kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Meine geringsten Brüder 8. März 2015

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 00:56

Und der König wird ihnen antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan„.

(Matthäus 25:40)

 

 

Der Abschnitt, in dem dieser Vers steht, hat in der Lutherbibel die Überschrift „Vom Weltgericht“. Dabei geht es darum, dass Jesus die Schafe von den Böcken scheidet und die einen zu seiner Rechten und die anderen zu seiner Linken stellt. Die zu seiner Rechten erlangen das Himmelreich. Die zu seiner Linken gehen in die ewige Verdammnis.

Das Urteil Jesu orientiert sich dabei an dem Verhalten das seinen geringsten Brüdern und damit IHM gegenüber an den Tag gelegt wurde, wobei sich weder die Geretteten noch die Verdammten daran erinnern können, Jesus jemals hilfsbedürftig gesehen zu haben. Sie scheinen ihn überhaupt nicht gekannt zu haben. Bei diesem Abschnitt könnte man zunächst geneigt sein, an fromme Leistungen zu denken, die man möglicherweise zu tun versäumt hat. Aber sind mit den Schafen und Böcken überhaupt Christen und Jünger Jesu gemeint?

 

 

 

Vorab soviel: Dieser Text wirft viele Fragen auf und selbst in biblisch fundierten Kommentaren fallen die Erklärungen ganz unterschiedlich aus, weshalb ich es mal mit einer Erklärung versuche, die keinen Anspruch darauf erhebt richtig zu sein. Sie soll vielmehr zum Nachdenken und Prüfen anregen.  Ich denke dass hier keine Jünger Jesu angesprochen sind, weil Jesus den Seinen das ewige Leben bereits zugesprochen hat und dass sie nicht ins Gericht kommen, weil sie durch Sein Blut und den Glauben an IHN reingewaschen sind. Allerdings müssen auch die Geretteten vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit sie ihren jeweiligen Lohn empfangen, wobei es allerdings keine Verdammnis gibt.

 

Im Wort Gottes steht aber auch davon geschrieben, dass die Lebenden und die Toten nach ihren Werken gerichtet werden. Nach dem was in den Büchern geschrieben steht. Diese Aussagen und der heutige Vers könnten ein Hinweis darauf sein, dass diejenigen die Jesus nicht kannten, deshalb nicht automatisch verloren sind, wie es manchmal hingestellt wird, sondern diese nach ihrer Herzenshaltung beurteilt werden, wobei hier offensichtlich großzügig geurteilt wird.

 

 

Jesus sieht nur das Gute, das der Einzelne getan hat, wobei ER nicht gegen die Fehler und Sünden, die der Einzelne auch hatte, aufrechnet. Wir wissen also überhaupt nicht, wie Gott den einzelnen Menschen richten wird. Deshalb größte Vorsicht vor voreiligen menschlichen Schlüssen. Darüber, wer die „geringsten Brüder“ sind, gehen die Auffassungen ebenfalls auseinander. Geht es hier nur um Jünger Jesu oder um alle Menschen die hilfsbedürftig waren?

 

Auch wenn wir als wiedergeborene Christen nicht ins Endgericht kommen, darf uns das trotzdem nicht selbstsicher und damit fahrlässig werden lassen. Zu vielen Unglücksfällen kommt es, weil man sich zu sicher fühlte. Das gilt auch hier. Die Gleichnisse von den klugen und törichten Jungfrauen und den anvertrauten Pfunden zeigen, dass knapp vorbei auch daneben ist. Man das Ziel also immer noch verfehlen kann.

 

Als Christen sollen wir uns dadurch aber in keinen Leistungsdruck oder Stress bringen lassen, sondern fest auf die Zusagen unseres Herrn vertrauen. Die Gewissheit, die wir dadurch haben, soll dazu führen, dass wir vielfältige Glaubensfrüchte bringen – ohne die der Glaube nutzlos wäre – wozu auch gehören kann, sich der Nöte anderer annehmen, nicht aus Zwang, sondern aus Liebe zum Nächsten.

