kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

KoG interviewt Idriz 1. April 2015

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 14:10

Idriz: „Es gibt keinen Euro-Islam, sondern nur einen Islam für alle Moslems“!

 

 

 

Beim Begriff Euro-Islam oder aufgeklärtem Islam schwingt immer mit, dass der Islam dazu säkularisiert werden muss. Teilen Sie diesen Befund?

Benjamin Idriz: Euro-Islam ist ein umstrittener Begriff, nicht nur innerhalb der muslimischen Gemeinde, auch in der Wissenschaft. Für Muslime gibt es nur einen Islam, das muss man nicht durch Adjektive qualifizieren. Alles andere als der normale Islam ist das, was Salafisten, Extremisten oder Terroristen daraus machen.

 

KoG: Es gibt also nur einen Islam. Und das was Salafisten, Extremisten oder Terroristen daraus machen, ist also kein Islam? Wird dieser Imam wieder das Mantra vertreten, dass Salafisten, Extremisten und Terroristen nichts mit dem Islam zu tun haben? Das ermüdet tatsächlich langsam. Etwas Ehrlichkeit hat der Imam jetzt durchblicken lassen. Euro-Islam ist somit umstritten und wohl kaum praktisch durchführbar. Euro-Islam ist genauso wenig Islam wie der Terror-Islam? Ist der Islam der Türkei dann der moderate Islam?

Wir möchten auch diesen moderaten Islam türkischer Prägung hier nicht einkehren lassen. Nun, die Gelehrten der Al Azha-Universität jedenfalls werden keine gläubigen Muslime aus der Ummah werfen. Das wurde kürzlich erst beschlossen und so auch keine islamischen Terroristen, weil diese zu den gläubigen Muslimen zählen. Und wie gläubig diese sind. Das beweist jede zerstückelte Leiche, jeder abgetrennte Kopf und jedes Massaker und jede Tötungshandlung, die sie im Auftrage ihres Allah ausführen mit dem allseits bekannten Schlachtruf, den dieser Imam ja mehrmals am Tag als Gebet verkleidet ausspricht.

 

 

 

 Gibt es eine Europa-Spielart des Islam?
Der Islam in Europa wird aber schon anders gelebt als etwa im arabischen Raum.

Islamisches Leben im Europa des 21. Jahrhunderts muss anders aussehen als im 7. Jahrhundert in Arabien. Wenn Muslime Vorstellungen wie zum Beispiel die rechtliche Ungleichheit von Mann und Frau vertreten, widerspricht das diametral der Intention und dem Geist von Koran und Sunna bezogen auf unsere Zeit und Kultur.

 

 

KoG: Nun beginnt der Herr Imam wieder zu lügen: Selbstverständlich muss islamische Leben im Europa des 21. Jahrhunders anders aussehen als im 7. Jahrhundert in Arabien. Denn es gibt jetzt technische Errungenschaften, die es ermöglichen, dass auch Frauen mit Burka mit Handy durch die Straßen gehen. Die rechtliche Ungleichstellung von Mann und Frau ist im Koran zementiert und wird auch in der Praxis unter Muslimen noch heute gelebt. Allein schon die ernsthafte Frage des Kopftuchtragens ist bereits eine rechtliche Schlechterstellung und der Verfügbarkeit der Frau. Der Geist von Koran und Sunna widerspricht der Ungleicheit von Mann und Frau? Gelten die Frauenbetretungsverse und Frauenschlageverse nicht mehr? Wie kann diesen klaren Versen die Intention genommen werden? Wie kann diesen doch so eindeutigen Versen der göttliche Geist genommen werden. Kann der Gott des Islams sich nicht klarer ausdrücken?  Wir dachten, dass nach dem Koran keine Offenbarungen mehr verkündet werden würden. Dann hätte er sich auch zukunfsorientierter ausdrücken müssen.

