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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wie eritreische Flüchtlinge in Berlin Gottesdienst feiern! 24. August 2015

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 19:45

Flüchtlinge Eritrea und kommen aus allen Teilen Berlins und Brandenburg zum Gottesdienst in die Philippus-Kirche

Philippus-Kirche in Friedenau

Flüchtlinge Eritrea und kommen aus allen Teilen Berlins und Brandenburg zum Gottesdienst in die Philippus-Kirche.

 

 

 

Für Flüchtlinge ist ihre Religion oft lebenswichtig. In der Friedenauer Philippus-Kirche halten eritreische Flüchtlinge ihre orthodoxen Gottesdienste. Es wird getanzt und getrommelt.

 

 

 

 

 

Sonntags um sechs Uhr laufen neuerdings scharenweise junge Afrikaner von der S-Bahnstation Innsbrucker Platz zur Stierstraße. Ist da irgendwo eine Demo, fragen sich viele Friedenauer. Mittlerweile wissen sie Bescheid: Die jungen Männer sind Flüchtlinge aus Eritrea und kommen aus allen Teilen Berlins und Brandenburg zum Gottesdienst in die Philippus-Kirche.

„Kirche ist Heimat“, sagt Huluf Tamene. Dafür ist ihm keine Uhrzeit zu früh und kein Weg zu weit. Tamene ist 21 Jahre alt und vor acht Monaten nach einer abenteuerlichen Flucht über den Sudan, Libyen und das Mittelmeer in Berlin angekommen. Seine Eltern seien tot, erzählt er in gebrochenem Deutsch-Englisch, ein Bruder lebe in Eritrea, ein anderer in den USA. Ein paar Stunden Gemeinschaft, die vertrauten Gesänge und Gebete seien viel wert, wenn man in der Fremde lebe.

 

 

 

 

 

 

Uns eint der Glaube

 

Eritreer treten barfuß vor Gott. So stehen um halb Sieben schon gut 50 Schuhpaare vor dem Kirchsaal. Trommelrhythmen begrüßen die Gläubigen. Die Frauen haben sich weiße Tücher um Kopf und Oberkörper geschlungen und sitzen getrennt von den Männern auf der rechten Seite der Kirchenbänke. Auch Priester, Diakone und Trommler vorne am Altar haben sich in weiße Gewänder gehüllt. Bis 2014 lebten etwa 200 Eritreer in Berlin und beteten in der äthiopischen Gemeinde. Mit der Ankunft vieler Flüchtlinge aus Eritrea, darunter auch die beiden Priester, wuchs der Wunsch nach einer eigenen Gemeinde. Die Friedenauer öffneten ihre Kirche – obwohl die Eritreer orthodoxe Christen sind und Philippus eine evangelische Gemeinde. „Uns eint der Glaube an Jesus Christus, das passt schon“, sagt die Vorsitzende des Gemeindekirchenrats. „So viele junge Leute und Kinder, da ist jetzt richtig was los bei uns.“

Der orthodoxe Gottesdienst dauert mehrere Stunden und besteht aus Lobpreisungen, Gebeten und Bibellesungen. Nach und nach kommen immer mehr Gläubige. Bevor sie sich in die Bänke setzen, knien sie sich hin und berühren den Boden mit der Stirn, wie es auch Muslime tun. Die Trommeln beschleunigen den Rhythmus, Priester und Diakone tanzen vor dem Altar, die Gemeinde klatscht mit.

 

 

 

 

 

Eritrea – „ein einziges Gefängnis“?

 

An diesem Sonntag feiern orthodoxe Christen das Fest Maria Auferstehung. Später wird die Bibel und das Buch der Maria durch die Reihen gereicht. Die Gläubigen verneigen sich vor den heiligen Büchern und küssen sie. Er sei aus dem Militär geflohen, sagt Huluf Taleme nach dem Gottesdienst im Gemeindehaus bei Tee und Brot. Aus dem Militär komme man nämlich nicht mehr heraus. Man könne keine Familie gründen, keine Ausbildung machen, selbst zur Kirche dürfe man nicht mehr.

Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass die Soldaten wie Sklaven gehalten werden. Auch Frauen werden eingezogen und zur Prostitution gezwungen. Human Rights Watch bezeichnet Eritrea als ein einziges „gigantisches Gefängnis“. „Der Glaube ist überlebenwichtig für uns“, sagt Priester Msgun Tumzigi. „Gehorcht Gott und seid dankbar“, predigt er seiner Gemeinde. Er sei froh, dass er es hierher geschafft habe, sagt Huluf Tamene. Er wohnt in einem Flüchtlingsheim und geht jeden Tag zwei Stunden zur Schule. Doch den Rest des Tages habe er nichts zu tun. Immer nur abhängen und grübeln, davon bekomme er Kopfschmerzen. Huluf Tamene hätte gerne einen Job. „Können Sie nicht helfen?“ fragt er.

{Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/philippus-kirche-in-friedenau-wie-eritreische-fluechtlinge-in-berlin-gottesdienst-feiern/12223382.html}

 

8 Responses to “Wie eritreische Flüchtlinge in Berlin Gottesdienst feiern!”

  1. Andre Says:

    Oha, ist (war) meine Taufkirche!

  2. storchenei Says:

    Christen werden verfolgt und haben die Unterstützung der Bevölkerung. Wir sind alle aufgerufen unseren Brüdern und Schwestern in Christus Namen zu helfen. Warum flüchten die Moslems nicht ins Kalifat oder nach Saudi Arabien bzw. Katar? Dort würden sie hingehören und können ihren Koran, mit Anleitungen zum Verbrechen, rund ausleben. Diese fanatischen Muselmänner werden auch in europäischen Länderen Christen verfolgen und vertreiben und es wird in Zukunft sehr unruhig werden. Der EU Rat ist hilflos und versäumt es immer noch, die Grenzen endlich dicht zu machen.

  3. Ibrahim Says:

    Uns ein der Glaube! Beten wir ohne Pause!

  4. Alex Mulder Says:

    Es steht uns noch schlimmeres bevor als in den 30-er und 40-er Jahre ..!!!
    Schon 1968 hat Enoch Powell dafür gewarnt mit seiner Rede ,
    bekannt als “ Rivers of Blood“
    Und die Regierungen benehmen sich wie Komplizen von gewissenlose Menschenschmuggler , und nehmen rücksichtlos , ohne sich um die Einheimischen zu kummern , tausenden von Illegalen, sogenannten Flüchtlingen ,auf
    aber ein harmloser LKW Fahrer , in dessen Laderaum Migranten entdeckt werden in Gross Brittanien ,
    wird tüchtig bestraft !
    Die Bundesregierung , unter Leitung von Bundeskanzlerin , kündigen ohne das geringste Bedenken an ,
    sie werden voraussichtlich noch etwa 800.000 Flüchtlinge aufnehemen !!! Reiner Wahnsinn
    Angela hat es naturlich ganz leicht : sie hat keine Kinder weder Enkelkinder , ist ihr deshalb scheissegal wie die Zukunft für unsere Nachwuchs aussieht !
    Die mehrheit dieser Einwanderer sind auch noch Männer , und die laufen in Hosen voller Gier herum ;
    bald können unsere Frauen und mädchen sogar nicht mehr wegen Vergewaltigungsgefahr (wie bereits in Schweden !) auf der Strasse !

    • Andre Says:

      „unsere“ Mädchen u. Frauen stehen auf die – wird eng für die jüngeren deutschen/österreichischen Burschen, sogar für Senioren?


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