kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Pfarrer Latzels zur Predigt des Bremer Pastors 31. Januar 2015

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:42

Ein Katholik nimmt Stellung: Bremer Pastor beleidigt Orthodoxe und Katholiken 

 

 

Die Predigt im Wortlaut:

http://www.st-martini.net/audio/2015/2015_0118la.mp3

 

 

Wir müssen die Predigt als Ganze sehen und dürfen uns nicht von einzelnen Ausdrücken beeindrucken lassen. Wahr ist, dass in der Katholischen Kirche die Ablässe auch heute noch gewonnen werden können. Ich als Katholik fühle mich dabei nicht unwohl. Die letzte Entscheidung fällt ohnehin Gott, nicht die Kirche. Ich bin aber auch nicht darauf aus, Ablässe zu erhalten. Die meisten Katholiken wissen nicht einmal, dass es Ablässe gibt, wie Ablässe gewonnen werden können und das Thema „Ablass“ ist in der katholischen Kirche im Grunde kaum noch Thema. Aus diesem Grunde ist die Wortwahl für heutige Verhältnisse unpassend. Aber das ist eben seine Meinung. Das tut der Liebe – jedenfalls für mich – keinen Abbruch.

 

Da fühlt sich die kath. Kirche berechtigt, dies zu tun, weil sie sich auf das Wort JESU beruft, dass Petrus auf Erden binde, wird auch im Himmel gebunden sein, was er auf Erden löse, wird auch im Himmel gelöst sein. Wenn dies die kath. Kirche meint, so folge ich ihr. Es ist ja schließlich auch etwas Postives, wenn es mit reiner Seelsorge hat und nichts mit Geldgeschäften zu tun hat. . DIe Seele kann, wer daran glaubt, Ruhe finden. Ich persönlich brauche wie jeder Mensch und jeder Christ die Vergebung GOTTES. Einen Deal mit GOTT können wir sowieso nicht schließen.

 

Was die Kath. Kirche in der  Vergangenheit mit diesen Ablässen zur Zeit Luthers getan hat, war sündhaft und insoweit hat der Pfarrer Latzel Recht.

Das war Dreck und sündhaft.

 

Auch ist ein übetriebener Reliqienkult nicht rechtens und auch sündhaft. Es kommt aber auch hier auf die Sichtweise an. Wer Reliquien zum Inbegriff seines Glaubens macht, liegt völlig falsch. Wer Reliqien als Gegenstände ansieht, bei  deren Ansicht  JESUS in den Blick genommen wird  (und nicht anbetet), hat eine rechte Vorstellung in der Behandlung von Reliquien, deren Handel übrigens wieder mit Geschäften zu tun hat, was abzulehnen ist. Soviel Reliquien vom Kreuz JESU z. B. kann es in der Welt nicht geben. Aber selbst wenn ein unechtes Stück Holz als das Holz des Kreuzes JESU angesehen wird,  auch nur zu einem Gebet einer einzelnen Seele  zum DREIEINEN GOTT animiert hat, so hat diese „Reliqiue“ ihren Dienst erfüllt. So ist es auch mit den Bildnissen in Katholischen Kirchen.

 

Diese Bilder werden entgegen vielerlei Meinung nicht angebetet, sondern sie animieren zum Gebet, welches in der kath. Kirche immer mit der Einleitung „Im Namen des VATERS, des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES“ beginnt. Das Gegenständliche lässt die Einübung der Ehrfurcht in der Seele aufleuchten.Auch wenn diese Hilfsmittel sind, sollten sie – bei richtigem Verständnis – nicht verurteilen. Wenn Bilder und  Reliquien zum Gegenstand der Glaubensmitte werden, sind sie schädlich. Wenn sie lediglich dazu dienen als Hilfsmittel zur Förderung der Glaubens an die HL. DREIEINIGKEIT zu fungieren, so sehe ich dies positiv.

Ebenso die Heiligenverehrung. Wer Heilige anbetet, liegt falsch. Aber jeder Heilige ist Vorbild und sein Denken, sein Handeln und sein Tun weist immer auf JESUS hin. Wer als Christ den Weg eines Heiligen folgt, findet immer JESUS. Heilige sind keine Götter. Sie waren uns sind Menschen wie Du und ich. JESUS selbst hat die größtmögliche  Liebe in die Welt gebracht, weil ER GOTT selbst war. Heilige können für Menschen in dem Sinne Vorbild sein, weil sie JESUS in ihrem Menschsein nachgefolgt sind. Der Gläubige weiß, dass er JESUS nie in allem nachfolgen kann, weil er vollkommen ist. Da können die Biografien von Heiligen helfen, Wege zu finden, JESUS die Ehre und die Anbetung  aus menschlicher Sicht  vorbildhaft in den individuellen Lebensweg einzubinden.

