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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kirche in Not-Bericht über Flüchtlinge im Nahen Osten 13. September 2015

Filed under: Christenverfolgung,Stopp Islamisierung — Knecht Christi @ 15:33

Interview mit Johannes Freiherr Heereman, Präsident des internationalen Hilfswerks „Kirche in Not“.

 

 

Wien/Königstein (kath.net/ KiN): Herr von Heereman, „Kirche in Not“ hilft christlichen Flüchtlingen aus Nahost seit Jahren, damit sie in ihrer Heimat bleiben können. Läuft der aktuelle Flüchtlingsandrang auf Europa – darunter auch viele orientalische Christen – Ihrem Engagement nicht zuwider?

Es ist erschütternd, die Not zu sehen, aufgrund derer die Menschen fliehen. Und ich kann jeden Familienvater verstehen, der angesichts von Krieg und Not mit seiner Familie flieht und eine bessere Zukunft in Europa sucht. Ich würde in seiner Lage wahrscheinlich selbst so handeln. Natürlich tut es mir auch weh, wenn Christen den Nahen Osten verlassen. Wir tun unsererseits was wir können, um den Menschen das Bleiben zu ermöglichen. Andererseits muss man sagen, dass die Menschen es sich auch nicht leicht mit der Entscheidung machen, die Heimat zu verlassen. Ich war zwei Mal im Irak und habe mit vielen Flüchtlingen gesprochen. Die meisten Älteren wollen bleiben und auf die Befreiung ihrer vom „Islamischen Staat“ besetzten Orte warten. Viele der Jüngeren träumen von einem Leben in Freiheit und Frieden im Westen. Niemand verlässt gern seine Heimat, aber das Leben in Unsicherheit und Angst gibt ihnen keine Perspektive.

 

 

Glauben Sie, dass sich angesichts der Bilder aus Europa noch mehr Christen aus Nahost entschließen, zu gehen?

Durch die modernen Medien verbreitet sich auch im Nahen Osten die Nachricht in Windeseile, dass es jetzt einfacher ist, nach Europa, besonders nach Deutschland zu gelangen, als vielleicht noch im letzten Jahr. Das löst natürlich eine Sogwirkung aus und Verunsicherung bei denen, die noch im Irak oder in Syrien sind. Das ist bitter angesichts der wirklich heroischen Anstrengungen der Priester und Bischöfe vor Ort, den Menschen eine Zukunft etwa im Irak oder in Syrien zu ermöglichen und die urchristlichen Gemeinden am Leben zu erhalten. Und wir helfen ihnen dabei. Allein in Syrien haben wir seit Beginn der Krise acht Millionen Euro für humanitäre und pastorale Projekte zur Verfügung gestellt. Es ist eine Kirche in großer Not und daher unsere Pflicht zu helfen. Würden diese Gemeinschaften in ihren Herkunftsländern verschwinden, wäre das ein Verlust nicht nur für die Christenheit sondern für die ganze Menschheit. Allerdings kommt der Winter. Das macht einerseits die Flucht über das Meer oder durch die Berge schwieriger, andererseits erschwert es auch das Ausharren im Land. Man darf nicht vergessen, dass es trotz der großen Flüchtlingswelle nach Europa immer noch fast acht Millionen Binnenflüchtlinge und zwölf Millionen Hilfsbedürftige in Syrien selbst gibt.

 

 

 

 

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„Kirche in Not“ hilft christlichen Flüchtlingen aus dem Irak und Syrien, die in den Nachbarländern wie dem Libanon Zuflucht gefunden haben. Bevorzugen Sie regionale Lösungen statt der Auswanderung nach Europa?

 

Wir helfen der Kirche vor allem im Libanon, wo allein aus Syrien mehr als eine Million Flüchtlingen registriert sind, dazu kommen zahlreiche irakische Christen. Auch in einem kleinen Land wie Jordanien gibt es so viele syrische Flüchtlinge wie in ganz Europa zusammen. Wir bemühen uns, dass sie dort menschenwürdig leben und bleiben können. Es ist immer einfacher, sich in einen ähnliche Kultur und einen ähnlichen Lebensraum zu integrieren. In Europa haben diese Menschen keine Wurzel. Aber man muss ganz klar sehen, dass diese Länder am Rande ihrer Kapazitäten sind, was die Aufnahme von Flüchtlingen anbelangt. Christen aus Mossul beispielsweise, die im letzten Jahr zwei Mal flüchten mussten und von ihren islamischen Nachbarn verraten wurden, sagten mir, dass sie keine Zukunft mehr für sich und ihre Kinder im Nahen Osten sehen. Das müssen wir akzeptieren.