Hat Allah da einen Fehler gemacht, als er bereits im 7. Jahrhundert seine grausamen Weisheiten hat verkünden lassen?

 

Sie haben gefordert, dass sich Muslime von den Ausrichtungen ihrer alten Heimatländer lösen.

Wie weit muss das gehen?

Damit meine ich organisatorische Verbindungen. In den vergangenen 50 Jahren waren die Muslime abhängig von ihren Heimatländern. Das war auch berechtigt – die Muslime brauchten anfangs Hilfe aus dem Ausland. Aber die neue Generation der Muslime, die hier aufgewachsen ist, muss sich von diesen Ländern organisatorisch befreien und hier auf eigenen Beinen stehen.

 

 

KoG: Ja, er meint organisatorische Verbindungen, also nicht Glaubensinhalte. Die sollen schön aus der Türkei, aus Arabien, aus dem Iran oder aus Irak weiterhin hier herüberschwappen und selbstständig ihre Forderungs- und Wühlarbeit leisten. Schließlich gibt es nur einen Islam. ATIB und DITIB lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen und werden auch nicht die „organisatorische“ Verbindung zur Türkei und Herrn Erdogans Religonsbehörde kappen. Schließlich wäre dann die Einflussnahme der Türkeireligionspolitik nicht mehr gewährleistet. Das weiß Herr Idriz genau.

 

 

Also sind Organisationen wie Atib in Österreich nicht wünschenswert?

Die sind ja sogar hier gegründet worden. Aber die Türkei hat über sie Imame geschickt und somit einen großen Beitrag für die religiöse Betreuung geleistet. Dafür sollten Österreich und Deutschland dankbar sein. Heute aber suchen junge türkischstämmige Muslime Imame, die in ihrer Sprache predigen – also Deutsch. Und die ihre Weltanschauung verstehen. Es ist klar, dass sie von hier kommen müssen.

 

 

KoG: Die Radikalisierung geht gerade von den jungen Muslimen aus. Die Alten haben sich hier noch besser integriert, als viele junge Muslime. Es kommt doch nicht auf die Sprache an, sondern auf den Inhalt der Predigt. Die Weltanschauung von jungen Muslimen ist vielfach noch radikaler als die der 1. und 2. Generation.

 

 Eine oft gestellte Forderung ist Deutsch als Verkehrssprache im muslimischen Leben.

Wie ist das vereinbar damit, dass der Koran nur auf Arabisch als echt gilt?

Der Koran ist Gottes Wort und für die Kunst der Rezitation kann nur der originale Wortlaut infrage kommen. Aber Theologen haben die Inhalte immer wieder ausgelegt. Seit der Koran in andere Sprachen übersetzt wurde, ist es ihre Aufgabe, ihn auch in anderen Sprachen auszulegen. Es geht nicht darum, was wortwörtlich im Koran steht, sondern was Gott gemeint hat. Wie würde Gott im 21. Jahrhundert den Koran formulieren? Was würde er über Wirtschaft, Finanzkrisen, Sterbehilfe oder den IS sagen?

 

 

KoG: Nun, was Gott im Koran und Mohammed in den Hadithen so von sich gegeben haben in Bezug auf Frauen, Juden und Christen ist so eindeutig, dass kaum respektierter auf rechtlich gleicher  Augenhöhe vom islamischen Gott angeordneter Spielraum für Ungläubige im Islam bleibt. Wir dürfen nicht den Fehler machen, theologische Ansätze, die in die richtige Richtung weisen, abzukoppeln von der gelebten Realität in Saudi Arabien, in Irak, in der Türkei, in Ägypten und in anderen Ländern. Wenn der Gott des Islams offensichtlich nicht in der Lage ist, auszudrücken, was er meint, dann sind die Aussprüche des Koran nichts wert. Dann sollte der Islam sich leicht reformieren lassen. Das tut er aber nicht,weil dieser Gott so eindeutig in Aussage und Intention war, dass kaum Spielraum hinsichtlich Frauen und Ungläubigen bleibt.  Und die Interpretation des Koran und der islamischen Schriften ist durch die islamische Gesetzgebung durchaus klar und eindeutig. Religionsrassismus ist das gesagte und gemeinte Wort des islamischen Gottes.

