kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Im Hamburg gibt es mehr Moscheen als kath. Kirchen 30. März 2015

Filed under: Stopp Islamisierung — Knecht Christi @ 10:23

Rund 130.000 Muslime leben in Hamburg. Die Mehrheit der Hanseaten ist ihnen gegenüber laut einer Studie offen und freundlich eingestellt. Es gibt aber auch Vorbehalte und Ängste.

 

 

Die Hamburger sind Muslimen gegenüber mehrheitlich positiv eingestellt. Mit 71,9% vertritt eine deutliche Mehrheit die Meinung, dass die in Deutschland lebenden Muslime keine Belastung für das soziale Netz sind. 65,5% stimmen der Aussage zu, dass man den Muslimen „mehr Anerkennung entgegenbringen sollte“. Knapp zwei Drittel sprechen sich gegen Einschränkungen beim Bau öffentlich sichtbarer Moscheen aus. Und 58,7% der Hamburger sind der Meinung, dass die muslimische Kultur Deutschland bereichert. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie Hamburg postmigrantisch“, die 2014 an der Berliner Humboldt-Universität erstellt worden ist, und in der erstmals umfassend die Einstellung der Hamburger Bevölkerung zu Muslimen in Deutschland abgefragt worden ist.

 

 

Die Anzahl der Muslime in Hamburg, die amtlich nicht erhoben wird, beläuft sich nach Schätzungen auf rund 130.000. Das sind etwa 8% der Bevölkerung. Dazu kommen rund 50.000 Aleviten. Zum Vergleich: In der Hansestadt leben etwa 570.000 Protestanten und rund 185.000 Katholiken. Interessant: Die Zahl der Moscheen übersteigt mit 50 inzwischen die Anzahl der 42 katholischen Kirchen in Hamburg. Außerdem gibt es 162 evangelische Kirchen, eine Synagoge, sechs buddhistische und zwei hinduistische Tempel sowie zwei Cem-Häuser als Treffpunkt der Aleviten.

 

 

 

Im November 2012 hatte Hamburg als erstes Bundesland einen Staatsvertrag mit den muslimischen und alevitischen Verbänden unterzeichnet, der sieben Monate später von der Bürgerschaft mit großer Mehrheit beschlossen worden ist. Den Anstoß zu dem Vertrag mit den Muslimen hatte 2006 der damalige Bürgermeister Ole von Beust (CDU) gegeben. Bürgermeister Olaf Scholz, der vor zweieinhalb Jahren bei der Unterzeichnung von einem „Meilenstein“ sprach, zog jetzt ein erstes Fazit: „Die Vereinbarungen sind eigentlich etwas Selbstverständliches. Sie fördern den Zuammenhalt in unserer Stadt und sind zugleich den Ausdruck des Friedens. Gerade in jüngerer Zeit, nach den Anschlägen in Paris, haben wir erlebt, welch ein unschätzbarer Gewinn das ist“.

 

 

 

 

 

Der Vertrag regelt Fragen der praktischen Religionsausübung, religiöse Feiertage, den Bau von Gebetsstätten oder Diskriminierungsfreiheit. Ein weiterer Punkt ist der gemeinsame Religionsunterricht. In einem Pilotprojekt an zwei Hamburger Schulen unterrichten derzeit zwei muslimische Lehrkräfte die Schüler über sämtliche Weltreligionen. Schulsenator Ties Rabe (SPD): „Ich freue mich sehr, dass die Religionsgemeinschaften am Prinzip des gemeinsamen Religionsunterricht festhalten wollen. Es ist besser, Schülerinnen und Schüler gemeinsam zu unterrichten, als sie nach Religionszugehörigkeit zu trennen. Vielmehr kommt es darauf an, dass alle Schülerinnen und Schüler der unterschiedlichen Kultur- und Religionszugehörigkeiten in einem gemeinsamen Austausch und Dialog zu dem spannenden Thema Religion und Werte kommen und gemeinsam unterrichtet werden. Ich weiß, dass Hamburgs unterschiedliche Religionsgemeinschaften mit diesem ambitionierten Vorhaben Neuland betreten. Dafür brauchen wir Zeit und Behutsamkeit. Deswegen wollen wir uns nicht unter Druck setzen, sondern das Projekt in einer Zeit von fünf Jahren bewegen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass die Verbände und Gemeinschaften bereits seit langer Zeit eng zusammenarbeiten und gemeinsam den künftigen Religionsunterricht gestalten wollen“.

 

 

 

Rabe sieht sich auch nach dem aktuellen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuchverbot in seinem Verzicht auf eine gesetzliche Regelung in dieser Sache bestätigt. „In Hamburg gibt es kein gesetzliches Kopftuchverbot. Die Entscheidung bestätigt unsere grundsätzliche Einschätzung, dass solche Regelungen besser durch kluges Handeln ersetzt werden sollte“, sagte Rabe (SPD) am Freitag. Das Gericht hatte ein pauschales Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen untersagt.

 

 

 

 

 

Ein Ergebnis der erwähnten Studie ist allerdings auch, dass es unter den Hamburgern mit rund 30 Prozent „eine stabile Gruppe der Abwehr“ gegenüber Muslimen gibt. Die Befragten halten Muslime für „aggressiver als wir“ (33,6 Prozent) oder sind der Meinung, „Muslime bedrohen viele Dinge, die ich in dieser Gesellschaft für gut und richtig halte“ (27,3). Als häufigste Bedrohungen werden das soziale Miteinander (26,2), Sicherheit und Ordnung (20,3) sowie die Religionsfreiheit (14,9) genannt.

 

 

Allerdings schätzen auch knapp 60% der Hamburger das eigene Wissen über Muslime als „gering“ ein. Die meisten beziehen ihr Wissen aus Gesprächen mit Muslimen (43,4%), weitere Wissensquellen sind das Fernsehen (39,7) sowie die Zeitung (36,1). Das Internet nimmt als Wissensquelle unter den Befragten mit nur 8,3% einen nur geringen Anteil ein.

 

 

 

Dass rund ein Drittel der Hamburger eher Vorbehalte gegen Muslime hat, liegt auch an der aktuellen politischen Situation. Laut Verfassungsschutz wird das Personenpotenzial der salafistischen Szene in Hamburg auf rund 240 Personen geschätzt. Etwa 25 Personen verließen 2013 Hamburg aus politisch-religiösen Gründen in Richtung Syrien. Das islamistische Personenpotenzial in Hamburg wird mit rund 2225 Personen angegeben. Es setzt sich aus 230 als gewaltorientiert und 1995 als nicht gewaltorientiert eingestuften Personen zusammen.

{Quelle: http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article138402403/Mehr-Moscheen-als-katholische-Kirchen.html}

 

2 Responses to “Im Hamburg gibt es mehr Moscheen als kath. Kirchen”

  1. Bernhardine Says:

    @ Alle

    Da ich Probleme mit meinem rechten Arm habe und fortschreitend schlechter sehe, verabschiede ich mich hiermit von allen Islamkritikern, welchen ich gesegnete Ostern, Gesundheit und Erfolg wünsche.

    Stabat Mater – Pergolesi


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