 

 

 

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SAMAA:  In the Polish capital Warsaw, nearly 10,000 people, many chanting anti-Islamic slogans, marched through the city, an AFP correspondent said. “Islam will be the death of Europe”, one of the banners said.

 

 

 

 

Der chaldäische Patriarch Louis Rafael Sako hat jetzt den Westen aufgefordert, an die Wurzeln der Flüchtlingskrise zu gehen und eine politische Lösung zu suchen. Sieht „Kirche in Not“ das auch so?

 

Es ist natürlich richtig, dass man an die Wurzel der Flüchtlingskrise gehen muss. Sonst kümmert man sich nur um die Symptome, aber nicht um die Krankheit. Wir unterstützen die Kirche auch in anderen Ländern, wie beispielsweise im Süd Sudan, in Nigeria, Kamerun oder Burundi in ihrer Sorge für Flüchtlinge und für Opfer von Gewalt. Dabei machen wir immer die gleiche Erfahrung: es wäre wünschenswert, dass diejenigen, die Einfluss auf eine Lösung der vielen Konflikte haben, endlich ihrer Verantwortung gerecht werden. Auch im Nahen Osten kann nur eine diplomatische Lösung und eine Rückkehr zur Vernunft dauerhaft Frieden bringen. Leider lehrt uns die Geschichte, dass mit Fanatikern solche Lösungen nicht möglich sind. Wir Christen bauen aber nicht zuletzt auf das Gebet. Gott hat schließlich immer eine Lösung.

 

 

 

 

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Der Heilige Vater hat die katholischen Gemeinschaften Europas jetzt aufgerufen, großzügig Flüchtlinge aufzunehmen. Wie geht „Kirche in Not“ damit um?

 

Als Christen stehen wir unter dem Anspruch des Wortes Jesu: Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen. Darauf hat der Heilige Vater jetzt Europas Katholiken hingewiesen. Gott sei Dank gibt es in Europa staatlichen Stellen und andere Organisationen, die die Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge aus dem Nahen Osten koordinieren und gewährleisten. Wir von KIRCHE IN NOT wollen aber unseren Beitrag in Europa dort leisten, wo die seelsorglichen Betreuung und Beheimatung unserer Brüder und Schwestern der Unterstützung braucht: In Schweden etwa, wo die katholische Kirche über sehr wenig Mittel verfügt und viele christliche Flüchtlinge aus dem Nahen Osten leben, haben wir jetzt 100.000 Euro bereitgestellt, um einen Gottesdienstraum für 20.000 chaldäische Christen (Katholiken) aus dem Irak zu schaffen. Mit dieser Art von Hilfe kehren wir an unsere Ursprünge zurück. Das Gründungscharisma von „Kirche in Not“ war die humanitäre, dann aber auch geistliche Betreuung der vielen Flüchtlinge Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Diesem Charisma wollen wir treu bleiben.

 

 

 

 

 

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Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

Hier ein ernst zu nehmender Bericht auch über Flüchtlinge, jedoch von der anderen Seite, nämlich von den Zu- und Missständen für Flüchtlinge im Nahen Osten. Flüchtlingshilfe vor Ort wäre zumindest ein Teil der Lösung wie dies in diesem Interview so trefflich beschrieben wurde.

Wie also reagieren Flüchtlinge aus Kriegsgebieten – und von denen ist hier die Rede – auf den Appell von Merkel, dass es für Deutschland in der Frage des Asylrechts, was ja schon längst aufgehoben ist und keine Wirkung mehr zeigt, keine Obergrenzen gibt.

