kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Schweigemarsch für verfolgte Christen in Wien 29. Mai 2015

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 22:03

Kardinal Schönborn: „Lange Nacht“ ist auch Symbol für verfolgte Christen

 

 

 

Mit einem kraftvollen Zeichen begann die heurige „Lange Nacht der Kirchen“, am Freitag, 29. mai 2015, in Wien: Kardinal Christoph Schönborn führte einen Schweigemarsch für die Opfer von religiöser Gewalt und Verfolgung durch die Wiener Innenstadt an. An dem Gang vom Stephansplatz über den Graben bis hin zur Augustinerkirche beteiligten sich neben Vertretern zahlreicher christlicher Kirchen des Nahen Ostens u.a. auch der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) und mehrere hundert Teilnehmer.

 

Die dramatischen Entwicklungen im Nahen Osten, aber auch in Afrika und anderen Teilen der Welt würden die „Lange Nacht der Kirchen“ heuer zu einem „Symbol für verfolgte Christen“ machen, sagte Kardinal Schönborn. Auch diese erlebten derzeit eine „lange Nacht des Leidens, des Martyriums“.

 

 

 

Starkes Glaubenszeugnis

 

Beeindruckt zeigte sich Schönborn vom „starken Glaubenszeugnis“ der verfolgten Christen, die selbst angesichts größter Repressalien nicht von ihrem Glauben abließen und sogar bereits seien, im Zeichen des Friedens ihren Verfolgern zu vergeben. Solidarität mit verfolgten Christen dürfe daher keine exklusive Solidarität sein, sondern stets auch andere Verfolgte einschließen und auch das Gebet für die Verfolger beinhalten, so der Wiener Erzbischof.

Weiters warnte Schönborn vor einem vereinfachenden Begriff von Christenverfolgung: „Der Opfer zu gedenken darf nicht bedeuten, die eigene Schuld als Christen in der Geschichte zu vergessen.“ Das Eintreten für Religionsfreiheit weltweit müsse außerdem in eine besondere Sensibilität für die Situation in Österreich münden: „Erhalten wir uns das friedliche Miteinander der Religionen in unserem Land“, mahnte Schönborn bei einer Gedenkminute im Rahmen des Marsches an der Pestsäule auf dem Wiener Graben.

 

 

 

 

 

 

 

Geistliche Solidarität und praktische Hilfe

 

Unter den Teilnehmern waren auch der Wiener Bischofsvikar Dariusz Schutzki, Weihbischof Franz Scharl sowie der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis). Arsenios unterstrich die Notwendigkeit, dass aus geistlicher Solidarität auch politisch-praktische Hilfe resultieren müsse: „Wir müssen nicht nur für diese Menschen beten, sondern auch laut aussprechen, was in Syrien und Irak an Unrecht geschieht“, so der Metropolit. Die orthodoxe Kirche sei sowohl in Österreich als auch in den Ländern des Nahen Ostens aktiv, um Verfolgten beizustehen und ihnen – wo möglich – Quartiere und Schutz anzubieten. In Österreich erfolge dies in Kooperation mit den Diözesen Wien und Eisenstadt sowie mit dem Innenministerium, so Arsenios.

 

 

 

Muslimische Terroristen bezeugen den Glauben koptischer Märtyrer 

 

 

 

 

Altar für verfolgte Christen

 

Beim abschließenden ökumenischen Gottesdienst des Schweigemarsches in der Augustinerkirche wurde am neuen „Altar für die verfolgten Christen“ ein Triptychon des nigerianischen Künstlers Samuel Palmtree gesegnet, das in eindrucksvollen Bildkompositionen das Leid der entführten, inhaftierten und gefolterten Christen in Afrika zeigt, zugleich aber auch die Weigerung der Gläubigen deutlich macht, ihren Glauben zu verleugnen, selbst wenn dies lebensrettend wäre.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren Texte frühchristlicher Märtyrer (begleitet von Noemi Tiercet und Peter Hudler) zu hören. Danach wurde der Märtyrertod des algerischen Trappisten-Abtes Christian de Cherges und seiner Mitbrüder im Jahr 1996 (mit dem musikalischen Hintergrund des Ensembles „Vocafonia“) reflektiert. Den Abschluss in St. Augustin bildete ein von Pfarrer P. Matthais Schlögl zelebriertes Requiem für die getöteten Christen von heute; die Messfeier wurde musikalisch von Chor, Solisten und Orchester von St. Augustin mit dem Requiem in d-Moll von Mozart gestaltet.

