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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gedenken des Völkermords an Armeniern im Stephansdom und danach Marsch zum Parlament 24. April 2015

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 10:18

Armenier-Genozid: Gemeinsames Gedenken der Kirchen in Österreich

Die Kirchen in Österreich werden am 24. April 2015 um 17 Uhr im Stephansdom gemeinsam der Opfer des Völkermords an den Armeniern vor 100 Jahren gedenken.

Am 22. Oktober 1911 wurde er zum Erzbischof von Mardin ernannt. Da es schon 1895 und 1908 in der Türkei zu Übergriffen gegen die Armenier gekommen war, trat Maloyan ein schweres Amt an.

Bis zum Ersten Weltkrieg schätzten aber noch die türkischen Behörden seine Tätigkeit als loyalen Staatsbürger des Osmanischen Reiches. Im Jahr 1915 kam jedoch durch die Jungtürken der Plan der „Endlösung“ für die Armenier. Am 25. April setzten Deportationen ein, zunächst in Istanbul, dann in ganz Kleinasien. Am 3. Juni 1915 zerrten die Behörden in Mardin den Erzbischof mit 27 Katholiken vor Gericht. Der Polizeichef Memdouh Bey ließ außerdem weitere 395 Christen, darunter acht Priester, festnehmen:

Es handelte sich um 226 Armenier, 112 Syrer, 30 Chaldäer und 27 Protestanten.

Am 10. Juni wurden die Gefangenen in Nachbardörfer geschleppt, der Bischof hatte den Hals in Eisen und war gefesselt. Die ersten Gefangenen wurden in einem Steinbruch erstochen.

Tausende mussten ihr Leben lassen

In einem kurdischen Dorf, wohin die Todeskarawane weiter geprügelt wurde, bot der Polizeichef an, wer zum Islam übertrete, werde frei gelassen. Erzbischof Maloyan sprach für alle: „Verräter an der christlichen Religion zu werden, niemals!“ Ein Laie namens Razcallah Murcho trat aus der Reihe der Gefangenen und ergänzte: „Tötet mich und ihr werden sehen, wie ein Christ stirbt!“

Die ersten einhundert Männer wurden bei den Grotten von Cheikhan ermordet, weitere einhundert durch Steinigung, Dolchstöße und Keulenschläge bei der alten Festung Zerzewan. Zum Schluss wurde der Erzbischof durch den Polizeichef selbst mit der Pistole erschossen.

Die Seligsprechung von Ignatius Maloyan am 7. Oktober 2001 steht stellvertretend für Tausende weiterer Märtyrer des Jahres 1915 in Mardin und Anatolien.

Am 14. Juni 1915 wurden 278 weitere Gefangene abgeführt, darunter fünf armenische und sieben syrisch-katholische Priester, 262 katholische Laien und vier Protestanten. Sie wurden alle ermordet.

Im Dorf Tell-Armen wurden 1500 Christen in der Kirche abgeschlachtet, die Kinder buchstäblich auf dem Altar. Ähnliches geschah in anderen Dörfern. Anfang Juli kamen nach 35 Tagen Fußmarsch Tausende von verschleppten armenischen Frauen aus dem Norden in Mardin an. Die Männer waren längst ermordet, von den deportierten Frauen und Kindern gelangten nur wenige Tausend bis Mardin, denn über zehntausend waren im Juni zwischen Diyarbakir und Mardin massakriert worden.

Von weiteren 80.000 Frauen und Kindern aus Sivas und Karput,

die zur Verschickung nach Mossul bestimmt waren, kamen am 14. September nur viertausend bis Mardin. Beim Verlassen von Diyarbakir waren es noch 12.000 gewesen, von denen achttausend von Kurden auf dem Weg bis Mardin getötet wurden. Die Zahl der in Harems verschleppten Frauen und Mädchen ist nicht bekannt. Von 600 katholischen Frauen aus Siirt war kaum ein Drittel übrig, als sie beim Herabsteigen von einem Berg vor Mardin von Kurden gesteinigt worden sind.

Türkei leugnet bis heute Völkermord

Man kann nur Begriffe wie Hekatomben oder Blutbäder für die Massaker gebrauchen. Die europäischen Konsulate meldeten ihren Botschaften aus Mossul, dass wochenlang Leichen auf dem Fluss Tigris trieben. Bis heute leugnet die Türkei den Völkermord an den Armeniern und anderen Christen in Kleinasien und bezeichnet die damaligen Opfer als Kollateral-Schaden während kriegsbedingter Umsiedlungen. Aber die Fakten des Genozids sind gesichert und durch Dokumente, Augenzeugen und Überlebende eindeutig beweisbar. Die Berichte der Konsulate verschiedener Regierungen in den großen Städten Kleinasiens, Briefe und Tagebücher von deutschen, amerikanischen, dänischen und schweizerischen Missionaren belegen die Ausrottung ebenso wie Berichte von deutschen Offizieren und Reisenden verschiedener Nationen.

Heute schwärmen Broschüren des türkischen Tourismus-Ministeriums von der Schönheit Mardins. Die Stadt sei ein „Gedicht aus Stein“. Was hier und in vielen Städten Kleinasiens im Jahr 1915 geschah, wird aber verschwiegen.

{Quelle: http://www.kath.net/news/16982/print/yes}

 

One Response to “Gedenken des Völkermords an Armeniern im Stephansdom und danach Marsch zum Parlament”

  1. Ebalus Says:

    Wir erinnern: Eroberung u. Vernichtung des byzantinischen christlichen Reichs, 500 Jahre Schreckensherrschaft über den gesamten Balkan, zwei Versuche, das Habsburger Reich zu unterwerfen, Genozid u. Vertreibung der verbliebenen Christen in der heutigen „modernen“ Türkei, Massenmord an den Armeniern, Unterdrückung, Vertreibung u. Mordkommandos gegen die Minderheit der (mohamedanischen) Aleviten, aktuell Beihilfe zum Völkermord an syrische u. irakische Christen, Alaviten, Schiieten u.a. durch die aktive Unterstützung von islamistischen Terroristen (IS), Beteiligung an Giftgasmassakern syrischer „Rebellen“, Zerschlagung jeglicher türkischer Opposition/kritischer Medien, politische Auftragsmorde, Folter von Inhaftierten, Einschüchterung, Drohungen, Sanktionen u. Repressalien gegen ausländische (westliche) Regierungen…
    – aber ihr Türken habt die Stirn, aggressiv gegen die Kundgebungen zum Völkermord an den Armenieren überall in Europa vorzugehen, Politiker u. geistliche Würdenträger inkl. Papst zu bedrohen u. der kompletten EU das freie (Tatsachen-) Wort verbieten zu wollen?? Gehts euch noch??


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