 

 

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1. Folge: Das löst natürlich eine Sogwirkung aus und Verunsicherung bei denen, die noch im Irak oder in Syrien sind. Das ist bitter angesichts der wirklich heroischen Anstrengungen der Priester und Bischöfe vor Ort, den Menschen eine Zukunft etwa im Irak oder in Syrien zu ermöglichen und die urchristlichen Gemeinden am Leben zu erhalten.

2. Folge: Trittbrettflüchtlinge, die nicht Kriegsflüchtlinge sind, schließen sich diesen echten Flüchtlingen an und verursachen so ein ein Chaos, welches diesem Lande auf Dauer nicht gut tun wird.

3. Folge: IS-Kämpfer machen sich auf den Weg und sind teilweise schon hier, weil hier keine Registrierung von Flüchtlingen mehr wirklich zustande kommen kann bzw. zumindest zum Teil nicht zustande kommen kann.

 

4. Folge: Merkel zerstört nicht nur ihr eigenes Land mit diesem Wort, sondern riskiert auch die Spaltung bzw. Auflösung Europas, denn immer mehr Länder wenden sich entsetzt von Merkel ab und Merkel setzt Deutschland wieder einmal erhöhter Feindseligkeit der europäischen Nachbarn aus.

5. Folge: Sie löst nicht nur die Sogwirkung von Flüchtlingen aus den Nahen Osten, sondern auch auf Flüchtlinge – insbesondere Menschen aus islamischem Kulturkreis aus Afrika aus und so verbreitet Merkel diese Sogwirkung auf die ganze Welt.

6. Folge: Sie löst mit ihren strategisch suizidalen Äußerungen Erwartungshaltungen aus, die kein Land erfüllen kann und sie vermehrt dadurch die Enttäuschung und den Frust dieser Menschen, wenn sie in der Realität hier ankommen auf den Boden der Realität zurückgeworfen werden und sie immer aggressiver reagieren werden.

 

7. Folge: Sie überfordert damit Behörden, Helfer, Hilfskräfte und selbst die Polizei, die immer mehr Unruhen befürchtet bei gleichbleibender Polizeikräftezahl.

8. Folge: Sie lässt es zu, dass Deutschland seine identitätsstiftende Kultur immer mehr verliert und dieses Land in einen Bürgerkrieg hineinmanövriert wird, wenn nicht eine 180-Grad-Umkehrpolitik durchgesetzt wird. Merkel setzt dieser Kulturzerstörung nur noch die Krone auf  und gibt Deutschland mit dieser Politik den Rest, die von den 68ern erfolgreich initiiert wurde und bis heute bis hin in den sexuellen Zerstörungsbereich im Kindergarten und der 1. Grundschulklassen hinein gendermäßig weiter betrieben wird und jetzt mit Menschen überflutet wird, die aus einem völlig gegenteilig patriarchalistischen Kulturkreis stammen.

 

 

 

 

 

 

Wir dürfen mit allem Nachdruck und allem gebührenden Ernst darauf hinweisen und hervorheben, dass der Interviewpartner von Kirche in Not, Herr Johannes Freiherr Heeremann Folgendes sagte: „Aber man muss ganz klar sehen, dass diese Länder am Rande ihrer Kapazitäten sind, was die Aufnahme von Flüchtlingen anbelangt. Christen aus Mossul beispielsweise, die im letzten Jahr zwei Mal flüchten mussten und von ihren islamischen Nachbarn verraten wurden, sagten mir, dass sie keine Zukunft mehr für sich und ihre Kinder im Nahen Osten sehen“.

Ende des Zitats.

 

 

 

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Und genau diese islamischen Menschen mit dieser Verrätermentalität Ungläubigen gegenüber machen sich möglicherweise auch auf den Weg in dieses Land, welches dort als das Merkel’sche Schlaraffenland angesehen wird. Solidarität können wir Einheimischen von diesen Menschen mit diesem Charakterstrang wohl kaum erwarten. 

 

5 Responses to “Kirche in Not-Bericht über Flüchtlinge im Nahen Osten”

  1. Ernst Laub Says:

    Die Polen hatten schon einmal Wien und das damalige Deutschland vor den Türken gerettet. Sie sind nicht so naiv wie die Deutschen, die einmal national-sadistisch waren und heute international-masochistisch sind. Und was die Serben und Ungarn betrifft: Sie wurden in der Vergangenheit jahrhundertelang von den Muslimen (Türken) unterdrückt und wollen dies nicht wieder erleben.

