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Wie der Spiegel Europas Hass auf die Deutschen lenkt 25. März 2015

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 22:41

»The German Übermacht«: Das Nachrichtenmagazin macht sich auf seinem Titel über die Angst der Europäer lustig und spielt mit alten Hitler-Klischees.

 

Damit gießt es nur weiter Öl in die neu entflammte Eurokrise.

Deren Verlierer brauchen einen Sündenbock. Den haben sie in Deutschland gefunden und dank des Spiegels jetzt neues Futter für ihr Scheckgespenst von der Spar-Diktatur. Der Hass auf unser Land erreicht einen neuen Höhepunkt.

 

 

 

 

 

Wenn sich Journalisten hinterher extra erklären müssen, war ihr Journalismus mies. Eine bittere Lektion, die der Spiegel auch in dieser Woche wieder einmal lernt. Das Nachrichtenmagazin pflegt seit Jahren eine morbide Hitler-ist-wirklich-an-allem-Schuld-Marotte. Die zahllosen Hitler-Titel zu dieser These sind inzwischen ein Running-Gag für alle, die das Leitmedium nicht mehr ganz so ernst nehmen. Über das neueste Hitler-inspirierte Titelbild lachen allerdings nur wenige. Zumindest in Deutschland. Darin montiert das Nachrichtenmagazin die fröhlich feixende Angela Merkel in eine Reihe mit Wehrmacht-Offizieren – die vor den Ruinen der Athener Akropolis als siegreiche Feldherren posieren. Nach »Hitlers Helfer«, »Hitlers Vollstrecker«, »Hitlers langer Schatten« nun »Hitlers Mädchen«? Mitnichten! Merkel ist das Opfer eines fehlgezündeten Versuchs von Ironie. Oder: Das ist »Boulevard-Schrott in Guido-Knopp-Optik«.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Europa wird man den Spiegel gerne missverstehen wollen

 

Die Montage auf der ersten Seite sollte eine augenzwinkernde Anspielung auf die Titelgeschichte werden. »The German Übermacht« steht auf dem Bild und etwas kleiner oben drüber: »Wie Europäer auf die Deutschen blicken«. Chefredakteur Klaus Brinkbäumer schreibt dazu: »Der neue Spiegel-Titel fällt auf, spitzt zu, und scharf ist er auch.« Viele verstehen den Titel aber anders als gewünscht. Brinkbäumer will das nicht wahrhaben: »Missverstehen kann ihn nur, wer ihn missverstehen will«. Anderswo auf dem Kontinent wird man den Spiegel gerne missverstehen wollen. Das Cover wird abgedruckt werden, vor allem in der griechischen Presse. Verpackt in eine ganz einfache Erklärung: Endlich kapieren auch die Deutschen, dass sie wieder eine Bedrohung für Europa sind. »Übermacht« – Europa als »Viertes Reich« unter dem Euro-Joch?

 

 

 

 

 

Europas Spalter:

der Euro als Keil, die Export-Deutschen als Hammer

 

So etwas verbindet man in Rom, Madrid, Lissabon, Athen, Dublin, London und Paris mit der »German Angst«. Der Euro als Keil, die Export-Deutschen als Hammer; gemeinsam entzweien sie den Kontinent in Gewinner und Verlierer. Während die einen von explodierenden Aktienkursen und billig gedrucktem Geld profitieren, leiden die anderen unter immer neuen Spardiktaten, Arbeitslosigkeit und einer drohenden Staatspleite. Verlieren Einkommen und Wohlstand. Das Spiegel-Titelbild nährt wieder diese Ängste unter den Verlierern der Eurozone. Sie wollen einen Sündenbock für das eigene ökonomische und soziale Elend. Nazi-Vergleiche haben deshalb dort Konjunktur. Die Medien in diesen Ländern schreiben gerne von der fiskalischen Euro-Diktatur, gelenkt aus Berlin und Brüssel.

