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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kardinal Schönborn: Solidarität mit koptischen Christen 18. Februar 2015

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 13:59

Wiener Erzbischof in Kondolenzschreiben an koptischen Papst-Patriarchen Tawadros: „Töten im Namen Gottes ist ein schreckliches Verbrechen, das sich gegen die Menschen und gegen Gott selbst richtet„. Auch Bundespräsident und Weltkirchenrat trauern.

 

 

Angesichts der Ermordung von 21 koptischen Christen durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat auch Kardinal Christoph Schönborn dem koptischen Papst-Patriarchen Tawadros II. kondoliert. In einem Schreiben an Papst Tawadros, das die Erzdiözese Wien am Mittwoch veröffentlichte, drückte Schönborn seine „große Betroffenheit und Bestürzung“ über die Ermordung der koptischen Christen in Libyen aus und sprach den hiesigen Kopten seine Solidarität aus. Töten im Namen Gottes sei ein schreckliches Verbrechen, „gegen die Menschen und gegen Gott selbst“. Schönborn war soeben vom Konsistorium in Rom zurückgekehrt. Zwischen der katholischen und der mehr als 15.000 Mitglieder zählenden koptisch-orthodoxen Kirche in Österreich gibt es seit langem enge freundschaftliche Beziehungen. So sind die beiden koptischen Kirchen in Donaustadt und Währing Schenkungen der katholischen Kirche. Papst Tawadros II., Nachfolger des hl. Markus, ist im Juni und November 2014 mit Kardinal Schönborn in Wien zusammengetroffen.

 

 

 

 

 

 

Im Folgenden dokumentiert „Kathpress“ das Schreiben an Papst Tawadros im Wortlaut:

 

 

Eure Heiligkeit!

 

Mit großer Betroffenheit und Bestürzung habe ich vom Tod der 21 Mitchristen der koptischen Kirche erfahren, die in Libyen ermordet wurden. Töten im Namen Gottes ist ein schreckliches Verbrechen, das sich gegen die Menschen und gegen Gott selbst richtet. Als Erzbischof von Wien, der hier sehr aktiven koptischen Kirche durch viele Jahre in Freundschaft verbunden, möchte ich Ihnen und allen koptischen Christen, vor allem auch den Angehörigen der Ermordeten, mein tiefstes Mitgefühl aussprechen. Ich bete für Sie und alle verfolgten Brüder und Schwestern um Trost, Zuversicht und Standhaftigkeit in schwerer Zeit. Ich versichere Sie der Solidarität der katholischen Kirche von Wien. Was uns an Möglichkeiten offensteht, wollen wir nutzen, um Ihnen zu helfen und auf den Frieden hinzuwirken.

 

In tiefer Verbundenheit, Kardinal Christoph Schönborn

 

 

 

 

Auch Bundespräsident und Weltkirchenrat trauern

 

Auch Bundespräsident Heinz Fischer kondolierte Papst-Patriarch Tawadros II. Wie die Präsidentschaftskanzlei am Dienstag mitteilte, hat Fischer sich in einem Schreiben an Tawadros gewendet und sich darin schockiert gezeigt über das Massaker an den koptischen Christen. „Dieser weitere barbarische Akt des sogenannten Islamischen Staates müsse vorbehaltslos verurteilt werden, nichts könne die Inhumanität dieser grauenvollen Tat der Ermordung unschuldiger Menschen und den Missbrauch der Religion rechtfertigen“, so der Bundespräsident in seinem Schreiben.

 

 

In Genf äußerte sich darüber hinaus der Weltkirchenrat/Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK). Zusammen mit seinen Mitgliedskirchen, Partnern und den Menschen in Ägypten trauere der ÖRK über die Tötung von 21 ägyptischen Christen, die von Aktivisten für den sogenannten „Islamischen Staat“ in Libyen verübt wurde, hieß es. „Wir sprechen unser tiefstes Mitgefühl und unser Beileid den Familien der jungen Ägypter aus, die nach Libyen gereist waren, um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen und die Opfer dieser grausamen Tat wurden,“ schrieb Pastor Olav Fykse Tveit, der Generalsekretär des ÖRK, in einem Brief an Papst Tawadros II. „Wir beten für sie, ihre Gemeinden und für die ganze Kirche in Ägypten, die diese wertvollen Menschen verloren hat“, heißt es weiter.

 

 

 

Tveit betonte, dass diese Tötungen die lange Liste von Grausamkeiten fortsetze, die von Menschen begangen werden, die „durch eine falsche Auslegung der Religion verwirrt sind“. „Wir beten um Metanoia – eine Kraft der Veränderung der Herzen jener, die von unmenschlicher Gewalt und Hass des Anderen angetrieben sind“, sagte er. Der ÖRK-General bekräftigte den Einsatz des ÖRK für „aktive Solidarität über die Grenzen von Glauben und ethnischen Gruppen hinweg mit allen, die von solcher Gewalt und Hass betroffen sind und die nach Frieden streben und die von Gott geschenkte Menschenwürde sowie gleiche und unveräußerliche Menschenrechte für alle anerkennen“.

{Quelle: http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/67974.html}

 

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