kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der HERR ist wahrhaft auferstanden! 5. April 2015

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 00:22

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In allen Kirchen dieser Welt wird dieser Satz ausgesprochen und geglaubt.

Aber glauben wir es wirklich?

 

 

 

Matthäus:

Matthäus erzählt, dass das Grab bewacht werden solle, damit kein Betrug stattfinden könne. Die Auferstehung, die noch nicht erfolgte, war also schon im Bewusstsein der Pharisäer vorhanden. Sie ahnten, was da Großes auf sie zukam. Matthäus: Sonst könnten seine Jünger kommen, ihn stehlen und dem Volk sagen, dass er von den Toten auferstanden sei. Matthäus sprach von Wachen vor dem Grab aus dem Grunde. Nach Matthäus kam ein Engel im Erdbeben an das Grab, wälzte den Stein fort und setzte sich darauf. Seine Gestalt leuchtete wie der Blitz, usw. und die Wachen zitterten vor Angst und fielen WIE tot zu Boden. Dann wieder das biblische Wort des Engels wie zu Weihnachten zu den Frauen: „Fürchtet Euch nicht“  Jesus ist nicht hier, er ist auferstanden. Der Hinweis auf das Vorausgehen nach Galiläa.

Jesus kam den Frauen entgegen und gab ihnen den Auftrag, seinen „Brüdern zu weisen, dass sie nach Galiläer gehen sollten. Zwischenzeitlich berichteten die Wächter des Grabes den Hohenpriestern alles, was geschehen war, also die Sache mit dem Engel, dem Erdbeben und dem leeren Grab. Dann folgt die Bestechung des Schweigens. Das Schweigen liefert also den Grund dafür, dass bei den Juden das Gerücht verbreitet wurden, die Jünger hätten den Leichnam JESU gestohlen. Also nichts mit Auferstehung.

 

 

Dann sahen sie JESUS lebend

Glauben wir die Sache mit dem Engel und der Begegnung der Frauen und den Aposteln mit JESUS? Glauben wir das wirklich?

 

 

 

 

 

Markus:

Auch Markus berichtet von den Frauen, die das leere Grab vorfanden. Sie fanden einen Mann im Grab vor, der sort saß und verkündete, dass JESUS auferstanden sei und nicht hier sei. Er sagtes weiter, dass er nach Galiläa vorausgehe. Wer war dieser, denn die Frauen kannten diese nicht als Jünger JESU. Dann erschien JESUS zweien von ihnen, die auf dem Weg aufs Land waren in anderer Gestalt. Sie glaubten es nicht, als diese es anderen erzählten. Dann erschien er auch den Elfen und tadelte sie, dass sie den anderen nicht geglaubt hatten.

 

Der Evangelist benutzt das Wort „erscheinen“. 

Glauben wir, dass JESUS den Aposteln erschien? Glauben wir das wirklich?

 

 

 

 

 

Lukas:

Auch bei Lukas gehen die Frauen zum Grab, um den Leichnam des HERRN zu pflegen. Dann traten im Grab 2 Männer mit leuchtenden Gewändern hinzu und sagten das gleiche wie die beiden Evangelisten zuvor. Hinzu kam hier aber noch eine Begründung: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am 3. Tage auferstehen. Die Frauen berichteten dies nach Lukas nicht nur den Zwölfen, sondern auch den bei ihnen weilenden Frauen. Die Apostel waren ungläubig bis auf Petrus, dem die Sache nicht geheuer war und dieser lief zum Grab und fand es leer vor. Dann erzählt uns Lukas die Geschichte von den Emmaus-Jüngern in besonderer Ausführlichkeit. Markus erwähnt diese Begebenheit mit nur einem kurzen Satz. Jesus legte ihnen die Schrift aus und brachte ihnen zu Bewusstsein, dass dies alles so kommen müsse. Hier spricht JESUS den göttlichen Plan der Erlösung an.