 

 

 

Wie sieht es mit problematischen Koranversen aus – sollten die einfach nicht mehr gelehrt werden?

Einige Dinge wurden im geschichtlichen Kontext offenbart. Einige Fragen haben heute keine Bedeutung mehr, etwa dass den Frauen des Propheten Mohammed verboten ist zu heiraten. Analog dazu: Wenn wir in Europa in Frieden leben, hat es keinen Sinn, über Krieg zu predigen. Darum sollten wir auf solche Predigten verzichten – und die betreffenden Stellen nur im historischen Kontext betrachten.

 

 

KoG: Nun, die Frauen des Propheten sind bereits seit langem tot. Das hat ja nun kaum Beweiskraft und kann nicht auf andere problematische Koranverse übertragen werden, weil die Biologie so knallhart eben auch  bei Mohammeds Frauen zugeschlagen hat.  Wenn also Frieden herrscht, braucht nicht über Krieg gepredigt zu werden. Wenn aber Kriegszustände oder andere unruhige Zeiten auftreten, wie sie immer und zu jeder Zeit auftreten können, gelten die die Problemverse somit wieder oder was will dieser Mann damit sagen? Der Umkehrschluss des von ihm Gesagten ist blanker Zündstoff.

 

 

Und wenn Krieg in anderen Ländern herrscht, gelten die Stellen dann noch?

Als der Koran geschrieben wurde, war Medina eine kleine Gemeinde, die angegriffen wurde und deren Überleben bedroht war. Heute umfasst die muslimische Gemeinde mehr als eineinhalb Milliarden Menschen in über 60 Ländern. Herrscht in einem muslimischen Land eine kriegerische Situation, ist es Aufgabe des Staates, sich zu verteidigen. Aber nur der Staat hat das Recht dazu, auch islamisch gesehen.

 

KoG: In Medina lebten zur Zeit Mohammeds vielfach Juden, die durch ihn vertrieben und getötet wurden. Ist das eine Verteidigungssituation gewesen?

http://belgien.exmuslim.org/volkermord-an-den-banu-quraiza-islam.html

 

Wenn Kriegsgefangene die wehrlos sind, abgeschlachtet werden im Auftrag Mohammeds, kann wohl niemand von einer Verteidigungssituation sprechen. Das sieht eher nach IS, Terror und Muslimbruderschaft aus. Von Medina aus wurden Karawanenüberfälle und Kriege geführt. Damit ist die Lüge des Imams entlarvt. Und wenn der Staat ein islamischer ist, darf dann auch der Islam angreifen, weil der Islam in diesen Staaten ja die Politik diktiert. Damit schließt sich der Kreis.

 In manchen Koranversen werden kriegerische Handlungen gerechtfertigt.

So etwas gibt es in allen Offenbarungen, auch in der Bibel. Man darf nicht einen einzelnen Vers aus dem historischen Kontext reißen und missbrauchen.

 

 

KoG: Ja, da hat er recht. Die Taktik nach dem Motto, dass das ja andere auch gemacht haben, war schon immer zielführend und überzeugend, um eine Diskussion oder kritische Fragesteller mundtot zu machen. Hier geht es um die Glaubwürdigkeit des Islams, das Allahbild und das Bild seines Propheten, welches mehr als gewalttätig war und das weiß er auch. Wenn wir JESUS gegenüberstellen, möge uns doch der Herr Imam einen Krieg nennen, den JESUS mit dem Schwert geführt hat. Eine solcher Beitrag ist mehr als dürftig. Und selbst die Kriege im AT sind gegen Völker geführt worden, die es heute nicht mehr gibt.

