kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten feiern in zerstörter Kirche 11. Januar 2016

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 21:27

Präsident Al Sisi verspricht Kirchenaufbau

 

 

Weihnachten in Ägypten ist noch immer kein störungsfreies Unterfangen. Trotz des wiederholten Versprechens von Präsident Al Sisi, die zerstörten christlichen Kirchen wieder aufbauen oder renovieren zu lassen, kommt es vor Ort immer wieder zu Verzögerungen und zu Blockaden der örtlichen Behörden. Als Grund wird in der Regel „Gefährdung des sozialen Friedens“ angegeben. Selbstverständlich gefährden Kirchen und Kopten nicht den sozialen Frieden, sondern Christen tragen besonders zu einem guten Zusammenleben zwischen den Kulturen bei. Der soziale Friede wird in erster Linie durch  radikale Muslime gestört, die es nicht ertragen können, JESU Kreuz zu sehen, geschweige denn zu wissen, dass in ihrer Nachbarschaft in den neu zu erbauenden Kirchen der DREIEINE GOTT angebetet wird.

 

 

 

 

 

Wichtig zu wissen ist, dass das Versprechen des ägyptischen Präsidenten vielen muslimischen Fatwen widerspricht, in muslimischen Ländern Kirchen wiederaufbauen zu lassen. Der muslimische Präsident stellt sich somit ausdrücklich gegen die koranisch geprägten Fatwen des Verbots des Wiederaufbaus der radikalen Geistlichkeit. Wir bewundern angesichts dieser Sachlage den besonderen Mut dieses Präsidenten, solche Versprechen öffentlich zu machen. Denn er muss sich ja an seinen öffentlich gegebenen Versprechen messen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein Beispiel von mehreren Fatwen:

Fatwa:

Dürfen muslimische Machthaber den Bau von Kirchen ermöglichen?

Rechtsgutachten-Nr.: 5106

Von dem Rechtsgutachter Scheich Saleh bin Fauzan bin Abdullah al-Fauzan

(Institut für Islamfragen, dh, 05.11.2009)

 

Frage: „Wie wird [aus islamischer Sicht] ein Mensch beurteilt, der Christen ermöglicht, Kirchen in Ländern der Muslime zu bauen oder Schulen zu eröffnen, in denen [christlich] missioniert wird“?

 

Antwort: „Dies ist [aus islamischer Sicht] nicht erlaubt. Muslime dürfen Christen weder den Bau von Kirchen noch die Renovierung dieser Kirchen ermöglichen, falls sie baufällig geworden sind. Falls jedoch Muslime ein Land e i n n e h m e n , in dem sich bereits Kirchen befinden, müssen sie diese [Kirchen stehen] lassen, bis sie baufällig werden und verschwunden sind. Sie dürfen nicht erneut aufgebaut werden.

Muslime dürfen nicht den Ungläubigen den Bau von neuen Kirchen im Lande des Islam erlauben, insbesondere auf der Arabischen Halbinsel. Allahs Prophet sagte: ‚Es dürfen auf der Arabischen Halbinsel nicht zwei Religionen zusammen existieren‘. Kirchen dürfen auf der Arabischen Halbinsel nicht neben Moscheen errichtet werden.

Dies heißt jedoch nicht, dass ein Ungläubiger die Arabische Halbinsel nicht betreten darf, wenn er dies als Gastarbeiter oder Geschäftsmann tut. Ein Ungläubiger darf die Arabische Halbinsel betreten, wenn er sich dort nur vorübergehend aufhält. D.h., er darf dort keine unbefristete Aufenthaltserlaubnis bekommen. Ebenfalls darf er kein Eigentum [keine Eigentumswohnung] besitzen.“

Quelle: http://www.alfawzan.ws/AlFawzan/FatawaSearch/tabid/70/Default.aspx?PageID=5106

 

 

 

 

 

Für diesen Mut sind wir unserem Präsidenten dankbar, auch wenn wir wissen, dass es sehr schwer sein wird, dass diese Versprechen auch zur praktischen Ausführungen kommen werden. Gegen diese radikalmuslimische Arroganz muss erst einmal Stellung bezogen werden. Als Muslim ist dieses noch riskanter als als Nichtmuslim. Darum nennen wir das Versprechen des Präsidenten sehr mutig. Es widerspricht der islamischen Doktrin, zerfallene oder zerstörte Kirchen renovieren oder wiederaufbauen zu lassen. Er riskiert die Wut der noch immer tätigen Muslimbrüder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Koptische Gemeinde feiert in zerstörter Kirche

 Polizei verhindert bereits genehmigten Wiederaufbau

 

In Ägypten findet das Weihnachtsfest gemäß dem julianischen Kalender am 7. Januar statt. Rechtzeitig zu diesem Tag wollte in diesem Jahr eine koptisch-orthodoxe Kirchengemeinde nahe der Stadt Bani Suwif (Oberägypten) ihr neues Kirchengebäude fertigstellen. Doch die Polizei verhinderte das Projekt, so dass die Christen ihr höchstes Fest des Jahres in einem auf den Ruinen notdürftig errichtetem Zelt begehen mussten.