 

 

 

Initiiert wurde der Schweigemarsch von der österreichischen Sektion von „Christian Solidarity International“ (CSI). Unterstützt wurde er u.a. von der „Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände“ (AKV). Deren Präsident, Helmut Kukacka, hatte aus Anlass des Schweigemarsches am Freitag in einer Aussendung an Außenminister Sebastian Kurz appelliert, „in der Frage der Menschenrechtspolitik und beim Thema Christenverfolgung eine europäische Führungsrolle zu übernehmen“. Das Thema gehöre unbedingt „auf die Agenda der europäischen Politik und der Staatengemeinschaft“, so Kukacka. Zu lange habe die internationale Politik den Einsatz für Religionsfreiheit weltweit vernachlässigt.

{Quelle: http://www.erzdioezese-wien.at/site/glaubenfeiern/christ/oekumene/langenachtderkirchen/article/43238.html}

 

 

 

 

 Massaker des IS in Libyen an 30 äthiopischen Christen

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Eine vorbildliche Aktion, die sich die Deutsche Bischofskonferenz auch einmal zum Beispiel nehmen sollte. Offensichtlich ist in Österreich noch nicht vollends der Blick für die prekäre Situation von Christen im christenfeindlichen Umfeld, sei es islamisch oder kommunistisch abhanden gekommen. Solche Aktionen sind die richtigen, die solange wiederholt werden sollten, bis die Christen- und Menschenverfolgung aufgehört hat. Solche Aktionen machen der Öffentlichkeit bewusst, dass es auch noch etwas anderes gibt, für das der Christ sich einsetzen sollte, als das Pfarrfest zuhause in der Gemeinde zu organisieren. Damit soll der  Einsatz von Christen für Pfarrfeste, deren Erlöse in der Regel einem guten Zweck zugute kommen wirklich nicht geschmälert werden. Aber eine geradlinge und nachhaltige Bewusstseinserweiterung in Richtung verfolgte Christen ist dringend vonnöten.  Sie kann der neue Weckruf dieser so satten Kirche aus den Träumen der Sicherheit sein. Denn dieses Schicksal kann auch die Christen in nicht allzuferner Zeit hier betreffen, wenn die Politik so weitergeht wie bisher.

 

 

 

Die Verbindung zwischen der Christenverfolgung in Syrien und Irak mit der Flüchtlingssituation in diesen Ländern und von diesen in Europa  mit diesem so wichtigen Anliegen herzustellen, ist mehr als gelungen.

 

Aber es muss endlich viel mehr getan werden, um dem Bewusstsein der Öffentlichkeit vor Augen zu führen, warum Christen noch heute immer noch neben anderen verfolgt und diskriminiert werden, nur weil sie JESUS nachfolgen wollen.

 

 

Jede gespielte Note des herrlichen Mozarts-Requiems, die für jeweils einen verfolgten oder diskriminierten Christen oder auch andersgläubigen Menschen stehen sollte, ist der mehr als musikalisch-würdige Rahmen dieser ach so dringend notwendigen Veranstaltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir bitten diejenigen unserer Leserschaft in Österreich, die es eben örtlich  schaffen können, dieses Bewusstseins-Mahnmal durch Anwesenheit zu unterstützen. Lassen wir unsere verfolgten Mitgeschwister im Irak, Syrien, Nordkorea und in anderen Teilen der Welt nicht im Stich und intensivieren unser Gebet, Spende und Tat für diese Menschen, damit ihnem der DREIEINE GOTT die Kraft schenkt, auszuhalten.

 

 

Wir danken auch Herrn Kardinal Schönborn und den Vertretern der andern Kirchen und christlichen Gemeinschaften, dass sie durch ihre Anwesenheit die Wichtigkeit dieses Anliegens so deutlich unterstreichen. Das nennen wir: Zeugnisgeben für JESUS CHRISTUS, unseren HERRN. 

 

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