Der Prophet aber hat gegen Juden und Dreifaltigkeitschristen in seinem Machtbereich totalzerstörerisch gewütet und die Arabische Halbinsel juden- und christenfrei gestaltet. Und diese Glaubensgeschwister existieren  in ihrer Nachkommenschaft nochheute. Und der Islam bekämpft auch heute noch Christen und Juden in seinem Machtbereich. Und wenn es im AT kriegerische Verse gibt, wo bleiben dann die jüdischen Selbstmordattentate, die Terroattacken und die Brandschatzungen, die Entführungen und die übrigen Verbrechen, die im Namen des jüdischen Gottes begangen werden in heutiger Zeit? Würden Muslime Israel in Ruhe lassen, wäre Ruhe im Nahen Osten. Wenn Israel die Waffen niederlegt, existiert Israel nicht mehr. Wenn Muslime die Waffen gegen Israel dauerhaft niederlegen, ist Frieden.

 

 

Es gibt den islamischen Rechtsbegriff vom „Haus des Islam“, der alle Gebiete unter muslimischer Herrschaft bezeichnet. Und im Gegensatz dazu das „Haus des Krieges“ für alle anderen Gebiete.

Diese Begriffe stehen nicht im Koran oder den prophetischen Aussagen. Einige Gelehrte haben sie erfunden, aber die haben im 21. Jahrhundert keine Bedeutung mehr.

KoG: Taqiyya in Reinkultur. Sie haben im 21. Jahrhundert keine Bedeutung mehr, in einem Jahrhundert, welches sich anschickt, wieder Kalifate auszurufen, einem Jahrhundert, in dem Saudi Arabien noch immer keine Andersgläubigen als Bürger akzeptiert, einem Jahrhundert, in dem die Nichtmuslim- und Andersmuslimverfolgung rasant fortschreitet?  Das Haus des Friedens ist doch dort, wo der Islam herrscht. Und da die Welt ein einziges Haus des Friedens sein sollte, ist Welteroberung angesagt, was arabisch sprechende Islamhoheiten noch heute offen aussprechen und die Welt dieses lediglich ignoriert.

https://koptisch.wordpress.com/2015/03/31/kommentatoren-wissen-zu-wenig-uber-den-jihad/#more-69492

Wenn mit diesen Begriffen argumentiert wird, ist das theologisch nicht haltbar?

Überhaupt nicht.

KoG: wie zuvor. Hier wird die Lüge nur noch offensichtlicher

Das wissen aber offenbar nicht alle – sowohl Muslime als auch Nichtmuslime.

 

Die Theologen müssen jetzt mehr in der Öffentlichkeit agieren und mit solchen Auslegungen der Vergangenheit aufräumen.

KoG: Sie werden es aber nicht tun, weil sie damit den Eliteanspruch des Islams aufgeben würden. Auslegungen der Vergangenheit, die in ihrer Auswirkung jedoch die gleichen Negativerfolge zeitigen wie in Saudi Arabien. Wir haben den Eindruck, dass radikale Islamgelehrte eher zunehmen als abnehmen, sonst hätten IS und Co. nicht einen solchen Erfolg. Was wir brauchen, ist die reine Wahrheit über den islamischen Propheten. Selbst seine Taten waren in damaliger Zeit bereits Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wer der JESU Lehre so diametral entgegegensteht wie Mohammed kann theologisch nicht anders interpretieren als die Vorgaben des als vollkommenen Menschen verehrten Propheten. Die Überwindung Mohammeds würde den Tod des Islams bedeuten. Mohammeds Leben ist aber mit keiner Rechtsordnung einer Welt vereinbar, die Wert auf die Einhaltung der Menschenrechte legt, weswegen das Feindbild „Kufar“ nach wie vor gilt und gelten wird in Zukunft.

