kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Landesverräter Morsi brach vom Gefängnis mit Hamas-Hilfe aus: Todesstrafe! 17. Mai 2015

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 23:18

Moslembrüder

Nach dem Todesurteil gegen Karadawi, den Führer (Mohamed Badie), den Vize (Khairat Alschater) und die führenden Figuren wie Elbeltagi, Elkatatni und Eleryan: Moslembrüder erschießen drei Richter.

 

 

 

 

Todesurteil gegen Mursi soll islamische Terroristen einschüchtern

 

Der ägyptische Ex-Präsident ist zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Sisis Regime sendet ein Signal an seine Gegner – und zeigt, wie weit es sich von Rechtsstaatlichkeit verabschiedet hat.

Die Verurteilung des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi zum Tod durch den Strang sollte niemanden überraschen. Schließlich ist das nicht das erste Todesurteil in einem Prozess gegen Ägyptens einst größte und mächtigste Organisation.  Der Prozess, den Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International von Anfang an als „Farce“ bezeichnet hatten, fügt sich nahtlos in den Kampf ein, den das Regime von Ägyptens Präsident Abdel Fatah al-Sisi gegen seine – realen oder vermeintlichen – Gegner führt. Mursi war der erste demokratisch gewählte Präsident Ägyptens und wurde im Juli 2012 gestürzt. Noch ist unklar, ob das Todesurteil gegen ihn auch vollstreckt werden wird. Zum einen steht noch das Gutachten des Muftis aus, des geistlichen Beraters der Regierung, der in solchen Fällen zu Rate gezogen wird. Zum anderen können Mursis Anwälte Berufung einlegen. Zudem wurde bislang nur ein kleiner Teil der zahlreichen gerichtlich bereits verordneten Hinrichtungen auch vollzogen. Doch eines ist klar: Das Urteil ist ein klares Signal des Regimes: Dessen Gegner sollen weiterhin damit rechnen, dass mit allen Mitteln gegen sie vorgegangen wird. Ob es der Armee mit Einschüchterung allein gelingen kann, seine Feinde im Inland in Schach zu halten, ist allerdings fraglich.

 

 

 

 

 

 

Mursi soll als Sündenbock herhalten

 

Als die Regierung die Muslimbruderschaft im Dezember 2013 zu einer Terrororganisation erklärt hatte, war dies eine eindeutige Übertreibung. Diese sollte dem Zweck dienen, die überwiegend mit friedlichen Mitteln protestierende Bewegung politisch ins Aus zu drängen. Die Vorwürfe der Militärs muteten genau so fantastisch an wie die Anklage, gegen die Mursi sich im aktuellen Prozess verteidigen sollte: Ihm war vorgeworfen worden, den Einmarsch von Hunderten schwer bewaffneten Hamas– und Hisbollah-Kadern über Tunnel aus dem Gazastreifen organisiert zu haben, um das Hunderte Kilometer entfernte Wadi-Natrun-Gefängnis zu überfallen und ihn gemeinsam mit anderen Führern der Muslimbrüder zu befreien.

 

Die Freilassung von Gefangenen war tatsächlich Teil einer Strategie des gestürzten Präsidenten Husni Mubarak gewesen. Angesichts der ausufernden Proteste gegen ihn hatte er die Polizei im Frühjahr 2011 angewiesen, sich von den Straßen zurückzuziehen und Hunderte Verbrecher aus den Gefängnissen zu lassen. Das daraus resultierende Chaos sollte die Bevölkerung zurück in die Arme des Diktators treiben. Doch diese Rechnung ging erst mit Verspätung auf, als das Volk den Sturz Mursis durch die Armee eineinhalb später Jahre weitgehend unterstützte. Mursi soll nun mit der restlichen Führung der Muslimbruderschaft als Sündenbock für das Chaos der Revolutionszeit herhalten. Die vermeintliche Bedrohung, die seine Organisation darstellt, soll das Volk ferner angesichts andauernder wirtschaftlicher und politischer Probleme einen.

 

 

 

Denn was einst eine politisch motivierte Übertreibung war, wird immer mehr zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Kurz nach dem Richtspruch gegen Mursi wurden in al-Arisch auf der Sinaihalbinsel drei Richter in einem Hinterhalt ermordet – mutmaßlich von islamistischen Terroristen. Sie sind die neuesten Opfer im schwelenden Krieg zwischen Ägyptens Militär-Establishment und oppositionellen Islamisten.

