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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Der Irak hat sich für Christen erledigt“ 15. September 2015

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 09:58

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Syrer auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg, Jesiden auf der Flucht vor dem IS, Sunniten auf der Flucht vor Schiiten, Roma auf der Flucht vor der Ausweglosigkeit.

 

 

Geschichten von Menschen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Regensburg.

 

Mohamed und Noor Al Khaled kommen aus Basra im Irak. In ihrem Land sind sie Terror gewohnt. „Aber so schlimm wie jetzt war es noch nie“, erzählen sie in der Regensburger Erstaufnahme. Immerhin wird nun ihr erstes Kind in Sicherheit zur Welt kommen. Die Heimatstadt des Ehepaars, Basra im Südirak, wird von der schiitischen Miliz Asaib Ahl al-Haqq (etwa: „Verbund der Gerechten“) terrorisisiert. Die schiitischen Milizen werden von der Islamischen Republik Iran unterstützt und versuchen, die sunnitischen Bewohner zu vertreiben. Mohamed und Noor Khaled sind Sunniten. „Wir haben schon vieles im Irak erlebt, aber jetzt ist es so schlimm wie nie“, sagen sie im Gespräch mit dem BR, das wir mit Hilfe eines deutsch sprechenden Syrers führen. Die schiitischen Milizen würden Moscheen zerstören und Menschen töten. Ein Verwandter, der islamischer Gelehrter war, sei bei einer religiösen Feier von den schiitischen Milizen umgebracht worden.

 

 

 

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Raketen trafen ihr Haus

 

Als ihr Haus von Raketen getroffen wurde, fassten die Khaleds schließlich den Entschluss zu gehen. Der 48 Jahre alte Mohamed verkaufte sein Auto, die 29 Jahre alte Noor ihren Goldschmuck. „Unsere Flucht hat 20.000 US-Dollar gekostet, pro Person 10.000“, sagen sie. Der Preis erscheint enorm hoch. „Wir wollten die gefährliche Route von der Türkei mit dem Boot nach Griechenland vermeiden. Dann ist es teurer“, sagen sie. Noor ist im 6. Monat schwanger, Mohamed ist zuckerkrank.

Dennoch erlebten sie die Flucht als extrem anstrengend. Sie waren während der Sommerhitze unterwegs, legten unter anderem einen 16 Stunden langen Fußmarsch zurück und schliefen zwei Nächte in Maisfeldern. Ihre Route führte sie vom Irak über die Türkei nach Bulgarien, Serbien, Ungarn, Österreich – bis zur deutschen Grenze. Auf dem letzten Stück fuhren sie in einem Gemüse-Lkw. Mohamed verletzte sich während der beschwerlichen Reise am Fuß, die Wunde ist noch nicht verheilt.

 

 

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Überrascht von der Freundlichkeit

 

Vor drei Wochen kamen sie in der Erstaufnahmeeinrichtung in Regensburg an. Hier haben sie ein Zimmer in einem Wohncontainer – und können sich endlich ausruhen. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen in Deutschland habe sie überrascht, sagen sie und lächeln. Sie seien von Polizisten und Behörden-Mitarbeitern sehr gut behandelt worden. Ihr größer Wunsch: In Deutschland bleiben zu können.

 

 

 

 

 

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„Der Irak hat sich für Christen erledigt“

 

Seine Zukunft sieht Suliman in Deutschland. „Der Irak hat sich für Christen erledigt“, sagt er. Er hofft, dass er irgendwann seine Famlie, mit der er zur Zeit nur über das Internet Kontakt halten kann, aus dem Irak nach Deutschland holen kann. Jetzt will er Deutsch lernen, seinen Abschluss als Kunstlehrer anerkennen lassen und Arbeit finden.

{Mehr: http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/fluechtlinge-portraets-erstaufnahme-regensburg-100.html}

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Muslimin dreht Film über Christenverfolgung im Irak

 

 

Der Kurzfilm „Noun“ zeigt das Schicksal von Christen, die im Irak von der Terrormiliz Islamischer Staat verfolgt werden. Die Regisseurin Aida Schläpfer Al Hassani ist eine schiitische Muslima. Mit ihrem Film will sie einen weiteren Völkermord an den Menschen verhindern.

