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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bischof Laun: Islamophobie? 19. Januar 2016

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 22:37

Eine nüchterne und lesenswerte Analyse des Bischofs Laun aus Österreich.

 

Es ist erfreulich, ein so klares Statement aus dem Munde eines katholischen Bischofs zu hören, wo doch viele andere sich auf eine völlig unrealistische Form der Ökumene mit dem Islam verschrieben haben. Es braucht keinen Argwohn, keine Vorurteile, vor dem Islam Angst zu haben.

 

 

 

 

Wir brauchen einen unverstellten Blick auf die Verhältnisse in islamischen Ländern und die objektive und nüchterne Sichtweise,  auf die Folgen der Islamisierung für Christen und andere religiöse Minderheiten hinzuweisen.

Nur wer die Christenverfolgung in islamischen Ländern völlig ausblendet, kann hier am grünen Tisch vor dem Kamin bei Kerzenlicht  Ökumene-Gespräche in lauschiger Atmosphäre mit Islamvertrertern, die sich mit ihren Gläubigen noch in der Minderheit befinden, führen. Diese Islamvertreter haben aber keine Macht und keine Einflussmöglichkeiten auf die echten Islamführer aus den islamischen Kernländern.

 

 

 

Eine  Phobie, die Furcht vor etwas hat, was nicht vorhanden ist und auch nie eintreten wird, kann krankhaft sein und ist krankhaft.

Die Phobie, die sich vor islamischen Verhältnissen fürchtet, erweist sich als Begriff, der verfälschend die objektive Situation beschreibt, sozusagen ein Totschlagsbegriff, welcher jede kritische Hinterfragung zu Dogmen des Islams von vornherein ausschließen will. Ein Manipulierungsbegriff, der es erlaubt, Islamkritiker in die rechte Ecke zu stellen.

http://www.fes.de/BerlinerAkademiegespraeche/publikationen/islamundpolitik/documents/Islamophobie.pdf

 

 

 

Die echte Furcht von Nichtmuslimen vor islamischen Verhältnissen bei entsprechenden Mehrheiten ist mehr als nur subjektiv begründet, sondern objektiv verifizierbar, wenn diese Zustände nicht langsam an ein Ende kommen.  Schon werden Christen in Flüchtlingsheimen gezielt gemobbt, diskriminiert und selbst von muslimischen Sicherheitskräften attackiert.

 

Sind das die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Flüchtlingspolitik Europas und insbesondere Deutschlands und Österreichs?

 

Nun zum Artikel des Bischofs Laun aus Österreich!

Wir bräuchten mehr von diesen Kirchenführern

 

 

 

 

 

 

Islamophobie?

 

 

 

„Warum sollte ich mich nicht fürchten, wenn ich damit rechnen muss, in einem muslimisch gewordenen Europa, wenn nicht verfolgt, so doch mindestens als Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden“?

Von Bischof Andreas Laun

 

 

Salzburg (kath.net) Niemand hat in Europa mit dem Ansturm von den vielen, tausenden Menschen gerechnet, die als Flüchtlinge in den letzten Wochen zu uns gekommen sind und immer noch, wie ein Tsunami von Menschen, kommen. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Auch kann man bis heute nicht begreifen, wie dies praktisch gesehen möglich war.

Wie konnten sich all diese Menschen auf der Flucht ernähren, wo und wie schliefen sie, was konnten sie machen im sicher häufigen Fall von Krankheiten oder totaler Erschöpfung?

Und überhaupt, woher hatten sie, aus ihrer Armut kommend, das Geld, das sie für eine solche Reise eben doch auch benötigten?

 

 

 

Staunenswert ist, auf der anderen Seite, die noch andauernde Hilfsbereitschaft so vieler Menschen, aber ebenso traurig und empörend die Nicht-Reaktion nicht aller, aber vieler Politiker oder das Schönreden der Situation im Sinn der „Gutmenschen“.

 

Merkwürdig und auch gegen die Gesetze der EU war und ist auch die anfängliche totale Öffnung der Grenzen. In meiner Jugend, und auch später noch, musste jeder bei einem Grenzübergang in Europa seinen Pass zeigen, und praktisch niemand wäre auf die Idee gekommen, über eine „grüne Grenze“ zu gehen oder sich über solche Kontrollen zu erregen. Es gab keine „offenen Grenzen“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute scheint das nicht mehr zu gelten: Fraglos lässt man Millionen von Menschen ins Land und beschimpft zum Beispiel die Ungarn in allen Tönen, weil sie die Ankommenden kontrollieren und einen Zaun bauen, um das Gesetz der EU einzuhalten, das auch sie wie alle anderen EU-Länder unterschrieben haben. Inzwischen baut man auch anderswo Zäune und hält sie nicht mehr für unmoralisch.

