kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christenverfolgung weltweit 8. November 2015

Filed under: Christenverfolgung,Stopp Islamisierung — Knecht Christi @ 18:33

Islamic-Caliphate-1

Derzeit gehören die Christen zu der weltweit am stärksten verfolgten Gruppierung, wobei sich neben Nordkorea besonders die islamischen Staaten hervortun, unter denen der IS und andere islamische Terrororganisationen durch besondere Brutalitäten und Grausamkeiten auffallen.

 

 

 

German children get tricked into reciting the Muslim credo (Shahāda) at Halloween, which essentially is enough to convert them all to Islam.

 

 

 

 

So wie der Holocaust nicht ständig in den Mittelpunkt* gestellt werden sollte, “der durch nichts übertroffen werden kann”, sollten auch die derzeitigen Verbrechen an den Christen in das biblische Menschenbild eingeordnet werden, wonach das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse von Jugend auf ist, was sich auf unterschiedliche Art und in unterschiedlicher Ausprägung und Intensität äußert.

*Zur Nazivergangenheit und dem Verhalten der Deutschen ist anzumerken, dass die Deutschen schon damals so naiv, gutgläubig und begeisterungsfähig waren, wie sie es jetzt, nur unter umgekehrtem Vorzeichen, auch wieder sind. Maßloses Übertreiben und das Fehlen eines gesunden Mittelmaßes scheint ein typisches deutsches Phänomen zu sein. Nach Auffassung von Napoleon Bonaparte sind die Deutschen gutmütig und leichtgläubig. Kurzum “treudoof”.

 

 

 

 

CoverDesign

GET the ebook version for just $4.99 at any of these websites:

AMAZON –  iTunes – BARNES & NOBLE – KOBOBOOKS

 

 

 



Hinsichtlich des in Sachen Holocaust gepflegten Schuldkults neigte ich schon immer zu der Auffassung, den Blick nicht ständig nach rückwärts zu richten, sondern die künftigen Gefahren zu sehen, die möglicherweise sogar noch den Holocaust übertreffen könnten, und was derzeit im Namen des Islam geschieht, hätte durchaus das Zeug dazu.

Die gekünstelte Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus vermeide ich, weil es nur einen Islam gibt, wobei Teile des Islam, wie IS, Boko haram und Konsorten als besonders grausam und brutal auffallen womit sich der Islam als eine gewalttätige und unkultivierte Primitivreligion erweist.

 

 

 

 

 

Denn nicht nur in Kreisen des IS und Konsorten ist man dergestalt unzivilisiert. Auch in den mehr kultivierten Staaten wie Saudi-Arabien und dem Iran werden die unmenschlichen Gesetze der Scharia angewandt, und die drakonischen Strafen wegen Delikten, die man in einem freien Land überhaupt nicht kennt, lassen sich durchaus mit dem vergleichen, was im Stalinismus oder in anderen menschenverachtenden Diktaturen abging und abgeht.

So wie man in herkömmlichen Diktaturen wegen einer unpassenden Bemerkung “den Kopf verlieren” konnte und kann, ist es auch in sämtlichen islamischen Ländern, wo man sehr schnell wegen wirklicher oder auch nur vermeintlicher “Gotteslästerung” oder sonstigem unerwünschten oder unangepassten Verhaltens denunziert, verurteilt oder gelyncht werden kann.

 

 

 

 

Hinzu kommen Schikanen, Angriffe, Morde, Mordanschläge, Zerstörungen, Brandstiftungen und Sachbeschädigungen aller Art seitens eines von ihren Führern fanatisierten muslimischen Mobs. Das Verhalten durchgeknallter Muslime war anlässlich der “Proteste” wegen der Mohammed-Karikaturen gut zu beobachten.

Auch in der Türkei, die sich unter Erdogan zunehmend dem Islam zugewandt hat, werden die Christen schikaniert, diskriminiert, entrechtet und enteignet. Religionsfreiheit gibt es nicht. In diesem Jahr wurden im Istanbuler Stadtviertel Feriköy und Kurtulus, wo traditionell Christen wohnen, die Häuser und Geschäfte von Christen mit roten und grünen Schildern gekennzeichnet.

 

 

Dabei ist es besonders die Türkei, die überzogen reagiert, wenn in Deutschland einem Türken ein Unbill widerführe, nachdem sich die Türkei als Schutzmacht der in Deutschland lebenden Türken versteht.