 

 

 

Festtagskleidung und Düngemittelsäcke

 

Das Weihnachtsfest der Koptisch-Orthodoxen Kirche liegt am Ende einer traditionellen 40-tägigen Fastenzeit und wird mit einem oft vierstündigen Gottesdienst am Vorabend des Weihnachtstages begangen. Viele Christen kleiden sich zu dem besonderen Anlass neu ein, für die Frauen ist ein Friseurbesuch obligatorisch. Die Kirchen sind festlich geschmückt und erstrahlen in hellstem Lichterglanz. Anders in der erwähnten Ortschaft bei Bani Suef: Hier bestanden die Vorbereitungen im eifrigen Aneinandernähen von Düngemittelsäcken, aus denen große Decken zur Nutzung als Zeltplanen gefertigt wurden. Über die zerstörte Kirchenruine gespannt, boten sie der Gemeinde ein Mindestmaß an Schutz vor dem Elementen – ein mehr als kärglicher Rahmen für das diesjährige Weihnachtsfest.

 

 

 

 

Sozialer Friede angeblich durch Wiederaufbau gefährdet

 

Im vergangenen Jahr war das baufällige Kirchengebäude von den Behörden zum Abriss freigegeben worden. Gleichzeitig wurde dem örtlichen Priester „Vater George“ eine Baugenehmigung für eine neue Kirche erteilt. Doch örtliche Sicherheitskräfte widerriefen bald darauf die Genehmigung und bestellten Vater George auf die Polizeistation. Dort wurde er aufgefordert schriftlich zu beeiden, dass die Gemeinde auf einen Wiederaufbau verzichten werde. Der leitende Polizeibeamte begründete dies damit, „den sozialen Frieden im Dorf wahren“ zu wollen. Derartige Formulierungen werden in der Regel verwendet, wenn es um die Beschwichtigung ortsansässiger muslimischer Extremisten geht.

 

 

Präsident Al-Sisi stellt Wiederaufbau zerstörter Kirchen in Aussicht

 

Die Schwierigkeiten, in Ägypten eine Genehmigung für den Bau oder auch nur die Renovierung von Kirchgebäuden zu bekommen, existieren bereits seit langem. Ähnliches gilt für Fälle wie den oben geschilderten, wo bereits Genehmigungen vorliegen, der Druck von extremistischen Muslimen oder aus der Bevölkerung jedoch eine Umsetzung des Bauvorhabens vereitelt.

Ein ganz anderes Signal sandte jetzt der amtierende Präsident Abd al-Fattah al-Sisi, selbst Muslim, bei dem Besuch eines Weihnachtsgottesdienstes in Kairo aus. Er versprach, alle in den vergangenen Jahren bei Ausschreitungen zerstörten Kirchengebäude wieder aufbauen zu lassen und bat sogar um Entschuldigung für das zögerliche Vorgehen der Regierung in dieser Hinsicht. Ein ähnliches Versprechen hatte al-Sisi bereits nach der Zerstörungswelle gegen koptische Kirchen im August 2013 gegeben.

Auf dem Weltverfolgungsindex rangiert das Land aktuell an 23. Stelle unter den Ländern, in denen Christen weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Quelle: Open Doors

 

 

Bitte beten Sie für die Christen in Ägypten

• Danken Sie für den unerschütterlichen Glauben vieler ägyptischer Christen
• Danken Sie für einen Präsidenten, der Gottesdienste besucht und die Christen schützt
• Beten Sie für einen Rückgang des Einflusses muslimischer Extremisten auf das Land und besonders die Behörden

Hinweis: Weltverfolgungsindex 2016 – Am 13. Januar 2016 veröffentlicht Open Doors den neuen Weltverfolgungsindex. Bitte beten Sie mit, dass viele Entscheidungsträger in Kirchen, Medien und Politik dadurch bewegt werden, sich für verfolgte Christen einzusetzen.

 

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