kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Entwicklungshilfeverträge nur mit Ländern mit Religionsfreiheit“ 2. April 2015

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 09:39

Christen beten in der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale für verfolgte religiöse Minderheiten

Über das Osterfest ist nicht zu vergessen, dass Millionen Christen verfolgt werden.

 

Heribert Hirte vom Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion macht im domradio.de-Gespräch vor allem auf die Situation der Christen im Nahen Osten aufmerksam.

 

 

domradio.de: Wo ist das denn sowo können es die Christen nicht wagen, Ostern zu feiern?

Prof. Heribert Hirte (Vorsitzender des Stephanuskreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion): Es gibt eine ganze Reihe von Ländern. Mit großer Sorge beobachten wir vor allem die Entwicklung im Nahen Osten. Aber auch weiter östlich in Pakistan und im Westen in Afrika, da zum Beispiel in Nigeria.

 

 

 

domradio.de: Ausgerechnet da, wo die Geschichte des Christentums begonnen hat, im Nahen Osten, da gibt es heute kaum noch Christen. Wie würden Sie die Entwicklung der letzten Jahre beschreiben? 

Hirte: Was wir sehen, ist, dass Christen zunehmend verfolgt werden. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass sie die größte Religion stellen. Aber die Bedrohung ist radikaler als die von anderen Religionen. Damit einher geht natürlich auch ein Verlust an Freiheit in den entsprechenden Ländern. Das ist etwas, das uns als Stephanuskreis besondere Sorge macht, dass dort, wo Religion nicht geachtet wird, auch die anderen Freiheitsrechte nicht mehr bestehen, etwa die Presse- und Meinungsfreiheit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

 

 

 

domradio.de: Wir sehen also das Leid dieser Christen – was können wir tun?

Hirte: Wir sind als Deutsche natürlich weit weg. Was wir aber tun, ist, das Problem zu artikulieren. Denn vielen – gerade bei uns – ist gar nicht bewusst, welche Bedeutung es hat, dass man seinen Glauben in Freiheit ausüben kann.

Was wir weiter tun können, ist, in Verhandlungen und Gesprächen mit den betroffenen Ländern auf die Notwendigkeit freier Religionsausübung hinzuweisen. Etwa, dass in Schulbüchern die anderen Religionen nicht aggressiv dargestellt werden. Und wir können in Deutschland Flüchtlinge aufnehmen.

 

 

domradio.de: Sie leiten den Stephanuskreis – ein überkonfessionelles Gesprächsforum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion – haben Sie da auch ganz konkrete Initiativen, Projekte zugunsten der verfolgten Christen?

Hirte: Ein Thema, das uns sehr beschäftigt, ist die Frage, wie wir in Verträgen zum Beispiel im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit die Religionsfreiheit stärker artikulieren können. Dass wir zum Beispiel fordern, dass Entwicklungshilfeverträge nur mit Ländern geschlossen werden, die Religionsfreiheit gewährleisten. Ganz konkret ist ein weiteres Projekt unser Einsatz dafür, dass eine überkonfessionelle Rundfunkstation in Zentralafrika geschaffen wird. Dort sollen die Vertreter aller drei großen Religionen, die es dort gibt, ihr Verständnis von Toleranz bekannt machen.

 

 

 

domradio.de: Was wünschen Sie persönlich den verfolgten Christen dieser Welt zum Osterfest 2015?

Hirte: Die Kraft, auch in der Situation der Bedrohung zu ihrem Glauben zu stehen, weil auswandern keine Lösung ist. Die Möglichkeit, auch mit anderen Religionen gemeinsam in einem Land zu leben, ist für uns ein ganz wichtiges Ziel. Das wünsche ich gerade im Nahen Osten den Christen.

 

 

Das Interview führte Hilde Regeniter. Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Weder domradio.de noch das Erzbistum Köln machen sich Äußerungen der Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen zu eigen.

{Quelle: http://www.domradio.de/themen/interreligi%C3%B6ser-dialog/2015-03-31/stephanuskreis-setzt-sich-fuer-verfolgte-christen-ein}

 

2 Responses to “„Entwicklungshilfeverträge nur mit Ländern mit Religionsfreiheit“”

  1. andrew Says:

    >> Um jedoch im Letzten herauszufinden, ob Jesus von Nazareth Gottes Sohn ist, genügen keine schriftgelehrten Diskurse oder systematische Seminare zur Weisheit der Väter, sondern allein der lebendige Kontakt mit dem gekreuzigten und auferstandenen Christus – mit der Bitte an seinen Vater, dass er uns Anteil an der Leidenschaft seines
    Sohnes schenkt. Christliche Gotteserfahrung ist immer vermittelt. Es ist das Sakrament der Fleischwerdung, in dem wir uns dem Sohn Gottes angleichen!

    Die Leidenschaft Jesu, sagt Johannes, hat seinen Ursprung in seiner Verbindung zum Vater. Und auch unser Sohnsein ist nur durch dieses persönliche Verhältnis zum Vater möglich, in leidenschaftlichem Mühen, Kämpfen und Suchen, das niemals endet, sondern jeden Morgen neu beginnt.

    Deshalb muss sich unsere ganze geistliche Anstrengung auf die Erkenntnis des heiligen Paulus ausrichten: „Ich will nichts anders erkennen als den gekreuzigten Christus“. Tun wir dies, gibt uns die Nachfolge Christi wahre, verwandelnde und umwandelnde Worte ein, die die Herzen der Menschen ansprechen, denen wir begegnen, und Worte voller Dank, selbst wenn sie vom Kreuz reden wie Jesus, dessen Verbindung zum Vater so stark war.

    Jesus Christus befreit uns, weil er uns in das Verhältnis zu seinem Vater einfügt. Es ist ein ihm innewohnendes Verhältnis, das allem vorausgeht, und nicht einfach eine rationale Erkenntnis. Das Verhältnis Jesu zu seinem Vater verschließt sich nie. Nur dank seiner Nähe zum Vater ist er fähig zu tun, was er seinen Vater tun sieht und was sein Vater ihm zeigt. Nur von daher scheint er manchmal rätselhaft oder gar unverständlich. Denn „sie verstanden nicht, dass Er von seinem Vater sprach“. Das Reich Gottes ist seine Heimat, es ist sein Ursprung und sein Ziel, es ist Anfang und Grundlage seines Lebens, seines Handelns, seines Liebens.<< (Auszug http://www.kath.net/news/50034)

  2. Johannes Says:

    andrew, volle Zustimmung! Allen Lesern ein gesegnetes Auferstehungsfest! DER HERR IST AUFERSTANDEN! ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN!

    Bezüglich der Entwicklungshilfe habe ich dem zuständigen Minister Müller („C“SU) zweimal geschrieben, dass die Millarden Steuergelder, die unkontrolliert allein in die Gebiete GAZA und in die Gebiete der PLO gehen herausgeworfenes Geld sind und für den Tunnelbau und Waffenkäufe der HAMAS missbraucht werden. Ebenso erwähnte ich, dass die von dem Verbrecher Arafat gestohlenen Gelder – immerhin 900 Millionen Euro nach IWF Angabe – von Sua und ihrer Clique zurückgefordert werden sollen. Dieser Volksvertreter und Minister Müller antwortete nicht einmal!


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