 

 

 

Der Theologe Mouhanad Khorchide hat ja den Islam als Barmherzigkeit gedeutet.

Man kann sicher in einigen Punkten andrer Meinung sein, aber sein Buch hat in Deutschland und Österreich eine Debatte ausgelöst. Die junge Generation der Muslime hat Sehnsucht nach Theologen, die zu aktuellen Problemen Stellung beziehen. Sonst geraten sie in falsche Hände.

KoG: Die Theologie Khorchides wird aber bereits von Islamfunktionären abgelehnt, den Islam-Organisationen, denen Imam Idriz Loslösung vom Heimatland empfiehlt. Somit sind die Gedankenentwürfe dieses Imams bestenfalls nach außen hin getragenes Wunschdenken.

 

 

 

Aber ist das nicht eher ein elitärer Diskurs in akademischen Kreisen?

Die muslimische Basis ist offen ist für eine theologische Debatte, die sollte nicht nur auf akademischem Niveau bleiben. Die Moscheevereine sollten Khorchide und andere einladen – wie wir es in Penzberg gemacht haben.

KoG: Nun, die interreligiösen Dialoge finden eh nur in Kaminzimmern in geschützter Atmosphäre statt, die lediglich Theologen interessieren und nicht an der Basis ankommen. Selbst wenn islamische Theologen wie Herr Khorchide Gehör finden, so werden Leser des Koran aus den Barmherzigkeitswolken gerissen, die dieser Gott eben nur Muslimen zusagt, nicht jedoch Juden und Dreifaltigkeitschristen. Das weiß auch Herr Khorchide ganz genau. Die Charaktereigenschaft der Barmherzigkeit des islamischen Gottes ist im Koran ausschließlich auf Muslime und christliche Eingottchristen ausgerichtet. Alles andere wirft dieser Gott in die Hölle und quält Kufar mit wachsender Begeisterung.  Das wird für den Leser dann eine harte Bauchlandung. Das weiß Herr Khorchide auch und wird mit seiner Theologie ein einsamer Rufer in der Wüste bleiben, der von seinen eigenen Glaubensgeschwistern angefeindet wird, eben weil der Koran einfach gegenüber Ungläubigen mehr als unbarmherzig ist.  

 

 

Jetzt gilt Ihre Gemeinde als recht fortschrittlich. Viele andere werden da wohl gar kein so großes Interesse haben.

Das ist eine Tatsache. Aber die Basis verlangt von muslimischen Organisationen, mehr zu agieren, wie wir es in Penzberg machen. Die Basis ist nicht immer mit den Dachverbänden einig. Und damit diejenigen, die sich mit den bestehenden Verbänden nicht identifizieren wollen, sichtbar werden, braucht es entsprechende Angebote.

KoG: Die Realität ist, dass die Islamverbände gerade einmal 20 % aller Muslime vertreten. Wikipedia: Laut einer Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge von 2008 ist jedoch der Koordinationsrat bei über 90 Prozent der Muslime in Deutschland unbekannt. Von den 9,6 Prozent Muslimen, denen der KRM bekannt ist, fühlen sich wiederum nur 22,7 Prozent durch den KRM vertreten (nicht vertreten: 59,5 %; teils/teils: 17,7 %).

 

 

Von welcher Basis also spricht Herr Idriz da nur?

Ist das eine Generationenfrage?

Ich bin mir sicher, dass es einen Konflikt zwischen Generationen gibt. Deswegen müssen die Moscheegemeinden ihre Strukturen reformieren.

KoG: Strukturen reformieren heißt nichts anderes, als lediglich strukturelle Organisationsbelange anders zu handhaben als bisher und z. B. die Werbung und die Forderungsmentalität ggf. zu erhöhen. Am restriktiven Glaubensinhalten soll und wird sich kaum etwas ändern. Aber nur darum kann es gehen, soll sich da wirklich innovativ etwas ändern.

