kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kind lebt bei Abtreibung 26. März 2015

Filed under: Stopp Abtreibung,Werte für Jugend — Knecht Christi @ 19:58

 Großer Bild- und Videobericht von der 6. DEMO FÜR ALLE am 21. März in Stuttgart

 

 

2400 Teilnehmer fanden sich bei der 6. DEMO FÜR ALLE am 21.3.15 in Stuttgart ein. Unter dem Motto: “Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder”, wurde auf dem Schillerplatz zwischen Stiftskirche und Altem Schloss eine Kundgebung abgehalten, bevor in einem nicht enden wollenden Zug die Menschen durch Stuttgart zogen. Durch das generationenübergreifende Teilnehmerfeld zeigte DEMO FÜR ALLE wie sehr das Thema nicht nur die Mitte der Gesellschaft, sondern wirklich alle anspricht. Viele Helfer setzten sich im Vorfeld für ein Gelingen der Veranstaltung ein.

Der leitende Beamte des Anti-Konflikt Teams wies die Ordner ruppig ein: “Sie bekommen es mit mir zu tun…”, herrschte er die Ordner an, sollten sie ihn und seine Kollegen nicht hinzurufen, wenn Störer auftauchen. Auf keinen Fall dürften die Ordner selbst aktiv eingreifen, so seine unmissverständliche Botschaft.

 

 

 

 

dfa2

 

Störer tauchten später tatsächlich auf und versuchten die Veranstaltung durch andauerndes Trillern zu behindern (zu sehen im Video mit der Rede Joseph Dichgans). Auch wurden im Verlauf der Kundgebung immer wieder kleine Stinkbomben zertreten. Die Demogegner konnten allerdings schnell entfernt werden. Verwunderlich war nur, dass die gleichen Personen kurze Zeit später wieder hinter den Absperrgittern weiter lärmen durften und sich an der Blockade beteiligten. Hier wären Platzverweise oder die Durchsetzung schon ausgesprochener dringend angezeigt gewesen. Auch der Abtransport zu einer Gefangenensammelstelle wäre bei diesem polizeibekannten und besonders renitenten Personenkreis durchaus zu rechtfertigen gewesen.

Der Schillerplatz füllte sich. Eine Band spielte zum Auftakt, bevor die gut bestückte Rednerliste von der Anmelderin, Hedwig Freifrau von Beverfoerde, eröffnet wurde. Als erstes sprach Subashini Tikiribanda Wipfler, Mutter von drei Kindern und ehemaliger christlicher Flüchtling, verheiratet mit einem Deutschen. Sie sei “entsetzt und erschrocken” und bezeichnete den grün-roten Bildungsplan als “brainwash” an Kindern. Sie forderte die “Mütter und Väter dieses Landes” dazu auf, Widerstand gegen den Bildungsplan zu leisten.

 

 

 

„Aktionsplan” soll Pflichtprogramm werden

 

Hedwig von Beverfoerde erklärte im Anschluss was es mit dem neuen “Aktionsplan” auf sich hat. Er soll ein Vorreiterprojekt für ganz Deutschland sein, zitierte sie die Seite des Sozial-Ministeriums. In sämtliche Strukturen soll das Prinzip des Gendermainstreaming als Pflichtprogramm einfließen, so Beverfoerde:

 

Der Vorsitzende der CDL in Baden-Württemberg, Joseph Dichgans stellte gleich zu Beginn seiner Rede klar, was es mit den Plänen der Landesregierung auf sich hat: “Es geht nicht um Toleranz, es geht um Umerziehung!”. Er griff den “Aktionsplan” scharf an und kritisierte, dass er viel weiter als der Bildungsplan gehe und uns alle beträfe. Im folgenden Video sind auch Störaktionen zu sehen:

 

 

Der Sprechers der Alternative für Deutschland, Landesverband Baden-Württemberg, Bernd Kölmel, ließ ein Grußwort verlesen. Er dankte den Demonstranten für das Recht und das Wohl der Kinder zu demonstrieren. Er kritisierte, dass Bürger zur Akzeptanz fragwürdiger Ideologien gezwungen werden sollen. “Es bahnt sich ein Rundumschlang gegen die Familie, gegen die Freiheit und gegen den gesunden Menschenverstand an…nichts wird verschont bleiben. Ist das Leitbild der Gesellschaft nicht die Familie, wo ist die Meinungsfreiheit geblieben?”, betonte Kölmel. Er forderte die Bürger auf, selbst aktiv zu werden, sich dem totalitären Aktionsplan entgegenzustellen.