 

 

 

Und ganz merkwürdig ist es auch, wie jeder moralisch abqualifiziert wird, der kritische Fragen stellt: Woher kommen all diese Leute, wer sind sie? Natürlich Menschen in äußerster Not, die so groß ist, dass sie alles hinter sich lassen und lebensgefährliche Überfahrten riskieren! Und sonst, gibt es noch andere Motive? Was ist bei anderen die Absicht oder wer die ihrer Hintermänner, die es vielleicht doch gibt und die nicht nur als billige „Verschwörungstheorie“ abgetan werden sollten? Dazu auch die Frage: Wie viele könnten unter ihnen Mitglieder einer jener Terror-Gruppen sein, die schon seit langem die Welt in Atem halten? Sogar der Papst hat dazu ein warnendes Wort gesagt!

 

 

 

Diskutiert werden müsste vor allem auch: Wie werden Menschen zu Flüchtlingen, wer „produziert“ Flüchtlinge? Krieg, Not, Hunger, Verfolgung. Richtig, aber kaum jemand redet über die vielen und teuren Waffen, die die Kriege ermöglichen, vor denen sie fliehen. Nur ab und zu hört man, es seien vor allem die Großmächte, die die Waffen liefern und wohl auch finanzieren? Könnte man dies einstellen, würden die Kriege „ausbrennen“ und die Flüchtlingsströme versiegen.

 

 

Ungeheuerlich ist auch, mit welcher Arroganz die Mächtigen der Erde bestimmen wollen, wer in Syrien regiert und wer nicht. Man erinnere sich an den Irak und an Algerien: Auch dort hat man die Herrscher gestürzt. Die Machthaber waren keine Heilige, aber die Situation in diesen Ländern ist heute schlechter als zuvor!

 

 

 

Und nebenbei:

Halten sich etwa die Staatsmänner des Westens treu an die Menschenrechte, schützen sie das Leben und achten sie die Gewissensfreiheit?

Die Antwort auf diese Frage ist wohl bekannt!

Für Europa stellen sich jetzt, wo so viele Menschen gekommen sind, die man nicht zurückschicken kann, schwere Fragen: Wo werden sie wohnen, vor allem jetzt, wo der Winter kommt? Kann man ihnen Arbeitsplätze verschaffen? Welche Konflikte mit der einheimischen Bevölkerung sind zu erwarten, wird man sie einigermaßen verhindern können? Die Erfahrung zeigt: Die meisten werden sich nicht „integrieren“, weil sie dies, aus verständlichen Gründen, auch gar nicht wollen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewusst sollte man sich auch werden, dass der Verweis auf die „europäischen Werte“ unwirksam bleiben muss: Ja, es gibt einige solche echten Werte, aber wenn man Abtreibung, Homo-„Ehe“, Genderideologie und die schrankenlose Freiheit, Religion zu verspotten, dazurechnet, müsste man wissen, dass die neuen Mitbewohner darin keine Werte sehen werden, sondern eher Gründe, die Europäer zu verachten.

Zu bedenken ist aber vor allem auch dies: Wir Europäer haben allen Grund, das Geschwätz von der neuen Sünde der Islamophobie aufzugeben und stattdessen sachlich und kritisch über den Islam als Religion und die Scharia als Ordnungsprinzip der Gesellschaft nachzudenken.

 

 

 

Nicht gelten darf dabei die Berufung auf die Erfahrung mit netten, anständigen, verlässlichen und friedlichen Muslimen, die es natürlich gibt und die vermutlich die Mehrheit der islamischen Welt bilden. Aber man muss gerade auch um der Anständigen willen auch daran erinnern: Es gibt die Rede von „wohltätigen Mafiosi“ und auch vom „anständige Stasimitarbeiter“! Diese „Anständigen“ gab es vermutlich in allen Unrechtssystemen, aber sie beweisen nicht die Unschuld der Mafia und der Stasi.

 

 

 

Nein, reden und nachdenken muss man über den Islam und seinen Gründer Mohammed, über seine Lehren und was sich aus ihm dann ergibt, wenn Menschen ernst und „buchstäblich“ nehmen und nach seinen Lehren handeln wollen.

Dringend wird die Frage dann, wenn diese Muslime auch in Europa eine politische Mehrheit erlangt haben werden!