 

 

 

Wie viel von dem, was sich die nicht muslimische Mehrheit wünscht, müssen Muslime dabei erfüllen?

So etwas kann kontraproduktiv sein. Ich warne davor, ständig von Muslimen ein Bekenntnis zum Grundgesetz einzufordern. Es ist doch für uns genauso eine Selbstverständlichkeit wie für alle anderen, dass wir das bejahen. So wie auch den Rechtsstaat. Ständig das Gegenteil zu unterstellen, ist beleidigend und ausgrenzend.

KoG: Wir verlangen nicht, dass Muslime sich täglich zum Grundgesetz bekennen. Wir verlangen, dass Muslime hier die Scharia ablehnen, den Radikalislam ablehnen, den Ehrenmord ablehnen und andere islamische Unrechtsgesetze. Da aber hören wir so gut wie nichts.
Im Gegenteil:

http://www.wzb.eu/de/pressemitteilung/islamischer-religioeser-fundamentalismus-ist-weit-verbreitet

 

 

Herr Idriz tut so, als ob das Bekenntnis von Muslimen zum Grundgesetz wie selbstverständlich vorausgesetzt wird. Dabei sieht die Sachlage doch wieder ganz anders aus, nämlich wie folgt:
Zwei Drittel der befragten Muslime halten demnach religiöse Gesetze für wichtiger als die Gesetze des Landes, in dem sie leben. Drei Viertel von ihnen finden, es gebe nur eine mögliche Auslegung des Korans.

 

Diese Werte sind deutlich höher als die Anteile der entsprechenden Antworten unter einheimischen Christen. Von diesen stellen nur 13 Prozent religiöse Regeln über staatliches Recht, und knapp 20 Prozent bestreiten, dass die Bibel unterschiedlich ausgelegt werden kann. Die starke Tendenz zu religiösem Fundamentalismus unter Europas Muslimen ist für Ruud Koopmans alarmierend. „Fundamentalismus ist keine unschuldige Form strenger Religiosität“, erklärt der Soziologe.

Verstehen Sie es, wenn sich Kritik an Dingen wie Kopftuch oder Beschneidung regt?

Wir leben in einem pluralen Europa, in dem Religionsfreiheit einen Wert hat. Kopftuch und Beschneidung gehören dazu – und zwar nicht nur in einer Religion. Europa sollte bei Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Religionsfreiheit ein Vorbild sein, nicht bei Verboten und Einschränkung von Rechten.

KoG: Ja, da ist es wieder: Das Fordern des Bestehens auf Abgrenzungssymbolen zur Mehrheitsgesellschaft in jeder Form im schützenden Mantel unserer Religionsfreiheitsgesetze, mit denen die elitären islamischen Ausgrenzungsregeln und Kulturen dann begründet werden. Wir schenken uns jetzt den Ausspruch des Imams von Izmir aus dem Jahre 1999. Die Leserschaft weiß, von was wir sprechen.

 

 

Sie selbst haben einmal geschrieben, dass allzu fremde Kleidung die Mehrheitsgesellschaft ängstigen könnte. Eine völlig verschleierte Frau könnte Ängste schüren, darum sollte man das vermeiden. So wie man auch in Saudiarabien keinen Minirock trägt, das würde dort ja auch für Befremden sorgen.

KoG: Nun, die Muslimverbände haben durch ihren Gang durch die Instanzen selbst das Bundesverfassungsgericht blenden können. Nun bringt dieser Imam den 2. Schritt vor dem ersten. Nachdem seine Organisationen das Kopftuch hoffähig gemacht haben, warnt er vor der Burka, wer weiß, wie lange noch? Selbst das Kopftuch hat seine islamische Abgrenzungs- und Ausgrenzungsbedeutung.

http://www.nzz.ch/feuilleton/der-entscheid-des-deutschen-bundesverfassungsgerichts-ist-ein-falsches-signal-1.18512521

 

 