Familien auf der Flucht, Kinder ohne Eltern, nervlich belastete Menschen in Flüchtlingslagern: Die muslimische Regisseurin Aida Schläpfer Al Hassani zeigt in ihrem Kurzfilm „Noun“, welche Folgen der Terror des Islamischen Staats (IS) für Christen im Irak hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

2003 gab es eine Million Christen in Bagdad, heute sind es noch 40.000

 

Im Frühjahr 2014 fragte die Menschenrechtsorganisation „Minority Rights Group International“ die Regisseurin an, ob sie einen Film über eine der Minderheiten im Irak drehen wolle. Welche, durfte sie selbst entscheiden. pro sagte sie: „Meine Wahl fiel auf die Christen, weil ich gesehen habe, dass sie in diesen Konflikten immer wieder vor großen Problemen stehen. Das hat mich dazu bewogen, noch tiefer zu recherchieren“.

Dass Christen im Irak systematisch vertrieben, gefoltert, versklavt und ermordet würden, sei ein Fakt. „Denn seit der Staatgründung 1921 waren die Lebensbedingungen für die Christen bereits enorm schwierig. Durch den Einmarsch der USA in den Irak im Jahre 2003 wurde der Druck auf die Christen nochmals massiv erhöht. Die Lebensbedingungen wurden immer unerträglicher.“ Durch das Fehlen eines funktionierenden Staates sei es zunehmend zu gezielten Entführungen, Lösegeldforderungen und Bombenanschlägen auf volle Kirchen gekommen. „Die Folge davon war eine massive Fluchtbewegung. In Bagdad lebten im Jahre 2003 mehr als eine Million Christen, heute sind es gerade noch 40.000“, erklärte die Regisseurin.

 

In „Noun“ (Trailer) lässt Schläpfer Menschen zu Wort kommen, die tragische Schicksale erlebt haben, unter anderem eine Mutter namens Aida, der ihre dreijährige Tochter entrissen wurde, Yasi, deren Ehemann getötet wurde, oder Pater Joseph, dessen Kollege geköpft wurde. Im Film wird Arabisch gesprochen, die Untertitel sind Englisch. Der Titel „Noun“ ist das arabische Wort für N, was für Nazarener steht. Mit diesem Buchstaben kennzeichnet die Terrororganisation Islamischer Staat die Häuser von Christen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ob der Nachbar Sunnit, Schiit oder Christ ist, war egal

 

In ihrer Kindheit besuchte Schläpfer im Irak eine katholische Schule und den katholischen Religionsunterricht. Ob der Nachbar Sunnit, Schiit, Kurde oder Christ war, darüber hätten sich die Iraker früher keine Gedanken gemacht. Das habe sich durch den Einmarsch der Amerikaner in den Irak, den Bürgerkrieg und die IS-Gewalt geändert und in Misstrauen verwandelt. Das habe die Regisseurin während ihrer Dreharbeiten gespürt. Sie hat sich als muslimische Schiitin vorgestellt, sagte sie gegenüber Radio Vatikan. Christen wüssten, dass auch die Schiiten unter dem Terror des IS zu leiden haben. „Wir sind Leidensgenossen. Und deshalb haben sie mich akzeptiert“.

Viele Christen wollen den Irak dringend verlassen. Ein Besuch des Papstes würde den Mensch Mut machen und Hoffnung geben, meint Schläpfer. „Sie würden sehen, dass die Welt sie nicht vergessen hat. Das wäre eine große, auch seelische Unterstützung“.

{Mehr: http://www.pro-medienmagazin.de/film/detailansicht/aktuell/muslima-dreht-film-ueber-christenverfolgung-im-irak-93177/}

 

2 Responses to “„Der Irak hat sich für Christen erledigt“”

  1. teoma Says:

    Hieraus, wird vor Ort erst ein gesundes, neues Bibelchristentum entstehen !

  2. Ich Says:

    Wir werden bald eine neue Welt haben.


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