Hunderte Soldaten und Polizisten haben auf der Halbinsel in den vergangenen drei Jahren bei Attentaten ihr Leben verloren – neben Hunderten Aufständischen, gegen die das Regime buchstäblich seine schwersten Geschütze aufgefahren hat: Im Norden des Sinai gilt der Ausnahmezustand; die Truppen wurden mit Kampfhubschraubern, Panzern und Elitesoldaten verstärkt. Einst wurde dieser Guerillakrieg nur in Randgebieten des Landes zwischen den radikalsten Elementen der Islamisten und Sicherheitskräften ausgetragen. Doch inzwischen hat er auch das Kernland und Ägyptens Hauptstadt erfasst.

 

 

 

 

Kleinkrieg in der ägyptischen Hauptstadt

 

Durchschnittlich zehn Mal am Tag ist das nur ungenügend ausgebildete und ausgerüstete Bombenentschärfungskommando der Polizei in Kairo im Einsatz. Meist ist es falscher Alarm, doch immer öfter sind es tatsächlich Sprengsätze, die von Terrororganisationen mit der Absicht gelegt werden, das Regime zu destabilisieren. Vier Mitglieder des Kommandos kamen bei diesen Einsätzen bislang ums Leben. Meist richten sich diese Angriffe gegen Polizeistationen, Ministerien oder Checkpoints. Seit Jahresbeginn wurden allein in der Hauptstadt mindestens drei Polizisten getötet. Doch auch die U-Bahn oder Universitäten gehörten zu den Zielen der Islamisten, deren Rebellion ungeachtet der harten Politik der Militärs Fahrt aufnimmt.

 

 

Und so setzt Sisi, der als General den damaligen Präsidenten Mursi stürzte, um kurz darauf dessen Amt zu usurpieren, weiterhin auf eine Politik der eisernen Hand. Offiziell nur, um der Gefahr durch Islamisten Herr zu werden. Aber: Bürgerrechte wie Versammlungs- oder Meinungsfreiheit wurden drastisch eingeschränkt, die Medien gleichgeschaltet, die Handlungsfreiheit von Nichtregierungsorganisationen beschnitten, Oppositionelle jeder Couleur eingeschüchtert. Erst am Donnerstag gab das Innenministerium erneut die Verhaftung von 94 Muslimbrüdern der „mittleren Ränge“ bekannt. Fast die gesamte Führungsspitze der Organisation befindet sich bereits seit Jahren in Haft. Ihr droht manchmal auch ohne Todesurteil ein frühzeitiges Ableben. Erst vor zwei Tagen starb der ehemalige Parlamentarier Farid Ismail in einem ägyptischen Gefängnis – laut Angaben der Islamisten, weil ihm die notwendige medizinische Behandlung verweigert worden war.

 

 

 

 

Muslimbrüder haben ihre Spitze im Exil erneuert

 

Selbst Prominente wie der Fußballstar Mohammed Abu Treka, der vier Mal zum besten Spieler Afrikas gekrönt wurde, sind vor Sisis hartem Kurs nicht mehr gefeit. Ägyptens Behörden konfiszierten sein Vermögen mit der Begründung, er habe Aktivitäten der Muslimbrüder finanziert. Die 80 Jahre alte Organisation steht somit einer der härtesten Kampagnen seit ihrer Gründung gegenüber. Doch gebrochen ist sie nicht. Ende April gab ihre Exilführung in der Türkei bekannt, dass sie in geheimen, demokratischen Wahlen einen neuen Obersten Führer gewählt habe, dessen Identität aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht wird. Rund „65 Prozent der Führung sind ausgetauscht worden„, teilte Ahmad Abdel Rahman, ein Sprecher der Organisation, mit. Nachdem Zehntausende Muslimbrüder verhaftet und gefoltert wurden und Tausende getötet oder verletzt, scheinen immer größere Teile der marginalisierten Organisation bereit, tatsächlich zur Waffe zu greifen.

{Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article141006819/Todesurteil-gegen-Mursi-soll-Islamisten-einschuechtern.html}

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s