Wir zitieren: Das Gericht mischt sich zudem in die innermuslimische Debatte um die Frage ein, ob die Verschleierung eine Propheten- oder eine Pascha-Tradition ist. Selbst diejenigen, die den Koran wörtlich nehmen, finden im Koran keine eindeutigen Verse für die Verschleierung. Der die Brust schützende Schleier, als nächtlicher Schutz der Frauen des Propheten gegen übergriffige Männer empfohlen, ist längst das Manifest der Apartheid, ein besitzanzeigendes Stück Stoff geworden. Liberale muslimische Frauen in aller Welt wehren sich gegen diese Bevormundung. Doch das Gericht hat sich auf die Seite der konservativen Männer geschlagen und fällt damit diesen Frauen in den Rücken.

Wo ist die Grenze zwischen Kopftuch und Niqab – da gibt es ja viele Zwischenstufen.

Das Gesicht identifiziert das Individuum. Deswegen soll die Frau ihr Gesicht zeigen, das schafft auch Vertrauen in der Gesellschaft. Jeder muss wissen, mit wem er spricht. Das Gesicht ist ein Teil der Würde des Menschen, darum muss es gezeigt werden.

KoG: Er weiß genau, dass in patriarchalischen Gesellschaften wie Afghanistan die Burka oder Niqab Gang und Gäbe sind. Nunmehr werden auch immmer häufiger hier mitten in Europa diese menschlichen Litfasssäulen gesichtet. Herr Idriz geht geschickt vor. Er besteht auf einem Kopftuch, lehnt aber den Niqab ab, um das Kopftuch von der Kritik unangetastet zu lassen. So lenkt er auf einen Nebenschauplatz, der allerdings auch in Europa zum Hauptschauplatz werden kann. Das BVG scheint jeglicher Kleiderordnung des Islams aufgeschlossen gegenüber zu sein.

 

 

 

Weil man damit Vertrauen schafft oder keine Ängste weckt?

Beides. Und auch, weil die Verhüllung des Gesichts nicht theologisch begründbar ist.

KoG: Was ist das für eine Theologie, die das Kopftuch  selbst mit sichtbarem Gesicht als Kulturgut in eine Religon einpflanzt, obwohl der Koran ein solches mit keinem Wort erwähnt. Er erwähnt aber wohl die Gründe, warum Frauen „verschleiert“ herumlaufen sollen, nämlich, weil Allah den Kerlen keinen Triebverzicht zutraut. Darum müssen sich Frauen verschleiern. Eine Theologie der Verschleierung des echten ehrenhaften männlichen Verhaltens, welches Charakter gegenüber Frauen zeigen sollte, egal, wie sie bekleidet sind. Damit stellt dieser Gott den Männern einen Freibrief aus: Wer nicht verschleiert ist, ist Freiwild? Was für eine unselige Begründung für Männer und Frauen.

 

Und wie weit soll man bei Moscheebauten auf Befindlichkeiten der Mehrheitsgesellschaft Rücksicht nehmen?

Wir brauchen Moscheen, die transparent und sichtbar sind. Wenn Radikalisierung überhaupt in Moscheen stattfindet, dann in Hinterhofmoscheen. Eine repräsentative Moschee nimmt Ängste und schafft Vertrauen.

KoG: Nun, die Moscheegemeinden nehmen kaum Rücksicht auf die Bevölkerung, denn sie fahren munter mit dem Moscheebauprogramm fort gegen alle Widerstände der Bevölkerung. Schließlich muss ihre Eroberungstaktik aufgehen.  Hier und da wird dann auch der Minaretteroberungsruf laut. Aber das ist ja alles ok. Selbst die Namengebung islamischer Schlächter für Moscheen scheint den Islamverbänden recht zu sein. Aber damit wird das Selbstverständnis des Islams und seiner Moscheegemeinden mehr als deutlich. Denn der Name ist Programm, Herr Idriz.