Was würde wohl geschehen, wenn in westlichen Ländern muslimische Kinder verschleppt, in Klosterschulen eingewiesen, dort zwangschristianisiert oder gar als Sexsklaven verkauft würden? Das geschieht täglich in islamischen Ländern, ohne dass es zu einem Aufschrei der Kirchen oder westlicher Medien käme.

 

 

Durchschnittlich werden pro Stunde 20 Christen ermordet. Zu diesem Ergebnis kommt Peter Helmes in seiner Broschüre “Die Christenschlächter – ein weltweiter Krieg”. Über die Gesamtzahl der Opfer gibt es unterschiedliche Zahlen, die zwischen 100.000 und 200.000 jährlich schwanken.

Um zu einer realistischen Einschätzung zu kommen, ist es zweckmäßig, die Größenordnungen zu verdeutlichen. Dabei geht es aber nicht ums Verharmlosen oder Relativieren, weil jedes Opfer ein Opfer zu viel ist. Die Zahl der Christen beträgt derzeit weltweit knapp 2,3 Milliarden. Davon werden, laut Open Doors, derzeit weltweit 100 Millionen verfolgt; das sind 4,35% der gesamten Christenheit. Die Zahl der Muslime weltweit entspricht etwa der Zahl der Christen, Tendenz steigend.

 

 

 

Zum Vergleich:

Die Zahl der Verkehrstoten liegt, laut WHO-Bericht vom 15.03.2013, jährlich bei weltweit 1,2 Millionen. Die Zahl der Hungertoten beträgt neuesten Angaben zufolge jährlich 9,1 Millionen.

Wenn von 100 Millionen verfolgten Christen 200.000 ermordet werden, entspricht das 0,2 Prozent. Das scheint, gemessen an der Weltbevölkerung und Zahl der Christen, sehr gering zu sein und der Bestand der Christenheit nicht ernsthaft bedroht. Was den Bestand der Christenheit mehr bedroht, sind Lauheit in Glaubensdingen und Abfall vom Glauben.

 

 

Das darf aber nicht dazu führen, die Dinge zu verharmlosen. Dazu sind 100 Millionen Christen, die verfolgt, schikaniert, gedemütigt und entrechtet werden, einfach zu viel als dass man zur Tagesordnung übergehen könnte.

 

 

Das gilt übrigens für alle Völkermordaktionen der Vergangenheit und Gegenwart.

Bei Völkermord geht es darum, Menschen allein deswegen zu beseitigen, weil sie aus irgendwelchen Gründen nicht in ein vorgegebenes Raster passen. Die Christen sind damit ein Problem, das durch die “Beseitigung des Problems” bereinigt wird. Hinsichtlich des Islam passen Christen deshalb nicht ins dortige Raster, weil sie sich nicht dem Götzen Allah unterwerfen. Nach islamischer Auffassung kommt es auf der Welt aber erst dann zu paradiesische Zuständen, wenn alle Menschen Muslime sind. Die Christen stehen damit dem Wohl der Menschheit im Wege. Die Vorstellung, dass Andersdenkende dem Wohl der Menschheit im Wege stehen, trifft in irgendeiner Form auf alle Ideologien u.

 

 

 

Im Islam geht es deshalb darum, die Länder, in denen der Islam das Sagen hat, “christenfrei” zu machen, wobei islamische Fanatiker am liebsten die ganze Welt “christenrein” machen würden, und darin besteht die potentielle Gefahr des Islam, weshalb die islamische Unterwanderung unseres Landes zu begründeten Ängsten führt. Und weil nach islamischer Lehre auf der Welt erst dann eine Heilszeit anbricht, wenn es keine “Ungläubigen” mehr gibt, besteht für alle Muslime die Pflicht zum Dschihad, dem “Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen”. Bis auf weiteres sind Christen – und auch Juden – deshalb “Lebensunwürdige” und niedriger als Tiere. Entsprechend ist das Verhalten gegenüber “Ungläubigen”, wie es jetzt zum Teil auch bei uns zu beobachten ist.

 

 

 

 

Christenverfolgung gibt es allerdings auch in Südamerika, wo Christen den Verbrechersyndikaten im Weg stehen. Auch in Israel hat man etwas gegen Christen, die auch dort zum Teil einer Verfolgungssituation ausgesetzt sind.