 

 

Während sie noch darüber redeten, trat ER selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch, nicht das biblische „Fürchtet euch nicht“, sondern „Friede sei mit euch“. Auch hier erschaken die Jünger. Lukas spricht es aus, „…als ob sie einen Geist gesehen hätten“. Daraufhin fordert er die Jünger auf, ihn anzufassen, dass ER es SELBST sei. Dann noch die Probe des Fischessens. Sie glaubten das Geschehen nicht, obwohl sie es vor Augen hatten. Wieder die Schriftauslegung und wieder der Hinweis auf den GÖTTLICHEN Erlösungsplan. Dann legt er sie fest: „Ihr seid Zeugen dafür“. Dann der Hinweis auf die Herabsendung der VÄTERLICHEN Gabe der „Kraft“ des Geistes auf die Apostel durch JESUS selbst.

 

Dann segnete ER sie und wurde zum Himmel emporgehoben.

 

 

Glauben wir das alles wirklich? Es mutet wie eine Geistergeschichte an, in anderer Gestalt den Emmaus-Jüngern erscheinen, den Jüngern erscheint er durch das „In die Mitte treten“. Er aber ist geistig und körperlich anwesend. Der gegessene Fisch beweist es. ER trat in ihre Mitte. Hat niemand IHN kommen sehen?

Er war einfach da. Glauben wir historisch wirklich, dass JESUS so übernatürlich gehandelt hat?

 

 

 

 

 

Johannes:

Auch Johannes berichtet vom leeren Grab, welches zuerst von den Frauen entdeckt wurde, hier explizit nur von Maria Magdalena. Von Engeln ist hier noch nicht die Rede. Dann lief sie zu Petrus und zu Johannes (Jünger, den ER liebte) und erzählte ihnen von dem leeren Grab. Johannes war jünger und schneller als Petrus und war zuerst am  und im leeren Grab, lässt aber Petrus den Vortritt. Dann berichtet Johannes als Augenzeuge von den Leinenbinden und dem Schweißtuch, das auf dem Kopf JESU gelegen habe. Er betont dann noch, dass das Schweißtuch nicht bei den Leinentüchern, sondern an einer besonderen Stelle lag.

Warum bitte, war das für den Evangelisten und Augenzeugen so wichtig?

 

 

Dann folgt noch die Szene mit den zwei Engeln, einen an der Kopfstelle, den anderen an der Fußstelle sitzend. Als sie sich umwandte, sah sie JESUS dort stehen. Sie erkannte ihn wie die Emmaus-Jünger nicht und fragte ihn noch, wo er den Leichnam denn hingebracht habe, da sie meinte, Er sei der Gärtner. Erst als ER ihren Namen aussprach, wusst sie, dass es JESUS war. Hier fordert JESUS SELBST Maria auf, den Jüngern von ihm zu erzählen.

 

 

Die Jünger schienen ihr nicht geglaubt zu haben, dann sie hielten ihre Türen verschlossen. Für JESUS kein Hindernis. Hier trat er in ihre Mitte und wieder dieses „Friede sei mit euch“ Dann hauchte er sie an und sprach zu ihnen:“ Empfangt den HEILIGEN GEIST! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem sind sie verweigert!“ Dann folgt der bekannte Bericht mit Thomas, dem „Ungläubigen“, der auch von JESUS überzeugt wurde und die Worte aussprach, die die Gläubigen noch heute nach der Vereinigung mit JESUS in der hl. Kommunion aussprechen: „Mein HERR und mein GOTT“.

 

 

Johannes schreibt ausdrücklich in seinem Epilog: Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat JESUS vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, admit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der SOHN GOTTES, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt  in SEINEM Namen.

Wieder die Frage: Glauben wir das alles? 

Nehmen wir dieses Zeugnis des Johannes und der anderen Jünger und Apostel  als glaubhaft wahr und an?