 

Die Proteste gegen muslimische Zentren lassen etwas anderes vermuten.

Wir müssen versuchen, Wege zu finden, wie wir die Mehrheitsgesellschaft gewinnen können. Durch Dialog und Nachbarschaftspflege etwa. Im Übrigen sind islamophobe Ängste dort am stärksten, wo kaum Muslime leben.

KoG: Es dürfte schwer sein, bei dem Weltislam, wie er sich weltweit in seinen Gesetzen zu Minderheiten und in seinen Terrorrändern darstellt, berechtigte Ängste einzudämmen. Länderprofile von open doors sind zum besseren Verständnis sehr hilfreich. Hier benutzt der Imam wieder das Totschlagswort „islamophob“. Der Islam ist tödlich. Das beweist er jeden Tag aufs Neue. Alle Arten von Verbrechen finden sich in seinem Repertoire seit Mohammeds Gründungshandeln. Die Angst vor dem Islam ist mehr als berechtigt. Die Benutzung des Wortes „islamophob“ ist im Grunde eine Dreistigkeit, die kaum noch überbietbar ist.

 

 

 

Tun Muslime genug, um ihren Glauben mit europäischen Werten in Einklang zu halten?

In den vergangenen 50 Jahren haben sie bewiesen, dass Rechtsstaat und Grundgesetz nicht infrage gestellt werden. Auf der anderen Seite läuft viel Engagement von Muslimen ehrenamtlich ab. Das sollte institutionalisiert werden, dazu brauchen wir aber Mittel. Ohne professionelle Hilfe wird das nicht gehen.

KoG: Wir verweisen an dieser Stelle noch einmal auf die eben zitierte Koopmann-Studie, die zu völlig anderen Ergebnissen kommt. Das scheint der  zarte Hinweis zu sein, Moscheesteuer eintreiben zu lassen. Denn mit Geld kann die Islamisierung des Landes ja noch schneller weitergehen. Da ist man nicht mehr auf Saudi Arabien und Katar angewiesen.

 

 

 

Und diese Hilfe soll von hier kommen?

Es ist eine primäre Aufgabe des Staates, das zu unterstützen. Österreich hat hier, bedingt durch seine Geschichte, Deutschland einiges voraus.

KoG: Der Staat soll also den Islam unterstützen, ach ja, wir vergaßen: Der Islam, von dem es ja nur den einen gibt, gehört ja zu Deutschland.

 

 

Benjamin Idriz (geb. 1972 in Skopje) ist seit 1995 Imam der bayerischen Moscheegemeinde Penzberg und seit 2009 Vorsitzender des Vereins Münchener Forum für Islam e.V.
Veröffentlichung: „Grüß Gott, Herr Imam! Eine Religion ist angekommen“ erschien 2011 im Diederichs Verlag.

 

4 Responses to “KoG interviewt Idriz”

  1. ThomasD Says:

    Ja, es gibt nur einen Satanskult, und das, was IS, Boko Haram, al-Quaida, al-Nusra, Taliban, abu Sayyaf, Hamas, Hizbolah und wie sich der mohammedanische Abschaum sich sonst noch nennen mag, an Gräueltaten gegenüber „Ungläubigen“ verüben, ist vollkommen koran- bzw. islamkonform!
    Das befiehlt den Bückbetern an mehr als 200 Textstellen das verfluchte Haßbuch des Hurensohns mohammed!
    Stimmt, es gibt keinen so genannten Islamismus, sondern Islam ist Islam! Und der fordert jedes Jahr weltweit 100.000 Tote. Der Islam ist die größte und schlimmste Terrororganisation auf diesem Planeten, die den Frieden und die Freiheit der Menschen am meisten bedroht.

  2. te'oma Says:

    Und es wird gepredigt werden, dies Evangelium, allen Nationen zum Zeugnis und dann wird das Ende kommen.


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