 

Bei uns im Lande ist das Christentum neben dem westlichen Kapitalismus der Lieblingsfeind der Linken. Linke Antifa-Kreise haben in Freiburg zum Niederbrennen von Kirchen aufgefordert. Für die linkslastige Freiburger Staatsanwaltschaft war das strafrechtlich nicht relevant. Man stelle sich vor, was geschehen wäre, wenn zum Niederbrennen von Flüchtlingsunterkünften aufgerufen worden wäre. Die Christenverfolgung wurde hierzulande bereits in die Flüchtlings- und Asylantenunterkünfte importiert, wo muslimische Flüchtlinge christliche Flüchtlinge massiv bedrohen. Deshalb wurde seitens der Polizei, die hier ihren Kopf hinhalten muss, vorgeschlagen, die Flüchtlinge nach Religion zu trennen.

 

 

 

 

 

 

 

Dagegen sind Politiker, die darin eine Schwäche des Staates sehen, der nicht in der Lage ist, dem Recht zur Geltung zu verhelfen. Auch müssten die Neuankömmlinge lernen, tolerant miteinander umzugehen, wenn es zu keinen Parallelgesellschaften kommen soll. Das ähnelt dem Vorschlag Martin Luthers, Füchse und Gänse, Lämmer und Löwen mit den Worten “nun vertragt euch mal schön”, in einen Pferch zu sperren.

Ich denke an das gutmenschlich-mediale Wehklagen, wenn die Polizei im Pferch tatsächlich durchgreift und an die Reaktionen der butterweichen Justiz. Eigentlich müssten Kirchen, Gutmenschen und die ständig Betroffenheit zeigenden Berufsprotestierer ihre Stimme gegen die weltweite Verfolgung und Ermordung von Christen erheben, die insbesondere im Einzugsbereich des IS mit besonderer Brutalität erfolgt. Aber nichts geschieht.

 

 

 

 

 

 

 

Die linkslastigen Medien betreiben eher eine Vertuschungsstrategie, wobei in bewährter Manier, so wie man es von unserem Land her kennt, mit zweierlei Maß gemessen wird. Dabei wird christliche Gegenwehr groß herausgestellt und die Gegenwehr auslösenden vorangegangenen muslimische Angriffe kleingeredet und verharmlost. Auch hier die Neigung, die Täter zu Opfern und die Opfer zu Tätern zu machen. In seiner Broschüre bringt Peter Helmes entsprechende Beispiele und beschreibt auch die furchtbaren und unglaublichen Verbrechen, die vom IS begangen werden, wie die Enthauptung von christlichen Kindern mit anschließendem Spießen der Köpfe auf Pfähle, Vergewaltigungen der Mütter und grausame Folterungen der Väter mit anschließender Ermordung.

 

 

 

 

Und so geht es am laufenden Band, wie es Peter Helmes in seiner Broschüre dokumentiert. Genau wie ihr sexsüchtiger Prophet Mohammed sind auch die IS-Kämpfer allezeit “superaffengeil”, weshalb das Vergewaltigen christlicher Frauen und Mädchen zu ihren Haupt- und Lieblingsbeschäftigungen zu gehören scheint, was ihnen von den islamischen Rechtsgelehrten ausdrücklich zugestanden wird.

Der Islam erweist sich auch in dieser Beziehung als eine archaische Primitivreligion.

 

 

 

 

 

 

Der Einzige, der in Sachen Christenverfolgung Klartext redet, ist Papst Franziskus, der in einem flammenden Appell am 09.August 2014 den Generalsekretär der UNO Ban-Ki-moon aufforderte, die systematische Gewalt gegen Christen zu stoppen.

Warum sich die EKD und die westlichen Politiker zurückhalten liegt daran, dass man es mit den muslimischen Machthabern nicht verderben und den interreligiösen Dialog nicht belasten möchte, was dazu führte, dass hiesige Pfarrer und Superintendenten einen koptischen Bischof ausluden, der über die Massaker an seinen Glaubensbrüdern in Ägypten berichten wollte. “Man wollte den religiösen Frieden in den Gemeinden nicht stören”, hieß es dazu.

Seitens des Islam wird ohnehin darauf hingewirkt, Kritik zu kriminalisieren und Kritiker als “geistesgestört” hinzustellen. Man kennt Vergleichbares aus dem Kommunismus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie ist das alles zu bewerten?

