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Attentat in Kenya – Mindestens 70 Tote bei Überfall auf Universität 2. April 2015

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 20:48

50 Studenten der Universität Garissa ist die Flucht aus dem besetzten Studentenheim gelungen.

Al-Shabab Terroristen töten mindestens 70 Studenten

Al-Shabaab beheading students in Garissa

 

 

 

50 Studenten der Universität Garissa ist die Flucht aus dem besetzten Studentenheim gelungen.

Ein Terrorkommando der somalischen al-Shabab hat eine Universität in Kenya angegriffen. Bisher wurden mindestens 70 Personen getötet.

Die Islamisten halten immer noch Geiseln in ihrer Gewalt. Sie haben offenbar gezielt christliche Studenten als Geiseln genommen.

 

 

 

 

 

Al-Schabab Terroristen in Kenya

 

 

 

Beim Terroranschlag auf die Universität von Garissa im Osten Kenyas sind nach Angaben des kenyanischen Innenministers Joseph Ole Nkaissery mindestens 70 Studenten getötet worden. Beim Einbruch der Dunkelheit stürmte die kenyanische Armee offenbar das Studentenheim, in dem sich die bewaffneten Islamisten mit einer unbekannten Zahl von Geiseln verschanzt hatten. Laut dem Innenminister wurden dabei vier der Terroristen getötet. Die Sicherheitskräfte durchkämmten das Gebäude derzeit, sagte Nkaissery. Nach den bisherigen Angaben wurden bei dem Anschlag, der kurz nach 5 Uhr morgens begonnen hatte, rund 70 weitere Personen verletzt, zum Teil schwer. Einige der Verletzten mussten nach Nairobi evakuiert werden. Die somalische islamistische Miliz al-Shabab bekannte sich zu dem Anschlag.

 

 

 

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Studenten als Geiseln

 

Laut nigerianischen Medienberichten, die sich auf Augenzeugen des Geiseldramas berufen, drangen die Angreifer in eines von vier Studentenwohnheim der Universität ein. Sie griffen mit Granaten an, töteten zwei Polizisten und schossen wahllos um sich. Etwa 50 Studenten gelang die Flucht. Die Lage ist weiterhin unübersichtlich, weil die Sicherheitskräfte das Universitätsgelände, das ausserhalb der Stadt liegt, weiträumig abgeriegelt haben. Der Lokalkorrespondent des kenyanischen Fernsehsenders NTV, der mit Studenten gesprochen hatte, schätzte die Zahl der festgehaltenen Studenten auf bis zu 200. Die Zahl kann derzeit von niemandem überprüft werden. Insgesamt sind in der Universität über 800 Studenten immatrikuliert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gezielt Christen getötet

 

Laut dem britischen Auslandradio BBC, das sich auf ein telefonisches Gespräch mit einem Sprecher von al-Shabab bezog, trennten die Islamisten die christlichen gezielt von den muslimischen Studenten. Muslime wurden freigelassen, Christen werden von den Terroristen weiterhin in ihrer Gewalt gehalten. Die Berichte von Studenten, die hatten fliehen können, widersprachen der Darstellung der Terrororganisation. Danach schossen die Angreifer zumindest zunächst wild um sich, ohne zwischen Christen und Muslimen zu unterscheiden.

Der Angriff sei die Rache dafür, dass die kenyanische Armee in Somalia gegen al-Shabab-Miliz im Kriegseinsatz sei, sagte der Shabab-Sprecher. Man habe die Universität von Garissa bewusst als Angriffsziel ausgewählt, weil dort auch zahlreiche Christen studierten. Al-Shabab bezeichnet den Osten Kenyas, in dem eine Mehrheit von somalischstämmigen Kenyanern lebt, häufig als «somalisches Gebiet», das von Kenya zu Unrecht vereinnahmt worden sei. Die kenyanische Regierung setzte ein Kopfgeld von zwei Millionen Kenya-Shillings (rund 200’000 Franken) auf Mohammed Mohamud aus, der offenbar für der mutmassliche Rädelsführer des Angriffs gehalten wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Missachtete Warnungen vor Terrorangriff

 