 

 

 

 

Greift hier GOTT selbst in das Geschehen des Lebens der physischen Welt ein und erhöht es durch JESUS CHRISTUS, SEINEN SOHN unter Herabsendung des HEILIGEN GEISTES transzendent ins Übernatürliche?

 

 

Und sind das alles nicht sich widersprechende Aussagen, einmal ein Engel, dann 2 Engel, dann verschiedene Namen von Frauen mit verschiedenen Beteiligten. Diese Kurzberichte der vier Evangelien sprechen von Widersprüchen, von Divergenzen und von offensichlich unterschiedlicher Sichtweise, unterschiedlicher Personenbeteiligung. 

Wir werden uns nicht mit fremden Federn schmücken, sondern veröffentlichen hier die Version, die kath.net dankenswerter Weise heute veröffentlicht hat:

http://www.kath.net/news/50058

 

 

 

 

 

Was geschah am leeren Grab?

 

 

Angebliche Widersprüche in den Evangelienberichten werden gern geführt, wenn die leibliche Auferstehung Jesu zur Debatte steht. Halten diese Widersprüche stand? So könnten sich die Ereignisse des Ostermorgens zugetragen haben.

 

 

Linz (kath.net): Wie viele Frauen gingen am Ostermorgen zum Grab? Eine? Zwei? Drei? Oder gar fünf? Erschien ihnen ein Engel oder waren es zwei? War es noch dunkel oder schon hell? Haben die Frauen geschwiegen oder berichtet? Erschien auch Jesus und wenn ja, ließ er sich berühren? In all diesen Details liefern die Evangelisten unterschiedliche Informationen, sodass es zum Beispiel bei der Kölner Ortsgruppe von „Wir sind Kirche“ heißt, das Erzählte lasse sich aufgrund so vieler „unvereinbarer Differenzen“ wohl „kaum als Tatsachenbericht missverstehen.“ Nicht wenige Theologen sehen in den Berichten vom leeren Grab nur legendäre Ausschmückungen der urchristlichen Überzeugung, die „Sache Jesu“ lebe fort. Doch mit dieser Einstellung bleibt vom Christentum leider nicht viel mehr übrig als ein unverbindliches Wertesystem. Andere halten zwar an der Auferstehung fest, meinen aber, man komme um ein paar falsche Aussagen in den Evangelienberichten nicht umhin.

 

 

 

 Wer weder auf Jesu Auferstehung noch auf die Wahrheit der Bibel als Wort Gottes verzichten möchte, steht vor der Aufgabe, die Evangelienberichte irgendwie unter einen Hut zu bringen. Aber muss eine solche Harmonisierung auf Biegen und Brechen erfolgen, selbst wenn man sich dabei das Gehirn verrenkt? Ich denke nicht! Im Folgenden möchte ich eine mögliche Chronologie vorschlagen, die auf schlichte Weise die angeblichen Widersprüche löst. Die Idee dazu entnehme ich den Erzählungen von Maria Valtorta. Deren Werk „Der Gottmensch“ besitzt die kirchliche Anerkennung derzeit nicht und die Ostergeschehnisse könnten sich klarerweise auch anders abgespielt haben. Doch Valtortas Version, welche die verschiedenen Evangelienberichte mit einer bemerkenswerten Natürlichkeit zusammenführt, verdient jedenfalls Beachtung.

 

 

 Wer sind nun die Frauen, die sich am Morgen des ersten Tages zum Grab aufmachen? Johannes nennt nur Maria Magdalena. Matthäus nennt zusätzlich „die andere Maria“ (wahrscheinlich die Mutter des Jakobus), Markus nennt darüber hinaus Salome. Lukas nennt Maria Magdalena, Johanna, Maria (die Mutter des Jakobus) und die „übrigen Frauen“. Er spricht also von mindestens fünf. Liegt in diesen Angaben ein Widerspruch? Nein, denn keiner der Evangelisten erhebt Anspruch auf Vollständigkeit. Viele der Jüngerinnen haben Jesus auf seinem Kreuzweg begleitet und bis zuletzt ausgeharrt. Welche von ihnen würde nun freiwillig verzichten, Jesus den letzten Liebesdienst zu erweisen? Es ist nahe liegend, dass die Frauen nicht Maria Magdalena alleine losschicken, sondern gemeinsam gehen.