Die Rede der Präsidentin von La Manif Pour Tous, Ludovine de la Rochère wurde von Mathias von Gersdorff simultan ins Deutsche übersetzt.

 

 

„Deutschland und Frankreich und viele andere Länder stehen heute einer Ideologie gegenüber, die unsere Menschlichkeit aus Vater, Mutter und Kinder infrage stellt”, betonte de la Rochère gleich zu Anfang ihrer Rede. “Die Genderideologie ist nichts anderes als ein Gefühl…nur die sexuelle Identität ist Objektiv”. Diese Ideologie sei momentan die Basis aller Forderungen, wie die Ehe zwischen Menschen gleichen Geschlechts, der Leihmutterschaft, formulierte sie weiter. Diejenigen die die Genderideologie verteidigen, möchten, dass die Fortpflanzung durch die Technik und durch andere Menschen als durch die biologischen Eltern stattfände.

„Sie möchten Menschen einführen ohne Ursprung, ohne Wurzeln, ohne Vater, ohne Mutter – das wird zu großem Leiden führen”. Für die Zukunft stellte sie fest: “Wenn wir unsere Energie einsetzen, werden wir am Ende gewinnen. Wir müssen weiter machen, koste es was es wolle… wir kämpfen gegen eine Utopie die wir besiegen müssen.. wir zusammen, Deutsche und Franzosen, wir werden siegen!”, schloss de la Rochère unter großem Beifall ihre Rede:

 

 

Auch Heinz Veigel, ehemaliger Realschullehrer vom Verein Zukunft-Verantwortung-Lernen, des Initiatorenkreises, der die Petition gegen den “Bildungsplan 2015″ durchführte, hielt eine mitreißende Rede. „Wir stehen auf um Farbe zu bekennen, dass der Staat sich zu seiner kleinsten Zelle von Ehe und Familie bekennen muss, wenn er eine Zukunft haben möchte„!

 

 

Bezug nehmend auf den Umgang mit der Petition gegen den Bildungsplan sagte Veigel:

“Selten hat eine Landesregierung so arrogant und verächtlich reagiert wie Grün-Rot. Noch seltener hat ein Petitionsausschuss so dilettantisch geantwortet indem er fünf von sieben Punkten komplett ignorierte“. “Eine Politik des Überhörtwerdens nennt man so etwas“!  “89% aller jungen Menschen wollen die verbindliche Lebensgemeinschaft von Mann und Frau aus der Kinder hervorgehen, sie sehen darin Heimat, Sicherheit, Erfüllung und Glück  davon ist bei dieser Landesregierung nichts zu sehen“!

 

 

 

Nächste Rednerin war die von vielen erwartete Birgit Kelle, Vorsitzende von „Frau 2000plus“ und des Bündnisses „Rettet die Familie“. Sie ist auch die Autorin des erst kürzlich erschienen Buches

Gender Gaga“.

 

„Im vergangenen Jahr, da haben wir ja gedacht, mit diesem grün-roten Bildungsplan, schlimmer kann es ja nicht werden, aber diese Ideologen in der Landesregierung von Baden Württemberg haben uns eines Besseren belehrt. Es soll alles noch schlimmer werden und deswegen müssen wir hier weiter machen, denn diese Leute haben jetzt plötzlich noch ganz andere Pläne für uns. Wir haben früher immer nur gedacht sie wollen sich eine ganze Schülergeneration unter den Nagel reißen und diese Schüler umerziehen. Und heute wissen wir, ein ganzes Land soll jetzt hier auf Linie gebracht werden. Es geht ihnen nicht nur um Umerziehung, es geht ihnen auch um Kontrolle“.