Die verfolgten Christen können keine Hilfe von kirchlichen oder staatlichen Stellen erwarten, auch wenn nicht nur die Christen, sondern letztlich alle “Ungläubigen”, von denen es hierzulande mehr als genügend gibt, vom Islam bedroht sind. Gleichgültigkeit und mangelnder Wille zu Selbstbehauptung gibt es aber nicht nur den Christen gegenüber.

Der gesamte Islam steht der westlichen Lebensart ablehnend gegenüber – was man als Christ sogar bis zu einem gewissen Grad verstehen kann – wobei dies bei IS und Konsorten nur besonders auffällt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn muslimische Vertreter und Organisationen die Friedfertigkeit des Islam hervorheben und die Taten des IS verurteilen, darf das niemals darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor die ihrem Wesen nach christenfeindliche Scharia gilt. So können sich Muslime durchaus freundlich und moderat geben, was bei einem gläubigen Muslim spätestens dann aufhört, wenn es ans Eingemachte geht. Da zeigt es sich, dass sich die “Friedfertigkeit” nur auf die “muslimischen Brüder” bezieht.

Infolge einer erschreckenden Unwissenheit hinsichtlich des Islam ist man im Westen bodenlos dumm, naiv und gutgläubig. Warner werden als “islamophob” verunglimpft. Für die Unwissenden gilt “nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selbst”. Auf die Idee, einen muslimischen Kritiker als “christophob” zu bezeichnen, ist man deshalb noch nicht gekommen, denn Schuld sind immer die anderen wegen ihrer mangelnden Willkommenskultur.

 

 

 

 

 

 

Die Christenheit ist auf sich selbst gestellt. Hilfe kommt von christlichen Organisationen wie Open doors und Einzelinitiativen.

Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?


 

Lasst und laufen in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens„.

(Hebräer 12:1,2)

 

 

 

In dem Abschnitt, in dem diese Verse stehen, wird auf die Glaubenszeugen verwiesen, die uns vorangegangen sind und Widerwärtigkeiten aller Art bis hin zum Tod ertragen haben, und die uns heute als eine unsichtbare Wolke von Zeugen umgeben. Deshalb sollen auch wir das Feld nicht kampflos räumen, sondern mit der Waffenrüstung Gottes widerstehen.

Die Christen, die weltweit verfolgt werden, stehen in diesem Kampf, bei dem sie nicht nur große materielle Verluste erleiden, sondern der auch zur Hingabe ihres Lebens und das ihrer Familien führen kann. Die Christen, die in diesem Kampf den Tod erleiden, werden so zu wirklichen Märtyrern, die sich von den falschen Märtyrern des Islams, die infolge ihres verirrten Tuns den Tod finden, fundamental unterscheiden.

 

 

 

 

63209913_3039938571012797731_n-vi

 

 

 

Der eigentliche Grund, warum Christen verfolgt werden ist der, dass sie nicht in die Welt passen, die vom Satan, als dem Fürsten dieser Welt, regiert wird, der deshalb die Menschen verführt, dass sie unwissend dem Satan dienen und dabei glauben das Richtige zu tun. Wir kämpfen damit nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte der Finsternis, und diesen Kampf können wir nie und nimmer gewinnen. Deshalb sollen wir aufblicken zu Jesus, der den Satan und die Mächte der Finsternis längst besiegt hat, wobei der in den letzten Zügen liegende alte Drache und seine dämonische Gefolgschaft immer noch ausreichend Kraft zum Zupacken haben.

 

 

 

Dieses Bild sollten wir vor Augen haben, wenn wir die derzeitigen Vorgänge in der Welt beobachten. Noch sind wir nicht selbst unmittelbar bedroht. Deshalb ist es unsere Aufgabe, unsere bedrängten Brüder und Schwestern soweit als möglich zu unterstützen und für sie zu beten. Und um es abschließend noch einmal zu betonen: Die größte Gefahr für die Christenheit kommt, nach wie vor, nicht von Außen, sondern von Innen aus der Kirche und der Christenheit selbst, verursacht durch Irrlehren und Lauheit im Glauben.

