kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Was hat die Auferstehung Jesu mit meinem Leben zu tun? 5. April 2015

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 00:37

Eine Frage, die manche Christen ins Grübeln bringt – vielleicht, weil man Auferstehung immer mit Tod in Beziehung bringt.

 

„Aber ich bin nicht tot“, so sagen sie, „ich lebe noch!

Was hilft mir jetzt, in meinem Alltag, der Glaube an die Auferstehung?

Viel lieber hätte ich, dass Gott mir hilft, meine Probleme in den Griff zu bekommen, dass er mal ein Wunder tut, dass ich dieses Jahr endlich mal beruflich vorwärtskomme“!

 

 

Der Haken an der Sache ist: Wenn wir das Evangelium auf unser irdisches Leben begrenzen, dann werden wir schnell enttäuscht. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so schreibt Apostel Paulus an einer Stelle, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.  Warum?

 

 

 

 

Weil Herr Jesus nie versprochen hat, dass ein treuer Christ von allem verschont bleibt und auf der Sonnenseite des Lebens stehen wird. So funktioniert das Evangelium nicht. Das Evangelium ist die Botschaft: Du darfst Hoffnung haben, die über dein Leben weit hinausreicht, denn Christus ist auferstanden von den Toten. Er ist der Sieger über Hölle und Tod. Mit seiner Auferstehung hat er deine Auferstehung vorbereitet. Seine Auferstehung ist die Zusage, dass auch für dich der Augenblick kommen wird, an dem du frei sein wirst von allem Leid, aller Trübsal, frei sein wirst von Sünde und Tod. Auf dich wartet der verklärte Leib, der dir bei der Wiederkunft Christi gegeben wird, mit dem du in der Lage sein wirst, die Herrlichkeit Gottes zu schauen und die neue Schöpfung zu bewohnen: ewiges Leben in der Gemeinschaft mit Gott.

 

Das alles hat seinen Grund in der Auferstehung, und das gibt dir heute Kraft, über das Irdische und Vergängliche hinaus auf das kommende Ewige zu schauen.

 

 

 

  

Jubelt laut, denn auferstanden ist der Herr,
aus Todesbanden. Jesu Wort: „Es ist vollbracht!“
hat besiegt der Hölle Macht.
Jesu Wort: „Es ist vollbracht!“
hat besiegt der Hölle Macht.

 

 

 

Osterzeit, nach Kreuz und Leiden
bringst du Glück und ew´ge Freuden,
machst die Herzen hell und weit,
sel´ge Auferstehungszeit;
machst die Herzen hell und weit,
sel´ge Auferstehungszeit!

 

3 Responses to “Was hat die Auferstehung Jesu mit meinem Leben zu tun?”

  1. Tommy Rasmussen Says:

    „Seine Auferstehung ist die Zusage, dass auch für dich der Augenblick kommen wird, an dem du frei sein wirst von allem Leid, aller Trübsal, frei sein wirst von Sünde und Tod. Auf dich wartet der verklärte Leib, der dir bei der Wiederkunft Christi gegeben wird, mit dem du in der Lage sein wirst, die Herrlichkeit Gottes zu schauen und die neue Schöpfung zu bewohnen: ewiges Leben in der Gemeinschaft mit Gott“
    .
    Genau das ist auch meine Glaube! Zunächst mache sich da einmal jedermann klar, was es heißt, ‚sündigen‘! Mancher wird da schnell mit der Antwort fertig sein und sagen: Sünde ist alles, was gegen Gottes Willen verstößt! – Das ist schon richtig. Aber was ist denn Gottes Wille, und wie erkennt diesen der Mensch, der nicht einmal an Gott glaubt und noch viel weniger dessen Willen anerkennt? Es muß da aus dem menschlichen Leben heraus geurteilt werden. Sündigen kann niemand gegen Gott, wenn er Ihn nicht erkannt hat. Ebensowenig wie sich jemand an einem Blinden ärgern wird, der da behauptet, es gäbe kein Licht, nur weil er dieses nicht sieht, ebensowenig wird Gott denjenigen bedrücken, der Ihn aus Unverstand nicht erkennt. Wohl aber kann ein Blinder seinen Nachbar oder einen andern Menschen, den er zwar auch nicht sieht, jedoch hört, fühlt, und dessen direkt fühlbare Wohltaten er genießen kann, beleidigen, wenn er sich ihm in irgendeiner Weise widersetzt. Er kann gegen dessen Liebe sündigen; denn trotz der Blindheit kann er sich dessen Wesenhaftigkeit nicht verschließen. So ist es auch mit dem geistig Blinden, der gegen das Gebot der Nächstenliebe sehr wohl verstoßen kann, auch wenn er Gott nicht erkennt. Die Nächstenliebe ist der Weg zur Gottesliebe!