 

 

Heilige können wie eine gute Predigt wirken, mehr noch. Sie waren real und können ein menschliches Lichtlein zum allumfassenden LIcht JESU CHRHISTI führen. Das ist Sinn der Heiligenverehrung. Und gerade die Heiligenverehrung ist es doch, die völlig andere, weil JESUANISCHE Anbetung fördert. Wir sehen doch eindringlich am Islam, was dabei herauskommen kann, wenn vermeintliche Heilige und falsche Propheten wie Mohammed verehrt werden und Muslime diesem falschen Vorbild bis aufs i-Tüpfelchen sklavisch nachfolgen. Angesichts dieses falschen Heiligenbildes dieses Propheten ist die Heiligenverehrung in der katholischen und orthodoxen Kirche geradezu ein Regulativum, eine Vorbildgabe der Kirche, die Menschen im Sinne JESU als Vorbild den Menschen schenkt. 

Diese Vorbilder werden nicht in einem Zug mit dem DREIEINEN GOTT genannt. Sie werden immer nur um Fürsprache angesprochen. Gebete zu Jesus mögen durch Heilige als Boten vorgebracht werden. Ich persönlich bin ein Marienverehrer. Ich glaube, dass die Mutter JESU hier auf Erden auch im Himmel bei ihrem SOHN JESUS noch Einfluss hat wie sie bei der Hochzeit zu Kanaa ihren Einfluss geltend mache und bediene mich des Ave Maria und des Magnifikats, beides biblische Texte. Da bin ich auf der sicheren Seite. Andere Heilige sehe ich eher als Vorbild in ihrer Biografie und versuche den von ihnen auf JeSUS hin praktisch gegangenen Weg zu gehen. Das Lesen von Heiligenbiographien ist für den eigenen Glauben durchaus fruchtbar und anregend.

 

 

Nun müssen nicht alle Christen sich dieser Hiflsmittel bedienen und ich kann es auch verstehen, dass Christen anderer Konfessionen diese Methoden ablehnen.Das bleibt ihnen überlassen und ich werde sie weder verurteilen noch ihnen das aufzwingen, was ich in meinem Glauben als Wahrheit ansehe.

 

 

 

Und nun zum Hauptthema:

Mir ist ein Christ, sei er orthodox, katholisch, evangelisch oder individuell christlich erheblich lieber, der er einen festen Standpunkt hat wie dieser Pastor, als ein Christ, der eine gutmenschlich wischiwaschisynkretistische Einstellung mit selbstzerstörerischem Toleranzlevel im Einklang mit dem politkorrekten Meinungsdiktat, wie sie sich in den  Köpfen der Kirchenleitungen beider Kirchen eingeschlichen hat und als „absolute und alternativlose“ Wahrheit zum Besten gegeben wird. JESUS als den WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN in der Sache der Religionsideologien standhaft zu vertreten, auch abgrenzend herausstellend zu vertreten, aber liebevoll zu den Menschen anderen Glaubens, ist die Devise CHRISTI.

 

 

Das ist die Position Gottes, der den Sünder liebt, die Sünde aber verabscheut. Genau  das zeichnet das Judentum und das Christentum in Vollendung aus.

 

Ich persönlich fühle mich als Katholik durch diese Predigt des Pastors Latzel weder beleidigt noch belästigt. Im Gegenteil: Sie regt zum Nachdenken an und lässt die Frage aufkommen:

„Wo stehe ich in Bezug auf JESUS“?

 

 

Ich wäre froh, wenn eine solche Predigt dem Sinne nach, nämlich in dieser mehr als klaren Aussage, dass Muslime und Christen eben nicht denselben Gott anbeten und JESUS der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, so klar in meiner Kirche formuliert werden würde.

Und ich gebe diesem Pastor in seiner Predigt mehr als recht. Jetzt gegen diesen Pfarrer ein Ermittlungsverfahren wegen dieser Predigt einzuleiten, ist kläglich und kommt einer Christendiskriminierung gleich. Wenn Christen diese Strafanzeige erstattet haben sollten, sollten sie ihren Glauben überdenken. Die Stellungnahme der evangelischen Kirchenoberen kann getrost als Bekenntnislosigkeit  auf tönernem Boden gewertet werden.