Garissa, eine Stadt mit rund 50’000 Einwohnern, liegt 150 Kilometer von der somalischen Grenze entfernt im Osten Kenyas. Laut unbestätigten Berichten hatte es in den letzten Tagen Anti-Terror-Warnungen gegeben, dass al-Shabab die Universität Garissa angreifen würde. Trotzdem stellte sich den Terroristen offenbar niemand in den Weg, als sie das Universitätsgelände stürmten. Laut Studenten wurde das gesamte Universitätsgelände trotz der bekanntermassen prekären Sicherheitslage von lediglich zwei Polizisten bewacht – sie wurden von am frühen Donnerstagmorgen von den Angreifern als erstes getötet. Westliche Botschaften in der Hauptstadt Nairobi warnten dieses Jahr schon mehrmals vor einer erhöhten Terrorgefahr, aber die Regierung stritt dies ab. Präsident Uhuru Kenyatta behauptete letzte Woche in einer Rede an die Nation, das Land sei «sicher».

 

 

 

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Projekt einer Grenzmauer

 

Gleichzeitig machte die Regierung vage Pläne bekannt, nach denen Kenya entlang der 700 Kilometer langen Grenze zu Somalia eine Mauer nach dem Beispiel Amerikas (an der Grenze zu Mexiko) oder Israels errichten wolle. Auch wenn es später hiess, man plane keinen durchgehenden Wall, ist das Vorhaben nicht realistisch. Eine Grenzmauer kann Eindringlinge nur dann wirksam abhalten, wenn sie mit technischen Einrichtungen wie Kameras und Lichtquellen ausgerüstet, durch Strassen erschlossen und für eine genügende Zahl von bewaffneten Sicherheitskräften rasch erreichbar ist. Der Osten Kenyas ist jedoch trocken, unterentwickelt, weit abgelegen und kaum bevölkert. In den trostlosen ländlichen Ebenen gibt es weder eine Stromversorgung, noch Mobilfunknetze.

 

 

 

 

 

 

 

Al-Shabab – ein regionales Sicherheitsproblem

 

Der Angriff in Garissa ist einer der bisher schwersten Terrorangriffe in Kenya. Er reiht sich jedoch in eine Reihe auch kleinerer Angriffe auf Polizeiposten und Infrastruktureinrichtungen im Osten des Landes ein. Die Shabab-Miliz hat es offenbar darauf abgesehen, das Gebiet unregierbar zu machen. Studenten aus Garissa sagten bereits, sie würden unter keinen Umständen an ihre Hochschule zurückkehren. Vermutlich wird auch ein Grossteil des Lehrpersonals von 60 Professoren und Assistenten der Universität den Rücken kehren. Letztes Jahr hatten Terroristen bei Mandera im äussersten Nordosten des Landes einen Bus überfallen und zahlreiche Lehrer getötet, die für ein Wochenende nach Nairobi reisen wollten. Seither empfiehlt die Lehrergewerkschaft ihren Mitgliedern, die Schulen in Mandera zu meiden. Die Shabab-Miliiz wird immer mehr zu einer regionalen, nicht ausschließlich aus Somalia eindringenden Gefährdung. Die Terroristen konnten vermutlich auch jetzt wieder auf Kenyaner in den eigenen Reihen und die Unterstützung von Sympathisanten in der Gegend zählen. Mittlerweile greifen die Islamisten mindestens so häufig Ziele in Kenya an wie in Somalia, wo sie unter sehr viel stärkerem militärischen Druck stehen.

 

 

 

 

 

Echo auf «Westgate»

 

Wie bei der Attacke auf das Einkaufszentrum Westgate in Nairobi vor anderthalb Jahren, begannen die Terroristen den Anschlag in Garissa mit einem Überraschungsangriff auf ein Gebäude, schossen wild um sich, töteten danach gezielt Nichtmuslime und verschanzten sich mit Geiseln. Und wie während des Dramas in Nairobi im September 2013 verwickelten die Terroristen als Selbstmordkommando die Sicherheitskräfte bis zum Ende in heftige Gefechte. Eine ähnliche Terrortaktik hatte al-Shabab letzte Woche auch beim Überfall auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadiscio angewendet.

{Quelle: http://www.nzz.ch/international/terrormiliz-bekennt-sich-zum-angriff-auf-universitaet-1.18515385}

 

3 Responses to “Attentat in Kenya – Mindestens 70 Tote bei Überfall auf Universität”

  1. te'oma Says:

    So geht das wohl jetzt täglich weiter .

  2. Ibrahim Says:

    GESEGNETEN KARFREITAG! AUS DER SYRISCH-ORTHODOXEN KIRCHE!


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