kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

IS-Massaker an Kopten kein Einzelfall 16. April 2015

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 20:10

Bombenanschlag auf koptische Kirche in Alexandria in der Silvesternacht – 01.01.11

 

 

Die Enthauptung von 21 ägyptischen Kopten im Februar 2015 in Libyen erregte auch in Deutschland die Gemüter eine Weile, vor allem weil ein Video, das die Einzelheiten der grausamen Tat zeigte, im Internet kursierte. Dann geriet auch diese Tat bei den meisten wieder in Vergessenheit. Nicht viele wissen hierzulande, dass es in Ägypten seit Jahren mit gewisser Regelmäßigkeit in den verschiedenen Teilen des Landes immer wieder blutige Übergriffe auf christliche Staatsbürger gibt.

 

 

 

Aus der langen unrühmlichen Chronologie sollen hier nur einige Beispiele herausgegriffen werden:

 

 

 

1. Die Massaker von El-Kosheh

Nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Koscheh-Massaker

 

 

Bei den El-Kosheh-Massakern (offizielle ägyptische Bezeichnung ‎“El-Kosheh-Vorfall“)‎ handelt‎ es‎ sich‎ um ‎zwei‎ verschiedene ‎الكشح Übergriffe auf koptische Christen, die in den Jahren 1998 und 2000 im Dorf El-Kosheh in Oberägypten, etwa 450 km südlich der ägyptischen Hauptstadt, stattfanden. Der Begriff bezieht sich vor allem auf das Blutbad am Sonntag, dem 2. Januar 2000, als 21 koptische Christen ermordet wurden. Die in diesem Ereignis gefolterten und getöteten koptischen Christen wurden von Papst Shenuda III. als Märtyrer der koptisch-orthodoxen Kirche betrachtet.

 

 

El-Kosheh liegt auf dem östlichen Ufer des Nils im Gouvernorat Sohag, wenige Kilometer östlich von El-Balyana und ist ein wichtiges Handelszentrum. Es hat 35.000 Einwohner, von denen 70 % christliche Kopten sind, die meist als Händler arbeiten. Es gibt wenig Farmland in den Dörfern der Gegend, das meist von muslimischen Bauern bestellt wird. Die Spannungen zwischen Christen und Muslimen begannen im August 1998, als zwei Kopten durch Muslime ermordet wurden, die Rache für
die‎ “Vergiftung‎ eines ‎Bruders”‎ suchten,‎ der‎ jedoch‎ eines‎ natürlichen‎ Todes gestorben war. Die ägyptische Polizei reagierte mit der Festnahme von 1.200 christlichen Dorfbewohnern.

 

 

 

Als der Metropolit Wissa von El-Balyana, zu dessen Diözese El-Kosheh gehört, die Festnahmen kritisierte, wurde er selber zusammen mit zwei seiner Priester verhaftet und der Anstiftung zum Unfrieden sowie der Beschädigung der nationalen Einheit zwischen Christen und Muslimen beschuldigt. Im Oktober 1998 berichtete der Londoner Daily Telegraph, dass an einigen Kopten aus El-Kosheh Scheinkreuzigungen durchgeführt wurden und dass dem Metropoliten Wissa die Hinrichtung drohe. Die ägyptische Regierung war über diese kritische Darstellung aufgebracht und verhaftete den Leiter der Ägyptischen Organisation für Menschenrechte (EOHR), dem sie die Weitergabe des Berichts an den Daily Telegraph vorwarf. Obwohl die ägyptische Regierung versprach, jeden Polizisten zu bestrafen, der unsachgemäß handelte, wurden im Gegenteil sogar einige der Polizeioffiziere, die in die Menschenrechtsverletzungen gegen die Kopten verwickelt waren, befördert. Dieses erste El-Kosheh-Massaker erhielt eine weitere internationale Dimension, als Kopten aus dem westlichen Ausland den Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika drängten, Ägypten auf die Liste der Länder zu setzen, welche Christen diskriminieren.

 

 

 

Das zweite Massake von El-Kosheh begann über ein Jahr später, am Freitag, dem 31. Dezember 1999. Auslöser dieses Ereignisses war eine Querele zwischen einem christlichen Händler und seinem muslimischen Kunden. Die Beziehungen zwischen Muslimen und Christen in dem Ort wurden dadurch noch angespannter. Verwandte des muslimischen Kunden veranlassten, dass christliche Häuser und Geschäfte geplündert, zerstört und niedergebrannt wurden. Anfänglich gelang es der Polizei, die Situation einzudämmen. Am Sonntag, dem 2. Januar 2000, breiteten sich die Gewalttätigkeiten jedoch auf die umliegenden Dörfer aus und führten zur Ermordung von 21 Christen und eines Muslims, der versehentlich durch einen seiner Glaubensbrüder erschossen wurde. Mehr als 40 Personen kamen in dem zweitägigen Massaker zu Tode, 260 Häuser, Geschäfte und Kioske wurden
niedergebrannt oder beschädigt.

