigneten sich andere Elemente der griechischen Kultur, z. B. in Philosophie und Literatur an).

    Um die Zeitenwende gebrauchte der jüdisch-hellenistische Denker Philon von Alexandria (25 v. – 50 n. Chr) den Begriff Logos, um die jüdische Tradition mit dem platonischen Gedankengut der Ideen- und Formen des „Wahrhaft-Wirklichen“ zu verbinden. Nach Philons Auffassung vermittelt der transzendente, kosmische Logos zwischen Gott und der Welt. Er bezeichnet ihn mit „Gottes Sohn“, „Wort Gottes“, „Weisheit Gottes“ oder „göttliche Vernunft“, welche der Welt innewohnt. Die Erzväter und Moses seien Inkarnationen des Logos gewesen.

    Logos ist für ihn ferner das Schöpferwort, durch das Gott die Welt erschaffen hat (1.Mose 1), als Schöpfungsmittler (»Weisheit Gottes«) das sie ordnende und gestaltende göttliche Prinzip; und später in der christlichen theologischen Adaption (auf Johannes 1,14 zurückgehend) das präexistente »Wort« Gottes, das in Jesus Christus »Fleisch« (Mensch) geworden ist, um den Menschen das Heil zu vermitteln.

    Seinem Selbstverständnis nach ganz Jude, bemühte sich Philon von Alexandrien (auch Philo Judaeus genannt), mithilfe allegorischer Mittel nachzuweisen, dass die zentralen Inhalte der griechischen Philosophie bereits in den alttestamentlichen Schriften vorhanden seien und nur noch freigelegt werden müssten. Seine Theologie ist von einem starken Dualismus geprägt: Gott erschafft und erhält die Welt, ist aber absolut jenseits und für menschliches Erkennen unerreichbar. Die Kluft zwischen Gott und Welt muss daher durch Vermittlungsgestalten überbrückt werden. Neben der Weisheit (Sophia) wird der Logos bei Philon zum Zentralbegriff.
    „..dies Allgemeinste aber ist Gott, und nach ihm kommt die göttliche Vernunft. Das eine ist der göttliche Logos, das andere aber der dem Logos übergeordnete Gott; letzterer ist aller menschlichen Erkenntnis entzogen, und Gott selbst hält es für unter seiner Würde, zur Sinnlichkeit zu kommen, und schickt seine Logoi den Tugendliebenden zu Hilfe. In der Sinnlichkeit begegnet man also Gottes Logos. Der Logos, das Wort ist Vermittler aller Gaben…, durch das er auch die Welt erschuf. Er ist das erste „Werk“ Gottes, aber allen anderen Dingen vorausgehend.“
    Er hat aber bei Philon zwei Naturen: eine körperliche und eine geistige. Als Körper ist er die sinnlich wahrnehmbare Welt, als Geist der diese Welt nach stoischer Lehre von innen her durchdringende und zusammenhaltende Logos, der den äußerlich sichtbaren Kosmos »angezogen hat wie ein Gewand«. Philon schreibt: „Dieser Kosmos jedoch ist der jüngere Sohn Gottes, da er sinnlich wahrnehmbar ist; denn den älteren, den er eine Idee nannte — er ist nämlich geistig — (siehe Platon), würdigte er des Erstgeburtsrechts und beschloss, dass er bei ihm bleibe.“ Dementsprechend heißt es auch im Prolog des Johannesevangeliums (auf den weiter unten ausführlicher eingegangen wird): „Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott, und ein Gott war der Logos. Dieser war im Anfang bei Gott. Alles ist durch ihn gemacht, und ohne ihn ist nichts gemacht, was gemacht ist“.