    • Andre Says:

      Ich glaub, in meiner Gymi-Klasse war ich der Einzige, den Geschichte wirklich interessiert hatte. War so ein klass. Nebenbei-Fach wie Musik, Kunst o. Sport.
      Religion wurde von den meisten gleich abgewählt, zumal eh nur auf freiwilliger Basis einmal die Woche unterrichtet, und das frühmorgens vor der eigentlichen Schulzeit.
      Die islamische Okkupation der alten orientalisch-christlichen Länder o. die Invasion in Spanien/Griechenland-Balkan/Osteuropa u. der Fall Konstantinopels kam nach meiner Erinnerung niemals vor, das Thema Islam wurde überhaupt gänzlich übersprungen, weil damals noch uninteressant-exotisch u. ohne Belang für die moderne Zeit. Schwerpunkt war fast nur hyperkritische politisierte Geschichte der Neuzeit, welche schlimmer noch als das Mittelalter als eine stete Abfolge von Irrtums-Scheiße u. bzw. irrenden Scheißebauern präsentiert wurde, die allesamt nur Bedrückung, Leid, Elend u. Not für die allermeisten zu verantworten hatten – und der adlige kleine Rest, der sich das schönere Lebens ergaunerte, endete verdientermaßen am Schafott …
      Wenn ich mich recht entsinne, so ward laut Geschichtsbuch das Menschenleben nach geschätzten 1.000.000 Jahren Unterdrückung u. geistiger Dunkelheit erst mit Erfindung der deutschen Sozialdemokratie auch für den gewöhnlichen Durchschnittsmenschen lebenswert?!
      .

      • teoma Says:

        Andreas, du willst mir doch nicht erzählen, das dir die bösen, bösen Kreuzritter vorenthalten wurden.
        Erstaunlich ist auch das sich erwähnenswerte Hochkulturen, nur einige tausend Jahre nachweisen lassen.
        Des weiteren ist dir auch die islamische Argumentationkette, der koranischen Mission, zwischen dem
        5 u.8 Jhrd., von Jerusalem über, Damaskus, Karthago, bis Südfrankreich vorenthalten worden. Da bin
        ich aber hoch erfreud, das du dich aus der von der Finanzelite, installierten scheinsozialistischen
        Matrix befreien konntest.

  2. teoma Says:

    Deutschland macht die Grenzen dicht ! Werden die endlich wach ?

    Von WZ Online, APA

    Grenzkontrollen zu Österreich, Tschechien und Polen eingeführt.
    Ende der bedingunslosen Aufnahme von Flüchtlingen.
    „Hilfsbereitschaft darf nicht überstrapaziert werden“, so Thomas de Maiziere.

    Deutschland will wieder Grenzkontrollen einführen. – © APAweb / dpa, Nicolas Armer

    Deutschland will wieder Grenzkontrollen einführen. © APAweb / dpa, Nicolas Armer

    Wien/Berlin. Deutschland stellt ab 17 Uhr den Zugverkehr nach Österreich ein. Das gaben die ÖBB bekannt. Über das weitere Vorgehen wird beraten. Derzeit sind 1.800 Flüchtlinge in Railjets nach Deutschland unterwegs.

    Die deutsche Bundespolizei entsendet auf Aufforderung von Bayern 2.100 Polizisten in den Grenzraum zu Österreich. Deutschland führte vorübergehend wieder Grenzkontrollen ein und mache „die Grenzen zu Österreich dicht“.

    Quelle : http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/774162_Deutschland-stoppt-Bahnverkehr-von-und-nach-Oesterreich.html

    • Andre Says:

      so schnell kanns gehen – wär hätte das gestern noch geahnt?
      Ein Glück auch, die Leser-Postings zu dieser Invasion waren ja schon nahe am Herzinfarkt-Level angelangt!! Die vielfache Rede von Bürgerkrieg, Militärputsch oder Merkel-Mord konnte einem schon Angst machen – die überraschende Regierungsentscheidung dürfte davon nicht unbeeinflusst geblieben sein?!


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