kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

In Baden-Württemberg unterrichten die ersten Frauen mit Kopftuch 30. November 2015

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 19:49

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French ban on Muslim headbags upheld by Human Rights court after Muslim woman who was fired because of it loses appeal

UK Daily Mail:  The French government bars public employees from displaying their religious beliefs on the Job.

Bereits im März hat das Bundesverfassungsgericht das Kopftuch-Verbot gekippt.

 

Die nötige Anpassung des Landesschulgesetzes lässt jedoch auf sich warten. Dabei wird die Novelle in der Praxis schon gelebt.

 

Eines Morgens im Oktober stand eine der Lehrerinnen an der Kerschensteiner Schule in Stuttgart-Feuerbach mit Kopftuch im Klassenzimmer. Tags zuvor hatte die Muslima das ihrer Rektorin Martina Schiller angekündigt. Und Schiller hatte ihrer Angestellten die volle Unterstützung zugesagt. Als sich die beiden Frauen später über die Reaktionen der Schüler unterhielten, habe die Lehrerin von sehr positiven Rückmeldungen berichtet. Auch bei ihr selbst habe sich niemand beschwert, erzählt Schiller. Klar sei freilich, dass die Lehrerin in ihren Aussagen zur Neutralität verpflichtet sei.

Im März hat das Bundesverfassungsgericht das so genannte Kopftuchverbot gekippt, ein pauschales Verbot sei nicht mit der Verfassung konform, lautete die Aussage. Das Gericht revidierte damit ein Urteil von 2003, das mehrere Bundesländer zum Anlass genommen hatten, Verbote einzuführen. Darunter Berlin, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, wo sich seinerzeit eine breite Mehrheit aus CDU, FDP und SPD gegen Kopftücher in Klassenzimmern ausgesprochen hatte.

 

 

 

 

 

In Baden-Württemberg unterrichten die ersten Frauen mit Kopftuch

 

 

 

Nicht nur in Stuttgart, auch andernorts im Land machen Frauen mittlerweile von der neuen Freiheit Gebrauch und verhüllen ihre Häupter. Die Schulämter in Pforzheim und Ludwigsburg berichten beispielsweise, dass zum neuen Schuljahr Lehrerinnen mit Kopftuch eingestellt worden seien. Gegenwind habe es auch dort nicht gegeben. Im Gegenteil: „Weder Eltern noch Schüler oder Kollegium haben sich kritisch geäußert“, sagt Elke Schnaithmann, stellvertretende Schulamtsleiterin in Ludwigsburg.

In ihrem Zuständigkeitsbereich hat eine Muslima mit Kopftuch zum Schuljahresstart eine Krankheitsvertretung in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie übernommen. Sie bringe sich positiv ein, stelle sich bei Elterngesprächen als Dolmetscherin zur Verfügung, „was alle Beteiligten als sehr gewinnbringend empfinden“.

 

 

 

 

 

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Der gelebten Praxis hinkt der Gesetzgeber in Baden-Württemberg allerdings hinterher: Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts war an jene Bundesländer, die ein Kopftuchverbot gesetzlich verankert hatten, der Auftrag verbunden, eine neue rechtliche Regelung zu schaffen. Die grün-rote Landesregierung hatte daraufhin noch vor der Sommerpause einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt. Der verschwand wieder in der Schublade, nachdem man sich mit der Opposition und auch den Glaubensgemeinschaften im Land nicht über alle Formulierungen im Detail einig werden konnte. Die geplante ersatzlose Streichung der christlich-abendländischen Werte als gesetzlich definierter Grundlage schulischer Bildung etwa ist strittig.

Im Grundsatz unstrittig ist hingegen, dass die entsprechende Norm des baden-württembergischen Schulgesetzes geändert werden muss. Das stehe außer Frage, sagt eine Sprecherin des Kultusministeriums. „Unabhängig davon, dass das pauschale Kopftuchverbot nach dem Karlsruher Urteil bereits faktisch aufgehoben ist“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch der Vorsitzende des Schulausschusses, Siegfried Lehmann (Grüne), betont, man müsse eine „rechtsfeste“ Grundlage schaffen – darüber herrsche über die Fraktionen hinweg Einigkeit. Die Novelle wolle man jedoch in einem gesamtgesellschaftlichen Konsens erarbeiten, und das sei mit Blick auf die Wahl im März in dieser Legislaturperiode nicht mehr zu schaffen: Bis ein Gesetz verabschiedet werden kann, dauert es etwa acht Monate.