 

 

 

Laut Maria Valtorta brechen fünf Frauen vor Tagesanbruch mit Salben, die sie am Vorabend gekauft und in der Nacht zubereitet hatten, vom Abendmahlsaal auf: Maria Magdalena, Maria des Alphäus (die Mutter des Jakobus), Martha, Salome und Susanna. Nun kommt es aber zu einer Diskussion darüber, welchen Weg sie nehmen sollen. Die weitaus kürzeste Route führt durch das Gerichtstor. Dieses ist allerdings wenig frequentiert, vor allem zu dieser Tageszeit, sodass die von den Karfreitagserlebnissen eingeschüchterten Frauen fürchten, die Wachen könnten ihnen Fragen stellen oder sie als Freundinnen Jesu nicht durchlassen. Salome schlägt vor, einen Umweg durch das Wassertor zu nehmen und dann an der Mauer entlang zum Grab zu gehen. Die unerschrockene, resolute Maria Magdalena hält davon jedoch nichts. Sie will so schnell wie möglich ans Grab und nimmt allein den direkten Weg. Salome und Susanna nehmen den Weg durch ein anderes Tor (Wassertor?), während Maria des Alphäus und Martha zuvor noch Johanna abholen, die als Frau eines herodianischen Verwalters (vgl. Lk 8,3) ihren Wohnsitz in
 Jerusalem hat.

 

 Es sind also drei Gruppen von Frauen gerade an unterschiedlichen Orten unterwegs, als das von Matthäus beschriebene Erdbeben eintritt, der Engel den Stein wegwälzt und die Wächter „wie tot zu Boden“ fallen (vgl. Mt. 28,2-4).

 

 Maria Magdalena ist die erste, die nach diesen Ereignissen ans Grab gelangt. Es ist noch dunkel (vgl. Joh. 20,1). Die Wachen liegen auf dem Boden, und Maria bemerkt, dass der Stein weggerollt ist. Sie vermutet den Raub des Leichnams, und stürmt Hals über Kopf zurück in den Abendmahlsaal, um Petrus und Johannes Bescheid zu geben (vgl. Joh. 20,1-2).

 

 

 Inzwischen – die Sonne geht eben auf (vgl. Mk. 16,2) – erreichen auch Salome und Susanna, die, um nicht aufzufallen, den längeren Weg genommen haben, das Grab und gehen hinein. Da sehen sie einen Engel im Grab sitzen, der ihnen die Stelle zeigt, wo Jesus gelegen hat, und ihnen aufträgt, den Jüngern zu sagen, Jesus gehe ihnen nach Galiläa voraus. Von dieser Begebenheit sprechen Matthäus (28,5-7) und Markus (16,2-7). Die beiden Evangelisten nennen die Frauen hier nicht beim Namen, sondern leiten die Episode allgemein mit „die Frauen“ und „sie“ ein. Sie können also beliebige Personen aus der am Anfang des Kapitels unvollständig aufgezählten Gruppe meinen. Bei Matthäus wird zwischen 28,4 und 28,5 zudem eine gewisse Zeitspanne übersprungen. Missverständnisse können entstehen, wenn man diesen Sprung überliest.