    Da der Mensch Jesus nun aber dieses Gebot bis in das Kleinste erfüllte, und zwar von Jugend auf, so wuchs in ihm auch die Gottesliebe, so daß er schließlich in ihr aufgehen konnte. Die Sünde hatte keine Macht über ihn; denn er war bestrebt, von dem anfangs sichtbaren Weg der Nächstenliebe, der sich durch äußere Werke kundtut, zu dem innerlichen, unsichtbaren Weg in der Gottesliebe zu gelangen. Gott hatte Adam ein Gebot gegeben: unbedingten Gehorsam. Er mißachtete es und fiel. Der Mensch Jesus gab sich aus Liebe zu Gott freiwillig dieses Gebot, nichts ohne des Vaters Willen zu tun, und ward dadurch das leuchtende Vorbild zur Nachfolge. Er errang also in sich die Stufe, die Adam nicht errungen hatte, und versöhnte also in sich die Gottheit, die in Ihrer Heiligkeit verletzt war, durch das mißachtete Gebot. Die Weisheit gab das Gebot; der Wille, die Kraft, verlangte die Erfüllung; die Liebe fand den Weg, in dem Menschen Jesus die Bedingungen zu erfüllen, welche notwendig waren, um den früheren Seligkeitszustand für alle Geschöpfe zurückzubringen. Darin aber, daß nun dieser Weg eröffnet ist, der direkt zu Gott führt, und darin, daß dieser Weg von dem Menschensohn Jesus erfüllt wurde, der dadurch zum Gottessohn wurde, liegt die Erlösung. Das Sterben Jesu ist die Besiegelung des unbedingten Gehorsams. Es wäre nicht notwendig gewesen; aber da die Menschheit in ihrem unbeschränkt freien Willen es durch Luzifers Hauch verlangte, so unterwarf sich Jesus auch dieser Forderung und starb leiblich.

    Das Verfallen von einer Sünde in die andere erzeugt stets größere Seelenhärte. Man spricht von versteinerten Herzen, um diesen Zustand auszudrücken. Wie weit das nun führen kann, ist unabsehbar. Die Materie, die äußere Lust, wächst immer mehr, und naturgemäß schwindet damit das Bewußtsein von irgendeinem geistigseelischen Wesenskern immer mehr. Diese Verhärtung führt schließlich zu einem tierischen Zustand, der nichts weiter als Erhaltung und Fortpflanzung kennt, ohne geistige, innere Freiheit. Die Erlösung aus solchem Zustand bietet nur eine reingeistige Lehre, welche zum sittlichen Bewußtsein der Menschenwürde führt, und diese Lehre wurde gegeben in nicht mißzuverstehender Kürze und größtmöglicher Klarheit. Die Befolgung sprengt die Ketten der Materie, lockert die Bande der irdischen Genußsucht und führt schließlich die materiellen Wünsche und Begierden zu einem Zustande des reinsten Empfindens, als Kenntnis des Bösen, jedoch nicht mehr zur Vollbringung des Bösen, weil das eigene Ich immer mehr zusammenschmilzt, während sonst dieses Ich (Egoismus) sich immer mehr auswächst. Je mehr es schwindet, desto mehr erlöst sich (erweicht sich) die Materiefessel, um schließlich nicht mehr als Fessel empfunden zu werden. Der Baum der Sünde wurde und konnte also nur durch Jesus gebrochen werden, weil er in sich eben den Gottesgeist umschloß, der bereits Adam das Gebot gegeben hatte, ohne daß dieser es erfüllte.

  2. Klabautermann Says:

    Sehr schöner Artikil
    Danke und schöne Tage!

  3. Akelei Says:

    „…Weil Herr Jesus nie versprochen hat, dass ein treuer Christ von allem verschont bleibt und auf der Sonnenseite des Lebens stehen wird. So funktioniert das Evangelium nicht. Das Evangelium ist die Botschaft: Du darfst Hoffnung haben, die über dein Leben weit hinausreicht, denn Christus ist auferstanden von den Toten…“
    Das sehe ich auch so ! Es gibt nicht ‚Heilung um jeden Preis‘ oder auch nicht, dass wir darum herum kommen Kreuze zusammen mit IHM zu tragen. ER sagte ja auch: „Wer mein Jünger sein will, der nehme täglich sein Kreuz auf sich, und folge mir nach“. ER gibt uns jedoch die Gnade und die Kraft weiter zu gehen und auch Freude, trotz Leiden oder manchen Entbehrungen. Die Freude SEINER Auferstehung kommt zu uns in unser Herz. Auch SEINE Liebe. Und manches Mal wirkt ER auch Wunder in unserem Leben…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s