Jörgen Bauer

 

3 Responses to “Christenverfolgung weltweit”

  1. robertknoche Says:

    Hat dies auf Freiheit, Familie und Recht rebloggt und kommentierte:
    Die Christenverfolgung findet seine ungehemmmte Fortsetzung durch die Asylpolitik, wo zahlreiche
    Moslems und ISIS die Christen in Deutschland
    vernichten werden. Ich kenne noch den Spruch, der ISIS, „nur ein toter Christ ist ein guter Christ!“

  2. thomas Says:

    „Der eigentliche Grund, warum Christen verfolgt werden ist der, dass sie nicht in die Welt passen, die vom Satan, als dem Fürsten dieser Welt, regiert wird,“

    Diese Lehre hat sich schon gewaltig ausgebreitet, ist aber nicht biblisch, weil sie sich nicht mit
    dem Gesamtzeugnis, der Heiligen Schrift deckt. Satan ist zwar noch ein kurze Zeit auf der Erde,
    aber niemals und zu keinem Zeitpunkt herrscht er über diese Welt. Gott bestimmt alles auf dieser
    Erde, indem er etwas zulässt, oder eingreift zun Segen, oder zur Strafe. Deswegen hat auch weder
    Adolf Hitler, noch Stalin ein satanisches Weltreich aufrichten können, weil es ihrem Freund dem Satan,
    hierzu an Macht und Stärke fehlt.
    Auch sie Engel des Satans, stehen unter den endzeitlichen Gerichten und können somit auch keine
    dicken Backen mehr machen.
    Jesaja 24
    Es wird die Erde mit Krachen zerbrechen, zerbersten und zerfallen.
    20 Die Erde wird taumeln wie ein Trunkener und wird hin und her geworfen wie eine schwankende Hütte; denn ihre Missetat drückt sie, dass sie fallen muss und nicht wieder aufstehen kann.
    21 Zu der Zeit wird der HERR das Heer der Höhe heimsuchen in der Höhe und die Könige der Erde auf der Erde,
    22 dass sie gesammelt werden als Gefangene im Gefängnis und verschlossen werden im Kerker und nach langer Zeit heimgesucht werden.
    23 Und der Mond wird schamrot werden und die Sonne sich schämen, wenn der HERR Zebaoth König sein wird auf dem Berg Zion und zu Jerusalem und vor seinen Ältesten in Herrlichkeit.

    Die Souveränität Gottes – was bedeutet sie?
    Die Souveränität Gottes bezeichnet seine Fähigkeit, das zu tun, was seinem heiligen Willen entspricht, und seine Oberherrschaft auszuüben. Der Allerhöchste, der Herr des Himmels und der Erde, hat unbeschränkte Macht zu tun, was er beschlossen hat. Da er absolut unabhängig ist, tut Gott, was er will. Niemand kann ihn davon abbringen oder daran hindern. In seinem Wort erklärt er: „Ich bin Gott – sonst gibt es keinen! Es gibt keinen wie mich… Ich sage: `Was ich plane, steht fest. Alles, was mir gefällt, führe ich auch aus.´“ (Jesaja 46, 9-10 NL). Nebukadnezar, der König von Babylon, errichtete Bauwerke, die zu den sieben Weltwundern gerechnet wurden. Doch auch er pries die Oberherrschaft des Allerhöchsten: „Seine Herrschaft ist eine Herrschaft für alle Zeiten, sein Reich besteht von Generation zu Generation… Er handelt, wie er es für richtig hält, sowohl bei den Engeln im Himmel als auch bei den Bewohnern der Erde. Und es gibt keinen, der ihm Einhalt gebieten könnte…“ (Daniel 4,31-32 NL).

    Göttliche Souveränität bedeutet, dass Gott der Eine ist, der auf dem Thron sitzt. Er herrscht über das Weltall. Er ist Gott, wie sein Name sagt, und er durchdringt alle Dinge, er regiert alles und tut „alles nach dem Rat seines Willens“ (Epheser 1,11 Elberfelder). Hiob sieht Gottes Größe und Herrlichkeit als Gegensatz zu seinem eigenen Stolz und seiner Sünde, und das, obwohl er unter Elend leidet, das von Gott gestattet war. „Nun weiß ich, dass du alles kannst, kein Vorhaben ist für dich undurchführbar.“ (Hiob 42,2 NL). Hiob erkennt schließlich, dass Gottes Ziele an höchster Stelle stehen und dass Gott souverän ist.