 

 

 Nun geht es scheinbar widersprüchlich weiter: Bei Matthäus (28,8) eilen die Frauen „voll Furcht und großer Freude“ zu den Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden, während sie bei Markus (16,8) voll Schrecken und Entsetzen fliehen und über alles schweigen. Beides kann wahr sein: In Valtortas Erzählung erleben Salome und Susanna auf dem Heimweg ein emotionales Dilemma. Nach anfänglicher Freude fürchten sie, die Erscheinung des Engels könne eine Täuschung Satans gewesen sein. Auch der Anblick der vermeintlich toten Wachen verängstigt sie. Würde man sie für den Tod der Wachen verantwortlich machen, da sie doch die einzigen Anwesenden waren? Von diesen und ähnlichen Gedanken geplagt beschließen die beiden unterwegs, ihre Erlebnisse doch lieber geheim zu halten.

 

 

 Während Salome und Susanna bereits auf dem Rückweg sind, kommen Johannes und Petrus ans Grab gelaufen (vgl. Lk. 24,12). Die Wachen sind inzwischen offenbar wieder zu sich gekommen und geflüchtet. Der Evangelist Johannes beschreibt die nun folgende, bekannte Episode: Johannes, der Schnellere von beiden, lässt Petrus den Vortritt. Dieser sieht die Leinenbinden und das Schweißtuch. Nun tritt auch Johannes ein, er „sieht“ und „glaubt“, woraufhin beide zurückkehren (vgl. Joh. 20,3-10).

 

 

 Maria aber verharrt weinend am Grab. Sie beugt sich hinein und sieht zwei Engel, die sie nach dem Grund ihres Weinens fragen. Nun erfolgt die in Johannes 20,14-17 beschriebene erste Erscheinung des Auferstandenen selbst. Erst als Jesus sie beim Namen nennt, erkennt Maria ihn und ruft aus: „Rabbuni“, woraufhin dieser sagt: „Berühre mich nicht; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen.“ Über die Bedeutung dieser scheinbar abweisenden Worte wurde viel spekuliert. Doch wenn man genau hinhört, gibt Jesus selbst die Begründung. Er hat ja eben erst seinen menschlichen – nun verklärten – Leib wieder an sich genommen, das heißt, er ist noch nicht „hinaufgegangen“, um sich seinem Vater und den Heiligen im Himmel in jenem Leib zu zeigen, in dem er die Sünde besiegt hat. Es scheint angemessen, dass dieses „Hinaufgehen“ die erste Handlung wäre, die Jesus nach seiner Auferstehung setzt. Doch Magdalenas Liebe und ihr bitterliches Weinen bewegen ihren Meister dazu, ihr sofort den Trost einer ersten Begegnung zu schenken. Wenn man die Worte Jesu so versteht, liegt in seinem „Berühre mich nicht!“ keine Abweisung, sondern – im Gegenteil – ein ganz besonderer Liebeserweis.

 

 

 

 Während Magdalena mit ihrer Botschaft an die Jünger in die Stadt zurückkehrt, hat endlich auch die letzte Gruppe von Frauen (Maria des Alphäus, Martha und Johanna) das Grab erreicht. Diese Begebenheit berichtet Lukas (24,2-9). Als die Frauen den Leichnam Jesu nicht finden, erscheinen ihnen die beiden Engel, die kurz zuvor mit Magdalena gesprochen haben, mit der Botschaft: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ und sie erinnern die Frauen an die Worte Jesu, er müsse gekreuzigt werden und auferstehen.

 

 

 

 Als sich nach diesem Begebenheiten wieder alle im Abendmahlsaal eingefunden haben, wird lebhaft berichtet und diskutiert (vgl. Lk. 24,10). Maria Magdalena erzählt von ihrer Begegnung mit dem Herrn, während Johanna, Maria des Alphäus und Martha die Erscheinung der beiden Engel schildern. Nun wagen auch Susanna und Salome zu berichten, die zuvor aus Angst geschwiegen haben: von der Botschaft des einen Engels, aber auch von den Wachen, die wie tot auf dem Boden lagen. Petrus und Johannes können zwar das leere Grab bezeugen, haben aber keinerlei Erscheinungen gehabt. Die Schilderungen dieser unterschiedlichen Erlebnisse, die alle am gleichen Ort innerhalb kurzer Zeit stattgefunden haben sollen, überzeugen die Apostel nicht, sodass sie „alles für Geschwätz“ halten (vgl. Lk. 24,11).