Landesschulgesetz und Bundesverfassungsgerichtsurteil bleiben also vorerst in Widerspruch und damit verbundene Fragen ungeklärt. So können Rektoren Kopftücher im Einzelfall nach wie vor verbieten, allerdings nur, wenn eine „hinreichend konkrete Gefahr“ für den Schulfrieden oder die staatliche Neutralität bestehe. Nicht festgelegt ist, wie diese Gefahr für den Schulfrieden genau aussehen könnte. Kritiker hatten im Sommer moniert, dass die Schulleiter bei der Klärung dieser Frage überfordert seien, das neue Gesetz müsse ihnen Hinweise geben. Auch Siegfried Lehmann räumt ein: „Es kann nicht sein, dass das jeder für sich selbst definiert“.

 

 

 

http://www.dailymail.co.uk/embed/video/1232310.html

 

 

 

 

Die Sprecherin des Kultusministerium betont indes, dass man die Schulen nicht allein lasse. Nach dem Urteil habe man den Rektoren angeboten, in strittigen Fällen Unterstützung zu leisten. Bislang sei das allerdings gar nicht notwendig gewesen. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, welche heftigen Debatten um das Kopftuch schon geführt wurden.

{Quelle: http://www.tagblatt.de/Nachrichten/In-Baden-Wuerttemberg-unterrichten-die-ersten-Frauen-mit-Kopftuch-252853.html}

 

3 Responses to “In Baden-Württemberg unterrichten die ersten Frauen mit Kopftuch”

  1. thomas Says:

    Eine perfekte Diktatur, kann man nur im Kopf der Kinder etablieren, wenn man die Lufthoheit
    über den Lehrplan hat !

    So wie der Staat, was die rein wissenschaftliche Ausbildung betrifft, schon heute in das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen eingreift und ihm gegenüber das Recht der Gesamtheit wahrnimmt, indem er, ohne Befragung des Wollens oder Nichtwollens der Eltern, das Kind dem Schulzwang unterwirft, so muß in noch viel höherem Maße der völkische Staat dereinst seine Autorität durchsetzen gegenüber der Unkenntnis oder dem Unverständnis des einzelnen … .

    Adolf Hitler, »Mein Kampf«, München 1943

    Mit der Schulpflicht haben die Eltern hinzunehmen, dass der Staat als Bildungs- und Erziehungsträger im Umfang des schulischen Wirkungsfeldes an ihre Stelle tritt, womit ihre Möglichkeit, unmittelbar in eigener Person pädagogisch auf ihre Kinder einzuwirken, auf den außerschulischen Bereich beschränkt wird. Für die Ausfüllung seiner Rolle ist der Staat darauf angewiesen, das Bildungs- und Erziehungsprogramm für die Schule grundsätzlich unabhängig von den Wünschen der beteiligten Schüler und ihrer Eltern anhand eigener inhaltlicher Vorstellungen bestimmen zu können.

    Bundesverwaltungsgericht Leipzig, 6. Senat, Urteilsbegründung,

    Neumann et al., 11. 9. 2013

    Ist es legitim, diese beiden Citate nebeneinanderzustellen, so, wie dies ein aufmerksamer Leser in einer Zuschrift getan hat, und damit die honorigen Leipziger Richter in einem Atemzuge zu nennen mit einem weit weniger honorigen deutschen Diktator?

