kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Kultur der Betroffenheit“ – jede Würde in die Tonne getreten 31. März 2015

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 10:52

Als Vielflieger hat mich die Meldung über den Absturz der Maschine der German Wings sehr „betroffen“ gemacht.

 

 

 

 

Betroffen auch deshalb, weil ich zweimal „durch Glück“, also durch Gottes Hand, vor einem solchen Unglück bewahrt blieb, da ich jeweils kurzfristig auf einen anderen Flug umbuchen musste. Die ursprünglich gebuchten Maschinen fielen aus, die eine kurz nach dem Start wegen Triebwerkschadens, die andere stürzte ab. Ich kam also mit dem Schrecken davon. Wer Verkehrsteilnehmer ist, weiß, dass der Tod an jeder Ecke lauert.

Betroffen gemacht hat mich aber dieses Mal auch der ungeheure mediale Rummel („hype“) um das Ereignis. Da wurde respektlos spekuliert, über Menschen geredet, phantasiert. Das Haus der Eltern des Co-Piloten in Montabaur (nahe meinem Heimatort) wurde sofort belagert – von Schaulustigen, Sensationshaschern und Journalisten, die keine Scham zu kennen scheinen. Kurz:

Hier wurde jede Würde in die mediale Tonne getreten!

 

 

 

 

 

Respekt und Anteilnahme für die Angehörigen der Opfer und des Co-Piloten

 

Dass die Trauer der Angehörigen Respekt und Anteilnahme verdient, sollte selbstverständlich sein. Aber sollte dies nicht auch für die Angehörigen des Co-Piloten gelten? Ist es hinnehmbar, daß diese von der Polizei vor rachsüchtigen, einem ausgerasteten Mob ähnlichen Menschen geschützt werden müssen? Nein – bei aller Trauer und bei allem Verständnis für die entstandene Bitterkeit und Wut: nochmals nein! Diese an dem Unglück ebenso Unschuldigen verdienen dieselbe Anteilnahme, wie sie den anderen Trauernden gilt. Hierzu lese ich einen beachtenswerten Kommentar auf „Civitas“

(civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2392:betroffenheitskultur&catid=1:neuestes&Itemid=33):

 

 

An dieser Stelle soll niemandem die Ernsthaftigkeit seiner Gefühle abgesprochen werden. Dennoch stimmt es seltsam, wie auf den tragischen und sich als immer absurder darstellenden Tod von 150 Menschen bei einem Flugzeugabsturz reagiert wird: Das Ausmaß der Erschütterung, Betroffenheit und Trauer scheint von der Staatsspitze bis zu ihre Partys absagenden Kölner Abiturklassen keine Grenzen zu kennen – obwohl von all diesen Trauernden nur eine verschwindend kleine Zahl die Toten gekannt haben dürfte. Wenn überhaupt. Es gibt bösartige Kommentare zu diesem Thema, die wir schnell und ohne Kommentar unsererseits in die zugehörige Ecke stellen. Und dann haben wir einen Kommentar gefunden, der uns durch seine Nachdenklichkeit und die Tiefe seines Inhaltes sehr beeindruckt hat (Gedankensplitter (25. März ’15).

 

 

 

 

 

 

Er beginnt:

Angesichts des gestrigen Flugzeugunglücks zeigt sich wieder die geistige Leere des derzeit im Lande herrschenden Zustandes, ins Besondere in Worten und Taten der Repräsentanten des Staates. Sie beteuern bei solchen Ereignissen regelmäßig ihre Erschütterung und reisen am besten noch zum Ort des Unglücks, um ihre Anteilnahme zu erweisen. – Man bedenke nur, mit welcher Herzenskälte dieselben Leute vom Leiden und Sterben ihrer eigenen Volksgenossen im letzten Kriege auf deutschem Boden sprechen, da sie regelmäßig auf deren angeblichen Anteil an [kollektiver] Schuld verweisen.

 

 

Eine über das irdische hinausweisende Perspektive besteht in der Öffentlichkeit nicht, wenn überlieferte religiöse Vorstellungen dem Belieben des Einzelnen überlassen sind. So wird öffentlich allein Betroffenheit geboten. Alles spielt sich auf der Ebene des Emotionalen ab. Die Vernunft ist nun einmal dem ökonomischen Bereich vorbehalten. Was hätte sie auch schon mitzuteilen, wenn der Mensch nur das Zufallsprodukt einer Evolution ist, so dass nichts über sein irdisches Dasein hinausreicht? Es bleibt nur, die Betroffenheit der Hinterbliebenen “ernst zu nehmen”, um sie mit psychologischen Betreuern heimzusuchen, denen neuerdings von den Medien gern die ehrenvolle Bezeichnung eines Seelsorgers beigelegt wird, obwohl kaum einer von ihnen sich den Tod als Lösung der unsterblichen Seele vom Leibe denken wird. Das Ziel einer solchen Seelsorge kann letztlich nur darin bestehen, den Einzelnen wieder ins Vergnügungskollektiv einzugliedern. Die persönlich nicht durch das Unglück Betroffenen hingegen dürfen sich von der Katastrophe gruseln und vom Leid der Hinterbliebenen als “Event” ablenken lassen.