 

 

 

 Nach dieser Diskussion im Abendmahlsaal ereignet sich laut Valtorta noch eine zweite Begegnung mit dem Auferstandenen. Maria des Alphäus und Salome gehen, angestachelt vom Zweifeln der Apostel, noch einmal zum Grab. Nun ereignet sich, was Matthäus in 28,9-10 beschreibt: Jesus kommt ihnen entgegen und grüßt sie, woraufhin sie sich niederwerfen und seine Füße umfassen. Vielleicht war Jesus inzwischen beim Vater, weil er die Frauen nun gewähren lässt? Er sendet die beiden Frauen zu den Brüdern mit der Botschaft, dass er in einigen Tagen in Galiläa mit ihnen beisammen sein werde.

 

 

 

 So – oder auch anders – könnten sich die Ereignisse am Ostermorgen zugetragen haben. Mir ist vor allem wichtig zu zeigen, dass die Evangelienberichte weder „Widersprüche“ noch „unvereinbare Differenzen“ enthalten. Die Unterschiede entstehen dadurch, dass jeder Evangelist jene Begebenheiten und Personen hervorhebt, die ihm am wichtigsten erscheinen oder mit denen er am besten vertraut ist. Die genaue Abfolge spielt im Grunde keine Rolle und wäre im emotionalen Durcheinander des Ostermorgens ohnehin kaum rekonstruierbar gewesen.

 

 

 So macht das Fehlen eines chronologisch kohärenten Berichtes die Evangelientexte nicht unglaubwürdiger, sondern glaubwürdiger; denn dadurch wird deutlich, dass es sich nicht um erzählerische Verpackungen „nachösterlicher“ Theologie handelt, sondern um Zeugnisse aus erster Hand: ungehobelt, mit Ecken und Kanten, an denen man sich stößt.

 

 

 Die Evangelisten sahen einfach keine Notwendigkeit, an ihren Berichten zu feilen, damit diese schön zusammenpassten. Warum sollten sie sich vor Widersprüchen fürchten, wo sie doch nur das wiedergaben, was tatsächlich geschehen war? Darum liegt gerade in der scheinbaren Disharmonie, die so oft als Schwachpunkt kritisiert wird, die besondere Stärke der Evangelientexte. Sie unterstreicht die Echtheit des Zeugnisses, das damals wie heute den Kern unseres Glaubens ausmacht: Christus ist auferstanden!

 

 

Die Autorin Dr. Jutta Graf ist katholische Theologin und lebt in Linz. Ihre Doktorarbeit schrieb sie über den Offenbarungsbegriff beim 2011 seliggesprochenen englischen Kardinal John Henry Newman.

 

Eine im Grunde zeitlich chronologische und auch plausible Erklärung der vermeintlichen Widersprüche. Wie danken Faru Dr. Graf für diesen Bericht.

Ja, so mag und kann es gewesen sein. Nun aber zum Kern des Glaubens:

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P1Z.HTM

 

 

 

Der Glaube der ersten Glaubensgemeinde gründet auf dem Zeugnis konkreter Menschen, die den Christen bekannt waren und von denen die meisten noch unter ihnen lebten. Diese „Zeugen der Auferstehung“ Christi [Vgl. Apg 1,22.] sind vor allem Petrus und die Zwölf, aber nicht nur sie: Paulus spricht klar von mehr als fünfhundert Personen, denen Jesus gleichzeitig erschienen ist; er erschien auch dem Jakobus und allen Aposteln [Vgl. 1 Kor 15,4-8.].

