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Gesponserte Allahskrieger: Der deutsche Dschihad 17. März 2015

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 16:49

Max von Oppenheim in arabischer Kleidung.

Max von Oppenheim in arabischer Kleidung

Heute fürchtet sich der Westen vor islamischem Fanatismus. Vor 100 Jahren hofften die Deutschen darauf und förderten überall Allahskrieger mit Geld, Waffen und Agenten.

 

Werner Otto von Hentig war in einer schwierigen Lage. „Wie Schnee knirscht der Salzboden“, schrieb er in sein Tagebuch. Die Füße brachen immer wieder durch die dünne Scholle. Das Salz, „es dringt in die Haut, verkrustet leise Hände und Gesicht und bildet unter den Wirkungen der Tagessonne blutige Wunden an den Lippen“. Keine Frage, der Juli, es mochte der 5. oder 6. im Jahre 1915 gewesen sein, war kein guter Monat, um die große iranische Salzwüste zu durchqueren. Aber Hentig, 29 Jahre alt, Diplomat des deutschen Kaisers, musste weiter nach Kabul. Sein Auftrag: den Dschihad, den Heiligen Krieg aller Muslime, nach Afghanistan und besser noch nach Indien zu tragen. 100 Jahre bevor wieder deutsche Staatsbürger im Namen eines obskuren islamischen Staats in den Heiligen Krieg ziehen, war Hentig also in einer ganz ähnlichen Mission unterwegs.

 

 

 

Hentig allerdings handelte im Auftrag der deutschen Regierung. Daran hatte sein oberster Vorgesetzter, Kaiser Wilhelm II., im Juli 1914, noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, keinen Zweifel gelassen: „Unsere Consuln in Türkei und Indien, Agenten etc. müssen die ganze mohammedanische Welt gegen dieses verhasste, verlogene, gewissenlose Krämervolk zum wilden Aufstand entflammen“. Das Krämervolk, das waren die Briten, und Hentigs Operation war nur ein Mosaikstein in einem weltumspannenden Plan, mit dem man das britische Empire zum Einsturz bringen wollte. Mindestens. In der Ausführung wirkte der freilich so, als hätte Karl May die Feder geführt. Während Hentig sich durch die Salzwüste quälte, bombten deutsche Agenten gegen britische Öl-Pipelines am Persischen Golf, versorgten deutsche U-Boote an der libyschen Küste Krieger der islamistischen Senussi-Bruderschaft mit Waffen und guten Ratschlägen.

 

 

 

 

 

 

 

Wilhelm II. umgarnte die Moslems

 

Die Idee für solche Aktivitäten entstand nicht erst unter dem Eindruck des Krieges. Schon auf seiner Orientreise 1898 in Damaskus verkündete Wilhelm II. öffentlich: „Mögen die 300 Millionen Mohammedaner, welche auf der Erde zerstreut leben, dessen versichert sein, dass zu allen Zeiten der deutsche Kaiser ihr Freund sein wird“. Mit seiner Rede hatte Majestät in Europa für Unruhe gesorgt, galten doch Mohammedaner als überaus gefährlich. Vor allem in Großbritannien, wo die Erinnerung an den Mahdi-Aufstand noch frisch war, und an Gouverneur Gordon, dessen Kopf unter dem grünen Banner des Propheten auf einer Stange durch Khartum getragen wurde. Seitdem war der vermeintliche islamische Fanatismus im Westen ein gefürchtetes Menetekel.