 

 

 

Wie würde die Atmosphäre doch geradezu gereinigt, wenn einer der Repräsentanten des Staates zeigte, dass er der Trauer der Hinterbliebenen gleichsam mit Ehrfurcht begegnet, ohne eine nicht vorhandene persönliche Betroffenheit vorzuzeigen! Die anderen würde er ermahnen, nicht als Schaulustige sich zu verhalten, sondern zu bedenken, dass jeden die Stunde erwartet, in der er vor seinen Richter zu treten hat, der von ihm Rechenschaft darüber fordert, wozu ihm seine Lebenszeit gedient hat. – Dass auch Kinder und Heranwachsende unter den Toten des Flugzeugabsturzes sich befinden, erscheint besonders tragisch, da sie keine Gelegenheit fanden, ihre Begabungen voll zu entfalten. So bleibt nur, stets im Bewusstsein des Todes zu leben, der Menschen jeden Alters hinwegraffen kann, was nur in Zeiten wie diesen allzu gern vergessen wird.

Oder meint ihr, jene achtzehn, auf die der Turm am Siloach stürzte, seien schuldiger gewesen als alle Bewohner Jerusalems? Nein, sage ich euch; doch wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle auf dieselbe Weise umkommen„. {Luk. 13, 4f. (Übersetzung der Jerusalemer Bibel)}“.

Soweit der Artikel von Civitas.

 

 

Diese Gedanken sollten uns und vor allem den Medien Anlass sein, das eigene Verhalten zu überdenken. Ist es wirklich eine Frage der „Auflage“, Gefühle anderer hemmungslos zu verletzen? Tote verlangen besonderen Respekt!

Von Peter Helmes – http://www.conservo.wordpress.com

 

4 Responses to “„Kultur der Betroffenheit“ – jede Würde in die Tonne getreten”

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Says:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Die sicherste Reise und auch im Fluge vorbei, es ist die Reise vom Menschen geboren mit seiner Seele vereint, der Aufstieg, als wirklich reiner Mensch gelebt zu haben und auch immer noch im Herzen der Menschen zu bleiben, mit denen man auf der Erde verweilte! Und bei weiten, liebe Leser, ich glaube an die heiligen, siehe Helga von Bingen und so auch an den schützenden der Reisen, dem heiligen Christopherus und so weiter! Und seht die Fehler in Neid, Gier und Reichtum zu leben, weit weg von der Natur und dem Sein auf der Erde, gepresst in Systeme und dann auch noch als Besetzter des insgesamt Recht schreibenden Deutschem heiligen Reich der unter römisch-katholischem Recht agierenden Staaten und nun der NWO ohne Recht und ohne Menschen-Recht agierenden Banden der Geldmanipulatoren! Glück, Auf, meine Heimat!

  2. Gloriosa Says:

    Da wird die Impflobby aber triumphieren! Mal keine Zeckenhysterie mehr! Jetzt impfen wir alle Kinder gegen Kacke in Straßen- und Gebäudeecken! Und die Städte und Gemeinden verstärken die Jagd auf Hundebesitzer. Wehe wer ohne Würstchen im Beutelchen angetroffen wird! Und die Hundesteuer kann auch gleich verzehnfacht werden! Zeigen alle Medien dann doch die überall herumliegenden „Haufen“ als Beweis für diese notwendige Maßnahme. Kritiker werden wie gehabt in die „rechte Ecke“ gestellt.

  3. Gloriosa1950 Says:

    Spielplätze in der Nähe von Asylantenheimen müssen geschlossen werden. 1. werden die vollgekotet, Scherben liegen überall herum und Drogen … und 2. werden junge Muttis gewaltsam „belästigt“. Wenn die Leutchen in Gruppen agieren traut sich auch niemand zu helfen! Polizei? Fehlanzeige! Peinliches Schweigen in Rathäusern! Hetze gegen Kritik über solche Zustände von Linken Demagogen!
    Wer zur Wahl geht unterstützt solche Verwahrlosung, die bald auch an eurem Wohnhaus ankommen wird!!!


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