    Man mag das polemisch nennen, man kann aber auch anerkennen, daß auf einen groben Klotz nun einmal ein grober Keil gehört. Und das, was das BVerwG hier vorgelegt hat, ist tatsächlich ein extrem dicker Klotz. Die Parallelen in Form, Inhalt und der Zielsetzung, den Eltern die Reste des Erziehungsrechtes zu entwinden und sie an den Staat zu übertragen, sind offensichtlich und derart erschreckend, daß es nicht nur legitim, sondern geradezu geboten erscheint, dies deutlich aufzuzeigen — einerseits um der verbreiteten allgemeinen Geschichtsvergessenheit entgegenzuwirken, andererseits aber auch mit Verweis auf das obenstehende Motto dieses Blogs (Eph. 5, 11).

    Quelle :

  2. thomas Says:

    Besonders Bildung und Erziehung der künftigen Staatsbürger ist diesem »väterlichen Staat« ein Anliegen, das er nur ungern den Familien überläßt. Schon Plato und Aristoteles sahen den Staat als »Vater« und wollten die Erziehung der Kinder den Familien entreißen. Ab dem zwanzigsten Jahrhundert ist ihre giftige Saat schließlich zur Reife gelangt.

    Lenin äußerte gegenüber der deutschen Feministin Clara Zetkin: »Wir machen Ernst mit unserer programmatischen Forderung, die wirtschaftlichen und erzieherischen Funktionen des Einzelhaushaltes der Gesellschaft zu übertragen.« 1930 schrieb Vladimir Sensinow in seinem Buch »Die Tragödie der der verwahrlosten Kinder Rußlands«: »Es gilt, die Kinder von dem rohen Einfluß der Familie zu befreien. Wir müssen sie verstaatlichen. Von den ersten Lebenstagen an werden sie unter dem segensreichen Einfluß der Kindergärten und Schulen stehen. Die Mutter zu bewegen, uns, dem Sowjetstaat, das Kind zu überlassen, das soll unsere praktische Aufgabe sein.« Adolf Hitler sagte 1937: »Heute beanspruchen die Volksführung wir, das heißt, wir allein sind befugt, das Volk als solches — den einzelnen Mann, die einzelne Frau — zu führen. Die Lebensbeziehungen der Geschlechter regeln wir. Das Kind bilden wir!« Und der SPD-Generalsekretär Olaf Scholz verkündete 2002 im Deutschlandfunk: »Die Regierung will mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung eine ›kulturelle Revolution‹ erreichen. Wir wollen die Lufthoheit über unseren Kinderbetten erobern!«

    So radikal diese Aussagen in dieser Bündelung erscheinen, sind sie doch längst alltägliche Realität geworden, und auch die meisten Christen akzeptieren klaglos, daß zum Beispiel in Deutschland die Entscheidung, ob man seine Kinder selbst unterrichtet, einen Hauslehrer beschäftigt oder sie in eine öffentliche Schule schickt, nicht mehr in der Hand derer liegt, die doch vor Gott Rechenschaft für diese Kinder ablegen müssen. Nicht nur das: Eltern, die hier den steinigen Weg des Heimunterrichts beschreiten, wird oft vorgehalten, daß man doch schließlich »dem Kaiser geben müsse, was des Kaisers sei«. Dabei wird regelmäßig darüber hinweggesehen, daß Jesus hier von Geld geredet hat, nicht aber von unseren Kindern.

    Tatsächlich leisten Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, nicht nur einen wichtigen Dienst an diesen selbst, sondern auch an unserer Gesellschaft: An ihrem Platz stellen sie sich der Tendenz entgegen, den Oikos bis zur völligen Bedeutungslosigkeit zu entkernen. Sie entziehen sich dem Anspruch des Staates, sich für alle Lebensbereiche zuständig zu erklären und wirken damit seiner Totalisierung entgegen. Und dafür sollte man ihnen auch dann dankbar sein, wenn man selbst einen anderen Weg geht.

    Quelle : http://www.geiernotizen.de/dienst-an-der-ganzen-gesellschaft

  3. Gloriosa1950 Says:

    ALSO ! Frauen machen von ihrer „Neuen Freiheit“ gebrauch und tragen Kopftuch! Und „es haben sich weder Kinder noch Eltern über ihre Kopftuchlehrerinnen beschwert“ ! JA, warum denn wohl nicht ? Wessies haben von je her mehr Angst durch ihre Schmierenpresse gezerrt und heute noch als NAZI diffamirt zu werden !


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