kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG wünscht allen Lesern ein gesegnetes Jahr 2016 31. Dezember 2015

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 22:41

Silvester, auch Altjahrsabend genannt, ist der letzte Tag des Jahres am 31. Dezember. Sein Name erinnert an Silvester, der im Jahre 314 Bischof von Rom wurde und am 31.12. 335 verstarb.

 

Er lebte in der Zeit der Konstantinischen Wende, in der das Christentum von einer ehemals verfolgten zu einer anerkannten Religion im Römischen Reich wurde und im Edikt von Mailand jedem Bürger des Reiches das Recht auf freie Religionsausübung gewährt hatte. Diese Ereignisse, oft legendär überhöht, begründen Silvesters Bedeutsamkeit, sein eigenes Wirken hat dazu wenig beigetragen.
Dreihundert Jahre lang hatten sich die Fürsten der Heiden gegen das Christentum und seine heilige Kirche erhoben und mit wahnsinniger Wut versucht, den Glauben des Gekreuzigten von der Erde verschwinden zu lassen. Dies war jedoch vergeblich, denn das Blut der Märtyrer brachte immer wieder neue Bekenner hervor. Die Hölle hatte ihre Kraft erschöpft; das Kreuz, bisher ein Gegenstand des Hasses und der Verachtung, sollte über den Erdkreis erglänzen und in seinem Segen spendenden strahlenden Glanz sollten sich die Völker der Welt sonnen.

 

 

 

In den evangelischen und anderen Kirchengemeinden hat sich die Praxis entwickelt nach der Dämmerung am Nachmittag oder Abend einen Gottesdienst oder eine Andacht abzuhalten, in der die Besinnung auf das neue Jahr im Vordergrund steht, oft in besonderer meditativer oder musikalischer Form.

 

 

Der Silvesterabend steht sinnbildlich für den Abschied vom alten und den Start ins neue Jahr. Dieser Übergang wird kulturell mit unterschiedlichen Brauchhandlungen verbunden, die differierender regionaler und zum Teil auch sozialer Prägung sind. Die Zukunft erschien in der Vormoderne kaum kalkulierbar. Wohlstand war für die Bevölkerungsmehrheit maßgeblich von klimatischen Bedingungen abhängig, die Sorge vor Hunger- und Notjahren entsprechend groß. Diese Tatsache spiegelt sich in diversen Orakelbräuchen, die zum Jahresübergang abgehalten wurden und heute zum Teil noch in spielerischer Form Anwendung finden. Bleigießen, Schuhwerfen und Apfelschälen sind regionale Ausformungen des gleichen Wunsches – einen Blick in die Zukunft zu erlangen.

 

 

Weitere Brauchhandlungen stehen mit der Silvesterfeier in Verbindung und kennen regionale Ausprägungen: Während man durch festliche Mahlzeiten einen glanzvollen und zugleich positiven Jahreswechsel einläuten, in Umzügen und Spielen symbolisch das alte Jahr und seine Sorgen vertreiben wollte, dienten viele Feste tatsächlich der Gemeinschaftskonstitution, stärkten also soziale Beziehungen und sicherten somit indirekt vor wirtschaftlichen Alltagsrisiken ab. Soziale Aspekte des familiären und nachbarschaftlichen Lebens waren in der Vormoderne wichtige Absicherungen der ökonomischen Lebensbasis. Heute ist oft nur die äußere Form sozio-kultureller Handlungen erhalten, diese aber mit neuen Funktionskontexten verknüpft – so steht zwar das Feuerwerk überregional im Vordergrund, der ursprüngliche Sinn bleibt jedoch weitgehend unbekannt.

 

 

Neujahr

Neujahr ist der erste Tag des Kalenderjahres. Er wird in den Kulturen zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert, im Judentum und Islam z.B. sogar zu beweglichen Zeiten nach dem Mondkalender. Für den christlichen westlichen Kulturraum wurde er verbindlich im Jahre 1691 durch Papst Innozenz XII. auf den 1. Januar festgelegt. Vorher feierten Christen den Neujahrstag teilweise auch am 6.1. oder am 25.12.

 

In der alten Kirche wurde dieser Tag vielfach mit ausgelassenen Festen, Umzügen und Geschenken an mehreren Tagen gefeiert. Seit dem 6. Jahrhundert setzte es sich durch, den 1. Januar als „Hochfest der Gottesmutter Maria“ oder auch als Festtag der „Namensgebung und Beschneidung Jesu“ zu feiern. So wird letzteres auch seit der Reformationszeit in der evangelischen Kirche gefeiert.

 

 

Das alte Jahr ist nun dahin
1. Das alte Jahr ist nun dahin:
Dir, höchster Gott, ist unser Sinn
für alle deine Gütigkeit mit
hohem Preis und Dank bereit.

 

2. Du hast uns das vergangne Jahr
aus Not gerissen und Gefahr,
in Gnaden unser stets verschont
und nie nach Würden abgelohnt.

3. Den edlen Schatz, dein wertes Wort,
hast du vergönnet unserm Ort,
uns dadurch an der Seel gespeist,
dem Leib auch reiche Gnad erweist.

 

4. All unsers Glaubens Bitt und Flehn
hast du erhört und angesehn,
oft mehr verliehn, denn wir begehrt;
dafür sei stets von uns verehrt.

5. Wir bitten ferner, frommer Gott;
steh uns noch bei in aller Not;
verzeih uns unsre Sünd und Fehl,
hilf an dem Leib, hilf an der Seel.

 

6. Dein Wort, der Seelen Arzenei,
laß ferner bei uns wohnen frei;
gib treue Lehrer, die mit Wort
und Wandel leuchten unserm Ort.

7. Gib unsrer Obrigkeit auch Gnad,
wend ab den Krieg, gib Friedensrat,
daß wir und sie in stiller Ruh
all unser Leben bringen zu.

 

8. Feucht auch das Land, gib Sonnenschein,
laß wachsen Gras, Getreid und Wein,
daß Vieh und Wild von deiner Gab
auch neben uns zu leben hab.

9. Gib, was uns dient zu jeder Zeit,
nicht Überfluß, nicht Dürftigkeit,
damit nicht unser Herz beschwert,
noch auch durch Geiz verführet werd.

 

10. Hältst du es auch, o Gott, ersehn,
wir sollten teils mit Tod abgehn,
so laß uns nicht, hilf, steh uns bei,
ein selig Stündlein uns verleih.

11. Nimm auf die Seel in deine Hand,
den Leib bedecke kühler Sand,
bis du sie beide bringst zur Freud,
da sie dich schaun in Ewigkeit.

 

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