 

 

Wer diese Predigt als Hasspredigt einstuft, hat wohl kaum eine Ahnung vom Inhalt einer wirklichen Hasspredigt. In einer Hasspredigt wird gegen Menschen einer Glaubensrichtung hassvoll gepredigt, wie es der Koran konkret und über den größten Teil seines Inhalts explizit gegen Juden und Christen ausführt. Menschenhass aber hat Pastor Latzel mehrmals  und ausdrücklich in seiner Predigt ausgeschlossen und gebrandmarkt.  Wenn wir schon nicht mehr von der Kanzel aus ungestraft Grenzen zur Glaubensideologie eines anderen Glaubens ziehen dürfen, dann ist es nicht weit her mit der Religionsfreiheit in diesem Staate.

Islam in der jetzigen Form gehört nicht nach Deutschland, nicht nach Europa, nicht einmal auf die Erde.

Dieser Islam in seiner jetzigen Form, die mittlerweilse bereits  seit 1400 Jahren die Menschheit kontinuierlich spaltet, ist kein Friedensmittel, sondern ein Angriff auf den gesunden Menchenverstand. Wer JESUS und das Christentum so ablehnt wie der Koran es tut, kann getrost als antichristliche Religion angesehen werden. Diesem Gott, der im Koran spricht und damit seinen Charakter preisgibt, ist jedenfalls für mich nicht anbetbar, weil er sich in seinem Charaktersein wie ein menschlich anmutender tyrannisch-politischer Machtmensch präsentiert.

 

Die Synkretismussucht in diesem Europa ist dem HERRN ein Gräuel und wird uns auch auf die Füße fallen. ER will keine anderen Götter neben sich haben und dieser Allah , wie er sich in seinem Wort, dem Koran, präsentiert, ist mehr als abzulehnen. Allah hat nichts mit dem DREIEINEN GOTT zu tun und soll in diesem mehr als sündhaft erschreckenden Gottesbild auch nichts mit unserem HERRN JESUS CHRISTUS, eingebunden in der ALLERHEILIGSTEN DREIEINIGKEIT zu tun haben. Die Menschen, die Muslime, sind jedoch genauso Kinder GOTTES wie wir auch. Sie werden Opfer ihrer eigenen Religion.

 

Ich jedenfalls wünsche als Katholik dem Pastor Latzel Durchhaltevermögen und eine Gemeinde, die ihn trägt, und zwar mit GOTTES Hilfe.

 

6 Responses to “Pfarrer Latzels zur Predigt des Bremer Pastors”

  1. Ja, der Pastor hat 100% recht. Es ist eine ganz reine, schriftgemäße Predigt. Jesus allein und nicht neben ihm. Das erste Gebot muss gelten.

  2. Andrew Says:

    Ein klares u. mutiges christliches Bekenntnis, das ALLE ANDEREN Weltreligionen ganz selbstverständlich ebenfalls für sich in Anspruch nehmen! Die anderen Religionen grenzen sich weit kompromissloser als das Christentum (+Buddhismus) von anderen ab- der Koran besteht hauptsächlich aus rigiden, zur offenen Gewalt auffordernden Grenzziehungen gegenüber jeder abweichenden Glaubensform, insbesondere auch innerhalb des Islams. Finden denn Muslime, dass wir den gleichen Gott wie sie anbeten, oder halten sie uns nicht vielmehr für Götzenanbeter, Frevler, Lügner, Verdreher, ja Satane? Was wird denn in den weltweit xx-tausenden Moscheen, Religionsschulen o. islamischen Vereinen weltweit über Christen u. Juden gedacht, gesagt u. gepredigt?
    Gibt es dazu umfassende, detailierte Studien, die all unsere Zweifel über die angebliche islamische Toleranz ausräumen könnten? Hat sich der Islam nach 1400 Jahren über Nacht von Grund auf verändert o. gab es nie eine islamisch-kriegerische Weltexpansion von Marocko bis Indonesien, vom Balkan/Spanien/Südrussland bis hinunter ins südliche Afrika? Warum wohl wurde der Begriff des Dschihad von Mohamed erfunden – keine andere Weltreligion konnte sich von „Gott“ legitimiert der brutalsten Mittel bedienen, um seine globale Mission voranzutreiben.