 

Anders in Deutschland. Dort hatten die kolonialen Ambitionen in der muslimischen Welt eine untergeordnete Rolle gespielt – wohl weniger aus Einsicht, denn aus Mangel an Möglichkeiten. Das Kulturbürgertum stand seit Goethes Lob der persischen Dichtung im „West-östlichen Divan“ dem Orient mit romantisch verklärter Neugier sogar ausgesprochen gewogen gegenüber. Bei Ausbruch des Krieges sagte Helmuth von Moltke, Chef des deutschen Generalstabs, nun komme es darauf an, „den Fanatismus des Islam zu erregen“. Die Rechnung war ganz einfach: Von den 300 Millionen Muslimen, die es 1914 weltweit ungefähr gab, waren 100 Millionen britische Untertanen, jeweils weitere 20 Millionen unterstanden französischer und russischer Herrschaft. Würden die sich erheben, hätten Deutschlands Gegner mächtige Probleme.

 

 

 

 

 

 

Hadschi Wilhelm, wie der Kaiser im Orient auch genannt wurde, konnte keinen Dschihad ausrufen. Das konnte nur der Kalif, Nachgesandter Gottes und Führer der islamischen Gemeinschaft. Doch anders als heute, da Abu Bakr al-Baghdadi sich als Kalif des islamischen Staats bezeichnet, während er und sein Terrorregime von der überwältigenden Mehrheit der islamischen Gläubigen abgelehnt werden, gab es damals jemanden, der diesen Titel rechtmäßig führte: den Sultan des Osmanischen Reiches. Der Sultan ließ sich nach anfänglichem Zögern auf die Seite der Deutschen ziehen. Am 14. November 1914 verkündete er in einem feierlichen Akt, bei dem das Banner des Propheten entrollt wurde, den Dschihad, den Krieg aller gehorsamen Diener Gottes gegen die Ungläubigen – mit Ausnahme der Deutschen natürlich. Allerdings erwiesen sich die Muslime als nicht so fanatisch, wie man sich in Berlin erhofft hatte. Das war die Stunde des Max von Oppenheim.

 

 

Oppenheim entstammte der gleichnamigen vermögenden Kölner Bankiersfamilie. Gut ein Drittel seiner 54 Lebensjahre hatte er im Orient verbracht, so als Archäologe in Syrien. Seine Funde liegen heute im Magazin des Berliner Pergamonmuseums. Wenn dessen Sanierung einmal fertig ist, werden sie dort das Vorderasiatische Museum schmücken. Oppenheim hatte allein 13 Jahre in Kairo gelebt, damals ein Zentrum der panislamischen Bewegung, deren Köpfe von einer Modernisierung und Reformierung des Islam träumten. Der Panislamismus, so sein Kalkül, würde sich als politisch-religiöse Sammlungsbewegung dem zunehmenden Druck vor allem der Briten auf den ganzen Mittleren Osten entgegenstellen. Doch er überschätzte die Größe der panislamischen Bewegung, die über die intellektuellen arabischen Zirkel, in denen er sich bewegte, kaum hinausreichte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurz nach Kriegsausbruch legte Oppenheim in Berlin eine 135-seitige „Denkschrift zur Revolutionierung der islamischen Gebiete unserer Feinde“ vor. Die Idee hatte er nicht exklusiv. Es gab auch noch ganz andere Pläne zur Unterwanderung des Gegners, etwa den, in Russland einen Umsturz durch Einschleusung von Revolutionären, darunter ein Herr Lenin, herbeizuführen. Aber Oppenheim, dem nicht zuletzt wegen des antisemitischen Dünkels im Auswärtigen Amt lange die erhoffte diplomatische Karriere versagt geblieben war, fand jetzt Gehör. Auf sein Betreiben wurde in Berlin die „Zentralstelle für den Orient“ gegründet. Deren Aufgabe war zunächst die Herstellung von Druckschriften. Und als die ersten muslimischen Gefangenen gemacht wurden, Pakistani und Nordafrikaner, die aufseiten der Briten und Franzosen kämpften, wurden 1915 eigens für sie zwei Lager eingerichtet, eines davon bei Zossen, südlich von Berlin. Die Gefangenen waren gut zu behandeln. Wer sich dem deutschen Dschihad anschloss, war frei. Von 4000 folgten dem Ruf nur 800.