    Philon von Alexandrien setzt die Begriffe „Logos“ und „Weisheit“ gleich. Er nennt die Weisheit Gottes „Logos“, aber den Logos auch die „Quelle der Weisheit“ und die Weisheit die „Quelle des Logos“. Die Erzväter und Mose sind Inkarnationen des Logos gewesen . Er kommt als erster nach Gott und heißt, (wie später Christus im Hebräerbrief, Hebr 5ff.) der Hohepriester der sündlos ist und Gott zum Vater, die Weisheit zur Mutter hat. Er ist eikôn, Bild des Seienden. Ein bekannter hellenistischer Begriff und in den göttlichen Attributen Weisheit, bzw. Wahrheit in der allegorischen Dichtung poetisch und in der Kunst als Gemälde, bzw. Statue bildlich dargestellt! Er heißt ferner Gottes Erstgeborener, der Erzengel mit vielen Namen, Schöpfer. Er steht an der Grenze zwischen Gott und Mensch als Fürsprecher der allzeit hilfebedürftigen Sterblichen vor dem Unvergänglichen; andererseits ist er der Abgesandte des Herrschers bei den Untertanen. Er ist die oberste Idee und erster Sohn Gottes.
    Nicht ungeschaffen wie Gott ist er, nicht geschaffen wie der Mensch, aber er steht zwischen den beiden als der von Gott ausgehende Strom der göttlichen Vernunft und der Projektion der Vernunft, als Naturgesetz aber auch im mystischen Sinne, als höchste Wirklichkeit, die der Eingeweihte empfängt. Als Stellvertreter des großen Königs ist der Logos Hirte der heiligen Herde. Priester, Prophet, König sind seine Ämter, auch Paraklet = Fürsprecher, sowohl um Sünden zu vergeben als auch um des unerschöpflichen Glückes zu versichern. Er hat keinen Anfang und kein Ende in der Zeit. Er dient dem Schöpfer zum Unterpfand dafür, dass die Schöpfung nicht gänzlich von ihm abfalle, und er gibt der Schöpfung das frohgemute Vertrauen ein, dass der gnädige Gott sein eigenes Werk niemals vergessen wird .

    Als Archetypus und Mittler des Schöpfungsplanes, dessen sich Gott zur Welterschaffung bedient, wird er zum Vorbild des gottesbildlich geschaffenen Menschen; durch ihn wird die Transzendenz des Monotheismus mit göttlicher Immanenz verbunden. In der Anthropologie bildet die Ebenbildlichkeit die Grundlage des freien Willens des Menschen und befähigt ihn zu unmittelbarer Schau Gottes. Trotz einer pessimistischen Sicht der Leiblichkeit hält Philon an der grundsätzlichen Möglichkeit einer Überwindung der Sünde durch Änderung des Lebenswandels eines Menschen fest, mit dem göttlichen Logos als Führer auf dem rechten Weg, solange er noch nicht zur geistlichen Reife gelangt ist.
    Philon verfasste historische und apologetische Schriften und trat vornehmlich als Kommentator des Pentateuch (5 Bücher Mose) hervor. In seiner Verbindung von Heiliger Schrift und platonischer Philosophie wurde er wegweisend für frühchristliche Theologen wie Clemens von Alexandria und Origenes, über die sein Denken auch Eingang in die christliche Mystik fand, wie für den christlichen Neuplatonismus insgesamt.

    Als hypostasierte (substantialisierte, personifizierte) Gestalt, wurde der Logos zum Prinzip der Schöpfung. Dieses Schema ist bei Philon, im vorchristlichen Teil des Johannesprologs (siehe unten) und bei den frühchristlichen Apologeten greifbar und wird dann auf Christus übertragen.
    Die hellenistische Welt-Transzendenz steht der jüdischen Geschichts-Transzendenz gegenüber und führt nach und nach zur Synthese. D.h. die Hypostasierung (Personifizierung) der Funktionen und Attribute Gottes (Schöpfung, Erlösung, Wahrheit, Weisheit) ermöglichte es den Diasporajuden, dem Gott ihrer Väter, Jahwe, dem von außen handelnden Geschichtsgott, denjenigen Gott, den sie als Griechen kannten, der die Welt von innen, von der Mitte des Seins her konstituiert, hinzuzufügen. Diese Vorstellungen brachten sie zunehmend in den „Weisheitsbegriff“ ein, den sie mit dem Logos identifizierten.

