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Mehr als 2.000 Frauen von Boko-Haram-Terroristen verschleppt und missbraucht 16. April 2015

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 01:22

Straßenprotest in Abuja (Nigeria) am Montag: 276 Mädchen verschleppte Boko Haram in der Nacht vom 14. zum 15. April 2014 aus ihren Schlafsälen einer Schule in Chibok

Ihre Entführung sorgte für weltweite Empörung!

 

Vor einem Jahr wurden mehr als 200 Schülerinnen von Boko Haram verschleppt, sie sind bis heute verschwunden. Doch die Zahlen liegen höher: Die Terrormiliz entführte seit 2014 etwa 2.000 Frauen – sie werden als Sexsklavinnen oder Kriegerinnen missbraucht. 

Seit einem Jahr treffen sie sich jeden Nachmittag gegen fünf Uhr auf einer Wiese in Nigerias Hauptstadt Abuja. Sie wollen verhindern, dass die Welt, vor allem aber die nigerianische Regierung die Mädchen vergisst. „Bring Back Our Girls“ heißt die Initiative – es sind ehemalige Politiker, Menschenrechtler oder einfach nur engagierte Bürger. Es sei eine Schande, sagen sie, dass es auch ein Jahr nach der Entführung der Mädchen aus Chibok nicht gelungen sei, herauszufinden, wo sie sich aufhielten und wie es ihnen gehe – geschweige denn, sie zu befreien.

 

 

 

 

 

Nigerias Regierung unter Druck

 

In der Nacht vom 14. auf den 15. April 2014 waren 276 Schulmädchen aus dem nordnigerianischen Dorf Chibok von bewaffneten Angreifern der Boko-Haram-Miliz auf Lastwagen gezerrt und entführt worden. Man wolle sie zum Islam bekehren und sie verheiraten, so der angebliche Anführer der islamistischen Terrorgruppe, Abubakar Shekau. Kurz darauf veröffentlichte die Boko Haram ein Video, auf dem über 100 verschleierte junge Frauen zu sehen waren, die Koranverse zitierten. Die meisten wurden von ihren Eltern oder Schulkameradinnen eindeutig identifiziert.Die ganze Welt nahm Anteil am Schicksal der Mädchen. Prominente bis hin zu US-Präsidentengattin Michelle Obama setzten sich für die Freilassung der Entführten ein. Nigerias Regierung stand unter Druck, nachdem sie anfangs sogar geleugnet hatte, dass es eine solche Entführung überhaupt gegeben habe. Doch bis heute sind die Mädchen nicht wieder aufgetaucht.

 

 

 

Boko-Haram-Terror in Nigeria - Infografik

 

 

 

Hoffen auf die neue Regierung

 

„Die Regierung tut nichts, um unsere Töchter zu befreien und zu uns zurück zu bringen“, sagt Samuel Yaga. Seine 17-jährige Tochter Sarah gehört zu jenen „Chibok Girls“, die bis heute verschwunden sind. Niemand weiß, ob Sarah in Nigeria festgehalten wird oder in einem der Nachbarländer, ob sie verheiratet wurde, ob sie überhaupt noch lebt. „Meine Frau kann keine Nacht ruhig schlafen, und ich finde nur Ruhe, wenn ich starke Medikamente nehme“, sagt Samuel Yaga.Am Anfang reisten er und seine Frau noch in die Hauptstadt, um bei den Treffen der „Bring Back Our Girls“-Initiative mitzumachen. Doch mittlerweile haben sie aufgegeben. 100 Tage dauerte es, bis sich Nigerias Präsident Goodluck Jonathan des Falles annahm und die Eltern zu einem Gespräch traf. Er versprach, dass die Armee die Mädchen retten werde – doch nichts geschah. Im Wahlkampf versprach Jonathans Herausforderer Muhamadu Buhari, die Befreiung der „Chibok-Girls“ ganz oben auf seine Agenda zu setzen. Buhari gewann die Wahl Ende März. Ende Mai wird er sein Amt übernehmen, doch dass er Wort halten kann, daran wollen Samuel Yaga und seine Frau nicht glauben.

 

 

Amnesty International

Eines der Massengräber, in denen die Opfer der mörderischen Miliz verscharrt wurden.

 

 

 

 

 

Nach Flucht Universitäts-Stipendium

 

Deborah, Blessing und Mary dagegen hoffen, dass der neue Präsident sein Versprechen hält. Die drei jungen Damen sitzen in der klimatisierten Bibliothek der Amerikanischen Universität von Nigeria in Yola und genießen jeden Tag, den sie hier sein dürfen. Auch sie gehörten damals zu der Gruppe der entführten Schulmädchen, doch ihnen gelang die Flucht aus den Händen der Boko Haram. Was genau sich in der Nacht der Entführung oder in der Nacht ihrer Flucht abspielte, darüber wollen und dürfen sie nicht reden. 

21 der insgesamt 57 Mädchen, denen die Flucht gelang, bekamen Stipendien, um an der hochmodernen US-amerikanischen Universität in Yola zu studieren. Deborah, Blessing und Mary wissen, dass dies eine einmalige Chance ist. „In Chibok gab es keinen Strom, zu wenig Wasser, das Schulgebäude war alt und die Lehrer schlecht ausgebildet“, berichtet Deborah, „aber hier bekommen wir die beste Ausbildung, die wir bekommen können“.

 

 

 

 

 

 

Westliche Bildung als Sünde

 

Alle drei wollen wieder nach Chibok zurückkehren, um den Menschen in ihrer Heimatregion als Ärztinnen zu helfen. Seit sie im vergangenen Jahr ihre Ausbildung in Yola begannen, waren sie erst einmal zu Besuch in Chibok. „Es war aufregend“, sagt Mary, „wir haben unsere Freunde und Familien so sehr vermisst.“ Die Tatsache, dass die Mädchen in Chibok zur Schule gingen, war der Grund für die Boko Haram, den Ort anzugreifen. Die Islamisten begreifen westliche Bildung als Sünde, und Bildung für Mädchen lehnen sie erst recht ab. Doch Deborah, Blessing, Mary und ihre Familien begreifen Bildung als Chance und wollen sie nutzen. „Immer, wenn meine Mutter anruft“, erzählt Blessing, „dann sagt sie mir, dass ich hart arbeiten und lernen soll, damit ich einen guten Abschluss mache und sie stolz auf mich sein können“.

Seit einigen Wochen scheint die Militäroperation der Truppen Nigerias, Kameruns, des Nigers und des Tschads im Norden Erfolg zu haben. Fast täglich werden Geländegewinne erzielt, werden die Milizen der Boko Haram zurückgedrängt. „Wenn wir diese Nachrichten hören“, sagt Deborah, „dann freut uns das. Die Armee scheint sich wirklich zu bemühen“.

Und vielleicht gibt es ja doch noch eine Chance, dass sie ihre Schulkameradinnen von damals wiedersehen. Sie wollen die Hoffnung jedenfalls nicht aufgeben.

{Quelle: http://www.heute.de/vor-einem-jahr-entfuehrte-boko-haram-in-nigeria-mehr-als-200-schuelerinnen-37999816.html}

 

One Response to “Mehr als 2.000 Frauen von Boko-Haram-Terroristen verschleppt und missbraucht”

  1. ich Says:

    Man wird bei den meisten von denen, um die mittel des Fürsten Draco,nicht drumherum kommen!


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