 JÖRGEN BAUER

 

4 Responses to “Meine geringsten Brüder”

  1. Akelei Says:

    Durch Gebet und durch das Geschenk des Glaubens in unseren Herrn Jesus Christus täglich gerüstet sein. Das ist für mich das Wichtigste. Im Gebet verbunden.

  2. Leser Says:

    Manche Bibelausleger schreiben, mit „Brüder“ sind die leiblichen Brüder von Jesus gemeint, die Kinder Israel. Wie diese behandelt worden sind von den Nationen. Mit Schafen und Böcken sind Nationen gemeint, bzw. das jeweilige Verhalten von den verschiedenen Nationen/Gruppen gegen die Juden, die leiblichen Brüder von Jesus. Wie in dem Bußgebet, das Papst Johannes XXIII kurz vor seinem Tod verfasst hat: „Wir erkennen heute, dass viele Jahrhunderte der Blindheit unsere Augen verhüllt haben, so dass wir die Schönheit deines auserwählten Volkes nicht mehr sehen und in seinem Gesicht nicht mehr die Züge unseres erstgeborenen Bruders wiedererkennen. Wir erkennen, dass ein Kainsmal auf unserer Stirn steht. Im Laufe der Jahrhunderte hat unser Bruder Abel in dem Blute gelegen, das wir vergossen, uns er hat Tränen geweint, die wir verursacht haben, weil wir deine Lebe vergaßen. Vergib uns den Fluch, den wir zu Unrecht an den Namen der Juden hefteten. Vergib uns, dass wir Dich in ihrem Fleische zum zweitenmal ans Kreuz schlugen. Denn wir wussten nicht, was wir taten.“

  3. te'oma Says:

    Jesus hat die Frage schon klar und deutlich vor 2000 Jahren beantwortet.

    Von den wahren Verwandten Jesu
    46 Als Jesus noch mit den Leuten redete, standen seine Mutter und seine Brüder vor dem Haus und wollten mit ihm sprechen.6
    47 Da sagte jemand zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir sprechen.7
    48 Dem, der ihm das gesagt hatte, erwiderte er: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?
    49 Und er streckte die Hand über seine Jünger aus und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
    50 Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

    Johannes 14
    …20An dem Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. 21Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

    Johannes 6
    …43Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murret nicht untereinander. 44Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.

    Matthaeus 13:11
    Er antwortete und sprach: Euch ist es gegeben, daß ihr das Geheimnis des Himmelreichs verstehet; diesen aber ist es nicht gegeben.
    —————————————————————————————————————————————

    Namenschristen sind weder seine Brüder noch seine Schwestern

    Die Bergpredigt (Mt 5–7) richtet sich an Jünger Jesu zu allen Zeiten. Das sind Menschen, die sich zumindest äußerlich auf die Seite des Herrn Jesus stellen, unabhängig davon, ob sie auch innerlich von Neuem geboren worden sind. Am Ende dieser Belehrungen warnt der Herr vor einem oberflächlichen, rein äußerlichen Bekenntnis: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen erklären: Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“(Mt 7,21–23). Der „prominenteste“ Vertreter dieser Art falscher Jünger war sicher Judas Iskariot.