  3. Mia Says:

    Meine Schwester (41, 3 schulpflichtige Kinder) ist vor einem Monat ganz grausam an Krebs gestorben, und schon vorher habe ich jeden Tag gedacht, -was für beschissene Weihnachten, was für eine böse Krankheit.- Und das Lied oh du fröhliche hab ich plötzlich gehasst. Und während sie starb betete ich in Gedanken, also lautlos, den Barmherzigkeitsrosenkranz und rief mehrere Heilige an, dass sie ihr beistehen, vor allem Maria. Und ich fühlte deutlich deren Anwesenheit und wie sie mir Kraft gaben. Im Dilirium betete meine Schwester mit und es war als sehe sie jemanden, sie sagte so komische Dinge und genau in der Sekunde, wo ich an die hl Gottesmutter dachte, dass sie kommt und hilft, sagte meine Schwester- das tut gut.- betete ein paar Worte des Gegrußt seist du Maria und lächelte, alles im Dilirium, Mit geschlossenen Augen. Obwohl sie vorher vor Schmerzen laut schrie. Und dann gings plötzlich schnell. Und mein erstes gefühl nach dem Schreck, als ich auf den toten Körper sah, war nicht Trauer sondern Dankbarkeit. Dankbarkeit für das letzte Jahr und alle schönen und intensiven Momente, so viele gemeinsame Stunden, Tage, kostbare Augenblicke und dass ich am Schluss da sein konnte, sie nicht allein in der Nacht sterben musste. Und seit ihrem Tod sammle ich für sie Ablässe, die natürlich alle völlig kostenlos sind und hoffe zwar, dass sie kein Fegfeuer mehr hat oder nur wenig, wegen der scheußlichen Krankheit und der übermenschlichen Schmerzen, durch Organversagen, aber wissen tu ichs nicht und geh kein Risiko ein. Sicherheitshalber bete ich täglich für sie, benutze Weihwasser und geh für sie zur Messe . Und das lass ich mir von niemandem ausreden und jedesmal wenn ich etwas für sie tue, fühle ich mich besser und ich weiß genau, sie spürt das was ich für sie tue und freut sich mehr, als wenn man trauert und weint. Und das ist wertvoller als 10000000 Tränen oder Blumen am Grab. Und vor ein paar Tagen wollte ich für sie beten, dann hab ichs vergessen, da klapperte es plötzlich so laut, dass ich erschrak und ich war allein, wusste nicht woher das Geräusch kam, doch dann fiel mir wieder ein, dass ich für meine Schwester beten wollte und wusste, sie war das und erinnerte mich daran. Und ich fühl ihre Anwesenheit oft. Dann weiß ich, sie braucht mein Gebet. Am Anfang fühlte ich tagelang ihre Hand, wie sie meine Hand drückte, ganz fest. Da brauchte sie das Gebet am meisten.
    -1 Beichte gilt 8 Tage, das heißt, man kann damit 8
    vollkommene Ablässe gewinnen, jeden
    Tag einen. dann neben Beichte Messe
    mit Kommunion und Credo, Vater unser, Ave Maria, nach Meinung des hl Vaters in Kirche beten.

    • Bazillus Says:

      Werte Mia,

      zunächst einmal meine aufrichtige Anteilnahme zum Tode Ihrer Schwester.
      Mit Ihrem sehr lebensnahen Bericht haben sie mit Sicherheit so manchen Mitleser gezeigt und geholfen, wie Sterbebegleitung auf Jesus hin sinnvoll stattfinden kann. Es ist ein großes Geschenk, dass Sie die Anwesenheit von Heiligen spüren dürfen. „Sie kommt und hilft“, sind sicherlich bewegende Momente gewesen, die SIe nie vergessen werden.

      Die kirchliche Lehre vom Fegfeuer kann nur schwerlich mittels der Bibel gefunden werden. Aber sie ist so wertvoll nicht nur für die Seelen der lieben Verstorbenen, sondern auch für die eigene Seele. Blumen und Kränze auf Gräbern, Weinen und Trauern helfen wenig. Aber intensives Gebet und Messbesuche, in denen wir die Kommunion, die Vereinigung mit Jesus zusammen mit den Verstorbenen durch- und erleben und aufopfern können, wenn wir sie mit in unseren Gedanken mit hineinnehmen, sind im Sinne JESU bestens geeignet, die Gnade Gottes für die lieben Verstorbenen zu erflehen. Behalten Sie Ihren Glauben!

      Ich jedenfalls danke Ihnen für ihren ehrlichen und bekennenden Bericht, der mich veranlasst hat, über die Sterbehilfe- und -begleitung neu nachzudenken. Ich habe eine 93-jährige Mutter, die möglicherweise ebenfalls bald der Sterbebegleitung bedarf. Sie ist gläubig und sie wird Gebete am Sterbebett nicht ablehnen. Sie betet noch heute jeden Tag den Rosenkranz. Diese Beter fehlen. Die Generation, die das Beten noch aus frommem Herzen bewerkstelligt hat, stirbt langsam aus.