 

 

8 Responses to “Gesponserte Allahskrieger: Der deutsche Dschihad”

  1. andrew Says:

    von der „deutsche“ Dschihad kann ja wohl keine Rede sein – Kaiser Wilhelm war nicht nur ein tumber, proletiger Kultur-u. Christen-Verächter, überdies mit dem englischen Hochadel eng verwandt, sondern ein infamer, aggressiver Kriegstreiber u. Großkotz.
    Von ihm führt diese preussische Linie geradewegs zu Hitler, der ihn bewunderte u. zu übertreffen suchte. Zu Opperheim lasse ich mich jetzt besser nicht aus, da finden sich schon noch genug andere…

  2. te'oma Says:

    Ein sehr guter Artikel – also wie König Salomo schon sagte : “ Es gibt nichts neues unter dem Himmel“

    Nur einer bleibt immer gleich !

  3. andrew Says:

    (…) >> Welche Rolle spielte Deutschland beim Völkermord an den Armeniern? Wie groß war damals der deutsche Einfluss auf die türkische Regierung? Hätte Deutschland den Genozid verhindern können?

    Jürgen Gottschlich meint dazu: „Der deutsche Einfluss war groß. Hohe deutsche Offiziere haben die osmanischen Offiziere ausgebildet. Deutsche Offiziere waren auch an ganz wichtigen Stellen im osmanischen Generalstab und hatten dort eine große Entscheidungskompetenz. Selbst der Generalstabschef war ein Deutscher. Zwei der sechs osmanischen Armeen wurden von deutschen Generälen kommandiert. Meine These ist, und das teile ich mit fast allen nicht-türkischen Historikern, dass ohne dass deutsch-türkische Bündnis während des 1. Weltkrieges dieser Genozid nicht stattgefunden hätte. Deutschland war der wichtigste Bündnispartner, sozusagen der große Bruder der Türkei. Deutschland wollte das Osmanische Reich als Ausgangsbasis für den Kampf um Weltgeltung gegen das Britische Empire nutzen.“

    Gottschlich zitiert in seinem Buch den damaligen deutschen Marineattaché Hans Humann mit den Worten: Die Vernichtung der Armenier sei „hart, aber nützlich“. Die Türkei entledigt sich damit eines inneren Feindes und wird dadurch für Deutschland ein stärkerer Bündnispartner. So wurden einzelne persönliche Versuche deutscher Diplomaten in der Türkei, die auf den Genozid hinwiesen, von der Berliner Regierung unterbunden, da die Stärke Ihres Bündnispartners für sie Priorität hatte.

    Es gibt ein berühmtes Zitat von Hitler, dessen Quelle noch immer etwas unklar ist, wo er gesagt haben soll: „Wer denkt heute noch an die Armenier?“ Kann es also sein, dass die Nazis für ihre späteren Gräueltaten von den Türken gelernt hätten? Gottschlich: „Ich glaube nicht, dass der Völkermord an den Armeniern der Vorlauf für den Holocaust gewesen ist. Allerdings war die rassistische Einstellung mancher preußischer Offiziere gegenüber den Armeniern nahezu identisch mit dem späteren Vokabular der Nazis gegenüber den Juden.“

    Am 24. April, dem 100. Jahrestag dieses Genozids wird es hoffentlich eine Debatte dazu im Bundestag geben, wo dann auch über die deutsche Verantwortung geredet werden sollte. In der Bundeserklärung zum 90. Jahrestag, 2005, wurde die Rolle Deutschlands nur als „unrühmlich“ bezeichnet. Man wolle den Begriff Völkermord nicht verwenden, um sich nicht als Richter aufzuspielen. Jürgen Gottschlich spricht von einem Dilemma: „Wenn die Bundesregierung von einem Völkermord spricht, müsste sie ja gleichzeitig zugeben, dass auch Deutschland seinen schlimmen Anteil daran hatte.“