 

 

 

 

 

Aysa Aktas von der muslimischen MIHR-Foundation sprach vom Vorbild der Eltern für das Kind und davon, dass sie in der Familie geformt und gestärkt werden. Sie sprach aber auch von “Gott” den “heiligen Büchern”, nannte in diesem Zusammenhang “Koran und Bibel”. Ihr Verweis auf Abraham war ein klarer Fingerzeig zum Verständnis ihrer Organisation im Bemühen um eine “Abrahamitische Ökumene”. Zum einen sachlich falsch, da der Gott der Bibel und der Allah des Koran nicht gegensätzlicher sein könnten und zum anderen unpassend, da es sich um eine politische und keine religiöse Veranstaltung handelte. Während andere klar beim Thema blieben, versuchte Frau Aktas ihre religiöse Sicht der Dinge durch bestimmte Statements unterzubringen. Das gefiel nicht allen, was schlussendlich auch am eher verhaltenen Applaus feststellbar war.

Auf der Seite der MIHR-Stiftung sind deren Ziele dargestellt. Es wird der Standpunkt vertreten: “Alle Menschen und Religionen zu vereinen”. Ein weiteres Ziel ist die “Ergebung gegenüber Allah” und dem “Zurückführen der Menschen zu Allah”. Weiter heißt es, dass der Islam die einzige Religion des Universums sei. Es wird von den “Ergebenen des Propheten Mohammed” gesprochen usw…

Außerdem ist ein weiteres Ziel und das Selbstverständnis der MIHR-Stiftung: “Die MIHR-Stiftung ist eine Brücke der Türkei und des Islam die zur Zukunft führt“, so nachzulesen auf einer Seite der Stiftung, deren Hauptsitz sich in Ankara befindet. In Deutschland ist ihr Sitz in Waiblingen (B.-W.).

 

Kommentar zur Teilnahme der MIHR-Stiftung

 

Der Blick auf Werte allein versperrt unter Umständen die Sicht auf das Fundament. Man muss sich bei partiellen Gemeinsamkeiten auch die Frage stellen, was beim Gegenüber sonst noch Platz hat und mit im “Angebot” steht und was für Türen man unter Umständen aufstößt!

Wer mitlaufen will, weil er das Gefühl hat in Teilen die gleichen Werte zu vertreten, dem kann man dies nicht verwehren. Eine Plattform, um islamische Sichtweisen zu vertreten, sollte Muslimen aber unter keinen Umständen gegeben werden. Es ist schon grotesk, wenn einerseits auf der Bühne vom “heiligen Koran” gesprochen wird und andererseits in eben demselben Buch gegen Juden, Christen und Andersdenkende gehetzt wird, mit Auswirkungen, wie wir sie heute im Irak, Syrien und anderen Teilen der Welt beobachten können.

 

 

Willen der Bürger wird ignoriert

 

Christoph Scharnweber vom EAK Heilbronn stand zusammen mit Karl-Christian Hausmann (CDU Stuttgart -Ost) auf der Bühne.

 

 

Scharnweber sprach davon, wie mit den Petenten gegen den “Bildungsplan 2015″ und den Stimmen der Bürger umgegangen wurde. “Aufgrund der Arroganz der Mächtigen und der Ignoranz der grün-roten Abgeordneten vor dem Willen der Bürger, sind alle unsere 192.000 Unterschriften in wenigen Minuten in einer Sitzung im Mülleimer gelandet und das gilt auch für andere Bereiche, denn egal was der Bürger in Baden-Württemberg wollte, beim Nationalpark Nordschwarzwald, beim Jägergesetz, beim Filderdialog, der schon lange kein Dialog mehr ist und bei der derzeitigen Diskussion um den Abbau der erfolgreichen Realschule wo tausende Eltern und Lehrer stinksauer sind, da wird am Volk und an der Mehrheit der betroffenen Bürger rücksichtslos vorbeiregiert“!

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s