 

 

 

643 Angesichts dieser Zeugnisse ist es unmöglich, die Auferstehung als etwas zu interpretieren, das nicht der physischen Ordnung angehört, und sie nicht als ein geschichtliches Faktum anzuerkennen. Aus den Ereignissen ergibt sich, daß der Glaube der Jünger die überaus harte Prüfung des Leidens und des Kreuzestodes ihres Meisters durchmachen mußte, die dieser vorausgesagt hatte [Vgl. Lk 22,31-32.]. Die Jünger (jedenfalls einige von ihnen) waren durch die Passion so sehr erschüttert worden, daß sie der Kunde von der Auferstehung nicht ohne weiteres Glauben schenkten. Die Evangelien zeigen uns keineswegs eine mystisch hingerissene Gemeinde, sondern Jünger, die niedergeschlagen (,‚trübe dreinblickend“: Lk 24,17) und erschrocken [Vgl. Job 20,19.] waren. Darum schenkten sie den heiligen Frauen, die vom Grabe zurückkehrten, keinen Glauben und „hielten das alles für Geschwätz“ (Lk 24, 11) [Vgl. Mk 16,11.13.]. Als Jesus sich am Osterabend den Elfen zeigte, „tadelte er ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten“ (Mk 16,14).

 

644 Sogar angesichts des auferstandenen Jesus selbst zweifeln die Jünger noch [Vgl. Lk 24,38.], da ihnen die Sache so unmöglich erscheint: Sie meinen, ein Gespenst zu sehen [Vgl. Lk 24,39.].,, Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben“ (Lk 24,41). Thomas wird die gleiche Prüfung des Zweifels durchmachen [Vgl. Job 20,24-27.], und noch bei der letzten Erscheinung in Galiläa, von der Matthäus berichtet, hatten einige „Zweifel“ (Mt 28,17). Darum läßt sich die Hypothese, daß die Auferstehung ein „Erzeugnis“ des Glaubens (oder der Leichtgläubigkeit) der Apostel gewesen sei, nicht halten. Ganz im Gegenteil, ihr Glaube an die Auferstehung – unter dem Wirken der göttlichen Gnade – ist aus der unmittelbaren Erfahrung der Wirklichkeit des auferstandenen Christus selbst hervorgegangen.

 

 Die Auferstehung Jesu war nicht eine Rückkehr in das irdische Leben, wie das bei den Auferweckungen der Fall war, die er vor Ostern gewirkt hatte: des Töchterchens des Jaïrus, des jungen Mannes von Naïn und des Lazarus. Diese Taten waren wunderbare Ereignisse, aber die Menschen, an denen das Wunder geschah, kehrten durch die Macht Jesu in das gewöhnliche, irdische Leben zurück. Zu bestimmter Zeit mußten sie aufs neue sterben. Die Auferstehung Christi ist wesentlich anders. Er geht in seinem auferweckten Leib aus dem Totsein in ein anderes Leben über, jenseits von Zeit und Raum. Der Leib Jesu wird bei der Auferstehung von der Macht des Heiligen Geistes erfüllt; er hat in seinem verherrlichten Zustand am göttlichen Leben teil, so daß der hl. Paulus Christus als den „Himmlischen“ bezeichnen kann [Vgl. 1 Kor 15,35-50.].

Ende des verlinkten Ausschnitts

 

 

 

Paulus kommt dann auf den Kern diese Glaubens in seinem 1. Brief an die Korinther zu sprechen. und diese mehr als trockene und knallharte Analyse des hl. Paulus trifft uns alle als Glaubende:

 

„Denn ich bin der geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe. Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht – nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir. Ob nun ich verkündige oder die anderen: das ist unsere Botschaft, und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt.

Wenn aber verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos. Wir werden dann auch als falsche Zeugen Gottes entlarvt, weil wir im Widerspruch zu Gott das Zeugnis abgelegt haben: Er hat Christus auferweckt. Er hat ihn eben nicht auferweckt, wenn Tote nicht auferweckt werden.

Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen. Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen“.

Ende des Ausschnitts

 

 

 

 

Ja, Paulus sagt sogar und das sollten sich viele Kirchenführer merken: „Wenn wir unserer Hoffnung nur in DIESEM Leben auf Christus gesetzt haben, (Anmerkung des Autors: IHN und SEINE Lehre also nur für unser irdisches Leben instrumentalisiert haben), sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen!!“ Ja, mit der historischen und physischen verbunden mit der transzendent-übernatürlichen Auferstehung steht und fällt das Christentum. Glauben wir nicht daran, ist der christliche Glaube vernichtet. Wer aber an die Auferstehung in dieser Weise glaubt, glaubt auch an die Himmelfahrt JESU, des „Emporgehoben-Werdens“ vor den Augen der Apostel, die ihn mit ihren Blicken nach oben verfolgen konnten.

 

 

Diesem Glaubensfazit des HL: Paulus schließen wir uns voll an, so dass wir  nicht nur sagen, sondern auch singen und vor Freude schreien und schreiben dürfen:

Der Herr ist auferstanden! Der HERR ist wahrhaft auferstanden von den Toten. ER hat den Tod besiegt. Halleluja!

 

 

 

Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstanden!

Da sieht man Seiner Gottheit Macht, sie macht den Tod zuschanden.
Ihm kann kein Siegel, Grab noch Stein, kein Felsen widerstehn.
Schliesst Ihn der Unglaub´ selber ein, er wird Ihn siegreich sehn.
Halleluja, Halleluja, Halleluja!

 

Wo ist dein Sieg, o bittrer Tod? Du selber musst erbeben;
der mit dir rang, ist unser Gott, Herr über Tod und Leben.
Verbürgt ist nun die Göttlichkeit von Jesu Werk und Wort;
und Jesus ist im letzten Streit für uns ein sichrer Hort.
Halleluja, Halleluja, Halleluja!

 

Dir danken nun, Herr Jesu Christ, die Völker aller Zungen,
dass du vom Tod erstanden bist, das Heil uns hast errungen.
Herr, bleib bei uns, wenn`s Abend wird, dass wir nicht irregehn!
So wird die Herde wie der Hirt einst glorreich auferstehn.
Halleluja, Halleluja, Halleluja!

 

3 Responses to “Der HERR ist wahrhaft auferstanden!”

  1. Bazillus Says:

    Er betont dann noch, dass das Schweißtuch nicht bei den Leinentüchern, sondern an einer besonderen Stelle lag.
    Warum bitte, war das für den Evangelisten und Augenzeugen so wichtig?

    Die Antwort mag in folgendem Link liegen: http://www.kath.net/news/26127

  2. te'oma Says:

    Wenn ich in den Sternenhimmel sehe, weiss ich das es Gott gibt, wenn ich auf die Erde schaue,
    sehe ich, das es den Teufel geben muß, dann wiederum, muß Gott auch eine Schrift hinterlassen
    haben, um die Menschen zu warnen. Dieses Buch müßte dann ein Buch sein,das mit allen Mitteln
    bekämpft wird ,obwohl es den Menschen Hoffnung gibt,weil es den Teufel gibt und tatsächlich ein
    solches Buch gibt es, man nennt es die Bibel.

  3. Akelei Says:

    Manche Leute wollen einem einreden Jesus Christus sei nicht körperlich auferstanden. Dann sollen sie mal die Textstellen nachlesen, wo ER dem ungläubigen Thomas begegnet, der die Hände in SEINE Wunden legt und auch wo ER ein Stück Fisch ißt (Joh 20, 24-29; Lk 24, 39-43). Kein Geist ißt ein Stück Fisch ! ER ist wahrhaft auferstanden ! Halleluja !
    Frohe Ostern für die Redaktion und alle Leser/innen !


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