    (Nun ist es angebracht, den Begriff der Hypostase zu erklären: (griech. hypostasis, hypokeimenon, ousia, lat. substantia, dt. Substanz). Nach dem Scholastiker ALBERTUS MAGNUS ist eine Hypostase eine Substanz mit Eigenschaften: »Hypostasis est substantia cum proprietate,« oder auch die Substantialisierung, Verwirklichung eines Abstraktums, eines Begriffs, durch Hinzufügen von Eigenschaften (Attributen); zusammengefasst: eine Methode, abstrakte Begriffe in etwas zu verwandeln, das selbständig, als „Person“ (von lateinisch persona: Maske, Rolle) vorkommt.

    In der Mythologie insbesondere nennt man Hypostase eine Figur, welche sich von einer anderen abgelöst hat (indem irgend eine besondere Eigenschaft oder ein Beiname einer Gottheit von dieser getrennt und zu einer selbständigen Persönlichkeit umgeschaffen wurde, z. B. Gott Vater – Gott Sohn – Gott Geist), sowie den Akt dieser Ablösung selbst.
    Davon abgeleitet bedeutet hypostasieren, etwas als gegenständlich existierend denken, zur Substanz machen; hypostatisch, gegenständlich, substantiell, wesentlich.
    Boëthius Anicius Manlius Severinus(480 – 524) römischer Staatsmann, Philosoph und Logiker hatte in christologischen Auseinandersetzungen versucht, den Begriff Person, dessen Verständnis bei Augustinus noch nicht eindeutig ist, zu definieren als „individua substantia rationa(bi)lis naturae“, als „individuelle Substanz geistiger Natur“. „Person“ wäre also geistige Individualität, in unserem Falle eben die Verwandlung der „Wahrheit“ oder „Weisheit“ in die Individualität des Logos.

    Im Hellenismus wurde der Logos zum führenden Begriff der Philosophie. Er löste die mehr weiblich und umfassender geprägte „Sophia“ (Philo-Sophia) ab, wurde auf „Männ-lichkeit“ reduziert, (Männlichkeit Gottes) und über-lagerte schließlich die Sophia. In der Gestalt Christi stellte der Logos die Sophia in den Schatten und eignete sich in Form von Attributen ihre Fähigkeiten an.

    Der Prolog zum Johannesevangelium war ursprünglich ein vorchristlicher Hymnus, der in Gottesdiensten jüdisch-hellenistischer Gemeinden gebetet wurde. Er zeigt, dass die Vorstellung von einem Logos als immanentem Weltschöpfungs-Prinzip neben Gott in der jüdischen Diaspora weiter verbreitet war. Alle Schriften des Neuen Testamentes sind von Diasporajudenchristen (auch Johannes ist zu ihnen zu zählen) verfasst worden. Dies war ein Glücksfall für die spätere Inkulturation des Christentums im Imperium Romanum, weil diese Schriften eine Brücke von seinen palästinensischen, unbekannten Anfängen zu seinem neuen Adressaten, der hellenistischen Kultur, bildeten.

    Kehren wir die Mensch gewordene Hypostase um zur mythisch philosophischen Version, so erhalten wir den (deutschen) Wortlaut der heutigen Bibel: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott (göttlich). Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist“. Dabei muss allerdings festgestellt werden, dass die Bedeutungen und der Inhalt der Begriffe „Logos“ und „Wort“ und die Wortspielerei zwischen diesen Begriffen in der deutschen Übersetzung nur höchst unvollständig wiedergegeben werden können. Doch in der Vielschichtigkeit des Logos-Begriffes liegt zugleich der Schlüssel zum kirchlichen Wahrheitsverständnis. Wort, Lehre (Evangelium), Wahrheit, Sinn, hypostatische Person, das alles ist im „Logos“ enthalten und ist austauschbar, sowohl grammatikalisch, als auch hypostatisch.