 

 

 

Die meisten Toten gab es im ländlichen Umland von El-Kosheh. Dieses Ereignis war eines der blutigsten in der jüngeren ägyptischen Geschichte. Die örtlichen Behörden taten so gut wie nichts, um die Mörder aufzuhalten. Es gab hingegen sogar Fälle, in denen sich die Offiziere an den Tötungen beteiligten. Die Kopten machen für das Geschehen die ägyptische Verwaltung verantwortlich, da die anwesenden Polizeieinheiten den Kopten und ihrem Eigentum den ihnen gebührenden Schutz verweigerten. Am 1. Dezember 2000 sprach ein Strafgericht in Sohag alle 89 Angeklagten, die am Neujahrs-Massaker von El-Kosheh beteiligt gewesen waren, ohne Zahlung einer Kaution frei, was für ägyptische Verhältnisse ungewöhnlich ist. Alle Verdächtigen, die ursprünglich in Verbindung mit dem Blutbad festgenommen worden waren, wurden schließlich freigesprochen. Metropolit Wissa nannte das Urteil „eine Schande, welche den Ruf Ägyptens‎ schädigt“ ‎und ‎eine‎ Einladung‎ zu mehr Gewalt“.

 

 

 

 

 

 

2. Das Massaker von Nag-Hammadi

Nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Nag-Hammadi-Massaker

 

 

Dieses Massaker (arabisch ägyptischen Weihnachtsfest des Jahres 2010, verübt, als die koptischen Gläubigen der Stadt nach der Christmette aus der Kathedrale von Nag-Hammadi kamen. 8 Kopten und ein Muslim, der Wachmann der Kirche, wurden getötet, 9 weitere Kopten und 2 Muslime wurden schwer verletzt. Im Anschluss an die Bluttat kamen darüber hinaus 2 koptisch-christliche Frauen in nahegelegenen Dörfern ums Leben, als ein Mob ihre Häuser sowie mehrere Geschäfte von Kopten in Brand setzte. Als eine Woche später, am 15. Januar 2010, eine Gruppe von 29 ägyptischen Menschenrechtsaktivisten, unter ihnen einige prominente, wie Wael Abbas, von der Bewegung des 6. April, sowie 8 Frauen, unter ihnen eine französische Staatsbürgerin, nach Nag-Hammadi kamen, um den Familien der Getöteten ihr Beileid auszudrücken und ihre Solidarität mit der koptischen Gemeinde zu bekunden, wurden sie sämtlich von der ägyptischen Polizei festgenommen und durch den Staatsanwalt des Gouvernorats Kena einem Verhör unterzogen.

 

 

Einige von ihnen wurden beschuldigt, illegal demonstriert, Slogans gegen den Staat gerufen und Unruhe gestiftet zu haben. Die Beklagten wiesen die Anschuldigungen zurück und erklärten, dass die
Polizei sie bereits bei ihrer Ankunft an der Bahnstation festgenommen habe, ehe sie Gelegenheit gehabt hatten, derartiges zu tun. Das Massaker von Nag-Hammadi erregte aufgrund der ständig prekärer werdenden Lage der christlichen Minderheit in Ägypten internationale Aufmerksamkeit. Papst Benedikt XVI., der libanesische Parlamentsabgeordnete Nadim Gemayel (Kataeb), der italienische Außenminister Franco Frattini und der kanadische Außenminister Lawrence Cannon verurteilten es scharf. Die Angriffe waren seinerzeit einer der brutalsten Ausbrüche antichristlicher Gewalt in Ägypten und galten als die schlimmste Bluttat seit dem Massenmord an 21 koptischen Christen in El-Kosheh im Januar 2000.

 

 

 

 

 

 

 

3. Das Massaker von Alexandria

Nach: http://www.welt.de/politik/ausland/article11919257/Anschlag-auf-aegyptische-Christen-21-Menschen-tot.html

 

In der ägyptischen Stadt Alexandria kamen bei einem Anschlag auf koptische Christen in der Neujahrsnacht 2010/2011 mindestens 24 Menschen ums Leben, als sie nach einer Mitternachtsmesse, an der ca. 1000 Menschen teilgenommen hatten, aus der Kirche strömten und ein Sprengsatz detonierte. Neben den Toten gab es zahlreiche schwer Verletzte. Augenzeugen berichteten von Menschen, die in Flammen  standen  und  von  in  weitem  Umkreis  umherliegenden Leichen sowie den Trümmern eines Autos, in dem möglicherweise Sprengstoff oder eine Bombe platziert worden war.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Der Gouverneur von  Alexandria  gab  umgehend  dem  Terrornetzwerk  Al-Qaida  die Schuld an der Tat, möglicherweise, um die Spannungen zwischen Christen und Muslimen im eigenen Land herunterzuspielen. Al-Qaida habe  mit  Angriffen  auf  Kirchen  in  Ägypten  gedroht,  sagte  er  im ägyptischen Staatsfernsehen. Bis heute ist die Identität der Täter nicht geklärt, obwohl Gerüchte kursieren, dass die Tat durch hochrangige Persönlichkeiten des Landes angeordnet worden war.

 

 

 

 

 

Die  Kopten sind  die  größte  christliche  Glaubensgemeinschaft  im Nahen Osten. Sie machen bis zu 20% der über 80 Millionen Einwohner im überwiegend muslimischen Ägypten aus und sind im Alltag Diskriminierungen und Benachteiligungen ausgesetzt.

 

3 Responses to “IS-Massaker an Kopten kein Einzelfall”

  1. Ibrahim Says:

    BITTE BETET FÜR DIE CHRISTEN! IN ÄGYPTEN IM NAHEN OSTEN IN NORDAFRIKA!

    DANKE!

    BETET!

  2. Ibrahim Says:

    CHRISTUS IST AUFERSTANDEN! IN WAHRHEIT AUFERSTANDEN!

  3. Ibrahim Says:

    KOPTENVERFOLGUNG EIN FILM!


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