    Etliche europäische und außereuropäische Länder und auch das Europaparlament, allen voran Frankreich, haben den Völkermord anerkannt. Deutschland hat das bisher nicht getan. (…) <<
    //artikel aus sputnik

    • te'oma Says:

      Eben ,so sieht das aus – nur die Armenier sind schon tot -und wir werden es vieleicht bald sein.

      http://www.politaia.org/politik/deutschland/usa-ziehen-eine-gigantische-streitmacht-in-europa-zusammen/

      • andrew Says:

        gar soviele sinds dann aber doch nicht, würde mir als Russe keine schlaflosen Nächte bereiten – noch nicht…

    • Gloriosa Says:

      Der Türkische Verantwortliche für den Völkermord an den Armeniern floh nach Deitschland (Berlin) und lebte hier einige Zeit unbehelligt. Es fand sich ein Armenier, der diesen Mörder umbrachte. Der Amenier wurde von keinem Deutschen Gericht bestraft.
      Merkel solidarisiert das Deutsche Volk mit den USA und den Finanz-Zionisten. Macht man uns Deutsche dann später auch für deren Verbrechen (mit) verantwortlich? Für die weit über 200 Kriege der USA und deren Geldgeber nach 1945 ???
      Auf grund der massiven Geschichtslügen, die heute gebetsmühlenartig verbreitet werden frage ich mich, ob die vermeintlichen, vorgegebenen, behaupteten „Unterstützer“ der Türken damals überhaupt Biodeutsche waren!
      Dass ein nicht zu unterschätzender Grund für diesen Völkermord an den Armeniern SOZIALER NEID war ist hinlänglich bekannt. Die Armenier waren ehrliche Christen, arbeitsam und integriert. Ethik, Moral und Bildung unterschieden sich wesentlich vom Türkischen Alltag.
      Lest mal bei Wikipedia über „Oppenheim(er)“ nach! Und schaut mal nach, wem alle Sklavenschiffe gehörten und was die auf den Schiffen mit männlichen Sklaven gemacht (im Auftrag der Besitzer!) haben.

  4. Gloriosa Says:

    „Die Deutschen“ förderten Muselmänner mit Geld und … ???
    Heute werden Verbrecher in allen gleich geschalteten Medien gleichlautend ebenfalls als „Deutsche“ bezeichnet und bekommen einen „Deutschen Pass“, um ihre wahre Identität und deren wahren religiösen Hintergrund zu vertuschen und UMZULÜGEN. Gleichzeitig lässt sich auf diese hinterhältige Weise auch noch jede Statistik fälschen und aus den Kulturbereicherern, welche Serientäter sind (nur diese, nicht alle anderen!) „entstehen“ auf wundersame Weise „Deutsche Verbrecher und Verbrechen“.
    Um den 8. Mai herum werden sich alle Lügenmedien wieder gegenseitig mit Geschichtsfälschungen überbieten. Heute Morgen bereits vermeldete eine Moderatorin im MDR, 1945 hätte DEUTSCHLAND kapituliert ! Wissen diese Dummchen es nicht besser oder betätigen die sich bewusst als Mietmaul? Und wem werden diese Lügenbarone wohl die mehr als 10 Millionen Toten NACH dem 2. Weltkrieg in die Schuhe schieben? Wird das Verbrechen der Rheinwiesenlager thematisiert werden? Die Haager Landkriegsordnung? Die gefolterten Deutschen Soldaten, deren Schreie noch in 3km Entfernung für Entsetzen sorgten? Der Holocaust in Dresden mit Hunderttausenden Brand- und Erstickungsopfern? Wird der Name Winston Churchill ausnahmsweise mal in einem geschichtlichen Wahrheits-Sachverhalt genannt werden?
    Das Ende der Besatzungszeit am 15.4. 2015 wurde vor uns Deutschen mit Erfolg vertuscht !!! Der Deutsche Michel meint sogar, es handelt sich dabei um Verschwörungsth… . Armes Deutschland …


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