      Der liebende Gott möge Ihre Schwester bei sich aufnehmen. In der Hoffnung, dass ihre 3 Kinder in ihrem Vater eine liebende Elternkonstante hier auf Erden behalten, wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie Gottes Segen. Und mit Ihnen als Tante haben die drei mit Sicherheit jemanden gefunden, die helfen kann, mit Ihnen zusammen aus notwendiger Trauer heraus in die freudige Dankbarkeit hinein für das Wirken ihrer Mutter bis zu ihrem tragischen Tod hinführen kann.

      • Mia Says:

        Vergelts Gott, ich war so beschäftigt, dass ich erst jetzt einen ruhigen Moment fand, hier wieder kurz reinzuschaun. Alles Gute für Ihre Mutter und fragen Sie sie, ob sie gern mit einem Priester sprechen möchte, ob sie eine Krankensalbung zur geistigen Stärkung möchte. Bei meiner Schwester hab ich ihn schon Tage vorher „zufällig“ vorbeigeschickt. Im Spital war eine Frau, die er kannte und
        ebenfalls besuchte und so konnte er sagen, er sei sowieso da und dann erschrickt auch niemand.

      • Mia Says:

        Wegen Vorbereitung ist vielleicht noch folgendes wichtig. Man sieht oft Tage vorher, dass jemand sterben wird. Das Gesicht, die Augen verraten es und der Patient spürt es selber auch. Die Ärzte können es oft auf den Tag genau eingrenzen, sagen aber nix. Man erkennt es dann spätestens daran, dass der Patient plötzlich doch ein Einzelzimmer bekommt (das nur zum Sterben benutzt wird, oder spätestens wenn die Krankenschwestern die Salzlampe holen) obwohl alle Einzelzimmer belegt sind. Bei meiner Schwester hatten wir schon 2 Tage vorher eingeteilt dass in der Nacht 2 Personen -Freunde, Geschwister,- bei ihr im Krankenzimmer übernachten. Sie wollte nicht alleine sein. Als ich ihr am 30.12. ansah, dass sie die Nacht nicht überleben würde, hab ich die Familie informiert. Meine Schwester war sehr froh dass sie die Familie und enge Freunde noch sehen durfte, Hand halten, umarmen, manche wollte sie gar nicht loslassen. Besagte Salzlampe war an und außer der Fam und Personal, durfte keiner mehr ins Zimmer. Ich holte dann schnell den Pfarrer, als wir zurückkamen war sie im Dilirium aber immer wieder hatte ich das Gefühl sie kriegt was mit. Der Pfarrer gab ihr die letzte Ölung und betete mit uns. Das war für uns alle wichtig. Man fühlt sich einfach beruhigter wenn ein Pfarrer dabei ist, er ging dann zwar, aber ich bin sicher sie hat seine Anwesenheit bemerkt und seine Stimme erkannt. Und sie wurde während der Salbung und Gebete ruhiger. Ich würde nie jemanden ohne Priester sterben lassen und habe schon lange vorher versucht meine Schwester zum Beichten zu bewegen. Dann , im November, ergab es sich dass eine Freundin einen Priester traf und tatsächlich einen Beichttermin für meine Schwester und deren Mann organisierte. Und beide schwärmten wie gut das getan hatte. Die Freundin hatte gar nicht gewusst, dass ich schon so oft versucht hatte sie zum Beichten zu bewegen. Mir sind mehrere Felsen von der Seele gefallen. Das war Gnade, eine von ganz vielen Gnaden, die wir erleben durften. Und der Priester hat sich auch nach dem Begräbnis ganz sensibel und intensiv um den Schwager gekümmert. Sonst wär der Schwager wütend auf Gott geblieben. So aber erfuhr er Kraft und Unterstützung. Die Priester sind so ein unglaubliches Geschenk. Die wissen auch eher was sagen und treffen die richtigen Worte und haben gute Tipps. Sprechen auch Sie mit einem Priester und fragen mal, wie sie am Besten mit der Mutter über den Tod sprechen könnten. Meine Schwester hat 2 Tage vorm Tod gesagt, -das ist doch alles nicht wichtig-, als eine Bekannte mit ihr über Blumen am Grab sprechen wollte. Aber beten Sie beim nächsten Besuch bei Ihrer Mutter mit. Meiner Schwester war es sehr wichtig, mit ihr zu beten und sie im Gebet nicht allein zu lassen.


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