    Im Westminster Glaubensbekenntnis heißt es: „Gott hat von aller Ewigkeit her nach dem höchst weisen und heiligen Ratschluss seines eigenen Willens frei und unabänderlich alles angeordnet, was auch immer sich ereignet.“1

    Die Souveränität Gottes – was sind die Rahmenbedingungen?
    Gottes Vorherrschaft ist zwar uneingeschränkt, aber selbst die Souveränität Gottes hat bestimmte Rahmenbedingungen. „Gott hat die oberste Kontrolle über alle Dinge, doch er kann sich entscheiden, bestimmte Ereignisse, z.B. Katastrophen, die in Einklang mit den Naturgesetzen stehen, zuzulassen, obwohl er diese doch selbst geschaffen hat.“2

    Gott kann nichts tun, was seinem eigenen Charakter widerspräche. Da Gott unwandelbar ist, müssen seine Worte seine Unangreifbarkeit widerspiegeln (4. Mose 23,19). Gott kann nicht lügen (Hebräer 6,18). In allem bleibt Gott nicht nur wahrhaftig, er hält auch jeden Eid und jedes seiner Versprechen.
    Gott kann nicht vom Bösen versucht werden. In seinem Wesen gibt es nichts, das vom Bösen angegriffen werden könnte (Jakobus 1,13). Gott stellt uns zwar häufig auf die Probe, aber er versucht niemanden. Im Gegenteil, Gott gebraucht seine unbegrenzte Macht dazu, uns zu stärken, so dass wir dem Bösen widerstehen und entkommen können (1. Korinther 10,13).
    Gott kann sich selber nicht verleugnen oder widersprechen. Gott bleibt seinen Verheißungen treu (Maleachi 3,6). Ein Versprechen ist nur so gut wie die Person, die es gegeben hat. Wie Gott selbst, so ist sein Wort unveränderlich (1. Samuel 15,29). Gott ruft nicht zurück, was er gegeben hat; er verwirft nicht, was er gewählt hat (Römer 11,29).
    Gott kann Sünden nicht vergeben, ohne dass sie gesühnt werden. Da Gott gerecht ist, kann er nicht einfach alles wegwischen (Römer 6,23). Im Garten Gethsemane rief Jesus: „Mein Vater! Wenn es möglich ist, lass den Kelch des Leides an mir vorübergehen…“ (Matthäus 26,39). Dennoch musste Christus furchtbare physische und geistige Leiden erdulden – das ist Gottes vollkommene Gerechtigkeit der Sünde gegenüber.
    Gott zwingt niemanden, ihn zu lieben oder sein Geschenk der ewigen Erlösung durch Jesus Christus anzunehmen. Das ist ein Akt des freien Willens des Menschen (Johannes 1,11-13). Wenn ein Mensch sich dazu entschließt, im Glauben Jesus in sein Leben einzuladen, dann wird er zu einem neuen Geschöpf.

    Die Souveränität Gottes – wie wird sie sichtbar?
    Wenn auch die Souveränität Gottes uneingeschränkt ist, so wird doch der Gebrauch seiner Macht durch seine anderen Eigenschaften bestimmt. Eigenschaften wie Aufrichtigkeit, Güte, Treue, Rechtschaffenheit und Liebe bestimmen alle Handlungen Gottes. Wenn eine dieser Eigenschaften in falschem Verhältnis oder überbetont wäre, würde weltweit Chaos entstehen.

    Stellen Sie sich einen Gott vor, der die eine oder andere Person bevorzugen würde. Nein: Gott bevorzugt niemanden wegen seiner Stellung im Leben, wegen seiner Nationalität oder wegen seines materiellen Besitzes (Apostelgeschichte 10,34-35). Gott ruft uns vielmehr in die rechte Beziehung zu ihm durch den Glauben an Jesus Christus.

    Durch die Souveränität Gottes besitzen wir einen freien Willen und können wählen und Entscheidungen treffen, die unser Leben formen. Wir besitzen nicht Gottes unbegrenzte Macht, aber wir können unser Herz, unsere Seele, unser Denken Wegen überlassen, die mit Gottes heiligem Willen übereinstimmen. So ehren wir den Schöpfer und Erhalter aller Dinge und erkennen seine wahre Vorherrschaft an (Kolosser 1,16-17).


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s