    Die zehn Jungfrauen

    Zunächst müssen wir bedenken: Wer sind die zehn Jungfrauen? Das Gleichnis berichtet von zehn Jungfrauen, die hinausgehen, um dem Bräutigam (Jesus Christus) entgegenzugehen. Die zehn Jungfrauen wurden beschrieben als „die erwartende christliche Gemeinschaft“ (siehe The Expositor’s Bible Commentary). Viele, die sich heute Christen nennen, erwarten die Rückkehr des Messias. Doch das Gleichnis gibt – wie auch viele andere Schriftstellen – zu erkennen, dass viele bekennende Christen, die Christi Rückkehr erwarten, ihren erhofften Lohn nicht erhalten werden (Matthäus 7, 21-23), weil sie die wichtigen Lektionen aus diesem Gleichnis nicht gelernt haben. Sie werden dann schockiert und überrascht sein, aber so sagt es die Bibel eindeutig.
    Uns wird gesagt, dass fünf dieser Jungfrauen klug waren und fünf von ihnen töricht. Was bedeutet es also, klug oder töricht zu sein? Wie definiert die Bibel diese Begriffe? Und zu welcher Kategorie gehören wir? Jesus erklärt, dass die Klugen diejenigen sind, die seine Lehren nicht nur hören, sondern auch tatsächlich danach handeln (Matthäus 7. 24-29). Und Jesus definiert eine törichte Person als jemanden, der das Wort Gottes hört, aber ihn nicht nachfolgt! Toren ersinnen allerlei Begründungen und Entschuldigungen, weshalb die Gebote und Anweisungen der Schrift für uns heute nicht mehr anwendbar sein sollen.
    Das Buch der Sprüche gibt uns weitere Definitionen. Eine weise Person hat Ehrfurcht vor Gott und ist eifrig darauf bedacht, Einsicht, Weisheit und Verständnis zu suchen (Sprüche 4, 4-9; 9, 10), aber „Toren verachten Weisheit und Zucht“ (Sprüche 1, 7) – sie sind nicht bereit, Anstrengungen zu unternehmen, um diese wichtigen Qualitäten heranzubilden. Eine kluge Person sucht Rat und hört auch Zurechtweisung (Sprüche 10, 8), aber Toren ignorieren Ratschläge und wehren sich gegen Zurechtweisung (Sprüche 11, 14). Ein Tor reagiert auf eine Situation mit sofortigem Wutausbruch, wo eine kluge Person Beleidigungen ignoriert und sich in Selbstbeherrschung übt (Sprüche 12, 16). Toren sehen sich immer im Recht und sind sich der Richtigkeit ihrer Meinung absolut sicher, während eine kluge Person bereit ist, auf Ratschläge zu hören (Sprüche 12, 15; 28, 26). Eine kluge Person überlegt im Voraus, wohin eine bestimmte Entscheidung oder Handlung führt und bemüht sich, Fehler zu vermeiden. Doch Toren rechnen nicht mit den Konsequenzen ihrer Handlungen und kommen so immer wieder in Schwierigkeiten (Sprüche 22, 3). Die Auswahl unserer Freunde hat ebenfalls einen Einfluss darauf, was wir werden, denn „wer mit den Weisen umgeht, der wird weise; wer aber der Toren Geselle ist, der wird Unglück haben“ (Sprüche 13, 20).
    Die Lehre aus diesem Teil des Gleichnisses ist, dass wir darauf achten, wohin uns unsere Handlungen führen werden! Sind wir darauf bedacht, von Gottes Geist geleitet zu werden und seinen offenbarten Anweisungen Folge zu leisten, oder suchen wir ständig nach Ausflüchten, wie wir die Schrift umgehen können, damit wir tun können, was wir selbst wollen? Das Gleichnis gibt zu erkennen, dass bis zu 50 Prozent derjenigen, die sich für Mitglieder von Gottes Kirche halten, törichte Entscheidungen treffen könnten! Dies sollte uns eine Warnung sein, während wir uns dem Ende des Zeitalters nähern.

    Und noch viel weniger gottlose Sodomiter !!!!!!!!!!!!!

  4. te'oma Says:

    Im Wort Gottes steht aber auch davon geschrieben, dass die Lebenden und die Toten nach ihren Werken gerichtet werden. Nach dem was in den Büchern geschrieben steht. Diese Aussagen und der heutige Vers könnten ein Hinweis darauf sein, dass diejenigen die Jesus nicht kannten, deshalb nicht automatisch verloren sind, wie es manchmal hingestellt wird, sondern diese nach ihrer Herzenshaltung beurteilt werden, wobei hier offensichtlich großzügig geurteilt wird.
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    Selbstverständlich, haben sie auch hiermit recht, Herr Bauer ,fast alle christlichen Richtungen schicken
    alle Ungläubigen in die ewige Verdammnis und diese eindeutige Bibelstelle wir einfach umgedeutet.

    An Christen hat Jesus eben viel höhrere Ansprüche als an Ungläubige. Ungläubige sind aber trotzdem
    nicht seine Brüder und Schwestern


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