 

 

 

Und an diesem Punkt angelangt darf man in die Überlegung einbeziehen, wie auch heute im Namen von Islam und Mohammed gemordet, gequält und vergewaltigt wird. Und man beachte: Diese Dinge werden nicht getan, obwohl die Täter Moslems sind, sondern weil sie es sind und sie sich tatsächlich auf Mohammed und den Koran berufen können!

 

 

Warum sollte ich mich nicht fürchten und sehr besorgt sein, wenn ich damit rechnen muss, in einem muslimisch gewordenen Europa, wenn nicht verfolgt, so doch mindestens als Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden? Wer in einem Wasser schwimmen geht, in dem Haifische gesehen wurden, ist nicht besonders tierliebend und frei von „Haifischphobie“, sondern dumm!

Wer angesichts der Not vieler Flüchtlinge, welcher Religion auch immer, kein Mitleid spürt, hat kein Herz, aber wer nur Mitleid hat, hat keinen Verstand, sagte neulich Henryk Broder treffend!

 

 

 

Vor allem Christen und ihre Bischöfe sollten sich den Notleidenden öffnen, aber sich nicht nach Art der „Gutmenschen“ über die Islamisierung Europas freuen und jeden, der besorgt ist, auch noch als unchristlich verurteilen!

 

 

Stattdessen sollten sie nachzudenken: Wie können wir die Muslime mit dem Evangelium bekanntmachen und sie vielleicht zum Glauben an Christus führen? Christen dürfen die Unterschiede zwischen Jesus und Mohammed nicht kleinreden, sondern müssen sie sichtbar machen! Wir Christen freuen uns über das Gute in jeder Religion oder Vereinigung, aber wir legen auch den Finger auf die Strukturen der Sünde, wo immer sie sichtbar werden. Darum dürfen Christen um der Wahrheit willen auch nicht rührselig die „Gleichheit aller Religionen behaupten oder gar im Religionsunterricht lehren!

 

 

Ja, es ist gut, wenn sich Christen bemühen, die wirklich Armen aufzunehmen, aber es ist im ‚Sinne einer gesunden Unterscheidung von Kirche und Staat ebenso gut, wenn die Vertreter des Staates nachdenken, wie sie einen geordneten Zuzug und Rückzug und einen ebenso geordneten Schutz der einheimischen Bevölkerung organisieren können. Vielleicht auch mit Hilfe eines Grenzzaunes? Einen solchen gibt es bekanntlich auch in den USA und anderen Ländern. Auch entrüstet sich doch heute niemand über die Menschen früherer Zeiten, weil sie Stadtmauern oder die Chinesische Mauer bauten!

Was wäre wohl geschehen, hätte Wien damals, 1683 keine Stadtmauer gehabt?

 

 

 

 

Zum heute zurück: Das Wachsen des Islam wird die Entchristlichung vermutlich beschleunigen! Und was werden wohl die moralischen Ermahnungen zur Achtung der Frauen nützen und was die Ablehnung der Ehrenmorde und der Scharia, wenn, ja wenn die Muslime die Macht der Mehrheit haben? Wie wird Europa sich wehren können, wenn Mohammed als normatives Vorbild gepredigt wird und jede Kritik an ihm Krawalle und blutige Straßenschlachten auslösen kann?

Was wir in Kirche und Gesellschaft brauchen sind: Nüchternheit, Vernunft, Wahrnehmung des jetzt noch Möglichen. Auch die Nächstenliebe sollte mit Vernunft und Klugheit gepaart sein, kollektive Helfersyndrome sind keine Lösung.

 

 

 

Und nochmals zurück zum Islam: Ich fürchte nicht den einzelnen Muslim, sondern jenen, der seine Religion wirklich ernst, wirklich beim Buchstaben nimmt.

Ja, ich fürchte mich, weil der Islam, gemessen an seiner Lehre und der Geschichte, keine friedliche Religion ist. Schon das Lesen der Zeitungen verbunden mit Vorstellungsgabe sollten genügen, zweifeln zu lassen.

 

 

Hilfreich wäre es, auf jene zu hören, die islamisch erzogen wurden, aber aus guten Gründen ausgestiegen sind und den Mut haben darüber zu reden. Dabei sollte nachdenklich machen, wieviel Mut jede Islamkritik braucht und wie groß die Gefahr für diejenigen ist, die sie aussprechen. Was wir Christen den Muslimen anbieten sollten, ist der Gott, der auch ihr Vater ist und das Menschenbild Gottes, der in uns seine Söhne und Töchter und nicht Sklaven sieht!

