kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Aramäische Christen im Südosten der Türkei 22. April 2015

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 20:45

Die Protestkundgebung "Schutzzone! Jetzt!" am 23.08.2014 auf dem Schlossplatz in Stuttgart wurde von der syrisch-orthodoxen Kirche Deutschland initiiert und soll Solidarität gegenüber religiösen Minderheiten im Nahen Osten demonstrieren. | Bild: picture-alliance/dpa

Die Protestkundgebung „Schutzzone! Jetzt!“ 2014 in Stuttgart wurde von der syrisch-orthodoxen Kirche Deutschland initiiert.

Das antike Volk der Aramäer siedelte ursprünglich im Zweistromland.

Das alte Mesopotamien liegt im heutigen Gebiet des Iraks. Heute leben sie aber auch in Syrien, im Iran und im Südosten der Türkei. Dort sind sie aber eine Minderheit. Die Region, Tur Abdin, im Südosten der heutigen Türkei war ein Zentrum des christlichen Glaubens, in dem schon im 4. Jahrhundert die Aramäer ihre syrisch-orthodoxen Klöster erbauten. Wie die meisten christlichen Völker auf dem Boden der heutigen Türkei waren auch die Aramäer von der ethnisch-religiösen „Säuberung“ während des Ersten Weltkrieges betroffen.

Türkische Regierung spricht nicht von Genozid

Nach den osmanischen Niederlagen an der Kaukasusfront gegen Russland, wandten sich osmanische Regierung, die Armee sowie türkische und kurdische Milizen gegen die aramäische und andere christliche Bewohner in ihrem Reich. Sie wurden als Verbündete und Unterstützer des christlich-orthodoxen Zarenreiches betrachtet. Man sah durch sie eine Gefährdung der Ostgrenze und trat eine Welle der Gewalt gegen sie los. Eine Anerkennung der Opfer gab es nicht. Bis heute weigert sich der türkische Staat das Wort „Genozid“ zu benutzen.

Als religiöse Minderheit nicht anerkannt

Nach dem Völkermord lebten schätzungsweise nur noch 250.000 Aramäer in der Gegend des Tur Abdin. Und die Zahl nahm weiter ab: Mit der Gastarbeiteranwerbung in den 1960/70er-Jahren gingen auch die christlichen Aramäer aus dem ärmeren Süden der Türkei nach Europa, um dort besser leben zu können. In den 1980er-Jahren litten sie unter den Auseinandersetzungen des türkischen Militärs und den Kämpfern der kurdischen Terrororganisation PKK und flüchteten in alle Welt. Nur noch ca. 2500 Aramäer harren im Tur Abdin aus. Bis heute sind sie nicht als religiöse Minderheit von der türkischen Regierung anerkannt.

{Quelle: http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/evangelische-perspektiven/aramaeische-christen-100.html}

 

One Response to “Aramäische Christen im Südosten der Türkei”

  1. ich Says:

    Diese dreckigen Surensöhne.


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