    Liest man das Neue Testament der Bibel nicht mit unseren heutigen Augen, sondern mit den Augen der Menschen aus der Entstehungszeit, unter dem Nachwirken der griechisch / römischen mythologischen Götterwelt, die damals ja noch parallel existierte und unter dem Einfluss der Gnosis (siehe vorstehendes Gebet), dann ist Jesus nicht Mensch, sondern er gleicht dem Götterboten der griechischen Mythologie, und dem Äon des guten Gottes aus der Gnosis, der als Logos auslegt, unterweist und den Menschen Dinge von Gott mitteilt. Dieser „Christus-Logos“, von Philon auch „Sohn Gottes“ genannt, wurde von Gott aus dem Himmel zu uns gesandt, und zwar um uns zu erlösen (sôzein). Als Mittler und Offenbarer der verborgenen und kosmisch schaffenden Macht steht er als Paraklet (Fürsprecher) zwischen Gott und Materie, bzw. Mensch (spätere christliche Zweinaturenlehre). Er ist das Bild (eikôn) Gottes, so wie der Mensch seinerseits ein Bild des Logos ist (Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott).
    Dabei begegnen wir wieder der typisch hellenistischen Personifizierung von abstrakten Begriffen: der Logos wird mit einer mythischen und/oder menschlichen Gestalt, in der griechischen Mythologie erst mit Hermes, von den Christen dann mit Jesus Christus identifiziert und dargestellt; der Mythos erhält philosophische Bedeutung und umgekehrt die Philosophie eine mythische Einkleidung. Die heilige Geschichte, Geheimlehre, Schrift, Evangelium oder Offenbarung selbst, heißt als geschriebenes oder gesprochenes Wort der Bibel ebenfalls „Logos“. (hier: Lehre).

    „Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden.“ (Hebr 4, 12-13).

    Logos und Wahrheit, Logos und Evangelium finden wir auch dort miteinander identifiziert, wo gesagt wird, dass Gott in uns „das Wort der Versöhnung“ aufgerichtet hat, was sowohl das Evangelium bedeuten kann wie den „Christus in uns“. Gott soll seinen Logos geoffenbart haben in der Verkündigung (Predigt) des Apostels (Tit 1,3). Und wenn Hebr 6,1 über den Anfangslogos Christi (Lehre vom Anfang christlichen Lebens) spricht im Gegensatz zur Christusgnosis (Erleuchtung, Erkenntnis, 6,4-5) dann ist Logos somit dasselbe wie „Lehre“. Das Wort der Wahrheit, wodurch Gott uns geboren hat, der Logos mit anderen Worten, der nach dem vierten Evangelium die Wahrheit ist und der uns nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit zu Erstlingen von Gottes Schöpfung macht (Jak.1,18), bedeutet sicher auch die Verkündigung des Evangeliums (vgl. 1 Petr 1,22f …“die wiedergeboren sind… aus dem lebendigen Wort Gottes… Das aber ist das Wort, welches unter euch verkündigt ist.“) Der johanneische Logos ist in den Gläubigen (1Joh 1,10; 2,14); da er das Leben ist (Joh 14,6), müssen sie an ihm festhalten (Phil 2,16; vgl. 1 Joh 1,1). Christus heißt in der Offenbarung des Johannes der Logos Gottes (19,13); er hat seine Märtyrer, die um des Logos Gottes willen geschlachtet werden, und es gibt das Blutzeugnis, nämlich von dem fleischgewordenen Logos Jesus (6,9). Das jüdische religiöse Denken zur Zeit Jesu und im Urchristentum war (auch bei den Diasporajudenchristen) mit apokalyptischen, endzeitlichen Vorstellungen verknüpft und dieser Überzeugung zufolge setzte das Reich Gottes das Blut der Heiligen und Märtyrer voraus zur Sühne und Erlösung. (Siehe auch M27 ).

    Zur Zeit des Paulus existierten noch keine von Evangelisten geschriebenen und kanonisierten Evangelien. Evangelium (v. griech. ευαγγελιoν) bedeutet übersetzt „Gute Nachricht“ oder „Frohe Botschaft“ und ist bei Paulus sozusagen die erste Kurzformel für das Heil der Menschen, durch die Auferstehung Jesu Christi, dem Logos. („Ich erinnere euch, Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht. Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr an dem Wortlaut festhaltet, den ich euch verkündet habe. (Anm.: Das kann nur eine Kurzformel sein). Oder habt ihr den Glauben vielleicht unüberlegt angenommen? Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos. Wir werden dann auch als falsche Zeugen Gottes entlarvt, weil wir im Widerspruch zu Gott das Zeugnis abgelegt haben: Er hat Christus auferweckt. Er hat ihn eben nicht auferweckt, wenn Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos, und ihr seid immer noch in euren Sünden“. (1 Kor 15, 1-2, 13-17).