 

 

Das sollten wir tun und zugleich versuchen, Grenzzäune wieder überflüssig zu machen, indem man die Ursachen der Not besiegt und dadurch die Menschen wieder in ihren Ländern leben können! Beim Wiederaufbau werden wir ihnen helfen müssen, aber ohne Waffenlieferungen und neu-kolonialistisches Gehabe.

 

2 Responses to “Bischof Laun: Islamophobie?”

  1. thomas Says:

    Wie konnten sich all diese Menschen auf der Flucht ernähren, wo und wie schliefen sie, was konnten sie machen im sicher häufigen Fall von Krankheiten oder totaler Erschöpfung?
    Und überhaupt, woher hatten sie, aus ihrer Armut kommend, das Geld, das sie für eine solche Reise eben doch auch benötigten?

    Da könnte man mal, bei Türkenadolf, den Saudis und in Washington nachfragen !

    Viele Migrationswillige

    Allein aus den arabischen Ländern wollen gemäss einer Studie des Doha-Instituts nicht mehr – wie noch nach einer Gallup-Untersuchung von 2000 – nur 23, sondern schon 35 Prozent weg. Das wären momentan über 130 Millionen von insgesamt 380 Millionen Menschen. Natürlich sind dies bloss Umfragewerte – angesichts der Dimensionen wirkt diese Relativierung indes reichlich kraftlos.

    85 Prozent der Araber, so zeigt dieselbe Untersuchung, träumen von der Judenvernichtung. Wer eine Million zu sich holt und dann umverteilen will, möchte die Nachbarschaft mit 850 000 Antisemiten fluten – ein Geschenk so deutsch wie schon lange nicht mehr. Mit der in Rotherham exerzierten Moral streben aus Pakistan 30 Millionen und bis 2050 über 50 Millionen auf der Balkanroute hierher. Aus dem gesamten Rekrutierungsraum von Marokko über Kapstadt bis Indonesien soll es zwischen 2015 und 2050 von 600 Millionen auf fast 1,2 Milliarden Migrationswillige gehen. Und sowie in irgendeinem der Länder mit ausreichendem Kriegsindex 1000 Jünglinge mit dem Töten beginnen, gewinnen 10 oder auch 100 Millionen Mitbürger das Recht auf Schutz oder gar Asyl, wenn sie hiesigen Boden erreichen. An Abwehrgefühlen, für die man in der Islam-Hasser-Ecke landet, wird es auf Jahrzehnte nicht mangeln.

    Quelle : http://www.nzz.ch/feuilleton/willkommensunkultur-1.18678059

    Und die Kompetenz?

    Nimmt nun Frankreich oder Deutschland die jungen Muslime zu sich, um sie vor den heroischen Lösungen in deren Stammlanden zu bewahren, lebt innerhalb der Eigengruppe die alte Moral auch im neuen Umfeld weiter. Leichter wird es hierzulande allerdings für Kompetente, die durch Leistung einen Status erringen und sich von ihrer Gruppe lösen. Diese Minderheit schafft Karrieren auch in Politik und Medien und wird bei jeder passenden Gelegenheit als Beispiel für die hohen Gewinne durch Migration präsentiert. Doch wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle solche Fähigkeiten mitbringen? Bei der letzten Schüler-Mathematik-Olympiade (TIMSS), die Südkorea mit 613 Punkten gewann, schafften die Vereinigten Arabischen Emirate, Libanon und Tunesien als beste arabische Länder 456, 449 und 425 Punkte. Nur wenn allein die Allerbesten aus diesen Ländern kämen, liesse sich eine weitere Absenkung des ohnehin rutschenden westeuropäischen Schnitts von rund 500 vermeiden. Doch um solche raren Könner konkurrieren auch Firmen im Nahen Osten und in Nordafrika ohne Unterlass. Ist glaubwürdig, dass dabei gerade die überall gesuchten Innovativen unentdeckt bleiben und unter Todesgefahr wacklige Boote besteigen, um Europa zurück an die Weltspitze zu führen? Die 40 000 Hochqualifizierten unter 1,5 Millionen Neuankömmlingen 2015 in Deutschland – die Zahl stammt vom Osnabrücker Migrationsforscher Jochen Oltmer – beweisen das Gegenteil.

  2. thomas Says:

    
Vera Lengsfeld
    Die CDU beklatscht ihr Begräbnis

    Seit der peinlichen Show in Karlsruhe, Parteitag genannt, ist klar: die Volkspartei CDU gibt es nicht mehr.