 

 

 

 

Merkels Montage: absichtlich »plump«,

aber ohne Hitler-Bart

 

Absichtlich »plump« hat der Spiegel-Chefredakteur die Bundeskanzlerin in die Runde der Generäle einbauen lassen: »Angela Merkel ist ausgeschnitten und mit Klebestreifen eingefügt worden, damit das Titelbild an jene [griechischen] Karikaturen erinnert, die die Kanzlerin mit Hitler-Bart zeigen. Wir zitieren, ironisieren und verfremden einen Blick von außen und die Vermischung von deutscher Geschichte mit deutscher und europäischer Gegenwart«. Gerade das Foto auf dem Titelbild zeigt aber etwas sehr Ernstes. Es stammt aus dem Jahr 1941, darauf Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch. Die Deutschen haben das Königreich Griechenland besetzt und begehen bis 1944 im Land Gräuel. Die Athener Links-Regierung fordert gerade die astronomische Summe von 329 Milliarden Euro an Reparationen, Präsident Tsipras ist gerade in Berlin. Und der Spiegel kommt mit diesem Titelbild.

 

 

 

 

 

Der Euro hat Ungleichheit und sozialen »Un-Frieden« genährt

 

Er hätte genauso auf das Cover schreiben können: »Wir nehmen euch sowieso nicht ernst.« Will das Nachrichtenmagazin durch Nichtverstehen provozieren, hat es sein Ziel erreicht. Der Euro sollte den Frieden in Europa sichern, aber er hat Ungleichheit und sozialen »Un-Frieden« genährt. Václav Klaus, der ehemalige Präsident der Tschechischen Republik, bemerkt das schon länger und macht den wachsenden Hass auf Deutschland an nur zwei Zahlen deutlich: »Beim ersten Staatsbesuch nach dem Krieg eines deutschen Kanzlers in Griechenland waren zu seinem Schutz sieben Polizisten notwendig. Als zuletzt Angela Merkel Athen besuchte, waren es 7000 Polizisten«. Die Eröffnung der neuen EZB-Zentrale in Frankfurt ist ein weiterer Beweis für den Euro-Hass, der immer mehr zum Hass auf die Deutschen wird. Der milliardenschwere Neubau der Europäischen Zentralbank am Mainufer ist ein Symbol für die vermeintliche Euro-Diktatur. Blockupy und deutsche Links-Politiker rufen zum friedlichen Protest auf. Es wird ein Gewaltausbruch, ein Ausnahmezustand.

 

 

 

 

 

Deutschland im Brennpunkt:

vermummte Spanier, Griechen und Italiener

 

Vermummte Spanier, Griechen und Italiener kommen. Gewaltbereite Autonome, die einen Straßenkrieg in der Bankenmetropole beginnen: massive Ausschreitungen, brennende Barrikade und Autos, fliegende Steine auf Polizisten und Hunderte Festnahmen. Das sind Warnsignale. Deutschland ist im Brennpunkt. Der Sündenbock, auch für die Fehler in den betroffenen Ländern. Wie andere in Europa Deutschland sehen, ist deshalb wichtig. Deshalb handelt der Spiegel unverantwortlich. Seine Autoren warnen in der Titelgeschichte davor, dass Deutschland »eher ein schwacher als ein starker Hegemon des Kontinents« ist, das großspurige Hitler-Titelbild macht es ihm nun nur noch schwerer. Ohne die Krisenpolitik und die Milliarden der Euro-Länder wäre Griechenland vermutlich längst pleite. Ohne den Euro hätte es aber gar nicht erst so viele Schulden aufnehmen können.

Nur: Wer fragt nach dem Titel-Klamauk des Spiegels noch nach den Ursachen der Eurokrise?

{Von Peter Harth – Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/peter-harth/wie-der-spiegel-europas-hass-auf-die-deutschen-lenkt.html}

 

3 Responses to “Wie der Spiegel Europas Hass auf die Deutschen lenkt”

  1. te'oma Says:

    Deutschland ist eine Wirtschaftsmacht ,die den Amis ein Dorn im Auge ist.


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