kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die erste Liebe verlassen! 15. Dezember 2015

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 21:46

Aber ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verlassen hast. So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust. Aber das hast du für dich, dass du die Werke der Nikolaiten hassest, die ich auch hasse„.

(Offenbarung 2:4 – 6)

 

 

 

 

In den sieben Sendschreiben, die Christus dem Seher Johannes diktiert, werden die damaligen Gemeinden zum einen von Christus gerügt und zur Buße gerufen und zum anderen auch für richtiges Verhalten gelobt. Die Gemeinde in Ephesus, die in der Liebe gleichgültig geworden ist, wird ermahnt zu ihrer anfänglichen Liebe zurückzukehren, weil dies andernfalls ernste Konsequenzen hätte und gleichzeitig dafür gelobt, dass sie, so wie Christus, die Werke der Nikolaiten hasst.

 

 

 

 

Unter hassen ist hier weniger ein emotionales Gefühl, sondern mehr eine konsequente Ablehnung und Abgrenzung gemeint, wobei sich dieses nicht auf die Nikolaiten, sondern auf deren Tun bezieht. Was die Nikolaiten genau gemacht haben, darüber sind sich die Ausleger nicht einig.

 

 

Man nimmt an, dass sie ein freizügiges, gesetzloses Leben praktiziert haben, so wie es heute auch propagiert wird. Die Aussage im Sendschreiben an die Gemeinde in Ephesus macht deutlich, dass die vielgepriesene Toleranz, die alles durchgehen lässt und nach der man für alles Verständnis haben muss, weil man andernfalls „lieblos“ ist, nicht im Sinne Gottes ist.

 

 

 

Das gilt auch für ein undifferenziertes „Seid umschlungen Millionen“. Denn Gott ist kein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Und ein Chaos bei dem die Übersicht verloren geht, schafft Unfrieden.

Was Christus ablehnt sind nicht die Nikolaiten als verirrte Menschen, sondern ihre Werke. Das ist ganz wesentlich. Unsere Werke sind es, die uns von Gott trennen oder zu ihm hinführen, wobei uns die Werke allerdings nicht retten können.

 

 

 

Das heißt aber auch, dass derjenige, der von seinen unrechten Werken ablässt und Buße tut, Vergebung empfängt. Hier dringt dann wieder die Liebe und Gnade Gottes durch, die keinen lebenden Menschen ausschließt. Bedeutsam ist auch, dass die Gemeinde in Ephesus aufgrund ihres mangelhaften Tuns keinen Vorsprung vor den Nikolaiten hat, weil auch sie Buße tun muss.

Dass der Gemeinde in Ephesus die Umkehr möglicherweise leichter fällt als den Nikolaiten, ist dabei unerheblich. Für uns bedeutet dies, dass wir zuerst auf uns selbst sehen, bevor wir andere korrigieren wollen, was allerdings auch in diesem Fall niemals heißen kann, vor lauter blicken auf sich selbst, um uns herum geschehendes Unrecht nicht beim Namen zu nennen.

 

 

 

Was gefragt ist, ist eine demütige Haltung, die sich nicht über andere erhebt, sondern sich der Irrenden auf Augenhöhe annimmt.

 

Die immer gleiche Losung zum Dritten Advent lautet:

Bereitet dem Herrn den Weg.

Denn siehe, der Herr kommt gewaltig„.

(Jesaja 40: 3.10)

 

 

Dieses gewaltige Kommen, dem sich niemand entziehen kann, steht uns noch bevor. Dem Herrn den Weg zu bereiten, bedeutet auch, die mit sich selbst beschäftigte Welt immer wieder darauf hinzuweisen, was wirklich zählt.

Und wir Christen bereiten dem Herrn den Weg in unseren Herzen, in dem wir uns nicht von dem gefangen nehmen lassen, was um uns herum an Irrsinn geschieht. Wir wissen wer der Sieger ist und auf was es allein an- kommt.

JÖRGEN BAUER

 

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