    Das hat sich seit längerem angedeutet, aber nun ist es nicht mehr zu übersehen. Es gibt nur noch eine Partei neuen Typus, wie sie einst von Lenin als Kampfmaschine zur Machtergreifung und Machterhaltung erfunden wurde. Eine Kaderpartei, in der die einfachen Mitglieder blosse Staffage sind. Wer die Delegierten, die sich förmlich in Rage klatschten, sah, fühlte sich, sofern er ein historisches Gedächtnis hatte, an ungute, überwunden geglaubte Zeiten erinnert.

    Angela Merkel in ihrem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf. Im Gegenteil, sie wurde enthusiastisch gefeiert für eine Politik , der zwar ein christliches Mäntelchen umgehängt wurde, die aber nichts mehr mit der antitotalitären Grundhaltung zu tun hat, in der die CDU einst gegründet wurde. Statt Diskussion und demokratischer Teilhabe gilt allein das Führerprinzip.

    War den Jublern in Karlsruhe wirklich nicht klar, was sie da getan haben? Die Ovationen wollten nicht aufhören und mussten, wie einst bei Väterchen Stalin von der Chefin selbst gestoppt werden. Der Parteitag müsse noch arbeiten, beschied Merkel launisch.

    Wer meine Wahrnehmung übertrieben oder gar falsch findet, der solle einen Blick auf die gestrige Süddeutsche Zeitung werfen. Dort steht tatsächlich geschrieben: “Merkel führt. Die Partei folgt”.
    Als ich dies las, lief es mir kalt den Rücken runter. Die deutsche Erfahrung nach zwei totalitären Diktaturen im letzten Jahrhundert sollte eigentlich sein, nie wieder einem Führer zu folgen. Es scheint aber die heimliche Sehnsucht der ansonsten strammen Kämpfer gegen rechts zu sein, endlich wieder geführt zu werden und folgen zu dürfen. Nach dem Wohin wird nicht gefragt.

    Wohin ihre Politik führen soll, hat Angela Merkel nicht gesagt. Sie hat nur erfolgreich versucht, sich in eine Reihe mit den besten Kanzlern der Bundesrepublik zu stellen. Aber im Gegensatz zu den drei Männern, die mit ihrer Kanzlerschaft ein klare Botschaft verkündet haben, liefert Merkel eine Nullnummer. Adenauer wollte Freiheit und Westbindung, Erhard Wohlstand für alle und Kohl blühende Landschaften. Was will Merkel schaffen und wie? Das bleibt auch nach ihrer Rede im Unklaren. Ausser der grössenwahnsinnigen Behauptung, deutsche Identität sei es , Grösstes zu leisten, bleibt sie im Vagen.

    Immer wenn die Deutschen aufgerufen wurden, die Grössten zu sein, wurde es ungemütlich. Seit Merkel sind wir die Grössten in der Klimarettung ( sie hat sich beizeiten selbst zur “Klimakanzlerin” ausgerufen), in der Eurorettung und nun übertreffen wir alle in der Flüchtlingsrettung. Wie es den Geretteten dabei geht, ist unwichtig. Bereits jetzt können wir den Neuankömmlingen, die bereits hier sind, kaum mehr als Massenunterkünfte bieten. Wir können weder die Frauen vor sexuellen Übergriffen, noch die Christen vor der Verfolgung in unseren eigenen Einrichtungen schützen. Wenn sich Merkel dazu in ihrer Rede geäussert haben sollte, fand das in den Medien jedenfalls keine Erwähnung. Auch für keins der vielen anderen mit der Masseneinwanderung verbundenen Problemen wurde eine Lösung auch nur angedeutet.

    Auch das hatte der CDU- Parteitag mit totalitären Spektakeln früherer Zeiten gemeinsam: die Realität blieb draussen. Man sonnte sich in gesinnungsethischen Illusionen. Für die Machterhaltung nach der nächsten Wahl wird das vielleicht noch reichen. Für die Bewältigung der immensen Aufgabe, vor die unsere Gesellschaft von der Kanzlerin und ihrem Gefolge gestellt wurde, reicht das mit Sicherheit nicht.
    Merkel und Co. sind dabei, die beste Demokratie, die Deutschland je hatte, zu zerlegen. Was danach kommt, ist ungewiss. Nur eines ist sicher: mit Führen und Folgen ist kein besserer Staat zu machen.

    http://www.horst-koch.de


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