    Der Logos des Herrn, der Logos Gottes ( 1 Tim 1,11 … „nach dem herrlichen Evangelium des seligen Gottes“; vgl. 2 Thess 3,1…“dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde“), ist gleichbedeutend mit dem Evangelium Christi. Eine passende Bestätigung dafür bietet Kol. 1,23ff. Paulus, so heißt es hier, ist ein Diener des Evangeliums (23), er muss das Wort Gottes reichlich predigen (25), das Mysterium, das Christus in euch (den Heiden) ist (27), in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis (2,3). Dass Christus das Mysterium ist, ebenso wie das Evangelium, zeigt der Vergleich von Eph.3,4ff. (…“daran ihr, so ihr’s leset, merken könnt mein Verständnis des Geheimnisses Christi… dass die Heiden Miterben seien der Verheißung in Christo durch das Evangelium, dessen Diener ich geworden bin“.) und 17ff. (…“dass Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen… und auch erkennen die Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis übertrifft“.) und weist auf die Identität von Christus und Evangelium. Die Mahnung, festzuhalten am Wort des Lebens (Phil 2,16), kann sowohl bedeuten: festzuhalten am Logos, der das ewige Leben bringt, als auch am Evangelium. Während Paulus sonst vom „Evangelium Gottes“ oder einfach vom „Evangelium“ spricht, lesen wir in Röm.1,9 „Gott, dem ich in meinem Geist diene am Evangelium von seinem Sohn“; das kann ein erläuternder Genitiv sein und bedeuten: das Evangelium, das sein Sohn ist. Das Evangelium heißt eine Kraft Gottes (Röm. 1,16; 1 Kor 1,18; aber auch Christus heißt Kraft und Weisheit Gottes und wird gepredigt (1 Kor 1,23-24). Christus ist eine Hypostase (Substantialisierung göttlicher Attribute), und Origenes beruft sich auf diesen Text, wenn er sagt, dass der eingeborene Sohn Gottes die Dynamis und Weisheit (Sophia) Gottes genannt wird, und er gebraucht in diesem Zusammenhang den Begriff hypostase.

    Das heißt abschließend: der Logos als göttliches Himmelswesen, welches, wie zuvor die Sophia, die Weisheit verkörpert, der Logos als (Wort und Weisheit des) Evangelium, der Logos als „Wahrheit“ (des Glaubens) werden von ihrem Wesen her als Eines gedacht. Das „Wort Gottes“ in der Bibel ist stets auch mit dem „Logos Gottes“ und als inkarnierte Hypostase im Christentum mit „Jesus Christus“ gleichzusetzen.

    Der durch Gott gesandte (hypostatische und inkarnierte) Logos, ist sowohl „Christus“ als auch das „Wort“, die „Lehre“ (das Evangelium), die „Wahrheit“. Wenn Jesus selbst zu Gott sagt: „dein Wort ist die Wahrheit“, dann deckt sich das mit seiner Selbstprädikation: „Ich bin die Wahrheit“ (als Logos), oder „dein Evangelium ist die Wahrheit“. Das „Wort“ der Erlösung oder der Gnade kann sowohl „Christus“ als auch das „Evangelium“ sein. Typisch ist noch die Kombination; „Wort des Evangeliums“, „Wort des lebendigen Gottes“, die (Genitivus epexegeticus) aufgefasst werden können als: „Logos des Evangeliums“ = der Logos, der das Evangelium ist; der „Logos, welcher der lebendige, der Fleisch gewordene Gott ist“, aber auch „Wahrheit des Evangeliums“, „Wahrheit des lebendigen Gottes“, usw. Wir haben es also hier mit einem mehrdeutigen Wahrheitsbegriff zu tun. << <<
    (unbekannter Autor, gekürzte Textauswahl)

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